Swiss quality
Librax Drag Ds 30 pcs - PrimeCare Global
Librax Drag Ds 30 pcs - PrimeCare Global
Librax Drag Ds 30 pcs - PrimeCare Global
Librax Drag Ds 30 pcs - PrimeCare Global

Librax Drag Ds 30 pcs

Librax 30 Dragee

Send a request to get a price

In stock 17 pcs
Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
209384
EAN [GTIN]
7680282750133
ATC
A03CA02
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Analogues of the product based on the active ingredient

Name Code EAN Price Original
Librax Drag Ds 100 pcs Librax Drag Ds 100 pcs 209390 7680282750218 - Read more
Cypestra-35 Drag 21 pcs Cypestra-35 Drag 21 pcs 3038109 7680572250022 - Read more
Gyselle 30 Drag 3 x 21 pcs Gyselle 30 Drag 3 x 21 pcs 3460251 7680579620026 - Read more
Fluconazol-Mepha N Kaps 200 mg 2 pcs Fluconazol-Mepha N Kaps 200 mg 2 pcs 3747975 7680580630106 - Read more
Cypestra-35 Drag 3 x 21 pcs Cypestra-35 Drag 3 x 21 pcs 3038115 7680572250046 - Read more
Gyselle 30 Drag 6 x 21 pcs Gyselle 30 Drag 6 x 21 pcs 3460268 7680579620033 - Read more
Fluconazol-Mepha N Kaps 50 mg 7 pcs Fluconazol-Mepha N Kaps 50 mg 7 pcs 3747892 7680580630021 - Read more
Imodium caps 2 mg 20 pcs Imodium caps 2 mg 20 pcs 755307 7680403630177 - Read more
Imodium caps 2 mg 60 pcs Imodium caps 2 mg 60 pcs 755313 7680403630252 - Read more
Bilifuge Drag Ds 200 pcs Bilifuge Drag Ds 200 pcs 1524047 7680166150219 - Read more
Minulet Drag 21 pcs Minulet Drag 21 pcs 1280906 7680481130286 - Read more
Feminac 35 Drag 21 pcs Feminac 35 Drag 21 pcs 2757049 7680567220016 - Read more
Bilifuge 40 Dragees Bilifuge 40 Dragees 7830232 7680166150134 - Read more
Itinerol B6 10 capsules Itinerol B6 10 capsules 4049799 7680407700388 - Read more
Minulet Drag 3 x 21 pcs Minulet Drag 3 x 21 pcs 1280912 7680481130361 - Read more
Feminac 35 Drag 3 x 21 pcs Feminac 35 Drag 3 x 21 pcs 2757055 7680567220030 - Read more
Lasix long capsules 30 mg 50 pcs Lasix long capsules 30 mg 50 pcs 879162 7680424820212 - Read more
Dipiperon Tabl 40 mg 200 pcs Dipiperon Tabl 40 mg 200 pcs 98648 7680302690203 - Read more
Anafranil Drag 10 mg 200 pcs Anafranil Drag 10 mg 200 pcs 628715 7680329340211 - Read more
Minulet Drag 6 x 21 pcs Minulet Drag 6 x 21 pcs 1280929 7680481130446 - Read more

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - A03CA02

Name Code EAN Price Original
Librax Dragees 30 Stück Librax Dragees 30 Stück 0209384 7680282750133 - Read more
Librax Dragees 100 Stück Librax Dragees 100 Stück 0209390 7680282750133 - Read more
Librocol Filmtabl 30 Stk Librocol Filmtabl 30 Stk 2847083 7680414950158 - Read more

Description - Librax Drag Ds 30 pcs

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Librax®

MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH

Was ist Librax und wann wird es angewendet?

Librax enthält zwei sich ergänzende Wirkstoffe. Chlordiazepoxid lindert Angst und Spannung, Clidiniumbromid löst Krämpfe im Bauch- und Unterbauchbereich und dämpft übermässige Flüssigkeitsproduktion in Magen und Darm.Librax wird angewendet, wenn Angst und Spannung Krankheitszeichen in Bauch oder Unterbauch verursachen oder verschlimmern. Solche Krankheitszeichen können bei Magen- und Darmbeschwerden infolge Überreizung, Entzündung und Geschwüren, bei Erkrankungen der Gallenwege, der Harnwege, bei nächtlichem Bettnässen und bei schmerzhaften Monatsblutungen vorkommen.Librax ist nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin anzuwenden.

Wann darf Librax nicht angewendet werden?

Librax darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,Patienten über 65 Jahren mit mehreren Erkrankungen,Patienten über 75 Jahren,grünem Star,ProstatavergrösserungStillzeit,schweren Atembeschwerden,nächtlichem Erwachen wegen Unterbrechung der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom),einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion,krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis).

Librax ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.

Wann ist bei der Einnahme von Librax Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel enthält zwei Wirkstoffe, die sich in der Wirkung ergänzen. Dadurch können jedoch die Nebenwirkungen und das Risiko bei der Kombination mit anderen Arzneimitteln verstärkt werden.Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie möglich sein (üblicherweise nicht länger als 8 bis 12 Wochen). Eine Umstellung auf ein anderes entspannendes oder schlafförderndes Arzneimittel sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.Bei länger dauernder Therapie wird eine Überwachung des Blutbildes sowie der Nieren- und der Leberfunktion empfohlen.Informieren Sie Ihrem Arzt bzw. Ihre Ärztin vor der Behandlung, wenn Sie an folgenden Zuständen oder Erkrankungen leiden oder gelitten haben:Alkohol und Arzneimittel- bzw. Drogenmissbrauch, depressive Episoden, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, Atembeschwerden, Prostatavergrösserung, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Überfunktion der Schilddrüse, chronische Bronchitis, Darmlähmung, verlangsamte Darmtätigkeit, erweiterter Dickdarm mit einer Dickdarmentzündung.

Zusätzliche Einnahme von anderen Arzneimitteln

Sie dürfen neben Librax nur dann noch andere Arzneimittel einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin einverstanden ist.Arzneimittel mit dämpfender Wirkung auf das zentrale Nervensystem können die Wirkung von Librax verstärken. Dazu gehören z.B. Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen, Beruhigungsmittel, Schlafmittel, starke Schmerzmittel (sog. Opiate), gewisse Arzneimittel zur Dämpfung des Hustenreizes, gegen Allergien, hohen Blutdruck, Epilepsie, Depression, muskelentspannende Arzneimittel, Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit oder Arzneimittel zur Behandlung der Drogenabhängigkeit. Die Kombination mit solchen Arzneimitteln und/oder Alkohol kann zu einer starken Dämpfung bis hin zu einem schlafähnlichen Zustand sowie zu einer Beeinträchtigung der Atmung und/oder des Herz-Kreislaufsystems führen.Die gleichzeitige Anwendung von Librax und Opioiden (starke Schmerzmittel, Arzneimittel zur Drogenersatztherapie und einige Hustenmittel) erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atemnot, Koma und kann lebensbedrohlich sein. Deshalb sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht möglich sind.Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch Librax zusammen mit Opioiden verschreibt, sollten Dosis und Dauer der gleichzeitigen Behandlung von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin beschränkt werden.Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über alle Opioidhaltigen Arzneimittel, die Sie zu sich nehmen und halten Sie sich streng an die erhaltene Dosierungsempfehlung. Es kann hilfreich sein, Freunde oder Verwandte über die oben genannten Anzeichen und Symptome zu informieren. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie solche Symptome haben.Während der Behandlung mit Librax sollten Sie ganz auf alkoholische Getränke verzichten, da die individuelle Reaktion im Einzelnen nicht vorauszusehen ist.Die Kombination mit starken Schmerzmitteln (z.B. Opiaten) kann zu einem verstärkten überschwänglichen Hochgefühl und damit zu einer schnelleren psychischen Abhängigkeit führen.Gewisse Präparate gegen Bakterien-, Pilz- oder HIV ?Infektionen, zur Behandlung von Magengeschwüren (z.B. Cimetidin), zur Behandlung einer Alkoholabhängigkeit, gewisse Asthma- oder Herzmittel können Wechselwirkungen mit Librax verursachen und zu einer erhöhten Schläfrigkeit und einer erhöhten Dämpfung der Atmung und des Herzkreislaufsystems führen.Auch mit gewissen Arzneimitteln gegen Krämpfe im Magen-Darm-Trakt oder Verstopfung, Herzrhythmusstörungen, Krämpfe kann es zu Wechselwirkungen kommen, die sich z.B. mit Harnverhalten, Fortschreiten eines grünen Stars, Verstopfung oder Mundtrockenheit äussern können.

Abhängigkeitsgefährdung

Die Einnahme von Librax kann - wie bei allen benzodiazepinhaltigen Präparaten - zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann auch bei der üblichen Dosierung auftreten. Das Risiko steigt aber mit der Dosis und der Dauer der Behandlung und ist bei früherem Alkohol- oder Drogenmissbrauch erhöht. Ebenso ist das Risiko erhöht, wenn gleichzeitig ähnliche Arzneimittel eingenommen werden.Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Nehmen Sie Librax nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein. Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschriebene Dosis.Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen. Bei längerer Anwendung wird eine allmähliche Reduktion der Dosis empfohlen.Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Dauer der Behandlung möglichst kurz halten und periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.

Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.

Entzugserscheinungen, Wiederauftreten von Symptomen

Beim Bestehen einer Abhängigkeit kann es in den Tagen nach dem Absetzen der Behandlung zu Entzugserscheinungen kommen, die eine ärztliche Unterstützung erfordern oder es können Symptome auftreten, für die Ihnen Librax ursprünglich verschrieben wurde. Dabei können z.B. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Zittern, Muskelschmerzen und Muskelspannung, Ruhelosigkeit, aussergewöhnliche Angst, Spannungszustand, Verwirrtheit und Reizbarkeit auftreten. In schweren Fällen kann es auch verfremdete Wahrnehmung der Umwelt, Persönlichkeitsstörungen, erhöhtes Wahrnehmen von Geräuschen, Kribbeln und Taubheit an Händen und Füssen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Körperkontakt, Wahnvorstellungen oder epileptische Anfälle auftreten.

Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit

Mit Librax können Sie unsorgfältig, unbeholfen oder langsam reagieren. Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen. Bei ungenügender Schlafdauer ist das Risiko einer eingeschränkten Wachsamkeit erhöht.

Zuckerunverträglichkeit

Librax Filmtabletten enthalten Laktose (Milchzucker) und Saccharose. Bitte nehmen Sie Librax Filmtabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Librax während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen.Die Einnahme von Librax während der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind schädigen. Librax darf während der Schwangerschaft daher nicht eingenommen werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten bis mindestens 7 Monate nach Beendigung der Behandlung mit Librax wirksame Massnahmen zur Empfängnisverhütung anwenden. Männern sollten während und bis mindestens 4 Monate nach der Behandlung keine Kinder zeugen.Die Wirkstoffe von Librax treten in die Muttermilch über. Librax darf deshalb während der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Librax?

Ihr Arzt bzw. Ihrer Ärztin legt die für Sie geeignete Dosierung und die Dauer der Behandlung fest. Halten Sie sich deshalb genau an seine/ihre Anweisungen. Die Gesamtdauer der Behandlung sollte einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen nicht überschreiten.Im Allgemeinen wird er/sie Ihnen 3-4 Filmtabletten täglich verschreiben. Nehmen Sie die Filmtabletten eine halbe Stunde vor dem Essen ein. Wenn Sie schon etwas älter oder geschwächt sind, wird die Dosis zu Anfang 1-2 Filmtabletten pro Tag betragen.Die Anwendung und Sicherheit von Librax bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und beenden Sie Ihre Behandlung auf keinen Fall, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu befragen. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Librax haben?

Zu den Nebenwirkungen, die nach der Einnahme von Librax am häufigsten auftreten gehören Sedierung, Schwindel, Verwirrtheit, Müdigkeit, sowie Gang- und Bewegungsstörungen. Diese Erscheinungen treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Bei anhaltender Behandlung oder Reduktion der Dosis gehen sie im Allgemeinen in ihrem Schweregrad zurück oder klingen vollständig ab.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)

Sedierung, Schwindel, Verwirrtheit, Müdigkeit, sowie Gang- und Bewegungsstörungen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Behandelten)

Mundtrockenheit, verminderter Tränenfluss und Sehstörungen einschliesslich Doppelsehen, Appetitsteigerung.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Behandelten)

Veränderungen des Blutbildes, Magen-Darm-Störungen, Verstopfung, Kopfschmerzen, Drehschwindel, Blutdruckabfall, allergische Hautreaktionen (z.B. Hautausschlag, Juckreiz), Harnretention, Veränderungen des Sexualtriebes, erektile Dysfunktion und Menstruationsbeschwerden.

Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)

Über folgende Nebenwirkungen ist (wie bei der Einnahme anderer Benzodiazepine) berichtet worden: Überempfindlichkeitsreaktionen, Gedächtnisstörungen, Halluzinationen, Abhängigkeit, Depression, Ruhelosigkeit, Erregbarkeit, Nervosität, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Alpträume, Psychosen, verändertes Verhalten, emotionale Störungen, «paradoxe» Reaktionen, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, suizidales Verhalten, suizidale Gedanken, motorische Sprechstörungen, Gangstörungen, Zittern, Störungen der Bewegungskoordination, Herzrasen, Palpitationen, Atembeschwerden, erhöhte Viskosität des Bronchialschleims, Gelbsucht, erhöhte Werte der Leberenzyme (Transaminasen, alkalische Phosphatase), Muskelschwäche und Kraftlosigkeit.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Librax enthalten?

Eine Filmtablette (grün) enthält

Wirkstoffe

5 mg Chlordiazepoxid und 2,5 mg Clidiniumbromid.

Hilfsstof

Kern: Lactose, mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Magnesiumstearat, Talkum.Filmüberzug: Saccharose, Reisstärke, arabisches Gummi, Indigotin (E132), Eisenoxid gelb (E172), dickflüssiges Paraffin, Paraffin, Talkum.

Zulassungsnummer

28275 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Librax? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Packung zu 30 und 100 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH, 8062 Wangen-Brüttisellen.

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2022 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Version 201 D

21170 / 25.11.2022

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Chlordiazepoxidum und Clidinii bromidum.

Hilfsstoff: Lactosum, Saccharosum, Color.: E132, Excip. pro compr. obduct.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Dragées enthält 5 mg Chlordiazepoxidum und 2,5 mg Clidinii bromidum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von klinisch signifikanten Störungen im Bereich des Gastrointestinal- oder Urogenital-Traktes, wenn diese durch Angst oder Spannung bedingt oder erschwert werden.

Verdauungstrakt: z.B. Colon irritabile, spastisches Kolon sowie funktionelle Begleiterscheinungen bei Hypersekretion und Hypermotilität im Bereich des Gastrointestinaltraktes, wie Diarrhoe, Kolitis, Gastritis, Duodenitis, Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni und Dyskinesien der Gallenwege.

Urogenitaltrakt: Spasmen und Dyskinesien, Enuresis nocturna, funktionelle Reizblase und Dysmenorrhoe.

Benzodiazepine sollen nur dann eingesetzt werden, wenn die Störungen von klinisch signifikantem Schweregrad sind oder den Patienten in seinem Verhalten stark beeinträchtigen.

Dosierung/Anwendung

In jedem Fall soll die Behandlung mit der niedrigsten empfohlenen Dosis begonnen und danach der Reaktion entsprechend angepasst werden. Die maximale Dosierung sollte nicht überschritten werden.

Übliche Dosierung

Erwachsene: 3-4 Dragées täglich.

Korrekte Art der Einnahme

Die Einnahme erfolgt vorzugsweise eine halbe Stunde vor dem Essen mit Flüssigkeit. Die Dragées können ganz geschluckt oder zerdrückt eingenommen werden.

Dauer der Behandlung

Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein. Die Indikation sollte regelmässig reevaluiert und die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung abgeklärt werden, insbesondere wenn der Patient symptomfrei ist. Die Behandlungsdauer sollte – einschliesslich der Ausschleichphase – nicht länger als 8 bis 12 Wochen betragen.

Bei manchen Patienten kann es notwendig sein, die Behandlung über den empfohlenen Zeitraum hinaus zu verlängern. Dies sollte nur nach einer erneuten sachkundigen Beurteilung des Patientenstatus geschehen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Lebererkrankungen, ältere Patienten

Bei älteren Patienten unter 75 Jahren und geschwächten Patienten sowie bei Patienten mit leicht bis mässig eingeschränkter Leberfunktion wird eine Dosisreduktion um etwa 50% empfohlen (siehe «Kontraindikationen»).

Pädiatrie

Librax soll bei Kindern nicht angewendet werden, da keine Studien mit Kindern durchgeführt wurden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Chlordiazepoxid, Clidiniumbromid oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,

Multimorbidität bei Patienten über 65 Jahren,

Patienten über 75 Jahren,

Glaukom,

Prostatahypertrophie,

Stillzeit,

Schwere Ateminsuffizienz,

Schlafapnoe-Syndrom,

Schwere hepatische Insuffizienz,

Myasthenia gravis.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Dieses Arzneimittel enthält ein Benzodiazepin und ein atropinisches Spasmolytikum. Kombiniert verwendet kann es zu einer Synergie ihrer unerwünschten Wirkungen kommen, und die Risiken der Kombination mit anderen Arzneimitteln können verstärkt werden; besonders die sedativen und atropinischen Wirkungen.

Bei länger dauernder Therapie empfiehlt sich die Überwachung des Blutbildes sowie der Nieren- und der Leberfunktion.

Dauer der Behandlung

Die Behandlung sollte so kurz wie möglich sein und die Behandlungsdauer sollte – einschliesslich der Ausschleichphase – nicht länger als 8 bis 12 Wochen betragen. Eine Verlängerung sollte nicht ohne Reevaluation der Situation erfolgen.

Bei Verwendung langwirksamer Benzodiazepine wie Chlordiazepoxid, sollte unbedingt davor gewarnt werden, die Behandlung auf ein kurzwirksames Benzodiazepin umzustellen, da sonst Entzugserscheinungen auftreten könnten.

Alkohol und Arzneimittel- bzw. Drogenmissbrauch

Bei Patienten mit vorangegangener Diagnose einer Alkohol-, Arzneimittel- oder anderen Abhängigkeit wird grösste Vorsicht empfohlen.

Patienten mit depressiven Episoden

Benzodiazepine und ähnliche Arzneimitteln sollten bei diesen Patienten nicht als alleinige Mittel verschrieben werden, da sich die Depression mit einem anhaltenden oder verstärkten Suizidrisiko weiterentwickeln könnte.

Toleranzentwicklung

Ein gewisser Verlust der hypnotischen Wirkung von Benzodiazepinen kann sich nach einer wiederholten Anwendung während weniger Wochen entwickeln.

Abhängigkeit

Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit führen. Eine Arzneimittelabhängigkeit kann bei therapeutischer Dosierung und/oder bei Patienten ohne spezielle Risikofaktoren auftreten. Dieses Risiko steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. und ist bei Patienten mit vorangegangener Diagnose eines Alkohol- oder Drogenmissbrauchs erhöht.

Die Kombination von mehreren Benzodiazepinen, unabhängig von der Indikation, erhöht das Risiko einer Arzneimittelabhängigkeit. Es wurde über Fälle von Missbrauch berichtet.

Um das Risiko einer Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Benzodiazepine nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation verschrieben und über möglichst kurze Dauer (als Hypnotikum zum Beispiel in der Regel nicht länger als vier Wochen) eingenommen werden. Ob eine Weiterführung der Behandlung notwendig ist, muss periodisch überprüft werden. Eine längere Behandlung ist nur bei bestimmten Patienten (zum Beispiel Panikzustände) indiziert und der Nutzen im Vergleich zu Risiken weniger klar.

Entzugserscheinungen

Bei Vorliegen einer Abhängigkeit tritt die Entzugssymptomatik vor allem nach abruptem Absetzen auf. Die beobachteten Symptome sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Zittern, Muskelschmerzen und Muskelspannung, Ruhelosigkeit, aussergewöhnliche Angst, Spannungszustand, Verwirrtheit und Reizbarkeit. In schweren Fällen können verfremdete Wahrnehmung der Umwelt, Persönlichkeitsstörungen, Hyperakusis, Kribbeln und Taubheit der Extremitäten, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm und Körperkontakt, Halluzinationen oder epileptische Anfälle auftreten.

Entzugserscheinungen können in den Tagen nach Absetzen der Therapie einsetzen.

Bei Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.

Rebound-Symptomatik

Nach dem Absetzen der Therapie kann es zu einem vorübergehenden Auftreten von Rebound-Erscheinungen kommen, dabei können die Symptome, die zu einer Behandlung mit Benzodiazepinen führten, in verstärkter Form wieder auftreten. Begleitend können Stimmungsschwankungen, Angst oder Schlafstörungen und Unruhe auftreten. Da das Risiko von Entzugs- bzw. Absetz-Phänomenen nach plötzlichem Beenden der Therapie höher ist, empfiehlt sich in jedem Falle ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird.

Amnesie und Veränderungen der psychomotorischen Funktion

Benzodiazepine können anterograde Amnesie verursachen. Die Amnesie zusammen mit psychomotorischen Veränderungen treten üblicherweise einige Stunden nach der Einnahme auf.

Psychiatrische und «paradoxe» Reaktionen

Benzodiazepine und ähnliche Arzneimittel können bei einigen Patienten verschiedene Veränderungen des Bewusstseinszustandes sowie des Verhaltens und des Gedächtnisses hervorrufen, wie: Verschärfung der Schlaflosigkeit, Albträume, Aufregung, Nervosität, konfuser Zustand, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, psychotische Symptome, Hemmungsverlust mit Impulsivität, Euphorie, Reizbarkeit, anterograde Amnesie und Beeinflussbarkeit.

Dieser Zustand kann von potenziell gefährlichen Problemen für den Patienten oder für andere Personen begleitet sein, wie von unangemessenem Verhalten, auto- oder hetero-aggressivem Verhalten, insbesondere, wenn Freunde und Verwandte versuchen, die Aktivitäten des Patienten zu verhindern, sowie von automatischem Verhalten mit Amnesie nach dem Ereignis. Treten solche Reaktionen auf, muss Librax abgesetzt werden. Diese Reaktionen sind bei älteren Patienten häufiger. Bei der Verschreibung von Benzodiazepine an Patienten mit Persönlichkeitsstörungen ist grösste Vorsicht geboten.

Spezielle Patientengruppen und Risiko einer Akkumulation

Bei langwirksamen Benzodiazepinen wie Chlordiazepoxid, sollten die Patienten zu Beginn der Behandlung regelmässig überwacht werden, damit die Dosis oder die Häufigkeit der Einnahme - falls notwendig - reduziert werden kann, um eine Überdosierung infolge Akkumulation zu verhindern.

Bei älteren Patienten (unter 75 Jahre) sowie bei Patienten mit Nieren- oder milden bis mässigen Leberfunktionsstörung kann die Halbwertszeit von Benzodiazepinen beträchtlich verlängert sein. Eine Dosisanpassung kann notwendig sein (siehe «Dosierung/Anwendung»). Bei Patienten über 75 Jahren und Patienten mit schwerer, akuter oder chronischer Einschränkung der Leberfunktion ist Librax kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).

Benzodiazepine und ähnliche Arzneimittel sollten bei älteren Patienten aufgrund des Risikos einer Sedierung und/oder der muskelrelaxierenden Wirkung mit Vorsicht angewendet werden, da sie zu Stürzen führen könnten, die in dieser Patientenpopulation häufig schwerwiegende Folgen haben können.

Risiko durch eine gleichzeitige Anwendung mit Opioiden:

Die gleichzeitige Anwendung von Librax und Opioiden kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln wie Librax zusammen mit Opioiden nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Librax zusammen mit Opioiden für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein (siehe «Dosierung/Anwendung»).

Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und deren Bezugspersonen (falls zutreffend) über diese Symptome zu informieren (siehe «Interaktionen»).

Vorsichtsmassnahmen in Verbindung mit Chlordiazepoxid

Es kann von Nutzen sein, die Patienten zu Beginn der Behandlung darüber zu informieren, dass die Behandlung von beschränkter Dauer sein wird und genau zu erklären, wie die Dosis allmählich reduziert werden soll. Die Patienten sollten auch über mögliche Entzugserscheinungen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») aufgeklärt werden, so dass die Angst vor solchen Symptomen – falls sie beim Absetzen des Arzneimittels auftreten – verringert werden kann.

Bei leichter bis mittelschwerer Ateminsuffizienz sollte die depressive Wirkung von Benzodiazepinen und ähnlichen Arzneimitteln berücksichtigt werden, zumal Angst und Erregung auch Anzeichnen einer Dekompensation der Atemfunktion sein können und damit die Aufnahme in einer Intensivstation rechtfertigen können.

Vorsichtsmassnahmen in Verbindung mit Clidiniumbromid

Librax sollte mit Vorsicht angewendet werden bei:

  • Prostatahypertrophie
  • Nieren- oder milder bis mässiger Leberfunktionsstörung
  • Koronare Insuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Hyperthyreose
  • Chronischen Bronchitis aufgrund der erhöhten Viskosität des Bronchialschleims
  • Paralytischer Ileus, Darmatonie bei älteren Patienten, toxisches Megakolon

Laktose, Saccharose

Librax Dragées enthalten Laktose und Saccharose. Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Fruktose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Librax Dragées nicht einnehmen.

Interaktionen

Interaktionen mit Chlordiazepoxid

Vorsicht ist geboten, wenn Librax mit zentralwirkenden Arzneimitteln (wie Neuroleptika, Beruhigungsmittel, Hypnotika, Analgetika, Antitussiva, sedierende Antihistaminika, zentrale Antihypertensiva, Antiepileptika, Opiate oder Baclofen) kombiniert wird, da die zentral dämpfende Wirkung verstärkt sein kann.

Die gleichzeitige Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln wie Librax mit Opioiden erhöht das Risiko für Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung. Dosierung und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Zusätzlich kann die gleichzeitige Einnahme von Opioiden (narkotischen Analgetika) zu einer Verstärkung der euphorisierenden Wirkung und damit zu beschleunigter psychischen Abhängigkeitsentwicklung führen.

Muskelrelaxantien können die Wirkung von Chlordiazepoxid verstärken.

Die Resorption von anderen Arzneimitteln kann durch die Wirkung auf den Gastrointestinaltrakt verlangsamt werden.

Barbiturate, Morphinderivate

Bei gleichzeitiger Einnahme von Barbituraten oder Morphinderivaten besteht ein erhöhtes Risiko einer Atemdepression. Diese kann im Fall einer Überdosierung zum Tod führen.

Buprenorphin

Eine gleichzeitige Einnahme mit Buprenorphin führt ebenfalls zu einem erhöhten Risiko einer Atemdepression, die tödlich verlaufen kann. Das Nutzen-Risiko Verhältnis dieser Kombination sollte sorgfältig überprüft werden. Informieren Sie den Patienten über die Notwendigkeit, die verschriebene Dosis einzuhalten.

Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf hepatische Enzyme

Chlordiazepoxid wird durch das Isoenzym CYP450 3A4 hydroxyliert. Obwohl keine spezifischen Interaktionsstudien vorliegen, ist grundsätzlich bei der gleichzeitigen Verabreichung von Arzneimitteln, die dieses Isoenzym hemmen, oder durch dieses metabolisiert werden (wie Makrolid-Antibiotika, Antimykotika des Azol-Typs, Calcium-Antagonisten, Protease-Hemmer, Mutterkorn-Alkaloiden, Antidepressiva) Vorsicht geboten.

Der Metabolismus von Chlordiazepoxid kann durch Ketoconazol, Cimetidin oder Disulfiram gehemmt werden.

Die gleichzeitige Einnahme von Cimetidin führt zu einem erhöhten Risiko des Auftretens von Schläfrigkeit. Der Patienten sollte über das erhöhte Risiko beim Fahren oder dem Bedienen von Maschinen gewarnt werden.

Interaktionen mit Clidiniumbromid

Bei gleichzeitiger Einnahme von Librax und Substanzen mit anticholinergischer (atropin-ähnlicher) Wirkkomponente, zum Beispiel Amantadin, einige Antihistaminika (H1-Antagonisten), Butyrophenone, Phenothiazine, tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Antiparkinsonmittel, Antiarrhythmika (wie Quinidine, Disopyramid), Pirenzepin, anticholinergische Spasmolytika oder Asthmamittel, kommt es zu einer Verstärkung der anticholinergischen Wirkung von Clidinium. Deshalb kann es eher zu unerwünschten Wirkungen wie z.B. Harnretention, Fortschreiten eines Glaukoms, Verstopfung, Mundtrockenheit usw. kommen.

Unter dem Einfluss von Librax soll kein Alkohol genossen werden, da die individuelle Reaktion im Einzelnen nicht vorauszusehen ist.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt klare Hinweise für Risiken des menschlichen Fötus. Librax darf während der Schwangerschaft, vor allem während des ersten und letzten Trimesters, nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Bei der Verabreichung von therapeutischen Dosen von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft scheint das Missbildungsrisiko gering zu sein. Einige epidemiologische Studien zeigen jedoch ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Gaumenspalte. Es gibt wenige Fälle von Missbildungen und geistiger Retardierung bei pränatal exponierten Kindern nach Chlordiazepoxidüberdosierung und -vergiftung.

Wird Librax an Frauen im gebärfähigem Alter verschrieben, so sollten diese aufgefordert werden, ihren Arzt bzw. ihre Ärztin zu kontaktieren, um das Absetzen des Präparates zu besprechen, wenn sie vermuten schwanger zu sein oder es werden möchten.

Bei Anwendung von Benzodiazepinen während des letzten Trimesters der Schwangerschaft oder während der Entbindung wurde über neonatale Symptome wie z.B. Hypothermie, Hypotonie und moderate Atemdepression berichtet.

Säuglinge, deren Mütter während der späten Stadien der Schwangerschaft chronisch Benzodiazepine zu sich nahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickelt haben, und es besteht das Risiko von Entzugssymptomen in der Postnatalphase.

Librax sollte am Ende der Schwangerschaft mit Vorsicht angewendet werden, da der Wirkstoff Clidinium zu anticholinergen Wirkungen beim Säugling (z.B. Meconium Ileus) führen kann.

Stillzeit

Clidiniumbromid kann die Milchsekretion verringern und geht in die Muttermilch über. Chlordiazepoxid kann ebenfalls in die Muttermilch übertreten. Die Anwendung von Librax ist in der Stillzeit deshalb kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Librax hat einen ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Sedierung, Amnesie, verminderte Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigte Muskelfunktion können sich nachteilig auf das Bedienen von Maschinen oder die Fahrtüchtigkeit auswirken. Dies gilt insbesondere nach unzureichender Schlafdauer. Die Kombination mit anderen Sedativa wird nicht empfohlen und sollte beim Fahren oder Bedienen von Maschinen berücksichtigt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind: Sedierung, Schwindel, Schläfrigkeit, Ataxie, Müdigkeit und Gleichgewichtsstörungen. Diese unerwünschten Wirkungen sind dosisabhängig und können selbst bei einer einmaligen Einnahme bis zum Tag nach der Einnahme anhalten. Sie treten vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwinden bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.

Ältere Patienten sind besonders empfindlich gegenüber den Wirkungen von zentraldämpfenden Arzneimitteln und können mit Verwirrtheit reagieren, insbesondere wenn organische Gehirnveränderungen vorhanden sind.

Die bei Patienten unter Librax aufgetretenen unerwünschten Wirkungen sind nachfolgend unter Verwendung der MedDRA-Systemorganklassen aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (<1/10, ≥1/100), gelegentlich (<1/100, ≥1/1'000), selten (<1/1'000, ≥1/10'000), sehr selten (<1/10'000), Häufigkeit unbekannt (kann aufgrund der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Knochenmarksuppression (z.B. Thrombozytopenie, Leukopenie, Agranulozytose, Panzytopenie)

Erkrankungen des Immunsystems

Unbekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Appetitsteigerung

Psychiatrische Erkrankungen

Unbekannt: Amnesie, Halluzinationen, Abhängigkeit, Depression, Ruhelosigkeit, Erregbarkeit, Nervosität, Aggressivität, Wahnvorstellungen, Albträume, psychotische Störungen, ungewöhnliches Verhalten, emotionale Störungen, paradoxe Rektionen wie Ängstlichkeit, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, suizidales Verhalten, suizidale Gedanken.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Sedierung, Schwindel, Schläfrigkeit, Ataxie, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit.

Selten: Kopfschmerzen, Vertigo.

Unbekannt: Dysarthrie, Gangstörungen, extrapyramidale Störungen (z.B. Tremor, Dyskinesie).

Augenerkrankungen

Gelegentlich: verminderter Tränenfluss, Akkomodationsstörungen, Sehstörungen inkl. Diplopie.

Herzerkrankungen

Unbekannt: Tachykardie, Palpitationen.

Gefässerkrankungen

Selten: Hypotonie.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Unbekannt: Atemdepression, erhöhte Viskosität der Bronchialsekretion.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Selten: Magen-Darm-Störungen, Obstipation.

Erkrankungen der Leber und Gallenblase

Unbekannt: Gelbsucht, erhöhtes Bilirubin, erhöhte Leberenzymwerte (Transaminasen, alkalische Phosphatase).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Hautreaktionen (z.B. Hautausschlag, Pruritus).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-und Knochenerkrankungen

Unbekannt: Muskelschwäche, Asthenie.

Erkrankungen der Niere und Harnwege

Selten: Miktionsstörungen (Harnverhalten).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Selten: Libidoveränderungen, erektile Dysfunktion, Menstruationsbeschwerden.

Sehr selten: Dysmenorrhoe.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Müdigkeit.

Gelegentlich: Mundtrockenheit.

Überdosierung

Symptome der Überdosierung mit Chlordiazepoxid

Wie mit anderen Benzodiazepinen kann eine Überdosierung lebensbedrohlich sein, v.a. bei einer Polyintoxikation mit anderen zentraldämpfenden Arzneimitteln (inkl. Alkohol). Bei der Behandlung einer Überdosis sollte in Betracht gezogen werden, dass möglicherweise mehrere Arzneimittel eingenommen wurden.

Eine Überdosierung von Benzodiazepinen führt gewöhnlich zu einer Depression des Zentralnervensystems, deren Symptome sich je nach Schweregrad als Benommenheit bis hin zu komatösen Zuständen äussern können. In leichten Fällen umfassen die Symptome Benommenheit, Verwirrtheit und Lethargie. In schweren Fällen können Ataxie, verminderter Muskeltonus, Hypotonie und Atemdepression auftreten, selten kommt es zu Koma, sehr selten zum Tod.

Behandlung der Überdosierung mit Benzodiazepinen

Nach einer Überdosierung mit oralen Benzodiazepinen sollte innerhalb einer Stunde Erbrechen induziert werden, wenn der Patient bei Bewusstsein ist. Bei bewusstlosen Patienten soll eine Magenspülung mit entsprechendem Schutz der Atemwege durchgeführt werden. Ist die Entleerung des Magens nicht erfolgversprechend, sollte Aktivkohle gegeben werden, um die Resorption zu verringern. Auf die respiratorischen und kardiovaskulären Funktionen ist in der Intensivpflege speziell zu achten.

Die Verabreichung von Flumazenil (Anexate®) kann hilfreich bei der Diagnose und/oder Behandlung einer versehentlichen oder absichtlichen Überdosierung mit Benzodiazepinen sein. Die Antagonisierung der Benzodiazepinwirkungen mit Flumazenil kann jedoch das Auftreten von neurologischen Problemen begünstigen (Krampfanfälle), insbesondere bei Epilepsie Patienten.

Symptome der Überdosierung mit Clidiniumbromid

Eine Überdosierung mit Clidiniumbromid kann sich mit anticholinergischen Wirkungen zeigen wie Harnverhalten, Mundtrockenheit, Tachykardie, leichte Benommenheit und vorübergehende Sehstörungen (inkl. Mydriasis, Akkomodationslähmung), Rötung der Haut, Hemmung der gastrointestinalen Motilität, und ernsteren Störungen wie Atem- und Kreislaufveränderungen, Tachykardie, Aufgebrachtheit, Erregung, Verwirrtheit, Halluzinationen, Delirium, Atemdepression und Koma.

Behandlung der Überdosierung mit Clidiniumbromid

Symptomatische Behandlung mit Überwachung der Vitalfunktionen im Spital.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A03CA02

Chlordiazepoxid und Clidiniumbromid ergänzen sich in ihrem Effekt auf gestörte Funktionen im Gastrointestinal- und im Urogenitaltrakt. Chlordiazepoxid, ein Benzodiazepin, wirkt angst- und spannungslösend sowie in hohen Dosen muskelrelaxierend. Es ist indiziert, wenn Angst oder Spannung das klinische Bild kausal oder sekundär beeinflusst.

Clidiniumbromid ist ein synthetisches Anticholinergikum. Es löst Spasmen der glatten Muskulatur und wirkt sekretionshemmend.

Die Verbindung der beiden Wirkkomponenten gestattet gleichzeitig eine periphere und zentrale Beeinflussung von Symptomen, die bei funktionellen Störungen im Bereich des Gastrointestinal- und des Urogenitaltraktes beobachtet werden. Bei entsprechender Indikation wird eine Stabilisierung gestörter vegetativer Funktionen erreicht.

Pharmakokinetik

Absorption

Chlordiazepoxid wird nach oraler Verabreichung praktisch vollständig resorbiert und gelangt grösstenteils unverändert in das zirkulierende Blut. Maximale Plasmakonzentrationen werden durchschnittlich innert zwei bis vier Stunden erreicht.

Clidiniumbromid wird grösstenteils unverändert aus dem Dünndarm resorbiert.

Distribution

Chlordiazepoxid weist im Fliessgleichgewicht ein Verteilungsvolumen um 0,3-0,4 l/kg Körpergewicht auf. Bei wiederholter Verabreichung stellt sich das Fliessgleichgewicht von unverändertem Chlordiazepoxid innert dreier Tage ein, während die Metaboliten wesentlich langsamer kumulieren. Die Bindung an Plasmaproteine macht 93-97% aus. Der unveränderte Wirkstoff sowie sein pharmakologisch wirksamer Hauptmetabolit Desmethylchlordiazepoxid durchdringen rasch sowohl die Blut-Hirn- als auch die Plazentarschranke; sie treten in geringen Mengen auch in die Muttermilch über.

Ein kleiner Teil des oral verabreichten Clidiniumbromids unterliegt in unveränderter Form einem enterohepatischen Kreislauf.

Metabolismus

Durch hepatische Desalkylierung oder Hydroxylierung von Chlordiazepoxid entstehen die folgenden, pharmakologisch aktiven Metaboliten: Desmethylchlordiazepoxid, Demoxepam, Desmethyldiazepam.

Clidiniumbromid wird in der Leber rasch zum entsprechenden quaternären Aminoalkohol hydrolysiert.

Elimination

Die Eliminationshalbwertzeit von Chlordiazepoxid aus dem Plasma macht in der Verteilungsphase etwa 15 Minuten, in der Eliminationsphase ungefähr zehn Stunden aus. Die totale Plasmaclearance liegt im Bereich von 0,3-0,5 ml/Min./kg. Im Urin erscheint weniger als 1% einer oral verabreichten Dosis als unverändertes Chlordiazepoxid. Demoxepam und Desmethyldiazepam werden in Form inaktiver Glukuronsäurekonjugate ausgeschieden.

Der quaternäre Aminoalkohol von Clidiniumbromid wird im Urin ausgeschieden und findet sich neben unverändertem Wirkstoff auch in den Fäzes. Die Ausscheidung des unveränderten Wirkstoffs mit dem Urin verläuft biphasisch, mit durchschnittlichen Halbwertszeiten von etwa 1½ bzw. 20 Stunden.

Präklinische Daten

Mutagens und tumorerzeugendes Potential

In-vivo und in-vitro Studien mit Chlordiazepoxid geben Hinwiese auf eine mutagene Wirkung. Ähnliche Testsysteme ergaben allerdings negative Ergebnisse. Die Relevanz der positiven Befunde ist derzeit unklar. In Karzinogenitätsstudien mit Mäusen konnte bei hohen Dosen eine Zunahme von Lebertumoren beobachtet werden, insbesondere bei männlichen Tieren. Bei Ratten konnte jedoch keine erhöhte Tumorinzidenz festgestellt werden.

Reproduktionstoxikologie

In tierexperimentellen Studien wurden Veränderungen des Urogenitaltraktes, Lungenanomalien und Fehlbildungen des Schädels (Exencephalie, Gaumenspalten) sowie Verhaltungsstörungen bei den Nachkommen und neurochemische Veränderungen beobachtet.

Zu Clidiniumbromid liegen diesbezüglich keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

1 Dragée enthält 279 mg Kohlenhydrate, entsprechend 4,6 kJ.

Lagerungshinweise

Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht über 25 °C zu lagern.

Zulassungsnummer

28275 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharmaceuticals Switzerland GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Stand der Information

April 2019.

Need consultation with an experienced specialist?

If you have any questions about products, orders or service, please contact us. Our specialists will be happy to provide all the necessary answers.

Or write email

info@primecare.global