Vogel Hyperiforce Mood Mood Tabl Fl 60 pcs
Vogel Hyperiforce Gemuetsverstimmung Tabletten 60 Stück
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In stock 10 pcsAnalogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - N06AX25
Description - Vogel Hyperiforce Mood Mood Tabl Fl 60 pcs
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Hyperiforce®
Pflanzliches Arzneimittel
Wichtiger Hinweis: Bei Einnahme anderer Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin einnehmen.
Was ist Hyperiforce und wann wird es angewendet?
Hyperiforce ist ein Frischpflanzen-Präparat aus den frischen Triebspitzen von blühendem Johanniskraut (Hypericum perforatum), aus kontrolliert biologischem Anbau. Hyperiforce wird angewendet bei gedrückter Stimmung, Antriebsmangel, Unausgeglichenheit, Stimmungslabilität, Spannungszuständen, nervöser Unruhe und damit verbundenen Schlafstörungen.
Was sollte dazu beachtet werden?
Bei Anhalten der Beschwerden über einen Monat soll ärztliche Hilfe beansprucht werden.
Wann darf Hyperiforce nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Johanniskraut-Extrakte oder weitere Bestandteile des Arzneimittels (siehe Zusammensetzung) bzw. bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit darf Hyperiforce nicht angewendet werden. Johanniskraut-Präparate dürfen bei Kindern ab 6 Jahren nur nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes angewendet werden. Johanniskraut-Präparate können die Wirkung anderer Arzneimittel abschwächen! Hyperiforce darf deshalb nicht mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden:?Gewisse Arzneimittel zur Hemmung des Immunsystems (z.B. mit dem Wirkstoff Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus), wie sie namentlich nach Organtransplantationen gegeben werden?Anti-retrovirale Arzneimittel in der HIV-Behandlung aus der Gruppe der nichtnukleosidalen Reverse-Transkriptase Hemmer (z.B. Nevirapin) und HIV Proteinase Hemmer (z.B. Indinavir)?Gewisse Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika z.B. Imatinib, Irinotecan)?Tabletten zur Hemmung der Blutgerinnung (sogenannte orale Antikoagulantien z.B. mit den Wirkstoffen Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Warfarin).Vorsichtsmassnahmen:In sehr seltenen Fällen und vor allem bei hellhäutigen Personen kann es nach Einnahme von Johanniskraut-Präparaten und nachfolgender Sonnenlichtbestrahlung zu Hautreaktionen, wie z.B. sonnenbrandähnlichen Hautrötungen, kommen. Lichtempfindliche Personen sollten sich daher in der Zeit der Anwendung vor länger dauernder direkter Sonneneinstrahlungschützen und auf den Besuch von Solarien verzichten. Auch sollte Hyperiforce mit folgenden verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nur unter ärztlicher Überwachung (relative Kontraindikationen) eingenommen werden: Digoxin (sog. Herzglycoside gegen Herzinsuffizienz); der Antibabypille oder anderen hormonalen Verhütungsmitteln (z.B. injizierte Depot-Präparate, unter der Haut angebrachte Implantate, auf die Haut angebrachte Hormon-Pflaster, vaginal angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung u.a.) aufgrund von Zwischenblutungen sowie der Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft; Methadon; bestimmte Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen) oder andere serotoninerge Wirkstoffe (z.B. Amitriptylin, Fluoxetin oder Buspiron u.a.); gewisse Arzneimittel gegen erhöhte Blutfette wie Simvastatin (Komedikation mit Paravastatin scheint jedoch möglich; Midazolam (starkes Schlafmittel bzw. Sedativum aus der Gruppe der Benzodiazepine) oder Steroidhormone wie Cortison und Prednison, die eingenommen werden müssen oder mittels Infusion gegeben werden. Wegen möglicher schwerer Interaktionen mit Arzneimitteln, die vor oder während einer Operation eingesetzt werden, sollte Hyperiforce mindestens 5 Tage vor einer Operation abgesetzt werden und auch nach einer Operation erst nach Rücksprache miteinem Arzt bzw. einer Ärztin eingenommen werden. Wenn Sie neben Hyperiforce noch andere, insbesondere vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Arzneimittel einnehmen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder anwenden.
Darf Hyperiforce während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Auf Grund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin um Rat fragen.
Wie verwenden Sie Hyperiforce?
Erwachsene: Zu Beginn der Behandlung 3mal täglich 1 Tablette zu den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit einnehmen. Das Präparat sollte während mindestens 14 Tagen eingenommen werden, bis es seine Wirkung entfaltet. Nach 2 Wochen 2mal täglich 1 Tablette. Es wird eine Therapiedauer von 4 ? 6 Wochen empfohlen. Eine länger dauernde Anwendung sollte ausschliesslich unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Hyperiforce haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Hyperiforce auftreten: Gelegentlich Magen-Darmstörungen, Reaktionen der Haut, Müdigkeit oder Unruhe. Im Falle von auftretenden Hautrötungen soll Hyperiforce nicht weiter eingenommen werden und die auftretenden Hautsymptome sind von einem Arzt bzw. einer Ärztin abklären zu lassen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Hyperiforce soll bei Raumtemperatur (15 ? 25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Hyperiforce darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Nicht aufgebrauchte oder verfallene Packungen sollen an Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin zur Entsorgung zurückgebracht werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Hyperiforce enthalten?
1 Tablette Hyperiforce enthält: Spissumextrakt (entspr. 66 mg Trockenmasse) aus frischen, blühenden Triebspitzen des Johanniskrautes, Droge- Extrakt-Verhältnis 1-2:1, entspr. 0.14 mg -0.95 mg Gesamt-Hypericin, Auszugsmittel Ethanol 68% (V/V). Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
53790 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Hyperiforce? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung, in Packungen zu 60 Tabletten und 120 Tabletten.
Zulassungsinhaberin
A.Vogel AG, CH-9325 Roggwil
Diese Packungsbeilage wurde im April 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
Pflanzliches Arzneimittel bei Gemütsverstimmung
Zusammensetzung
Wirkstoff: Johanniskrautspissumextrakt
Hilfsstoffe: Excip. pro compr.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
1 Tablette Hyperiforce enthält:
Spissumextrakt (entspr. 66 mg Trockenmasse ) aus frischen
blühenden Triebspitzen des Johanniskrautes, Droge-Extrakt-Verhältnis 1-2:1,
entspr. 0.14 mg – 0.95 mg Gesamt-Hypericin, Auszugsmittel Ethanol 68% (V/V).
Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Hyperiforce Tabletten werden angewendet bei gedrückter Stimmung, Antriebsmangel, Stimmungslabilität mit nervöser Unruhe, Unausgeglichenheit, nervöser Gereiztheit und damit verbundenen Schlafstörungen.
Dosierung/Anwendung
Übliche Dosierung: Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen 3mal täglich 1 Tablette jeweils 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten mit etwas Wasser ein.
Kinder: Arzneimittel mit Johanniskraut-Extrakt dürfen bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen nur nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes angewendet werden.
Bei gutem Ansprechen auf die Behandlung kann die Dosis nach einem Zeitraum von 14 Tagen auf 2 mal 1 Tablette pro Tag reduziert werden.
Dauer der Anwendung:
Da sich die Wirkung von Hypericum-Extrakten allmählich aufbaut, sollten Hyperiforce Tabletten während mindestens 14 Tagen eingenommen werden. Eine Mindesttherapiedauer von 4-6 Wochen wird empfohlen. Eine darüber hinausgehende Behandlungsdauer soll nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Kontraindikationen
Hyperiforce Tabletten dürfen nicht angewendet werden bei:
- bekannter Überempfindlichkeit gegen Hypericum-Extrakte oder einen der verwendeten Inhaltsstoffe (Hilfsstoffe) des Arzneimittels
-bekannter Lichtüberempfindlichkeit
-Kindern unter 6 Jahren, da für diese Patientengruppe keine Daten vorliegen
Hyperiforce Tabletten dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden
mit folgenden Arzneimitteln:
-gewisse Immunsuppressiva (z.B. Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus)
-Anti-HIV-Arzneimittel aus der Gruppe der Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren (z.B. Nevirapin) und Proteinase-Inhibitoren (z.B. Indinavir)
-gewisse Zytostatika (z.B. Imatinib, Irinotecan)
-Orale Antikoagulantien vom Cumarintyp
Zu Einzelheiten siehe unter «Interaktionen».
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Relative Kontraindikationen:
Neben den oben beschriebenen absoluten kontraindizierten Arzneimitteln sollten Johanniskraut-Extrakte auf Grund der bekannten Interaktionen mit mehreren Substanzgruppen nur nach kritischer Evaluation zusammen mit gewissen anderen (namentlich rezeptpflichtigen) Arzneimitteln eingesetzt werden. Wenn gleichzeitig andere Arzneimittel eingenommen werden müssen, ist zu Beginn und am Ende der Therapie sowie bei einer Dosisänderung von Johanniskraut-Präparaten Vorsicht geboten.
Näheres zu den relativen kontraindizierten Arzneimitteln siehe unter „Interaktionen“!
Vorsichtsmassnahmen:
Sehr selten und v. a. bei hellhäutigen Personen kann es nach Einnahme von Johanniskraut-Präparaten und nachfolgender Sonnenlichtbestrahlung zu Hautreaktionen, wie sonnen-brandähnlichen Rötungen, kommen. Bei Auftreten solcher Symptome ist die Behandlung abzubrechen.
Wegen möglicher schwerer Interaktionen mit Arzneimitteln, die vor oder während einer Operation eingesetzt werden, sollte Hyperiforce mindestens 5 Tage vor einer Operation abgesetzt werden und auch nach einer Operation erst nach Rücksprache mit einem Arzt bzw. einer Ärztin eingenommen werden.
Interaktionen
Pharmakokinetische Interaktionen
Interaktions-Daten weisen einerseits auf eine Induktion des Cytochrom P 450-Systems durch Johanniskraut-Extrakte (besonders CYP3A4), andererseits auf eine Induktion von Transportproteinen (P-Glycoprotein z.B. Digoxin) hin. Dies kann zu einer Abnahme der Plasmakonzentrationen und zu einer Abschwächung der therapeutischen Wirkung einer Reihe von komedizierten Arzneimitteln sowie vor allem bei Substanzen mit einer geringen therapeutischen Breite zu potenziell schwerwiegenden Konsequenzen führen.
Plasmaspiegel und/oder Wirkung interagierender Arzneimittel insbesondere solcher mit geringer therapeutischer Breite sollten deshalb zu Beginn und am Ende einer Therapie sowie bei einer Dosisänderung des Johanniskraut-Präparates engmaschig kontrolliert und deren Dosierungen angepasst werden.
Umgekehrt kann es beim plötzlichen Absetzen von Johanniskraut-Präparaten zu einem Anstieg der Plasmakonzentration komedizierter Arzneimittel mit evtl. toxischen Wirkungen kommen. Im Falle einer akzidentellen Einnahme von Johanniskraut-Präparaten mit interagierenden Substanzen sollte das Johanniskraut-Präparat in der Regel schrittweise abgesetzt werden. Solche Wechselwirkungen betreffen insbesondere folgende Arzneimittel bzw. Arzneimittelgruppen:
Absolute Kontraindikationen:
- Immunsuppressiva (Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus). Patienten unter Immunsuppression mit Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus dürfen nicht gleichzeitig mit Hypericum behandelt werden. Hypericum führt zu einem raschen und ausgeprägten Abfall der Plasmaspiegel und Verlust der immunsuppressiven Wirkung mit potenziell schwerwiegenden Konsequenzen (Transplantatabstossung).
- Anti-retrovirale Substanzen aus der Gruppe der Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren und Proteinase-Inhibitoren. Bei der Behandlung mit Non-Nucleosid-Reverse-Transcriptase-Inhibitoren (z.B. Nevirapin) und Proteinase-Inhibitoren (z.B. Indinavir) ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. Eine Untersuchung bei Probanden ergab, dass eine 2-wöchige Einnahme eines standardisierten Johanniskraut-Präparates die Indinavir-Konzentration signifikant senkte. Es ist möglich dass Johanniskraut-Extrakte auch zur Senkung des Plasmaspiegels und zur Wirkungshemmung anderer Proteasehemmer (deren Metabolismus überwiegend von CYP3A4 abhängt) führen.
- Zytostatika (Imatinib, Irinotecan)
Imatinib: Während einer Behandlung mit Imatinib ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. In einer Interaktionsstudie bei Probanden führte die gleichzeitige Gabe von Hypericum während 2 Wochen zu einer Abnahme der AUC von Imatinib um 32%, der Halbwertszeit von 12.8 auf 9.0 Stunden, einer Senkung von Cmax um 18% und einer Erhöhung der Clearance von Imatinib um 43%. Diese Veränderungen waren statistisch signifikant und wurden in einer weiteren Studie bestätigt.
Irinotecan: Während einer Behandlung mit Irinotecan ist die Einnahme von Johanniskraut-Präparaten kontraindiziert. In einer offenen, randomisierten crossover-Studie wurden fünf Krebspatienten mit Irinotecan alleine oder mit Irinotecan und Hypericum über 18 Tage behandelt. Unter der Behandlung mit Irinotecan und Hypericum sank die AUC des aktiven Irinotecan-Metaboliten SN-38 signifikant um 42% verglichen mit der Gruppe, welche nur Irinotecan erhielt.
Wechselwirkungen mit anderen Zytostatika, bei deren Metabolismus CYP-Enzyme und P-Glykoprotein eine Rolle spiele, sind möglich.
- Antikoagulantien vom Cumarintyp (z.B. Acenocoumarol, Phenprocoumon, Warfarin).
Patienten, die orale Antikoagulantien einnehmen, dürfen nicht mit Hypericum behandelt werden, da es deren gerinnungs-hemende Wirkung beeinträchtigt (Risiko von Thromboembolien).
Relative Kontraindikationen:
- Digoxin
Bei gleichzeitiger Gabe von Digoxin wurde ein signifikantes Absinken des Digoxinspiegels um ca. 20-25% beobachtet. Deshalb wird eine gleichzeitige Gabe von Johanniskraut-Präparaten mit Digoxin nicht empfohlen.
- Hormonale Kontrazeptiva
Hypericum kann zu einer Wirkungsverminderung hormonaler Kontrazeptiva führen (z.B. orale Produkte, injizierte Depot-Präparate,s.c. Implantate, transdermale, intrauterine und vaginal angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung). So wurden international mehrere Fälle von Zwischenblutungen unter niedrigdosierten so genannten Mikropillen (Gehalt an Ethinylestradiol 30 µg oder weniger) gemeldet. Auch über Einzellfälle unerwünschter Schwangerschaften bei Anwendung hormonaler Kontrazeptiva und gleichzeitiger Einnahme von Hypericum wurden berichtet.
- Methadon
Johanniskraut-Präparate können zu einer deutlichen Wirkungsverminderung und einem Abfall der Methadon-Konzentration führen. Bei 4 Probanden unter Methadon-Erhaltungstherapie sank der mittlere Quotient Dosis/ Plasma-konzentration um durchschnittlich 47%.
- Andere
Es ist nicht auszuschliessen, dass Johanniskraut-Präparate auch den Metabolismus weiterer Stoffe wie z.B. gewisse Lipidsenker (HMG-CoA-Reduktase-Hemmer wie Simvastatin, nicht jedoch Pravastatin), Midazolam und oral oder intravenös applizierte Steroidhormone beeinflusst.
Hypericum sollte deshalb nur mit Vorsicht zusammen mit diesen Arzneimitteln gegeben werden.
Pharmakodynamische Interaktionen (relative Kontraindikation)
Antidepressiva und andere serotoninerge Substanzen (wie Buspiron, Amitriptylin, Nortriptylin, Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin u.a.).
Johanniskraut-Präparate sollten nur mit Vorsicht und unter regelmassiger Überwachung zusammen mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern oder anderen serotoninergen Arzneimitteln eingenommen werden. Sehr selten können in Kombination mit Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern und anderen serotoninergen Wirkstoffen unerwünschte Wirkungen (Serotoninsyndrom) mit autonomen Dysfunktionen (wie Schwitzen, Tachykardie, Diarrhoe, Fieber), psychischen (wie Agitiertheit, Verwirrtheit) und motorischen Alterationen (wie Tremor, Myoklonien) auftreten.
Schwangerschaft/Stillzeit
Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.
Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung und Entwicklung des Föten.
Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Literaturstudien mit ähnlich zusammengesetzten Hypericum-Präparaten zeigten keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen.
Das Reaktionsvermögen, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, kann aufgrund der vorliegenden Grunderkrankung und im Zusammenhang mit den beschriebenen Nebenwirkungen generell beeinträchtigt sein.
Die Entscheidung trifft im Einzelfall der behandelnde Arzt resp. die behandelnde Ärztin.
Unerwünschte Wirkungen
Magen-Darm-Beschwerden
Gelegentlich (≥0,1% - <1%) können gastrointestinale Beschwerden auftreten.
Nervensystem: Gelegentlich Müdigkeit und Unruhe.
Haut: Gelegentlich können allergische Reaktionen der Haut auftreten.
Überdosierung
Bisher ist kein Fall einer toxischen Überdosierung bekannt. Es ist anzunehmen, dass sich bei einer erheblichen Überdosierung die oben beschriebenen Nebenwirkungen verstärken. Zudem muss mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit gerechnet werden, in diesem Fall sollte eine Sonneneinstrahlung auf die Haut oder sonstige UV-Bestrahlung (Solarium) für ca. 1-2 Wochen gemieden werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: N06AX25
Pflanzliches Antidepressivum
Wirkungsmechanismus:
Auf der Basis tierexperimenteller Studien wird eine Hemmung der synaptosomalen Aufnahme der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin angenommen.
Klinische Wirksamkeit:
In einer multizentrischen, randomisierten Doppelblindstudie mit 260 Patienten wurde die Wirkung des Präparates belegt: Nach 6 Wochen Therapie mit Hyperiforce (3x1 Tbl. tgl.) sank der Hamilton Depression Score von anfänglich durchschnittlich 16-17 auf 8-9 Punkte.
Pharmakokinetik
Für Hyperiforce Tabletten liegen keine Angaben vor. Bei einem anderen Johanniskrautextrakt wiesen Hypericin und Pseudohypericin bei Einzeldosierung eine mediane Halbwertszeit von 24,8 Stunden auf (die Halbwertszeit ist sehr variabel). Der Maximalspiegel für Hypericin war nach 5,2 Stunden erreicht.
Präklinische Daten
Akute Toxizität:
Die akute Toxizität von ähnlich zusammengesetzten Johanniskraut-Extrakten (nach einmaliger oraler und intraperitonealer Verabreichung an Ratten und Mäusen) ist äusserst gering.
Subakute und chronische Toxizität:
Bezüglich der subakuten und chronischen Toxizität ergab die orale Verabreichung eines ähnlich zusammengesetzten Johanniskraut-Extraktes (über 4 Wochen an Ratten) keine substanzbedingten Änderungen.
Mutagenität / Genotoxizität:
Prüfungen mit hydroalkoholischem Hypericumextrakt in vitro und in vivo gaben keinen Hinweis auf eine mutagene Wirkung.
Reproduktionstoxizität:
Untersuchungen mit Hypericum (an Ratten) haben keine Hinweise auf ein embryotoxisches oder teratogenes Potential ergeben. Es bestehen keine Hinweise auf eine Beeinflussung der Fertilität.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten: Nicht zutreffend
Beeinflussung diagnostischer Methoden: Nicht bekannt
Haltbarkeit: Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit EXP bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise: Bei Raumtemperatur (15 - 25°) lagern.
Zulassungsnummer
53790 (Swissmedic)
Zulassungsinhaberin
A.Vogel AG, CH-9325 Roggwil
Stand der Information
April 2015



















