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XULTOPHY 100E/ML 3.6 MG/ML 3 FERTPEN 3 M - PrimeCare Global
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XULTOPHY 100E/ML 3.6 MG/ML 3 FERTPEN 3 M

Xultophy 100 e/ml 3.6 mg/ml 3 Fertigpens 3 ml

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In stock 300 pcs
Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
6521415
EAN [GTIN]
7680650410058
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Description - XULTOPHY 100E/ML 3.6 MG/ML 3 FERTPEN 3 M

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Xultophy®

Novo Nordisk Pharma AG

Was ist Xultophy und wann wird es angewendet?

Xultophy wird in Kombination mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin ergänzend zu Diät und Bewegung verwendet, um den Blutzuckerspiegel bei erwachsenen Patienten mit unzureichend kontrolliertem Typ 2 Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) zu kontrollieren. Sie haben Diabetes, weil Ihr Körper nicht genug Insulin produziert, um den Zucker im Blut zu regulieren oder Ihr Körper ist nicht in der Lage, das Insulin richtig zu nutzen.Xultophy enthält zwei Wirkstoffe, die Ihrem Körper helfen, Ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren:

  • Insulin Degludec ? ein lang wirkendes Basalinsulin, das ausreichende Insulinspiegel wiederherstellt.Liraglutide ? dass einer natürlicherweise im Körper vorkommenden Substanz ähnelt, das Ihrem Körper hilft, mehr Insulin zu den Mahlzeiten herzustellen und die von Ihrem Körper hergestellte Zuckermenge zu senken.

Xultophy wird in Kombination mit Metformin oder mit Metformin plus einem Sulfonylharnstoff (z.B. Glimepirid oder Glibenclamid) zur Behandlung von Diabetes verwendet. Xultophy wird verwendet, wenn Metformin allein, Metformin in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff, Metformin in Kombination mit einer GLP-1-Behandlung oder Metformin in Kombination mit Basalinsulin nicht ausreichen, um Ihren Blutzucker zu kontrollieren. Sie sollten Ihre GLP-1- sowie Ihre Insulin-Behandlung abbrechen, bevor Sie mit Xultophy beginnen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin oder Ihres Diabetesberatungsteams bezüglich Medikation, Dosierung, Zeitpunkt der Verabreichung, Blutzuckerkontrolle, Ernährung und körperlicher Betätigung, um eine optimale Regulierung des Blutzuckerspiegels sicherzustellen.

Wann darf Xultophy nicht angewendet werden?

  • Wenn Sie allergisch (überempfindlich) auf Insulin Degludec oder Liraglutide oder auf einen der anderen Bestandteile von Xultophy sind (siehe unter «Was ist in Xultophy enthalten?»).

Wann ist bei der Anwendung von Xultophy Vorsicht geboten?

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin oder mit Ihrem Diabetesberatungsteam, bevor Sie Xultophy anwenden.Wenn Sie zusätzlich einen Sulfonylharnstoff (z.B. Glimepirid oder Glibenclamid) einnehmen, kann Sie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dazu anweisen, Ihre Sulfonylharnstoff-Dosis abhängig von Ihrem Blutzuckerspiegel zu reduzieren.Verwenden Sie Xultophy nicht, wenn Sie Typ 1 Diabetes mellitus oder wenn Sie eine «Ketoazidose» (ein Zustand, in dem Säure im Blut gebildet wird) haben. Die Anwendung von Xultophy bei Patienten mit entzündlichen Darmkrankheiten oder verzögerter Magenentleerung (diabetische Gastroparese) wird nicht empfohlen.Bei der Verwendung von Xultophy beachten Sie besonders:

Unterzuckerung (Hypoglykämie)

Beim mit Insulin behandelten Zuckerkranken besteht grundsätzlich das Risiko einer Unterzuckerung, dies besonders bei unregelmässigen Injektionen, bei unregelmässiger Nahrungsaufnahme (z.B. Auslassen einer Mahlzeit), nach Erbrechen und/oder Durchfall, bei aussergewöhnlicher körperlicher Aktivität, bei stark schwankenden oder im Durchschnitt tiefen Blutzuckerwerten sowie zu Beginn der Behandlung.In gewissen Situationen, so u.a. auch beim Wechsel auf ein anderes Präparat, können die Warnsymptome einer Unterzuckerung abgeschwächt sein, sodass diese überraschend auftreten kann; siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Xultophy haben?».Um einer Unterzuckerung vorbeugen zu können, sollten Sie immer Trauben- oder Würfelzucker o. ä. (keine Zuckerersatzstoffe) mit sich tragen und bei ersten Anzeichen einnehmen.

Überzuckerung (Hyperglykämie)

Beim Diabetiker besteht grundsätzlich auch die Gefahr einer Überzuckerung. Diese kann auftreten:

  • Wenn Sie vergessen, Xultophy anzuwenden.Wenn Sie sich wiederholt weniger Xultophy verabreichen als Sie brauchen.Wenn Sie eine Infektion oder Fieber bekommen.Wenn Sie mehr als üblich essen.Wenn Sie weniger körperliche Bewegung als üblich haben.

Weitere Informationen und die Warnsymptome bei zu hohem Blutzucker sind in der Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann Xultophy haben?» aufgeführt.

Wenn Sie die Anwendung von Xultophy abbrechen

Brechen Sie die Anwendung von Xultophy nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ab. Wenn Sie aufhören, Xultophy anzuwenden, könnte dies zu einem sehr hohen Blutzuckerspiegel führen (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Xultophy haben?»).Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder gleichzeitig andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa). Dies ist wichtig, weil diese die Wirkung von Xultophy und/oder den Blutzuckerspiegel beeinflussen können. In diesem Fall kann es notwendig sein, die verabreichte Menge von Xultophy entsprechend anzupassen, um zu niedrige oder zu hohe Blutzuckerspiegel zu vermeiden. Berücksichtigen Sie dies nicht nur dann, wenn Sie ein neues Arzneimittel einnehmen, sondern auch, wenn Sie es wieder absetzen. Die nachfolgende Liste erwähnt Beispiele von Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ist im Besitz einer ausführlichen Liste.Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker senken können, zählen u.a. gewisse Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks, von Infektionskrankheiten, von Depression und von Fieber/Schmerzen (z.B. Acetylsalicylsäure). Alkohol kann eine Hypoglykämie (Unterzuckerung) gefährlich verstärken. ?-Blocker können die Anzeichen einer Hypoglykämie abschwächen oder maskieren.Zu den Arzneimitteln, die den Blutzucker erhöhen können, zählen u.a. orale Kontrazeptiva, Kortikosteroide, gewisse Aids-, Asthma- oder Allergiebehandlungen sowie gewisse Neuroleptika und Diuretika.Marihuana-Konsum kann auch einen erhöhten Blutzucker verursachen (andere illegale Substanzen wurden nicht getestet).Wenn Sie Alkohol trinken, kann sich Ihr Bedarf an Xultophy ändern, da Ihr Blutzucker entweder ansteigt oder sinkt. Eine sorgfältige Überwachung ist ratsam.Mit einigen Arzneimitteln kann der Blutzucker sowohl ansteigen als auch abfallen.Pioglitazon - Tabletten, die zur Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus eingesetzt werden. Bei einigen Patienten mit lange bestehendem Typ 2 Diabetes mellitus und Herzkrankheiten oder vorgängigen Schlaganfällen, die mit Pioglitazon und Xultophy behandelt werden, kann es zu Herzversagen kommen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin umgehend, sobald Sie Anzeichen von Herzversagen feststellen, wie beispielsweise ungewohnte Kurzatmigkeit, schnelle Gewichtszunahme oder lokale Schwellungen (Ödeme).

Blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Blutverdünner)

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Blutverdünner) einnehmen, da bei Ihnen möglicherweise häufigere Blutuntersuchungen zur Bestimmung der INR («International Normalized Ratio», ein Mass für die «Dicke» des Bluts) durchgeführt werden müssen.Fragen Sie immer nach möglichen Wechselwirkungen, wenn Ihnen ein Arzneimittel neu verschrieben wird oder Sie in der Apotheke ein Arzneimittel kaufen. Denken Sie daran, dass Interaktionen mit anderen Arzneimitteln nicht immer voraussagbar sind und dass Blutzuckermessungen häufig stattfinden sollten.

Wichtige Dinge zu wissen, bevor Sie Xultophy verwenden:

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie

  • Augenprobleme haben ? rasche Verbesserungen der Blutzuckereinstellung können diabetische Augenprobleme für eine kurze Zeit verschlechtern.eine Schilddrüsenerkrankung haben oder in der Vergangenheit hatten.Wichtige Dinge zu wissen, während Sie Xultophy verwenden:Wenn Sie starke Magenschmerzen haben, die nicht weggehen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin ? dies könnte ein Zeichen einer akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) sein.Dehydrierung (Verlust von Flüssigkeiten aus dem Körper) kann auftreten, wenn Sie das Gefühl haben, krank zu sein oder krank sind (Übelkeit oder Erbrechen) oder Durchfall haben ? es ist wichtig, viel zu trinken, um eine Dehydrierung zu stoppen.

Hautveränderungen an der Injektionsstelle

Die Injektionsstelle ist regelmässig zu wechseln; dies kann helfen Veränderungen des Unterhautfettgewebes, wie z.B. Verdickungen oder Vertiefungen der Haut oder Knoten unter der Haut, vorzubeugen. Das Insulin wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit Knoten, Vertiefungen oder Verdickungen injizieren (siehe Abschnitt «Wie verwenden Sie Xultophy?»). Falls Sie irgendwelche Hautveränderungen an der Injektionsstelle bemerken, berichten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber. Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie aktuell in einen dieser betroffenen Bereiche injizieren, bevor Sie mit der Injektion in einen anderen Bereich beginnen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weist Sie möglicherweise an, Ihren Blutzucker engmaschiger zu überwachen und die Dosis Ihres Insulins oder Ihrer anderen Antidiabetika anzupassen.

Anwendung bei älteren Patienten (65 Jahre und älter)

Xultophy kann bei älteren Patienten angewendet werden, aber es kann bei älteren Patienten notwendig sein, dass Sie Ihren Blutzuckerspiegel öfter kontrollieren müssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über Anpassungen bei Ihrer Dosis.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Geben Sie dieses Arzneimittel nicht an Kinder und Jugendliche, da es keine Erfahrungen mit Xultophy bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren gibt.

Anwendung bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Wenn Sie Nieren- oder Leberfunktionsstörungen haben, kann es sein, dass Sie Ihren Blutzuckerspiegel öfter bestimmen müssen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über Anpassungen bei Ihrer Dosis.

Autofahren und Bedienen von Maschinen

Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie) oder hoher Blutzucker (Hyperglykämie) kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Wenn Ihr Blutzucker hoch oder niedrig ist, kann Ihr Konzentrations- oder Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden. Dies kann zur Gefahr für Sie selbst oder andere werden. Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob Sie fahrtüchtig sind, falls Sie:

  • häufig niedrigen Blutzucker haben.Schwierigkeiten haben, niedrigen Blutzucker zu erkennen.Episoden von niedrigem Blutzucker in der Vergangenheit hatten.

Xultophy enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d. h., das Arzneimittel ist nahezu «natriumfrei».Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Xultophy während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Verwenden Sie Xultophy nicht, wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder planen, ein Kind zu haben. Es ist nicht bekannt, ob Xultophy dem ungeborenen Kind während der Schwangerschaft schadet.Verwenden Sie Xultophy nicht, wenn Sie stillen. Es ist nicht bekannt, ob Xultophy in die Muttermilch übergeht.

Wie verwenden Sie Xultophy?

Verwenden Sie dieses Arzneimittel so, wie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verschrieben. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen sagen:

  • Wie viel Xultophy Sie täglich brauchen.Wann Sie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren müssen.Wie Sie die Dosis anpassen.

Bei Verwendung anderer Arzneimittel, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob Ihre Behandlung angepasst werden muss.Ihre Xultophy Dosis wird in Dosisschritten verabreicht. Die Dosisanzeige am Pen zeigt die Anzahl der Dosisschritte an.

Dosierungszeitpunkt

  • Verwenden Sie Xultophy einmal täglich, vorzugsweise zur gleichen Zeit jeden Tag. Wählen Sie eine Tageszeit, die am besten für Sie passt.Falls es nicht möglich ist, Xultophy zum gewohnten Zeitpunkt zu verwenden, kann es zu einem anderen Zeitpunkt des Tages angewendet werden. Es müssen aber mindestens 8 Stunden zwischen den Injektionen liegen.Sie müssen Xultophy nicht mit einer Mahlzeit verabreichen.Befolgen Sie immer den Rat Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin betreffend Dosis und Dosisanpassung.Wenn Sie Ihre übliche Ernährung ändern wollen, überprüfen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin oder Ihrem Diabetesberatungsteam, da eine Veränderung in der Ernährung Ihren Bedarf an Xultophy verändern kann.

Wie ist Xultophy anzuwenden?

Xultophy ist ein Fertigpen mit einstellbarer Dosis.

  • Xultophy wird in Dosisschritten verabreicht. Die Dosisanzeige am Pen zeigt die Anzahl der Dosisschritte an.Ein Dosisschritt enthält 1 Einheit Insulin Degludec und 0,036 mg Liraglutide.Die maximale tägliche Dosis von Xultophy beträgt 50 Dosisschritte (50 Einheiten Insulin Degludec und 1,8 mg Liraglutide).Lesen Sie die Bedienungsanleitung auf der Rückseite dieser Packungsbeilage sorgfältig durch, und verwenden Sie den Pen wie beschrieben.

Überprüfen Sie stets das Pen-Etikett, bevor Sie sich das Arzneimittel injizieren, um sicherzustellen, dass Sie den richtigen Pen verwenden.

Verwenden Sie Xultophy nicht:

  • Wenn der Pen beschädigt ist oder nicht korrekt aufbewahrt wurde (siehe unter «Was ist ferner zu beachten?»).Falls die Lösung, die Sie durch das Sichtfenster des Pens sehen können, nicht klar und farblos aussieht.

Injizieren von Xultophy

Bevor Sie Xultophy zum ersten Mal anwenden, wird Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Ihr Diabetesberatungsteam zeigen, wie Sie Xultophy injizieren.

  • Xultophy wird unter die Haut (subkutan) injiziert. Injizieren Sie es nicht in eine Vene oder in einen Muskel.Am besten geeignet für die Injektion sind Ihre Oberschenkel, Oberarme oder Ihre Bauchdecke (Abdomen).Wechseln Sie jeden Tag die Injektionsstelle innerhalb der Körperregion, um das Risiko für die Bildung von Verdickungen und Vertiefungen der Haut zu vermindern (siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Xultophy haben?»).

Eine detaillierte Bedienungsanleitung finden Sie auf der Rückseite dieser Packungsbeilage.

Wenn Sie mehr Xultophy anwenden als Sie sollten

Wenn Sie mehr Xultophy anwenden, als Sie sollten, könnte Ihr Blutzucker zu niedrig werden (Hypoglykämie) siehe unter «Welche Nebenwirkungen kann Xultophy haben?», oder Sie könnten sich krank fühlen oder krank sein (Übelkeit oder Erbrechen).

Wenn Sie vergessen, Xultophy zu verabreichen

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, injizieren Sie sich diese Dosis, sobald Sie den Fehler bemerken, wobei mindestens 8 Stunden zwischen den Injektionen liegen müssen. Wenn Sie bemerken, dass Sie eine Dosis vergessen haben, wenn es bereits Zeit für Ihre nächste reguläre Dosis ist, injizieren Sie keine doppelte Dosis.Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin oder Ihr Diabetesberatungsteam.Die Anwendung und Sicherheit von Xultophy bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Xultophy haben?

Wie alle Arzneimittel kann auch Xultophy Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen. Folgende Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

  • niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)

Wenn Ihr Blutzuckerspiegel niedrig wird, könnten Sie ohnmächtig (bewusstlos) werden. Eine schwere Hypoglykämie kann zu Gehirnschäden führen und kann lebensbedrohlich sein. Sollten Sie Anzeichen eines niedrigen Blutzuckers haben, ergreifen Sie sofort Massnahmen, um Ihren Blutzuckerspiegel zu erhöhen, siehe auch unter «Allgemeine Auswirkungen einer Diabetes-Behandlung, Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)».

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • geringerer Appetit, sich krank fühlen oder sein (Übelkeit oder Erbrechen), Durchfall, Verstopfung, Verdauungsstörungen (Dyspepsie), entzündete Schleimhaut des Magens (Gastritis), Magenschmerzen, Sodbrennen ? diese verschwinden normalerweise nach ein paar Tagen oder Wochen wieder.Reaktionen an der Injektionsstelle. Die Anzeichen können Blutergüsse, Blutungen, Schmerzen, Rötung, Nesselsucht, Schwellungen oder Juckreiz sein ? diese verschwinden in der Regel nach ein paar Tagen wieder. Suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf, wenn diese nach ein paar Wochen nicht verschwunden sind. Brechen Sie die Anwendung von Xultophy ab und suchen Sie umgehend einen Arzt bzw. eine Ärztin auf, wenn diese ernst werden.Anstieg der Bauchspeicheldrüsenenzympe wie Lipase oder Amylase

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • Nesselsucht.Allergische Reaktionen (Überempfindlichkeit). Die Anzeichen können Nesselsucht, Hautausschlag, Juckreiz und/ oder Schwellung des Gesichts sein.Dehydrierung (Verlust von Flüssigkeit aus dem Körper) ? es ist wichtig, viel Flüssigkeit zu trinken, um die Dehydrierung zu stoppen.Aufstossen und Blähungen (Flatulenz).Hautausschlag.Juckreiz.Hautveränderungen am Verabreichungsort. Wenn Sie Insulin in dieselbe Stelle injizieren, kann das Fettgewebe unter der Haut  schrumpfen («Lipoatrophie») oder dicker werden («Lipohypertrophie»). Ausserdem können Knoten unter der Haut durch die Ansammlung eines Proteins namens Amyloid verursacht werden (kutane Amyloidose; es ist nicht bekannt, wie häufig dies auftritt). Das Insulin wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit Knoten, Vertiefungen oder Verdickungen injizieren. Wechseln Sie die Injektionsstelle bei jeder Injektion; dies kann helfen, diesen Hautreaktionen vorzubeugen. Wenn Sie diese Hautveränderungen bemerken, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Wenn Sie fortfahren, immer an derselben Stelle zu injizieren, können sich diese Reaktionen verschlimmern und die Menge des Arzneimittels aus dem Pen, die von Ihrem Körper aufgenommen wird, verändern. Dies kann eine verminderte Wirksamkeit des Arzneimittels zur Folge haben.Erhöhte Herzfrequenz.Gallensteinleiden.Gallenblasenentzündung.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

  • Plötzlich auftretende, schmerzlose Schwellung (Angioödem)Anaphylaktische Reaktion

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

  • Entzündete Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).

Einzelfälle

  • Anschwellen von Armen oder Beinen (periphere Ödeme) ? zu Beginn der Anwendung Ihres Arzneimittels könnte Ihr Körper mehr Wasser speichern, als er sollte. Dies führt zu Schwellungen um Ihre Knöchel und anderen Gelenken. Dies ist in der Regel nur von kurzer Dauer.

Allgemeine Auswirkungen einer Diabetes-Behandlung

  • Niedriger Blutzucker (Hypoglykämie)
    Niedriger Blutzucker kann eintreten, wenn Sie:
    • Alkohol trinken.sich mehr bewegen als üblich.zu wenig essen oder eine Mahlzeit auslassen.zu viel Xultophy anwenden.

Warnzeichen eines niedrigen Blutzuckerspiegels ? diese können plötzlich auftreten

Kopfschmerzen; undeutliche Aussprache; Herzrasen; kalter Schweiss; kühle, blasse Haut; Übelkeit, Heisshunger; Zittern, Nervosität oder Beunruhigung; ungewohnte Müdigkeit; Schwäche und Schläfrigkeit; Verwirrung; Konzentrationsprobleme; kurzzeitige Veränderungen des Sehvermögens.

Was tun bei zu niedrigem Blutzucker?

  • Nehmen Sie Traubenzucker oder einen zuckerhaltigen Snack wie Süssigkeiten, Kekse oder Fruchtsaft ein (tragen Sie für Notfälle immer Traubenzucker oder zuckerhaltige Snacks bei sich).Messen Sie Ihren Blutzucker falls möglich und ruhen Sie sich aus. Möglicherweise müssen Sie Ihren Blutzucker mehr als einmal messen. Dies liegt daran, dass Verbesserungen Ihres Blutzuckers nicht sofort eintreten.Warten Sie, bis die Anzeichen von niedrigem Blutzucker verschwunden sind oder bis sich Ihr Blutzuckerspiegel stabilisiert hat. Setzen Sie Ihre Behandlung mit Xultophy anschliessend wie gewohnt fort.

Was andere tun müssen, wenn Sie ohnmächtig werden

Informieren Sie alle Personen, mit denen Sie regelmässig Zeit verbringen, darüber, dass Sie Diabetes haben. Erklären Sie ihnen, was passieren kann und erzählen Sie ihnen auch von der Gefahr, dass Sie ohnmächtig werden können, wenn Ihr Blutzucker absinkt.Geben Sie ihnen Anweisungen, dass sie folgendes tun müssen, wenn Sie ohnmächtig sind:

  • Sie auf die Seite drehen.sofort medizinische Hilfe holen.Ihnen nichts zu essen oder zu trinken geben, da Sie ersticken könnten.

Durch die Injektion von Glucagon erholen Sie sich eventuell schneller, wenn Sie ohnmächtig geworden sind. Diese Injektion kann jedoch nur von einer geschulten Person verabreicht werden.

  • Wenn Sie Glucagon verabreicht bekommen, brauchen Sie Zucker oder einen zuckerhaltigen Snack, sobald Sie wieder bei Bewusstsein sind.Wenn Sie nicht auf eine Glucagon-Injektion reagieren, müssen Sie in einem Spital behandelt werden.Wenn gravierend niedriger Blutzucker auf Dauer nicht behandelt wird, kann es zu Hirnschäden kommen. Diese können vorübergehend oder langfristig sein. Dies kann sogar zum Tod führen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, falls:

  • Ihr Blutzucker so stark abgesunken ist, dass Sie ohnmächtig geworden sind.Sie eine Glucagon-Injektion erhalten haben.Sie in letzter Zeit öfters niedrigen Blutzucker hatten.

Eventuell muss die Dosierung von Xultophy, Ihre Ernährung oder Ihr Sportprogramm geändert werden.

  • Zu hoher Blutzucker (Hyperglykämie)
    Zu hoher Blutzucker kann eintreten, wenn Sie:
    • Alkohol trinken.weniger Sport als gewöhnlich betreiben.mehr essen als gewöhnlich.eine Infektion oder Fieber haben.nicht genügend Xultophy verwenden, längere Zeit weniger Xultophy verwenden als Sie brauchen oder vergessen, Xultophy zu verwenden oder absetzen, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zu sprechen.

Warnzeichen für zu hohen Blutzucker ? diese machen sich in der Regel graduierlich bemerkbar:

Erröten; trockene Haut; Schläfrigkeit oder Müdigkeit; trockener Mund; fruchtiger Atem (Aceton); vermehrtes Wasserlassen; Durst; Appetitlosigkeit; krank fühlen oder sein (Schwindel oder Erbrechen).Bei diesen Symptomen kann es sich um Anzeichen für eine ernsthafte Komplikation namens Ketoazidose handeln. Dabei handelt es sich um eine Säureansammlung im Blut, da der Körper Fett anstatt Zucker abbaut. Falls diese Komplikation nicht behandelt wird, kann sie zu einem diabetischen Koma und eventuell sogar zum Tod führen.

Was tun bei zu hohem Blutzucker?

  • Testen Sie Ihren Blutzuckerspiegel.Testen Sie Ihren Urin auf Ketone.Holen Sie sofort medizinische Hilfe.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Das Datum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbrauchfrist nach Anbruch

Nicht einfrieren. Sie können Xultophy mit sich führen und bei einer Temperatur nicht über 30 °C oder im Kühlschrank (2?8 °C) lagern. Innerhalb von 21 Tagen aufbrauchen. Das Arzneimittel muss 21 Tage nach dem ersten Öffnen entsorgt werden, auch wenn der Pen noch nicht aufgebraucht ist.

Lagerungshinweis

Vor dem Öffnen: Im Kühlschrank (2-8°C) lagern. Vom Kühlelement fernhalten. Nicht einfrieren.Lassen Sie die Schutzkappe immer auf dem Fertigpen, wenn er nicht in Gebrauch ist, um den Inhalt vor Licht zu schützen.Ausser Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.Arzneimittel dürfen nicht über das Abwassersystem oder mit dem Haushaltskehricht entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wie Sie Arzneimittel entsorgen können, die Sie nicht mehr verwenden. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.

Was ist in Xultophy enthalten?

Wirkstoffe

Insulin Degludec und Liraglutide.1 ml Lösung enthält 100 Einheiten Insulin Degludec und 3.6 mg Liraglutide.

Hilfsstoffe

Phenol, Glycerol, Zinkacetat-Dihydrat, Salzsäure, Natriumhydroxid, Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

65041 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Xultophy? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Packungen mit 3 Fertigpens zu 3 ml.

Zulassungsinhaberin

Novo Nordisk Pharma AG, KlotenDomizil: Zürich

Diese Packungsbeilage wurde im November 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde(Swissmedic) geprüft.

Bedienungsanleitung for Xultophy 100 Einheiten/3.6 mg pro ml, Injektionslösung in einem Fertigpen

Bitte lesen Sie diese Anleitung vor der Anwendung Ihres Xultophy Fertigpens sorgfältig durch.Verwenden Sie den Pen nicht, ohne eine gründliche Schulung von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder Ihres Diabetesberatungsteams erhalten zu haben.Beginnen Sie damit, Ihren Pen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass er Xultophy 100 Einheiten/3.6 mg pro ml enthält. Dann schauen Sie sich die Abbildungen unten an, um die verschiedenen Teile Ihres Pens und der Nadel kennenzulernen.Wenn Sie blind oder sehbehindert sind und die Dosisanzeige auf dem Pen nicht ablesen können, benutzen Sie diesen Pen nicht ohne Hilfe. Lassen Sie sich von jemandem mit gutem Sehvermögen helfen, der in der Anwendung des Xultophy Fertigpens geschult ist.Xultophy ist ein Arzneimittel, das Insulin Degludec und Liraglutide enthält. Xultophy wird in Dosisschritten verabreicht. Ein Dosisschritt enthält 1 Einheit Insulin Degludec + 0,036 mg Liraglutide.Ihr Pen ist ein Fertigpen mit einstellbarer Dosis. Er enthält 3 ml Xultophy Lösung. Er ermöglicht die Abgabe von Dosen von:

  • 1 Dosisschrittbis zu einem Maximum von 50 Dosisschritten (50 Einheiten Insulin Degludec + 1,8 mg Liraglutide)

Ihr Pen gibt Dosen in Abstufungen von 1 Dosisschritt ab. Machen Sie keine Dosisumrechnungen. Die Dosisschritte entsprechen der Zahl, die die Dosisanzeige anzeigt.Ihr Pen ist für die Anwendung mit NovoTwist® oder NovoFine® Einwegnadeln mit einer Länge bis zu 8 mm und einer minimalen Dicke von 32 G vorgesehen. Nadeln sind in der Packung nicht enthalten. Wichtige InformationenLesen Sie diese Hinweise genau durch, da sie für die sichere Anwendung des Pens wichtig sind.Xultophy Fertigpen und Nadel (Muster)1. Bereiten Sie Ihren Pen mit einer neuen Nadel vor? Überprüfen Sie Namen und die farbige Etikette Ihres Pens, um sicherzustellen, dass er Xultophy enthält. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mehr als ein Injektionspräparat verwenden. Die Anwendung des falschen Arzneimittels kann Ihrer Gesundheit schaden.? Nehmen Sie die Verschlusskappe ab.? Überprüfen Sie, ob die Lösung in Ihrem Pen klar und farblos aussieht.Schauen Sie durch das Sichtfenster. Wenn Xultophy trüb aussieht, verwenden Sie den Pen nicht.? Nehmen Sie eine neue Nadel und ziehen Sie das Schutzsiegel ab.? Drücken Sie die Nadel gerade auf den Pen. Drehen Sie sie, bis sie fest sitzt.? Ziehen Sie die äussere Nadelkappe ab und heben Sie diese für später auf. Sie werden sie nach der Injektion brauchen, um die Nadel sicher vom Pen zu entfernen.? Ziehen Sie die innere Nadelkappe ab und entsorgen Sie diese. Wenn Sie versuchen, sie wieder aufzusetzen, könnten Sie sich versehentlich mit der Nadel stechen.Ein Tropfen Insulin kann an der Nadelspitze erscheinen. Dies ist normal, aber Sie müssen den Xultophy-Fluss dennoch überprüfen.Befestigen Sie eine neue Nadel auf Ihren Pen erst, wenn Sie eine neue Injektion vorbereiten. Benutzen Sie für jede Injektion eine neue Nadel.Dies kann dazu beitragen, verstopfte Nadeln, Verunreinigungen, Infektionen und ungenaue Dosierungen zu vermeiden. Benutzen Sie niemals eine verbogene oder beschädigte Nadel.2. Überprüfen Sie den Insulinfluss? Drehen Sie den Dosiswähler um 2 Dosisschritte einzustellen. Vergewissern Sie sich, dass die Dosisanzeige «2» anzeigt.? Die Dosisanzeige und die Dosismarkierung zeigen an, wie viele Dosisschritte Xultophy Sie eingestellt haben.? Halten Sie den Pen mit der Nadel nach oben.Klopfen Sie ein paar Mal leicht gegen den oberen Teil des Pens, um eventuell vorhandene Luftblasen an die Oberfläche steigen zu lassen.? Drücken Sie den Injektionsknopf und halten Sie ihn gedrückt, bis die Dosisanzeige auf «0» zurückgeht.Die Ziffer 0 muss auf Höhe der Dosismarkierung erscheinen.An der Nadelspitze sollte ein Tropfen Insulin erscheinen.An der Nadelspitze kann ein kleiner Tropfen verbleiben, dieser wird jedoch nicht injiziert.Wenn kein Tropfen erscheint, wiederholen Sie die Schritte 2A bis 2C bis zu 6-mal. Falls dann immer noch kein Tropfen erscheint, wechseln Sie die Nadel und wiederholen Sie die Schritte 2A bis 2C noch einmal.Wenn dann noch immer kein Tropfen Insulin sichtbar wird, entsorgen Sie den Pen und verwenden Sie einen neuen. Vergewissern Sie sich immer, dass ein Tropfen an der Nadelspitze sichtbar ist, bevor Sie die Injektion durchführen.Wenn kein Tropfen erscheint, wird kein Xultophy injiziert, selbst wenn sich die Dosisanzeige bewegt. Es ist wichtig, dass Sie immer vor der Injektion den Durchfluss überprüfen. Wenn Sie den Durchfluss nicht überprüfen, erhalten Sie möglicherweise zu wenig oder gar kein Arzneimittel. Dies kann zu einem hohen Blutzuckerspiegel führen.3. Stellen Sie Ihre Dosis ein? Drehen Sie den Dosiswähler, um die benötigte Dosis einzustellen.Die Dosisanzeige zeigt die Dosis in Dosisschritten an.Wenn Sie eine falsche Dosis eingestellt haben, können Sie diese durch Vorwärts- oder Rückwärtsdrehen des Dosiswählers korrigieren.Der Pen kann eine Dosis bis zu maximal 50 Dosisschritten vorwählen.Der Dosiswähler ändert die Anzahl der Dosisschritte.Nur die Dosisanzeige und die Dosismarkierung zeigen an, wie viele Dosisschritte Sie pro Dosis einstellen.Sie können bis maximal 50 Dosisschritte pro Dosis einstellen.Wenn Ihr Pen weniger als 50 Dosisschritte enthält, stoppt die Dosisanzeige bei der Zahl der verbleibenden Dosisschritte.Der Dosiswähler macht unterschiedliche Klickgeräusche, je nachdem, ob er vorwärts, rückwärts oder über die Anzahl der verbliebenden Dosisschritte hinaus gedreht wird. Zählen Sie nicht die Klickgeräusche des Pens. Verwenden Sie immer die Dosisanzeige und die Dosismarkierung, um zu sehen, wie viele Dosisschritte Sie eingestellt haben, bevor Sie Xultophy injizieren.Zählen Sie nicht die Klickgeräusche des Pens, um Ihre Dosis einzustellen.Verwenden Sie nicht die Restmengenskala, sie zeigt nur ungefähr an, wie viel Xultophy sich noch in Ihrem Pen befindet.Wie viel Xultophy ist noch übrig?? Die Restmengenskala zeigt Ihnen ungefähr an, wie viel Xultophy noch in Ihrem Pen übrig ist.? Um genau zu sehen, wie viel Xultophy noch übrig ist, benutzen Sie die Dosisanzeige:Drehen Sie den Dosiswähler so lange, bis die Dosisanzeige stoppt.Wenn sie 50 anzeigt, sind noch mindestens 50 Dosisschritte in Ihrem Pen übrig.Wenn sie weniger als 50 anzeigt, zeigt die Zahl die verbleibenden Dosisschritte in Ihrem Pen an.Wenn Sie mehr Arzneimittel benötigen, als in Ihrem Pen noch enthalten ist, können Sie die Dosis auf zwei Pens aufteilen. Führen Sie beim Aufteilen Ihrer Dosis die Berechnung sehr sorgfältig durch.Wenn Sie sich nicht sicher sind, injizieren Sie sich die komplette Dosis mit einem neuen Pen. Wenn Sie die Dosis falsch aufteilen, injizieren Sie zu wenig oder zu viel Arzneimittel. Dies kann zu einem hohen oder niedrigen Blutzuckerspiegel führen.4 Injizieren Sie Ihre Dosis? Injizieren Sie die Nadel in Ihre Haut, so wie Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal es Ihnen gezeigt hat.? Stellen Sie sicher, dass Sie die Dosisanzeige sehen können.Bedecken Sie sie nicht mit Ihren Fingern. Dies könnte die Injektion unterbrechen.? Drücken Sie den Injektionsknopf und halten Sie ihn gedrückt, bis die Dosisanzeige «0» anzeigt.Die «0» muss gegenüber der Dosismarkierung stehen.Sie können dann ein Klicken hören oder fühlen.? Lassen Sie die Nadel in Ihrer Haut nach dem die Dosisanzeige auf «0» gedreht hat und zählen Sie langsam auf 6.? Wenn die Nadel vorher entfernt wird, sehen Sie möglicherweise einen Strahl Xultophy aus der Nadelspitze fliessen. Wenn dies der Fall ist, wird nicht die ganze Dosis abgegeben und Sie sollten häufiger Ihren Blutzuckerspiegel überprüfen.? Ziehen Sie die Nadel aus Ihrer Haut.Wenn an der Injektionsstelle Blut austritt, drücken Sie leicht darauf. Reiben Sie nicht die Stelle.Sie könnten nach der Injektion einen Tropfen Xultophy an der Nadelspitze sehen. Dies ist normal und wirkt sich nicht auf Ihre Dosis aus. Beachten Sie immer die Dosisanzeige, um zu wissen, wie viele Einheiten Sie injizieren.Halten Sie den Injektionsknopf gedrückt bis die Dosisanzeige «0» anzeigt. Wenn die Dosisanzeige nicht auf «0» zurückgegangen ist, wurde nicht die vollständige Dosis abgegeben, was zu einem hohen Blutzuckerspiegel führen kann.Wie eine verstopfte oder beschädigte Nadel erkennen?? Wenn die «0» nach kontinuierlichem Drücken des Injektionsknopfes nicht in der Dosisanzeige erscheint, könnten Sie eine verstopfte oder beschädigte Nadel benutzt haben.? In diesem Fall haben Sie gar kein Xultophy erhalten obwohl die Dosisanzeige sich von der ursprünglichen Dosis die Sie gewählt hatten, bewegt hat.Wie mit einer blockierten Nadel umgehen?Wechseln Sie die Nadel, wie in Abschnitt 5 beschrieben, und wiederholen Sie alle Schritte ab Abschnitt 1: Bereiten Sie Ihren Pen mit einer neuen Nadel vor.Vergewissern Sie sich, dass Sie die ganze Dosis wählen, die Sie benötigen.Berühren Sie niemals die Dosisanzeige, wenn Sie injizieren. Dies kann die Injektion unterbrechen.5 Nach der Injektion? Führen Sie die Nadelspitze auf einer flachen Unterlage in die äussere Nadelkappe ein, ohne die Nadel oder die äussere Kappe zu berühren.? Sobald die Nadel bedeckt ist, drücken Sie die äussere Nadelkappe vorsichtig fest.? Schrauben Sie die Nadel ab und entsorgen Sie sie sorgfältig entsprechend den Anweisungen, die Sie von Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal erhalten haben.? Setzen Sie die Verschlusskappe nach jedem Gebrauch wieder auf den Pen, um das Insulin vor Licht zu schützen.Entsorgen Sie nach jeder Injektion immer die Nadel, um die Verwendung einer spitzen Nadel sicherzustellen und verstopfte Nadeln zu vermeiden. Wenn die Nadel verstopft ist, wird kein Xultophy injiziert.Sobald der Pen leer ist, entsorgen Sie ihn ohne aufgeschraubte Nadel, wie es Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder das Diabetesberatungsteam gezeigt haben. Versuchen Sie niemals, die innere Nadelkappe wieder auf die Nadel aufzusetzen. Sie könnten sich mit der Nadel stechen. Entfernen Sie immer nach jeder Injektion die Nadel vom Pen.Dies kann verstopfte Nadeln, Verunreinigungen, Infektionen, das Auslaufen von Xultophy und ungenaue Dosierung verhindern. Weitere wichtige Informationen? Führen Sie immer einen zusätzlichen Pen und neue Nadeln mit sich, im Falle eines Verlust oder einer Beschädigung.? Bewahren Sie Ihren Pen und die Nadeln ausser Sicht- und Reichweite von Dritten, insbesonderen Kinder, auf.? Teilen Sie Ihren Pen niemals mit anderen Personen. Ihr Arzneimittel kann deren Gesundheit schaden.? Teilen Sie Ihre Nadeln niemals mit anderen Menschen. Dies könnte zur Übertragung von Infektionen führen.? Pflegekräfte müssen sehr vorsichtig im Umgang mit gebrauchten Nadeln sein, um Nadelstichverletzungen und Übertragung von Infektionen zu vermeiden.Die Pflege Ihres Pens? Lassen Sie den Pen nicht in einem Auto oder an einem anderen Ort, wo es zu heiss oder zu kalt werden kann.? Lagern Sie Ihren Pen nicht bei Temperaturen über 30 °C.? Setzen Sie Ihren Pen nicht Staub, Schmutz oder Flüssigkeiten aus.? Waschen, schmieren oder weichen Sie Ihren Pen nicht ein.Falls notwendig, reinigen Sie ihn mit einem feuchten Tuch mit mildem Reinigungsmittel.? Lassen Sie Ihren Pen nicht fallen und schlagen Sie ihn nicht gegen harte Oberflächen.Wenn Sie ihn fallen lassen oder ein Problem vermuten, schrauben Sie eine neue Nadel auf und überprüfen Sie vor der Injektion den Insulinfluss.? Versuchen Sie nicht, Ihren Pen wieder aufzufüllen. Einmal leer, muss er entsorgt werden.? Versuchen Sie nicht, Ihren Pen zu reparieren oder ihn auseinanderzunehmen.

25735 / 13.12.2022

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoffe:

Insulin Degludec 100 Einheiten/ml* und Liraglutide 3.6 mg/ml* (* gentechnisch hergestellt aus rekombinanter DNA in Saccharomyces cerevisiae).

Hilfsstoffe:

Phenol, Glycerol, Zinkacetat-Dihydrat, Salzsäure, Natriumhydroxid (enthält maximal 0.0416 mmol/ml Natrium), Wasser für Injektionszwecke.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Xultophy ist eine klare, farblose, isotonische Lösung.

1 ml der Lösung enthält 100 Einheiten Insulin Degludec und 3.6 mg Liraglutide.

Ein vorgefüllter Fertigpen enthält 3 ml, was 300 Einheiten Insulin Degludec und 10.8 mg Liraglutide entspricht.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Xultophy wird in Kombination mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln zur Behandlung von Erwachsenen mit unzureichend kontrolliertem Typ 2 Diabetes mellitus ergänzend zu Diät und Bewegung angewendet (Für Studienergebnisse zu den in klinischen Studien untersuchten Kombinationen sowie die Effekte auf kardiovaskuläre Ereignisse siehe Abschnitt «Eigenschaften/Wirkungen»).

Dosierung/Anwendung

Xultophy ist eine Kombination von Insulin Degludec und Liraglutide zur einmal täglichen subkutanen Verabreichung in einer Injektion. Xultophy wird einmal täglich verabreicht, möglichst immer zur gleichen Tageszeit.

Xultophy wird gemäss dem individuellen Bedarf des Patienten dosiert. Um die Blutzuckereinstellung zu optimieren, wird empfohlen, die Dosierung anhand des Nüchternblutzuckers anzupassen.

Wie bei allen Insulinpräparaten kann eine Dosisanpassung bei erhöhter körperlicher Aktivität, Änderung der Ernährungsgewohnheiten oder Begleiterkrankungen notwendig sein.

Patienten, die eine Dosis vergessen haben, werden angewiesen, sich diese zu verabreichen, sobald sie es bemerken und anschliessend zu ihrem gewohnten einmal täglichen Dosierungsschema zurückzukehren. Ein Minimum von 8 Stunden zwischen den Injektionen muss jedoch immer eingehalten werden. Dies gilt auch, wenn der übliche Zeitpunkt der Injektion nicht möglich ist.

Die Dosiereinheit von Xultophy wird in Dosisschritten angegeben. Ein Dosisschritt enthält 1 Einheit Insulin Degludec und 0.036 mg Liraglutide. Der Fertigpen kann von 1 bis zu 50 Dosisschritte in einer Injektion, in 1er Dosisschritten, abgeben. Die maximale Tagesdosis von Xultophy beträgt 50 Dosisschritte (50 Einheiten Insulin Degludec/1.8 mg Liraglutide). Die Dosisanzeige auf dem Pen zeigt die Anzahl Dosisschritte an.

Hinzugabe zu oralen blutzuckersenkenden Arzneimitteln

Die empfohlene tägliche Anfangsdosis von Xultophy beträgt 10 Dosisschritte (10 Einheiten Insulin Degludec/0.36 mg Liraglutide).

Xultophy kann zu einer bereits bestehenden Behandlung mit Metformin oder mit Metformin plus einem Sulfonylharnstoff verabreicht werden. Wenn Xultophy zu einer Behandlung mit Sulfonylharnstoff verabreicht wird, sollte eine Reduktion der Dosierung des Sulfonylharnstoffs berücksichtigt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Umstellung von einem GLP-1-Rezeptoragonisten

Vor Beginn einer Xultophy-Behandlung sollte der GLP-1-Rezeptoragonist abgesetzt werden. Bei der Umstellung von einem GLP-1-Rezeptoragonist ist die empfohlene Anfangsdosis von Xultophy 16 Dosisschritte (16 Einheiten Insulin Degludec/0.6 mg Liraglutide) (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»). Die empfohlene Anfangsdosis sollte nicht überschritten werden. Bei Umstellung von einem langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten (z.B. mit einmal wöchentlicher Gabe) sollte die verlängerte Wirkung berücksichtigt werden. Die Behandlung mit Xultophy sollte zu dem Zeitpunkt, zu dem die nächste Dosis des langwirksamen GLP-1-Rezeptor-Agonisten angewendet werden würde, begonnen werden. Eine engmaschige Überwachung des Blutzuckerspiegels während der Umstellung und in den darauffolgenden Wochen wird empfohlen.

Umstellung von jeglichem Insulinregime, das eine Basalinsulin-Komponente enthält

Eine Therapie mit einem anderen Insulinregime muss vor Aufnahme einer Xultophy Therapie abgesetzt werden. Bei der Umstellung von jeglichem anderen Insulinregime, das eine Basalinsulin-Komponente enthält, beträgt die empfohlene anfängliche Dosis von Xultophy 16 Dosisschritte (16 Einheiten Insulin Degludec und 0.6 mg Liraglutide) (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Eigenschaften/Wirkungen»). Die empfohlene Anfangsdosis sollte nicht überschritten werden. Eine engmaschige Überwachung des Blutzuckerspiegels während der Umstellung und in den darauffolgenden Wochen wird empfohlen.

Falls die benötigte Dosis zur Vermeidung von Hypoglykämien unter 16 Dosisschritte abgesenkt werden muss, sollte die Indikation für die kombinierte Behandlung überprüft werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten (≥65 Jahre alt)

Xultophy kann bei älteren Patienten angewendet werden. Die Blutzuckerkontrolle muss intensiviert und die Insulindosis individuell angepasst werden (siehe unter «Pharmakokinetik»).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Anwendung von Xultophy bei Patienten mit milder, mittelschwerer oder schwerer Nierenfunktionsstörung muss die Blutzuckerkontrolle intensiviert und die Insulindosis individuell angepasst werden. Die Anwendung von Xultophy bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung im Endstadium, kann nicht empfohlen werden (siehe unter «Pharmakokinetik»).

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Anwendung von Xultophy bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen muss die Blutzuckerkontrolle intensiviert und die Insulindosis individuell angepasst werden (siehe unter «Pharmakokinetik»).

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Xultophy bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen. Es wurden keine Studien mit Patienten unter 18 Jahren durchgeführt.

Art der Anwendung

Xultophy ist ausschliesslich zur subkutanen Anwendung bestimmt. Xultophy darf nicht intravenös oder intramuskulär verabreicht werden.

Xultophy wird subkutan in den Oberschenkel, den Oberarm oder die Bauchdecke injiziert. Die Einstichstelle ist bei jeder Injektion innerhalb derselben Körperregion zu wechseln, um das Risiko einer Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Unerwünschte Wirkungen»). Für weitere Hinweise zur Handhabung siehe unter «Hinweise für die Handhabung» in Rubrik «Sonstige Hinweise».

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber einem oder beiden Wirkstoffen oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Xultophy sollte nicht bei Patienten mit Typ 1 Diabetes mellitus oder zur Behandlung von diabetischer Ketoazidose angewendet werden.

Hypoglykämie

Beim insulinbehandelten Diabetiker besteht grundsätzlich das Risiko leichter oder schwerer Hypoglykämien. Dies kann die Aufmerksamkeit und insbesondere die Sicherheit beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt besonders zu Beginn der Behandlung, bei Präparatewechsel oder unregelmässiger Nahrungsaufnahme sowie allgemein bei nicht optimaler Stoffwechseleinstellung, wo es zu starken Blutzuckerschwankungen, unter anderem auch zu Hypoglykämien kommen kann. Es muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass eine Alkoholeinnahme diese Gefährdung zusätzlich erhöht (Hemmung der hepatischen Glukoneogenese). Ebenso ist bei früher durchgemachten schweren Hypoglykämien das Risiko grösser, dass sich solche wiederholen. Um einer Hypoglykämie frühzeitig begegnen zu können, ist der Patient zu instruieren, immer Traubenzucker, Würfelzucker o.ä. mit sich zu führen. Er soll auch seinen Diabetikerausweis bei sich haben.

Eine Hypoglykämie kann auftreten, wenn die Dosis von Xultophy höher als erforderlich ist. Das Weglassen einer Mahlzeit oder eine nicht geplante, anstrengende körperliche Aktivität können zu einer Hypoglykämie führen.

Bei einer Kombination mit Sulfonylharnstoffen kann das Hypoglykämierisiko durch eine Dosisreduktion des Sulfonylharnstoffs vermindert werden.

Begleiterkrankungen der Nieren, der Leber oder Krankheiten, die die Nebennieren, die Hypophyse oder die Schilddrüse in Mitleidenschaft ziehen, können Veränderungen der Xultophy Dosis erforderlich machen.

Patienten mit deutlich gebesserter Stoffwechsellage (z.B. aufgrund einer intensivierten Insulintherapie) können unter Umständen eine Veränderung der Hypoglykämie-Warnsymptome erfahren und sind entsprechend zu beraten. Bei schon lange von Diabetes betroffenen Patienten verschwinden möglicherweise die üblichen Warnsymptome.

Wie bei allen Basalinsulinen kann die verlängerte Wirkung von Xultophy die Erholung von einer Hypoglykämie verzögern.

β-Blocker können die üblichen Hypoglykämie-Warnsymptome abschwächen, bzw. maskieren. Marihuana-Konsum kann möglicherweise eine Verschlechterung der Glukosetoleranz bewirken. (Andere illegale Substanzen wurden nicht getestet; andere Interaktionen s. Rubrik «Interaktionen»).

Hyperglykämie

Eine nicht ausreichende Dosierung und/oder Unterbrechung der antidiabetischen Behandlung kann zu Hyperglykämie und möglicherweise zu hyperosmolarem Koma führen. Für den Fall, dass Xultophy abgesetzt wird sollte sichergestellt werden, dass Instruktionen für eine alternative antidiabetische Medikation erfolgen. Darüber hinaus können auch Begleiterkrankungen, insbesondere Infektionen zu Hyperglykämie führen und dadurch den Bedarf der antidiabetischen Behandlung erhöhen.

Die ersten Symptome einer Hyperglykämie entwickeln sich gewöhnlich langsam über Stunden bzw. Tage. Dazu gehören Durst, grosse Urinmengen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, gerötete trockene Haut, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit sowie nach Aceton riechender Atem. Der Patient soll angewiesen werden, bei den ersten Anzeichen einer Überzuckerung sofort den Arzt aufzusuchen.

Bei schweren Hyperglykämien soll die Verabreichung von schnell wirkenden Insulinen in Betracht gezogen werden.

Unbehandelte hyperglykämische Reaktionen können zu hyperosmolarem Koma/diabetische Ketoazidose führen, die tödlich sein können.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Patienten müssen angewiesen werden, die Injektionsstelle regelmässig zu wechseln, um das Risiko einer Lipodystrophie und einer kutanen Amyloidose zu reduzieren. Es besteht das potenzielle Risiko einer verzögerten Insulinresorption und einer schlechteren Blutzuckerkontrolle nach Insulininjektionen an Stellen mit diesen Reaktionen. Bei einem plötzlichen Wechsel der Injektionsstelle zu einem nicht betroffenen Bereich wurde darüber berichtet, dass dies zu Hypoglykämie führte. Nach einem Wechsel der Injektionsstelle von einem betroffenen zu einem nicht betroffenen Bereich wird eine Überwachung des Blutzuckers empfohlen und eine Dosisanpassung der Antidiabetika kann in Erwägung gezogen werden.

Kombination von Pioglitazon und Arzneimittel mit Insulin

Im Zusammenhang mit der Kombination von Pioglitazon und Arzneimitteln mit Insulin sind Fälle von Herzinsuffizienz berichtet worden, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz. Dies sollte im Auge behalten werden, wenn eine kombinierte Behandlung mit Pioglitazon und Xultophy erwogen wird. Wenn eine kombinierte Behandlung angewendet wird, sollten die Patienten auf Anzeichen und Symptome von Herzinsuffizienz, Gewichtszunahme und Ödemen kontrolliert werden. Pioglitazon ist abzusetzen, wenn Anzeichen für eine Verschlechterung der Herzfunktion auftreten.

Augenerkrankungen

Die Intensivierung einer Therapie mit Insulin, ein Bestandteil von Xultophy, mit einer abrupten Verbesserung der Blutzuckereinstellung, kann zu einer vorübergehenden Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie führen, während eine langfristig verbesserte Blutzuckereinstellung das Risiko der Progression einer diabetischen Retinopathie vermindert.

Antikörper

Die Verabreichung von Xultophy kann die Bildung von Antikörpern gegen Insulin Degludec und/oder Liraglutide verursachen. In seltenen Fällen kann das Vorhandensein solcher Antikörper eine Anpassung der Dosierung von Xultophy notwendig machen, um die Tendenz für Hyper- oder Hypoglykämien zu korrigieren. Sehr wenige Patienten entwickelten Insulin Degludec spezifische Antikörper, kreuzreagierende Antikörper gegen Humaninsulin oder Antikörper gegen Liraglutide bei der Behandlung mit Xultophy. Die Antikörperbildung war nicht mit einer reduzierten Wirksamkeit von Xultophy assoziiert.

Pankreatitis

Bei Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten wurden Fälle von akuter Pankreatitis beobachtet.

Patienten sollten über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis informiert werden. Wird eine Pankreatitis vermutet, sollte Xultophy abgesetzt werden; falls eine akute Pankreatitis bestätigt wird, sollte die Behandlung mit Xultophy nicht wiederaufgenommen werden. Eine isolierte Erhöhung der Pankreasenzyme unter der Behandlung mit Xultophy (ohne charakteristische Symptomatik) manifestiert nicht zwingend eine akute Pankreatitis (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Schilddrüsennebenwirkungen

In klinischen Studien mit GLP-1-Rezeptoragonisten, einschliesslich Liraglutide, wurde über unerwünschte Ereignisse in Zusammenhang mit der Schilddrüse (z.B. Struma) berichtet, insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Schilddrüsenerkrankung. Xultophy sollte bei diesen Patienten deshalb mit Vorsicht eingesetzt werden.

Entzündliche Darmerkrankung und diabetische Gastroparese

Es besteht keine Erfahrung von Xultophy bei Patienten mit entzündlicher Darmerkrankung und diabetischer Gastroparese. Aus diesem Grund kann die Anwendung von Xultophy bei diesen Patienten nicht empfohlen werden.

Dehydrierung

Anzeichen und Symptome einer Dehydrierung, einschliesslich Nierenfunktionsstörung und akutes Nierenversagen, wurden in klinischen Studien mit GLP-1-Rezeptoragonisten, einschliesslich Liraglutide, einem Bestandteil von Xultophy, berichtet. Patienten, welche mit Xultophy behandelt werden, sollten auf das Risiko einer Dehydrierung aufgrund von gastrointestinalen Nebenwirkungen hingewiesen werden und Vorsichtsmassnahmen treffen, um eine Austrocknung zu vermeiden.

Verhindern von Medikationsfehlern

Der Patient muss instruiert werden, vor jeder Injektion die Etikette des Pens zu überprüfen um die versehentliche Verwechslung von Xultophy mit einem anderen Diabetesmedikament zur Injektion zu verhindern.

Nicht untersuchte Patientengruppen

Die Umstellung von einer Basalinsulin-Dosis <20 und >50 Einheiten auf Xultophy wurde nicht untersucht.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz der New York Heart Association (NYHA) Stadien I–II liegen nur begrenzte Erfahrungen vor und Xultophy sollte deshalb bei diesen Patienten mit Vorsicht eingesetzt werden. Es gibt keine therapeutischen Erfahrungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA (New York Heart Association) Stadien IV und eine Anwendung von Xultophy kann deshalb bei diesen Patienten nicht empfohlen werden.

Sonstige Bestandteile

Xultophy enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, das Arzneimittel ist daher nahezu «natriumfrei».

Interaktionen

Pharmakodynamische Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien mit Xultophy durchgeführt.

Der Glukosestoffwechsel wird von einigen Arzneimitteln beeinflusst.

1. Der Bedarf an Xultophy kann vermindert sein in Gegenwart von Substanzen, welche die Insulinwirkung verbessern (Insulinsensitivität erhöhen), die Insulinsekretion steigern, die hepatische Gluconeogenese hemmen oder die intestinale Glukoseaufnahme beeinflussen. Bei gleichbleibender Insulinmenge besteht somit erhöhte Hypoglykämie-Gefahr durch gleichzeitige Einnahme/Anwendung von:

oralen Antidiabetika; ACE-Hemmern (z.B. Captopril und Enalapril); antiarrhythmischen Substanzen wie Disopyramid; α-Blockern und Clonidin; SSRI; Fenfluramine; MAO-Hemmern; trizyklischen Antidepressiva; Salicylaten und (selten) anderen NSAIDs; Fibraten; Tetracyclinen; Pentamidin (Hypoglykämie; gelegentlich mit nachfolgender Hyperglykämie); Anti-Malariamitteln (Chinin, Chloroquin, Mefloquin); Sulfonamiden (z.B. Cotrimoxazol); Cimetidin und Ranitidin.

2. Der Bedarf an Xultophy kann erhöht sein bei gleichzeitiger Einnahme/Anwendung der folgenden Substanzen bzw. Substanzgruppen:

Orale Kontrazeptiva und andere Oestrogen- oder Progestagen-Präparate, Korticosteroide und ACTH; GH (Somatotropin); Danazol; Schilddrüsenhormone; Sympathikomimetika (vor allem β2-Sympathikomimetika wie Ritodrin, Salbutamol, Terbutalin, aber auch α-selektive Sympathikomimetika, sowie nicht selektive wie Epinephrin); Diazoxid; Nikotinsäure und -derivate; Chlorpromazin (vor allem in hohen Dosen) und andere Phenothiazin-Derivate; Diuretika (z.B. Thiazid-Diuretika, Indapamid und Furosemid); anti-retrovirale Substanzen; Immunsuppressive Substanzen (Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus), atypische Antipsychotika.

3. Bei Anwendung der folgenden Substanzen kann die Wirkung von Xultophy je nach Dosis verstärkt bzw. abgeschwächt werden:

Lanreotid, Octreotid-, Salicylsäure-Derivate, Lithium-Salze (selten)

β-Blocker können zu einer Verstärkung der Insulinresistenz aber auch, in gewissen Fällen, zu einer Hypoglykämie führen. Ausserdem können die Hypoglykämie-Warnsymptome abgeschwächt bzw. maskiert werden.

Alkohol kann die blutzuckersenkende Wirkung von Xultophy verstärken oder vermindern.

Pharmakokinetische Interaktionen

In-vitro-Beurteilung von Arzneimittel-Wechselwirkungen mit Insulin Degludec

Die Bindung von Insulin Degludec an humanes Serumalbumin in therapeutischen/physiologisch relevanten Wirkstoffkonzentrationen wurde von den üblichen proteinbindenden Arzneimitteln, nicht beeinflusst.

In-vitro-Beurteilung von Arzneimittel-Wechselwirkungen mit Liraglutide

Das Potential von Liraglutide zur Beteiligung an pharmakokinetischen Arzneimittel-Wechselwirkungen, die mit Cytochrom P450 (CYP) und der Bindung an Plasmaproteine in Zusammenhang stehen, hat sich als sehr gering erwiesen.

In-vivo-Beurteilung von Arzneimittel-Wechselwirkungen mit Liraglutide

Die durch Liraglutide verursachte geringe Verzögerung der Magenentleerung könnte die Absorption von gleichzeitig oral verabreichten Arzneimitteln beeinflussen. Interaktionsstudien zeigten keine klinisch relevante Verzögerung der Absorption.

Einige Patienten erleiden unter Liraglutide-Behandlung schwere Durchfälle. Diarrhö kann die Resorption gleichzeitig oral gegebener Arzneimittel beeinträchtigen

Antikoagulantien

Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt. Eine klinisch relevante Interaktion mit Wirkstoffen, welche eine geringe Löslichkeit oder einen engen therapeutischen Index haben, wie zum Beispiel Warfarin, kann nicht ausgeschlossen werden. Bei Patienten, welche Antikoagulantien anwenden, wird bei Initiierung einer Xultophy-Behandlung eine häufigere Überwachung des INR (International Normalised Ratio) empfohlen.

Paracetamol

Nach einer Einzeldosis von 1000 mg Paracetamol führte Liraglutide zu keiner Änderung der Gesamtexposition von Paracetamol. Die Cmax von Paracetamol war um 31% verringert und die mittlere tmax um 15 Minuten verzögert. Bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Atorvastatin

Nach Verabreichung einer Einzeldosis von 40 mg Atorvastatin führte Liraglutide zu keiner klinisch relevanten Änderung der Gesamtexposition von Atorvastatin. Es ist deshalb keine Dosisanpassung von Atorvastatin erforderlich, wenn es zusammen mit Liraglutide verabreicht wird. Mit Liraglutide war die Cmax von Atorvastatin um 38% verringert und die mittlere tmax um 1 bis 3 Stunden verzögert.

Griseofulvin

Nach Verabreichung einer Einzeldosis von 500 mg Griseofulvin führte Liraglutide zu keiner Änderung der Gesamtexposition von Griseofulvin. Die Cmax von Griseofulvin erhöhte sich um 37%, während die mittlere tmax unverändert blieb. Dosisanpassungen von Griseofulvin und anderen Präparaten mit geringer Löslichkeit und hoher Permeabilität sind nicht erforderlich.

Digoxin

Die Verabreichung von Liraglutide zusammen mit einer Einzeldosis von 1 mg Digoxin führte zu einer Verringerung der AUC von Digoxin um 16%. Die Cmax von Digoxin nahm um 31% ab und die mittlere tmax war um 1–1.5 Stunden verzögert. Ausgehend von diesen Ergebnissen ist keine Dosisanpassung von Digoxin erforderlich.

Lisinopril

Die Verabreichung von Liraglutide zusammen mit einer Einzeldosis von 20 mg Lisinopril führte zu einer Verringerung der AUC von Lisinopril um 15%. Die Cmax von Lisinopril nahm um 27% ab und die mittlere tmax war um 6–8 Stunden verzögert. Ausgehend von diesen Ergebnissen ist keine Dosisanpassung von Lisinopril erforderlich.

Orale Kontrazeptiva

Nach Verabreichung einer Einzeldosis eines oralen Kontrazeptivums senkte Liraglutide die Cmax von Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 12 bzw. 13%. Die tmax war bei beiden Wirkstoffen um 1.5 Stunden verzögert. Es gab keine klinisch relevante Auswirkung auf die Gesamtexposition von Ethinylestradiol oder Levonorgestrel. Folglich ist zu erwarten, dass die kontrazeptive Wirkung bei gleichzeitiger Gabe von Liraglutide nicht beeinträchtigt wird.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit Xultophy, Insulin Degludec oder Liraglutide bei schwangeren Frauen vor. Xultophy sollte bei Frauen, die schwanger werden möchten oder schwanger geworden sind, abgesetzt werden.

Fortpflanzungsstudien an Tieren haben keine Unterschiede zwischen Insulin Degludec und Humaninsulin hinsichtlich Embryotoxizität und Teratogenität gezeigt (siehe «Präklinische Daten»). In Tierstudien mit Liraglutide zeigte sich eine Reproduktionstoxizität (siehe «Präklinische Daten»). Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Stillzeit

Es gibt keine klinische Erfahrung mit Xultophy bei stillenden Frauen. Es ist nicht bekannt, ob Insulin Degludec oder Liraglutide in die Muttermilch übertritt. Aufgrund mangelnder Erfahrung soll Xultophy während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Bei Ratten wurde Insulin Degludec in der Muttermilch nachgewiesen, allerdings in niedrigerer Konzentration als im Plasma. Tierstudien haben ergeben, dass Liraglutide und strukturell eng verwandte Metaboliten in geringem Mass in die Milch übergehen.

Fertilität

Es existieren keine klinischen Erfahrungen mit Xultophy in Bezug auf die Fertilität. Wünscht die Patientin schwanger zu werden, soll die Xultophy Behandlung abgebrochen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Konzentrations- und die Reaktionsfähigkeit des Patienten können als Folge einer Hypoglykämie beeinträchtigt sein. Dies kann in Situationen, in denen diese Fähigkeiten von besonderer Bedeutung sind (z.B. beim Autofahren oder Bedienen von Maschinen), ein Risiko darstellen.

Die Patienten müssen angewiesen werden, Vorsichtsmassnahmen zur Vermeidung von Hypoglykämien während des Fahrens zu treffen. Dies ist besonders wichtig bei Patienten mit verringerter oder fehlender Wahrnehmung von Hypoglykämie-Warnzeichen oder häufigen Hypoglykämie-Episoden. In diesen Fällen sollte überlegt werden, ob das Führen eines Fahrzeuges ratsam ist.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils:

Xultophy wurde im klinischen Entwicklungsprogramm an ungefähr 1900 Patienten getestet und zeigte keine erhöhte Häufung von spezifischen unerwünschten Wirkungen verglichen mit den zwei Einzelkomponenten Insulin Degludec und Liraglutide.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen während der Behandlung mit Xultophy waren Hypoglykämien und gastrointestinale unerwünschte Ereignisse (siehe «Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen»).

Tabellarisch aufgelistete Nebenwirkungen

Die unten in Tabelle 1 aufgeführten Nebenwirkungen sind nach MedDRA-Organklassen und Häufigkeiten zusammengefasst. Die Häufigkeitsklassen sind wie folgt definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1'000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1'000), sehr selten (<1/10'000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der bekannten Daten nicht abschätzbar).

Tabelle 1: Unerwünschte Wirkungen in den kontrollieren Phase 3 Studien

Organklasse

Häufigkeit

Unerwünschte Wirkung

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Urtikaria

Gelegentlich

Hypersensitivität

Selten*

Anaphylaktische Reaktion

Selten*

Angioödeme

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig

Hypoglykämie

Häufig

Appetitverlust

Gelegentlich

Dehydrierung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Obstipation, Dyspepsie, Gastritis, Bauchschmerzen, gastroösophaler Reflux

Gelegentlich

Ruktus, Flatulenz

Sehr selten*

Pankreatitis (inkl. nekrotisierende Pankreatitis)

Affektionen der Leber und Gallenblase

Gelegentlich

Cholelithiasis

Cholecystitis

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Hautausschlag, Pruritus, erworbene Lipodystrophie

Nicht bekannt

Kutane Amyloidose**

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle

Einzelfälle

Periphere Ödeme

Untersuchungen

Häufig

Erhöhte Lipase

Häufig

Erhöhte Amylase

Gelegentlich

Erhöhte Herzfrequenz

* Häufigkeit basierend auf den kontrollierten Phase-3a-Langzeitstudien mit Victoza®, da keine Meldungen aus kontrollierten Phase-3-Studien mit Xultophy vorliegen

** Arzneimittelnebenwirkung aus Meldungen nach Markteinführung

Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen

Hypoglykämie

Eine Hypoglykämie kann auftreten, wenn die Xultophy Dosis höher als notwendig ist. Schwere Hypoglykämien können zu Bewusstlosigkeit und/oder Krampfanfällen führen und zu vorübergehenden oder dauerhaften Störungen der Gehirnfunktion und sogar zum Tod führen. Die Symptome einer Hypoglykämie treten gewöhnlich plötzlich auf. Sie können beinhalten: kalter Schweiss, kalte blasse Haut, Erschöpfung, Nervosität oder Zittern, Angstgefühle, ungewöhnliche Müdigkeit oder Schwäche, Verwirrung, Konzentrationsschwierigkeiten, Benommenheit, grosser Hunger, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Herzklopfen.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen (die sich mit Anzeichen und Symptomen wie Urtikaria, Hautausschlag, Pruritus und/oder Schwellung des Gesichts manifestieren) wurden für Insulin Degludec und Liraglutide, den zwei Komponenten von Xultophy, berichtet.

Nur wenige Fälle von anaphylaktischen Reaktionen mit zusätzlichen Symptomen wie Blutdruckabfall, Palpitationen, Atemnot und Ödeme wurden nach der Markteinführung von Liraglutide gemeldet. Anaphylaktische Reaktionen können potentiell lebensbedrohlich sein.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie, Gastritis, Bauchschmerzen, Ruktus, Flatulenz, Reflux, Blähungen und Appetitlosigkeit wurden bei mit Xultophy behandelten Patienten berichtet. Diese gastrointestinalen Nebenwirkungen können zu Beginn einer Xultophy-Therapie häufiger auftreten und verringern sich in der Regel innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen bei fortgesetzter Behandlung.

Lipodystrophie

Lipodystrophie (einschliesslich Lipohypertrophie, Lipoatrophy) können an der Injektionsstelle auftreten. Ein ständiger Wechsel der Einstichstelle innerhalb der Injektionsregion kann helfen, das Risiko der Entwicklung dieser Reaktionen zu reduzieren.

Reaktionen an der Injektionsstelle

Bei Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden, wurde über Reaktionen an der Injektionsstelle (einschliesslich Hämatome an der Injektionsstelle, Schmerzen, Blutungen, Rötungen, Knötchen, Schwellungen, Verfärbungen, Juckreiz und Wärme) berichtet. Diese Reaktionen sind in der Regel leicht und vorübergehend und verschwinden normalerweise im Laufe der Behandlung.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Lipodystrophie (einschliesslich Lipohypertrophie, Lipoatrophie) und kutane Amyloidose können an der Injektionsstelle auftreten und die lokale Insulinresorption verzögern. Ein regelmässiges Wechseln der Injektionsstelle innerhalb des jeweiligen Injektionsbereichs kann helfen, diese Reaktionen zu reduzieren oder zu verhindern (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erhöhte Herzfrequenz

In klinischen Studien mit Xultophy wurde analog zu klinischen Studien mit seinem Bestandteil Liraglutide eine mittlere Erhöhung der Herzfrequenz von 2 bis 3 Schlägen pro Minute vom Ausgangswert wurde beobachtet. Eine gross angelegte Studie der kardiovaskulären Sicherheit (LEADER Studie) zeigte, dass der Liraglutide-vermittelte Anstieg der Herzfrequenz das Risiko kardio­vaskulärer Ereignisse nicht erhöht.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es sind nur limitierte Daten einer Überdosierung mit Xultophy verfügbar.

Eine Hypoglykämie kann sich entwickeln, wenn die Dosis von Xultophy höher als der Bedarf ist.

  • Milde Hypoglykämien können durch die orale Gabe von Glukose oder zuckerhaltigen Lebensmitteln behandelt werden. Es wird daher empfohlen, dass der Patient stets glukosehaltige Produkte auf sich trägt.
  • Schwere Hypoglykämien, bei denen der Patient nicht in der Lage ist, sich selbst zu behandeln, können mit von einer geschulten Person intramuskulär oder subkutan verabreichtem Glukagon (0.5 bis 1 mg) oder mit von medizinischem Fachpersonal intravenös verabreichter Glukose behandelt werden. Wenn der Patient nicht innerhalb von 10 bis 15 Minuten auf Glukagon anspricht, ist Glukose intravenös zu verabreichen. Sobald der Patient wieder bei Bewusstsein ist, wird die orale Gabe von Kohlenhydraten empfohlen, um einen Rückfall zu verhindern.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A10AE56

Wirkungsmechanismus

Xultophy ist ein Kombinationspräparat bestehend aus Insulin Degludec und Liraglutide, mit einem sich ergänzenden Wirkmechanismus zur Verbesserung des Blutzuckerspiegels.

Insulin Degludec ist ein Basalinsulin, das nach subkutaner Injektion lösliche Multihexamere bildet, die ein Depot bilden, aus dem kontinuierlich und langsam Insulin Degludec in den Blutkreislauf abgegeben wird. Dies führt zu einer flachen und stabilen blutzuckersenkenden Wirkung von Insulin Degludec mit einer niedrigen Tag-zu-Tag Variabilität der Insulinwirkung.

Insulin Degludec bindet spezifisch an den Humaninsulin-Rezeptor und hat die gleiche pharmakologische Wirkung wie Humaninsulin.

Die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin Degludec beruht auf der verbesserten Aufnahme von Glukose nach der Bindung des Insulins an die Insulin-Rezeptoren auf Muskel- und Fettzellen und der gleichzeitigen Hemmung der Freisetzung von Glukose aus der Leber.

Liraglutide ist ein Glucagon-ähnliches Peptid 1 (GLP-1) mit einer Sequenzhomologie von 97% zu humanem GLP-1, das an den GLP-1-Rezeptor (GLP-1R) bindet und diesen aktiviert. Das verzögerte Wirkprofil nach subkutaner Applikation basiert auf drei Mechanismen: Selbstassoziation, was zu einer langsameren Resorption führt, Bindung an Albumin sowie höhere enzymatische Stabilität gegenüber den Enzymen Dipeptidylpeptidase 4 (DPP-4) und neutralen Endopeptidase (NEP), was zu einer langen Plasmahalbwertszeit führt.

Die Wirkung von Liraglutide wird durch eine spezifische Interaktion mit GLP-1-Rezeptoren vermittelt, die zu einem Anstieg der cAMP-Konzentration führt. Liraglutide stimuliert die Insulinsekretion glucoseabhängig. Gleichzeitig dämpft Liraglutide ebenfalls glucoseabhängig eine überhöhte Glucagonsekretion. Bei hohem Blutzuckerspiegel wird demnach die Insulinsekretion stimuliert und die Glucagonsekretion vermindert. Umgekehrt reduziert Liraglutide bei Hypoglykämie die Insulinsekretion und lässt die Glucagonsekretion unbeeinträchtigt. Der Mechanismus der Blutzuckersenkung beinhaltet ausserdem eine geringe Verzögerung der Magenentleerung. Liraglutide führt über Mechanismen, die eine Verminderung des Hungergefühls und der Energieaufnahme umfassen, zu einer Abnahme des Körpergewichts und der Körperfettmasse.

GLP-1 ist ein physiologischer Regulator von Appetit und Nahrungs­aufnahme. GLP-1-Rezeptoren (GLP-1R) kommen in verschiedenen Hirn­regionen vor, die an der Appetitregulation beteiligt sind. Tierexperimentelle Studien zeigten, dass Liraglutide nach peripherer Verabreichung in Hirnregionen aufgenommen wird, die an der Regulation des Appetits beteiligt sind, wie z.B. den Hypothalamus. Die Aktivierung von GLP-1-Rezeptoren in diesen Hirnarealen verstärkte die Sättigung, verringerte Hungersignale und induzierte letztlich eine Abnahme des Körpergewichts.

GLP-1-Rezeptoren kommen ebenfalls an spezifischen Orten des Herzens, des Gefässsystems, des Immunsystems und der Nieren vor. Human- und Tierstudien haben aufgezeigt, dass die Aktivierung dieser Rezeptoren mit Liraglutide kardiovaskuläre und mikrovaskuläre Wirkungen, einschliesslich verminderter Entzündung, vermitteln kann. In Tierstudien führte Liraglutide zur Hemmung der Entwicklung von Atherosklerose.

Weiterhin zeigten tierexperimentelle Studien, dass Liraglutide eine deutliche Reduktion der Aorten Plaque-Läsionen induzierte. Jedoch zeigte Liraglutide keine Hemmung auf die Weiterbildung von Aorten Plaque bzw. eine Wirkung auf vorhandene Plaques. Zusätzlich induzierte Liraglutide eine Abnahme der Entzündung in umliegenden Geweben und hatte eine positive Wirkung auf die Plasmalipide.

Pharmakodynamik

Die Wirkdauer von Insulin Degludec und Liraglutide erlaubt die einmal tägliche Verabreichung von Xultophy zeitlich unabhängig von Mahlzeiten.

Xultophy verbessert die Blutzuckerkontrolle durch die anhaltende Senkung des Nüchtern- und postprandialen Blutzuckerspiegels nach allen Mahlzeiten. Diese Effekte bewirken eine ganztägige Abdeckung des Blutzuckerspiegels, einschliesslich der postprandialen Blutzuckerspitzen.

Klinische Wirksamkeit

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Xultophy wurde in sechs randomisierten, kontrollierten, Parallelgruppenstudien der Phase 3 bei Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 2 und verschiedener antihyperglykämischer Vorbehandlung untersucht. Vergleichstherapien waren Basalinsulin, Therapie mit GLP-1-Rezeptor-Agonisten, Placebo und eine Basal-Bolus-Therapie. Die Studiendauer betrug ≥26 Wochen, mit 199 bis 833 Patienten im Xultophy Arm. Xultophy wurde in allen Studien zweimal wöchentlich titriert (siehe Tabelle 2). Der gleiche Titrationsalgorithmus wurde im Basalinsulin-Vergleichsarm angewendet.

Tabelle 2: Titration von Xultophy

Plasmaglucose vor dem Frühstück*

Dosisanpassung
(zweimal wöchentlich)

mmol/l

mg/dl

Xultophy (Dosisschritte)

<4,0

<72

-2

4,0–5,0

72–90

0

>5,0

>90

+2

* Selbstgemessene Plasmaglukose

Anwendung von Xultophy zusätzlich zu Metformin

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy im Vergleich zu Insulin Degludec und Liraglutide, alle einmal täglich verabreicht, wurden in einer 26-wöchigen randomisierten, kontrollierten, offenen, Treat-to-Target-Studie bei Patienten mit Typ 2 Diabetes, mit einer Verlängerung um 26 Wochen, untersucht. Die Anfangsdosis von Xultophy und Insulin Degludec betrug 10 Dosisschritte bzw. 10 Einheiten, wobei die Dosis zweimal wöchentlich gemäss obenstehender Tabelle 2 titriert wurde.

Patienten unter Liraglutide befolgten eine fixe Dosissteigerung mit einer Anfangsdosis von 0.6 mg und eine wöchentliche Dosissteigerung um 0.6 mg bis die Erhaltungsdosis von 1.8 mg erreicht war. Die Maximaldosis von Xultophy betrug 50 Dosisschritte, während für Insulin Degludec keine Maximaldosis festgelegt wurde. Ein Teil (140/833) der Patienten erhielt zusätzlich zu Xultophy und Metformin noch Pioglitazon.

Die wichtigsten Resultate der Studie sind aufgelistet in Tabelle 3 und Abbildung 1.

Tabelle 3: Resultate einer 26-wöchigen Studie mit Xultophy bei Patienten mit unzureichender Blutzuckerkontrolle unter Metformin alleine oder in Kombination mit Pioglitazon

Vorgängige Behandlung mit Met ± Pioglitazon

Xultophy

Insulin Degludec

Liraglutide

N

833

413

414

HbA1c (%)

Ausgangswert → Studienende

8.3 → 6.4

8.3 → 6.9

8.3 → 7.0

Durchschnittliche Veränderung

-1.91

-1.44

-1.28

Geschätzte Differenz

-0.47AB
[-0.58; -0.36]

-0.64AB
[-0.75; -0.53]

Anzahl bestätigter Hypoglykämien* pro Patientenjahr unter Exposition (prozentualer Anteil Patienten)

1.80 (31.9%)

2.57 (38.6%)

0.22 (6.8%)

Geschätzte Anzahl

0.68AC
[0.53; 0.87]

7.61B
[5.17; 11.21]

Körpergewicht (kg)

Ausgangswert → Studienende

87.2 → 86.7

87.4 → 89.0

87.4 → 84.4

Durchschnittliche Veränderung

-0.5

1.6

-3,0

Geschätzte Differenz

-2.22AB
[-2.64; -1.80]

2.44B
[2.02; 2.86]

Postprandiale Glukoseerhöhung (mmol/L) Mahlzeitentest (Durchschnitt über 4 Stunden)

Ausgangswert → Studienende

4.11 → 3.22

4.12 → 3.95

4.12 → 3.36

Durchschnittliche Veränderung

-0.87

-0.17

-0.78

Geschätzte Differenz

-0.71AC
[-1.17; -0.26]

-0.09
[-0.56; 0.37]

Dosis am Studienende

Insulin Degludec (Einheiten)

38

53

-

Liraglutide (mg)

1.4

-

1.8

Geschätzte Differenz, Insulin Degludec Dosis

-14.90AB
[-17.14; -12.66]

Ausgangswert, Studienende und durchschnittliche Veränderung wurden als «Last observation carried forward» (LOCF) beobachtet. Der 95% confidence interval ist angegeben in «[]».

* Bestätigte Hypoglykämie definiert als schwere Hypoglykämie (Episode, welche die Hilfe einer anderen Person erforderlich macht) und/oder schwache Hypoglykämien (Plasmaglukose <3,1 mmol/L, unabhängig von Symptomen).

** Mahlzeit-Test wurde in einer Teilstudie mit 260 Patienten durchgeführt, die unzureichend mit Metformin ± Pioglitazon kontrolliert wurden (131 Patienten wurden mit Xultophy, 64 mit Insulin Degludec und 65 mit Liraglutide behandelt).

A Endpunkte mit bestätigter Überlegenheit von Xultophy vs. Komparator

B p <0.0001

C p <0.05

Der Anteil bestätigter Hypoglykämien war unabhängig von der Blutzuckerkontrolle niedriger mit Xultophy als mit Insulin Degludec, siehe Abbildung 1.

Abb. 1a

Abb. 1b

Abb. 1c

Abb. 1d

IDegLira = Xultophy, IDeg = Insulin Degludec, Lira = Liraglutide, obs. rate = beobachtete Rate, PYE = Patientenjahr Exposition.

Abbildung 1 - Durchschnittliches HbA1c (%) nach Behandlungswochen (Abb. 1a), Anzahl bestätigte Hypoglykämien pro Patientenjahr Exposition gegenüber dem durchschnittlichen HbA1c (%) (Abb. 1b), durchschnittliche Veränderung des Körpergewichts nach Behandlungswochen (Abb. 1c) und die mittlere kumulative Anzahl an Hypoglykämie-Ereignissen nach Behandlungswochen (Abb. 1d).

Die Rate pro Patientenjahr unter Exposition (Prozent der Patienten) von schweren Hypoglykämien, definiert als Episode in welcher fremde Hilfe benötigt wurde, war 0.01 (2 Patienten von 825) für Xultophy, 0.01 (2 Patienten von 412) für Insulin Degludec und 0.00 (0 Patienten von 412) für Liraglutide. Die Rate der nächtlichen Hypoglykämien war ähnlich bei einer Behandlung mit Xultophy und Insulin Degludec trotz des niedrigeren HbA1c für Xultophy im Vergleich zu Insulin Degludec.

Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden, hatten insgesamt weniger gastrointestinale Nebenwirkungen als Patienten unter einer Liraglutide-Behandlung, aber mehr als unter Insulin Degludec. Dies könnte durch eine langsamere Dosiserhöhung der Liraglutide Komponente während des Behandlungsbeginns mit Xultophy bedingt sein im Vergleich zu einer Therapie mit Liraglutide alleine.

Langzeit-Daten (52 Wochen)

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy blieb bei einer Behandlung bis zu 52 Wochen aufrecht. Die Reduktion des HbA1c vom Ausgangswert bis nach 52 Wochen betrug mit Xultophy 1.84% mit einer geschätzten Behandlungsdifferenz von -0.65% [-0.76; -0.53]95%CI im Vergleich zu Liraglutide und -0.46% [-0.57; -0.34]95%CI im Vergleich zu Insulin Degludec. Das Körpergewicht wurde um 0.4 kg reduziert mit einem geschätzten Behandlungsunterschied zwischen Xultophy und Insulin Degludec von -2.80 kg. Die Rate der bestätigten Hypoglykämien betrug 1.8 Ereignissen pro Patientenjahr für Xultophy und 2.8 Ereignisse für Insulin Degludec mit einer geschätzten Behandlungsdifferenz von 0.63 [0.50; 0.79]95%CI.

Anwendung von Xultophy zusätzlich zu Sulfonylharnstoff alleine oder in Kombination mit Metformin

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy bei Hinzugabe zu Sulfonylharnstoff alleine oder in Kombination mit Metformin wurden in einer 26-wöchigen randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden, Treat-to-Target-Studie mit 435 Patienten untersucht, von denen 289 mit Xultophy behandelt wurden. 259/289 erhielten Xultophy plus Metformin plus Sulfonylharnstoffe, 30/289 Xultophy plus Sulfonylharnstoffe, ohne Metformin. Die Anfangsdosis von Xultophy betrug 10 Dosisschritte, und die Dosis wurde zweimal wöchentlich gemäss obenstehender Tabelle 2 mit einem Titrationsziel von 4-6 mmol/L titriert.

Die Reduktion des HbA1c-Ausgangswerts betrug -1.45% von 7.9% auf 6.4% mit Xultophy vs. einer Reduktion des HbA1c-Ausgangswerts um -0.46% von 7.9% auf 7.4% mit Placebo, mit einer geschätzten Behandlungsdifferenz von -1.02 [-1.18; -0.87] 95% CI (siehe Abbildung 2).

Abb. 2a

Abb. 2b

Abb. 2c

IDegLira = Xultophy

Abbildung 2 - Durchschnittliches HbA1c (%) nach Behandlungswochen (Abb. 2a), die mittlere kumulative Anzahl an Hypoglykämie-Ereignissen (Abb. 2b) und durchschnittliche Veränderung des Körpergewichts nach Behandlungswochen (Abb. 2c) bei Patienten mit unzureichender Blutzuckerkontrolle unter SU±Met.

41.7% der Patienten unter Xultophy und 17.1% der Patienten unter Placebo hatten mindestens einmal während der Studie eine bestätigte Hypoglykämie. Dies entspricht einer hochgerechneten Hypoglykämierate von 3.52 pro Patientenjahr unter Xultophy vs. 1.35 unter Placebo. Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden, hatten eine mittlere Zunahme des Körpergewichts von 0.5 kg, während die Patienten der Placebogruppe einen mittleren Gewichtsverlust von 1.0 kg (geschätzter Behandlungsunterschied: 1.48; [0.90; 2.06]95%CI) hatten.

Die mittlere Dosis von Xultophy war am Ende der Studie bei 28 Dosisschritten entsprechend 28 Einheiten Insulin Degludec und 1.0 mg Liraglutide.

Zusatz zu SGLT2i allein oder in Kombination mit Metformin: Xultophy im Vergleich zu Insulin Glargin U100

In einer offenen Studie, in der die Wirksamkeit und die Sicherheit von Xultophy und Insulin Glargin U100 jeweils als Zusatz zu SGLT2i ± OAD verglichen wurden, war Xultophy Insulin Glargin überlegen hinsichtlich der Verminderung des durchschnittlichen HbA1c nach 26 Wochen. Unter Xultophy wurde eine Verminderung von 1,9% (von 8,2% auf 6,3%) und unter Insulin Glargin von 1,7% (von 8,4% auf 6,7%) erreicht, was einer geschätzten Behandlungsdifferenz von -0,36% [-0,50; -0,21] entspricht.

Unter Xultophy veränderte sich das durchschnittliche Körpergewicht im Vergleich zum Ausgangswert nicht, während es bei Patienten, die mit Insulin Glargin behandelt wurden, zu einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 2,0 kg kam (geschätzte Behandlungsdifferenz von -1,92 kg [95% KI: -2,64; -1,19]). In der Xultophy-Gruppe lag der Anteil der Patienten, bei denen es zu einer schweren oder mittels Blutzuckermessung bestätigten symptomatischen Hypoglykämie kam, bei 12,9% und in der Insulin Glargin-Gruppe bei 19,5% (geschätzte Behandlungsratio von 0,42 [95% KI: 0,23; 0,75]). Die durchschnittliche tägliche Insulindosis lag am Ende der Studie bei Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden, bei 36 Einheiten und bei Patienten, die mit Insulin Glargin behandelt wurden, bei 54 Einheiten.

Umstellung von GLP-1-Rezeptoragonisten-Therapie auf Xultophy

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy (einmal täglich) im Vergleich zu einer unveränderten GLP-1-Rezeptoragonisten-Therapie (Dosierung gemäss Label), wurden in einer 26-wöchigen randomisierten, open-label, Treat-to-Target-Studie bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus untersucht, die unter einem GLP-1-Rezeptoragonisten und Metformin (Met) allein (74.2%) oder in Kombination mit Pioglitazon (2.5%), Sulfonylharnstoffen (21.2%) oder beiden eine unzureichende Blutzuckerkontrolle hatten.

Die Anfangsdosis von Xultophy und Insulin Degludec betrug 16 Dosisschritte (16 Einheiten Insulin Degludec und 0.6 mg Liraglutide) und die Dosis wurde zweimal wöchentlich gemäss Tabelle 2 titriert. Patienten im GLP-1-Rezeptoragonisten Arm führten ihre GLP-1-Rezeptoragonisten Behandlung analog fort wie vor der Studie.

Die Resultate der Studie sind, in Tabelle 4 und Abbildung 3 aufgeführt.

Tabelle 4: Resultate einer 26-wöchigen Studie mit Xultophy bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus mit unzureichender Blutzuckerkontrolle unter GLP-1-Rezeptoragonisten

Vorgängige Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonist

Xultophy

GLP-1-Rezeptoragonist

N

292

146

HbA1c (%)

Ausgangswert → Studienende

7.8→6.4

7.7→7.4

Durchschnittliche Veränderung

-1.3

-0.3

Geschätzte Differenz

-0.94AB
[-1.11; -0.78]

Patienten (%) mit erreichtem HbA1c <7%

Alle Patienten

75.3

35.6

Geschätzte Odds-Ratio

6.84B
[4.28; 10.94]

Patienten (%) mit erreichtem HbA1c <6.5%

Alle Patienten

63.0

22.6

Geschätzte Odds-Ratio

7.53B
[4.58; 12.38]

Anzahl bestätigter Hypoglykämien* pro Patientenjahr unter Exposition (prozentualer Anteil Patienten)

2.82 (32.0%)

0.12 (2.8%)

Geschätzte Anzahl

25.36B
[10.63; 60.51]

Körpergewicht (kg)

Ausgangswert → Studienende

95.6 → 97.5

95.5 → 94.7

Durchschnittliche Veränderung

2.0

-0.8

Geschätzte Differenz

-2.89B
[2.17; 3.62]

FPG (mmol/l)

Ausgangswert → Studienende

9.0 → 6.0

9.4 → 8.8

Durchschnittliche Veränderung

-2.98

-0.60

Geschätzte Differenz

-2.64B
[-3.03; -2.25]

Dosis am Studienende

Insulin Degludec (Einheiten)

43

Die Dosis des GLP-1-Rezeptoragonisten wurde unverändert vom Anfangswert weitergeführt

Liraglutide (mg)

1.6

Geschätzte Differenz, Insulin Degludec Dosis

Ausgangswert, Studienende und durchschnittliche Veränderung wurden als «Last observation carried forward» (LOCF) beobachtet. Der 95% confidence interval ist angegeben in «[]».

* Bestätigte Hypoglykämie definiert als schwere Hypoglykämie (Episode, welche die Hilfe einer anderen Person erforderlich macht) und/oder schwache Hypoglykämien (Plasmaglukose <3,1 mmol/L, unabhängig von Symptomen).

A Endpunkte mit bestätigter Überlegenheit von Xultophy vs. Komparator

B p <0.001

IDegLira = Xultophy, GLP-1-RA = GLP-1-Rezeptoragonist

Abbildung 3 - Durchschnittliches HbA1c (%) nach Behandlungswochen bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit unzureichender Blutzuckerkontrolle unter GLP-1-Rezeptoragonisten.

Die Anzahl bestätigter schweren Hypoglykämien pro Patientenjahr unter Exposition (prozentualer Anteil Patienten) war 0.01 (1 Patient aus 291) für Xultophy und 0.00 (0 Patienten aus 199) für GLP-1-Rezeptoragonisten.

Intensivierung einer Basalinsulintherapie mittels Umstellung auf Xultophy

Vergleich mit Basal-Bolus-Therapie

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy im Vergleich zu einem Basal-/Bolusinsulin-Schemata bestehend aus Insulin Glargin U100 in Kombination mit mahlzeitenbezogenem Insulin Aspart zu Hauptmahlzeiten wurden im Rahmen einer 26-wöchigen randomisierten, offenen Treat-to-Target-Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, deren Blutzuckereinstellung mit Insulin Glargin U100 (20 bis 50 Einheiten) und Metformin unzureichend war, untersucht. Die Anfangsdosis von Xultophy betrug 16 Dosisschritte. Im Basal-/Bolus-Studienarm entsprach die Anfangsdosis von Insulin Glargin U100 der Tagesdosis vor der Studie und die Anfangsdosis von mahlzeitenbezogenem Insulin Aspart betrug 4 Einheiten vor Hauptmahlzeiten. Die Dosen für Xultophy und Insulin Glargin U100 wurden zweimal in der Woche gemäss Tabelle 2 titriert, wogegen mahlzeitenbezogenes Insulin Aspart zweimal wöchentlich auf Basis der Selbstmessungen der Plasmaglukose (SMPG) in den drei vorangegangenen Tagen titriert wurde. Die maximale Tagesdosis für Xultophy betrug 50 Dosisschritte. Für Insulin Glargin U100 und Insulin Aspart bestand dagegen keine Maximaldosis.

Abbildung 4 und Tabelle 5 führen die wesentlichen Ergebnisse der Studie auf.

Im Xultophy- bzw. Basal-/Bolus-Arm erreichten nach 26-wöchiger Behandlung 57,6% bzw. 33,5% einen HbA1c-Zielwert <7% ohne schwere oder durch Blutzuckerwerte bestätigte, symptomatische, hypoglykämische Episoden (p<0.0001).

IDegLira = Xultophy, IGlar + IAsp = Insulin Glargin U100 + Insulin Aspart

Abbildung 4. Mittlerer HbA1c-Wert (%) nach Behandlungswoche bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Insulin Glargin U100

Die Rate schwerer Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition lag bei 0,02 (3 Patienten von 252) für Xultophy und bei 0,08 (4 Patienten von 253) für das Basal-/Bolusschemata.

Die Rate der nächtlichen schweren oder durch Blutzuckerwerte bestätigten, symptomatischen, hypoglykämischen Episoden war mit Xultophy statistisch signifikant niedriger als beim Basal-/Bolusschemata (geschätztes Behandlungsverhältnis 0,08, p <0,0001).

Tabelle 5. Ergebnisse einer 26-wöchigen Studie mit Xultophy bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Insulin Glargin U100

Xultophy

Basal-bolus (Insulin glargine + insulin aspart)

n

252

254

HbA1c (%)

Ausgangswert → Studienende

8.2→6.7

8.2→6.7

Änderung im Mittel

-1.49

-1.48

Geschätzte Differenz

-0.02A [-0.16; -0.12]

Patienten (%), die HbA1c <7% erreichen

Alle Patienten

66.0

67.0

Geschätztes Odds-Verhältnis

0.91 [0.62; 1.33]

Patienten (%), die HbA1c <6,5% erreichen

Alle Patienten

49.6

44.6

Geschätztes Odds-Verhältnis

1.26 [0.88; 1.82]

Rate der Hypoglykämien* pro Patientenjahr der Exposition (Prozentsatz der Patienten)

Geschätztes Verhältnis

1.07 (19.8%)

8.17 (52.6%) 0.11B [0.08; 0.17]

Körpergewicht (kg)

Ausgangswert → Studienende

87.2→85.8

88.2→90.7

Änderung im Mittel

-0.9

2.6

Geschätzte Differenz

-3.57B [-4.19; -2.95]

Nüchternplasmaglucose (mmol/l)

Ausgangswert → Studienende

8.5→6.1

8.3→6.4

Änderung im Mittel

-2.35

-1.88

Geschätzte Differenz

-0.31 [-0.67; 0.05]

Dosis am Studienende

Insulin degludec (Einheiten)

40

Liraglutid (mg)

1.4

Insulin glargin (Einheiten)

52

Insulin aspart (Einheiten)

32

Geschätzte Differenz, Gesamtinsulindosis

-44.5 [-48.3; -40.7]

Geschätzte Differenz, Basalinsulindosis

-12.6 [-14.9; -10.3]

Keine Anrechnung fehlender Daten. In eckigen Klammern „[]“: Angabe des 95%-Konfidenzintervalls

*Schwere oder durch Blutzuckerwerte bestätigte, symptomatische Hypoglykämie ist definiert als Episode, die die Hilfestellung einer anderen Person erfordert, die aktiv Kohlenhydrate oder Glucagon verabreicht oder andere korrektive Handlungen durchführt, oder als eine Episode, die durch einen Blutzuckerwert im Plasma von <3,1 mmol/l (56 mg/dl) bestätigt wird und mit für Hypoglykämie typischen Symptomen einhergeht.

A Nichtunterlegenheit von Xultophy gegenüber dem Vergleichspräparat bestätigender Endpunkt (Bereich 0,3%). p <0,0001

B Überlegenheit von Xultophy gegenüber dem Vergleichspräparat bestätigender Endpunkt. p <0,0001. Vergleich mit optimierter Basalinsulintherapie

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy im Vergleich zu Insulin Glargin, beide einmal täglich gegeben, wurden in einer 26-wöchigen, randomisierten, offenen Treat-to-Target-Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, deren Blutzucker mit Insulin Glargin (20 – 50 Einheiten) und Metformin unzureichend eingestellt war, untersucht. Die Anfangsdosis von Xultophy betrug 16 Dosisschritte, und die Anfangsdosis von Insulin Glargin entsprach der täglichen Dosis vor der Studie. Die Dosen wurden in beiden Studienarmen zweimal wöchentlich entsprechend Tabelle 2 titriert. Die maximal erlaubte Dosis war 50 Dosisschritte für Xultophy, während es für Insulin Glargin keine Maximaldosis gab.

Tabelle 5 und Abbildung 5 führen die wesentlichen Ergebnisse der Studie auf.

54,3% der Patienten, die mit Xultophy behandelt wurden, erreichten einen HbA1c-Zielwert von <7% ohne bestätigte hypoglykämische Episoden gegenüber 29,4% der Patienten, die mit Insulin Glargin behandelt wurden (Odds-Verhältnis 3,24; p <0,001).

IDegLira = Xultophy, IGlar = Insulin Glargin

Abbildung 5. - Mittlerer HbA1c (%) nach Behandlungswoche bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Insulin Glargin

Die Rate schwerer Hypoglykämien pro Patientenjahr der Exposition (Anteil der Patienten) betrug 0,00 (0 Patienten von 278) für Xultophy und 0,01 (1 Patient von 279) für Insulin Glargin. Die Rate der nächtlichen Hypoglykämien war mit Xultophy signifikant niedriger gegenüber Insulin Glargin (geschätztes Behandlungsverhältnis 0,17; p <0,001).

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Xultophy im Vergleich zu Insulin Degludec, beide einmal täglich verabreicht, wurden in einer 26-wöchigen randomisierten, doppelblinden, Treat-to-Target-Studie bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus untersucht, die unter Basalinsulin (20–40 Einheiten) und Metformin (Met) allein oder in Kombination mit Sulfonylharnstoffen/Gliniden eine unzureichende Blutzuckerkontrolle hatten. Basalinsulin und Sulfonylharnstoffe/Glinide wurden bei der Randomisierung abgesetzt.

Die Anfangsdosis von Xultophy und Insulin Degludec betrug 16 Dosisschritte respektive 16 Einheiten, und die Dosis wurde zweimal wöchentlich gemäss Tabelle 2 titriert. Die zugelassene Maximaldosis betrug 50 Dosisschritte für Xultophy und 50 Einheiten für Insulin Degludec.

Die Resultate im Primärendpunkt der Studie sind, nebst Insulindosis und Hypoglykämieinzidenz in Tabelle 5 und Abbildung 6 zusammengefasst.

48,7% der Patienten erreichten einen HbA1c-Zielwert <7% ohne bestätigte hypoglykämische Episoden; dieser Anteil war signifikant höher als der bei den mit Insulin degludec behandelten Patienten (15,6%, Odds-Verhältnis 5,57; p <0,0001).

Abbildung 6 - Durchschnittliches HbA1c (%) nach Behandlungswochen bei Patienten mit unzureichender Blutzuckerkontrolle unter Basalinsulin.

Tabelle 6. - Ergebnisse von zwei 26-wöchigen Studien mit Xultophy bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 bei unzureichender Blutzuckereinstellung mit Insulin Glargin (links) oder Basalinsulin (rechts)

Vorherige Behandlung mit Insulin Glargin

Vorherige Behandlung mit Basalinsulin (NPH, Insulin Detemir, Insulin Glargin)

Xultophy

Insulin Glargin, keine Dosisbeschränkung

Xultophy

Insulin Degludec, maximal 50 Einheiten erlaubt

N

278

279

199

199

HbA1c (%)

Ausgangswert→Studienende

8,4→6,6

8,2→7,1

8,7→6,9

8,8→8,0

Änderung im Mittel

-1,81

-1,13

-1,90

-0,89

Geschätzte Differenz

-0,59AB
[-0,74; -0,45]

-1,05AB
[-1,25; -0,84]

Patienten (%), die einen HbA1c-Wert <7% erreichen

Alle Patienten

71,6

47,0

Geschätztes Odds-Verhältnis

3,45B
[2,36; 5,05]

Rate bestätigter Hypoglykämien* pro Patientenjahr der Exposition (Prozentsatz der Patienten)

2,23 (28,4%)

5,05 (49,1%)

1,53 (24,1%)

2,63 (24,6%)

Geschätztes Verhältnis

0,43AB
[0,30;0,61]

0,66
[0,39; 1,13]

Körpergewicht (kg)

Ausgangswert→Studienende

88,3→86,9

87,3→89,1

Änderung im Mittel

-1,4

1,8

Geschätzte Differenz

-3,20AB
[-3,77; -2,64]

Nüchternplasmaglucose (mmol/l)

Ausgangswert→Studienende

8,9→6,1

8,9→6,1

Änderung im Mittel

-2,83

-2,77

Geschätzte Differenz

-0,01
[-0,35;0,33]

Dosis am Studienende

Insulin (Einheiten)

41

66D

45

45

Liraglutide (mg)

1,5

-

1,7

-

Geschätzte Differenz, Basalinsulin Dosis

-25,47B
[-28,90;-22,05]

-0,02
[-1,88; 1,84]

Ausgangswert, Studienende und Veränderungswerte: LOCF-Werte (Last Observation Carried Forward). In eckigen Klammern «[]»: Angabe des 95%-Konfidenzintervalls

A Endpunkt mit bestätigter Überlegenheit von Xultophy gegenüber dem Vergleichspäparat

B p <0,0001

C p <0,05

D die durchschnittliche Dosis von Insulin Glargin vor der Studie war 32 Einheiten

Kardiovaskuläre Sicherheit

Es wurden keine kardiovaskulären (CV) Endpunktstudien eigens für das Kombinations­präparat Xultophy durch­geführt. Die kardiovaskuläre Sicherheit seiner beiden Komponenten wurde in den zugehörigen CV Endpunktstudien, LEADER und DEVOTE, demonstriert. Zusätzliche post-hoc Analysen untersuchten den Effekt in den Patienten dieser beiden Studien, welche gleichzeitig mit Liraglutide und einem langwirksamen Insulin (inklusive Insulin Degludec) behandelt wurden. Die Ergebnisse dieser post-hoc Analysen unterstützen die Übertragbarkeit der positiven Befunde von LEADER und DEVOTE auf Xultophy (kardiovaskuläre Sicherheit und kardiovaskulärer Nutzen).

Liraglutide (Victoza®)

LEADER - Primäranalyse

Die LEADER Studie (Liraglutide Effect and Action in Diabetes Evaluation of Cardiovascular Outcome Results) untersuchte die Häufigkeit schwerer kardiovaskulärer Ereignisse (MACE: kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt, nicht-tödlicher Schlaganfall) in 9'340 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 Diabetes und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko. Randomisiert (1:1) wurden die Patienten zusätzlich zur Standardtherapie entweder mit bis zu 1,8 mg Liraglutide täglich (4'668) oder Placebo (4'672) behandelt (mediane Behandlungsdauer zirka 3,5 Jahre). Primärer Endpunkt war die Zeit bis zum ersten Auftreten eines MACE. Die geschätzte Hazard Ratio für die Zeit bis zur ersten MACE wurde durch Liraglutide in der untersuchten Dosierung signifikant reduziert (Hazard Ratio [95% KI]: 0,87 [0,78; 0,97]).

Eine Senkung des HbA1c-Wertes von Baseline zu Monat 36 wurde mit Liraglutid im Vergleich zu Placebo zusätzlich zur Standardtherapie beobachtet (-1,16% vs. -0,77%; geschätzte Behandlungsdifferenz [ETD] -0,40% [-0,45; -0,34]).

LEADER – Post-hoc-Analyse

Die LEADER-Primäranalyse wurde für 2'118 Patienten, die bei Baseline ein langwirksames Insulin erhielten, wiederholt, um die Anwendbarkeit des Ergebnisses der Primäranalyse für die Kombination aus Liraglutide und langwirksamem Insulin zu bestimmen. Die Baseline-Charakteristika dieser Subgruppe waren vergleichbar mit der der Gesamtpopulation. Die Ergebnisse der post-hoc-Analyse für die Zeit bis zum ersten MACE waren konsistent mit der LEADER-Primäranalyse (geschätzte HR [95% KI] in der Subgruppe: 0,82 [0,66; 1,03]).

Insulin Degludec (Tresiba®)

DEVOTE – Primäranalyse

Bei der DEVOTE Studie (Trial Comparing Cardiovascular Safety of Insulin Degludec versus Insulin Glargine in Patients with Type 2 Diabetes at High Risk of Cardiovascular Events) handelte es sich um eine randomisierte, doppel­blinde klinische Studie, bei der die kardiovaskuläre Sicherheit von Insulin Degludec mit derjenigen von Insulin Glargin (100 Einheiten/ml) bei 7'637 Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus und einem hohem Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse verglichen wurde. Die Dauer der Studie war «ereignisgesteuert», d.h., sie dauerte bis ≥633 Ereignisse erreicht waren. Die Behandlungsdauer betrug im Median 1.83 Jahre, die Beobachtungszeit im Median 1.99 Jahre.

Gegenstand der Primäranalyse war die Zeit von der Randomisierung bis zum ersten Auftreten eines schweren kardiovaskulären Ereignisses (MACE: kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt, nicht-tödlicher Schlag­anfall). Die Primäranalyse ergab eine geschätzte HR [95% KI] für Insulin Degludec im Vergleich zu Insulin Glargin von 0,91 [0,78; 1,06].

Der Ausgangswert von HbA1c betrug in beiden Behandlungsgruppen 8,4% und nach 2 Jahren lag der HbA1c bei 7,5% sowohl für Insulin Degludec als auch für Insulin Glargin.

DEVOTE – Post-hoc-Analyse

Um die Übertragbarkeit des Ergebnisses der Primäranalyse auf die Kombination eines langwirksamen Insulins (inklusive Insulin Degludec) mit Liraglutide zu ermitteln, wurde eine Post-hoc-Analysis für die Untergruppe von Patienten durchgeführt, welche bei Baseline bereits zusätzlich mit Liraglutide behandelt wurden.

Die Baseline-Charakteristika der 436 Patienten, die bei Baseline mit Liraglutide behandelt wurden, waren vergleichbar mit jenen der 7'201 Patienten, die bei Baseline nicht Liraglutide behandelt wurden. Die Post-hoc-Analyse der Zeit bis zum ersten MACE ergab eine geschätzte HR [95% KI] von 0,65 [0,45; 0,96] für die Liraglutide-behandelte Patienten im Vergleich zu Patienten, die nicht mit Liraglutide behandelt wurden.

Mikrovaskuläre Beurteilung

In der LEADER Studie umfassten mikrovaskuläre Ereignisse die Nephropathie und Retinopathie. Die Analyse der Zeit bis zum ersten mikrovaskulären Ereignis unter Liraglutide im Vergleich zum Placebo wies eine HR von 0.84 [0.73, 0.97] auf. Die HR für Liraglutide vs. Placebo betrug 0.78 [0.67, 0.92] hinsichtlich der Zeit bis zum ersten Auftreten der Nephropathie und 1.15 [0.87, 1.52] bis zum ersten Auftreten der Retinopathie.

Pharmakokinetik

Nachfolgend werden die pharmakokinetischen Eigenschaften von Xultophy erwähnt, ausgenommen der Daten, die die alleinige Verabreichung von Insulin Degludec oder Liraglutide präsentieren.

Absorption

Nach Verabreichung von Xultophy war die Gesamt-Exposition von Insulin Degludec äquivalent derer von Insulin Degludec alleine, während die Cmax um 12% höher war.

Nach Verabreichung von Xultophy war die Gesamt-Exposition von Liraglutide um 11% tiefer als die nach Verabreichung von Liraglutide alleine, während die Cmax um 23% tiefer war. Diese Unterschiede werden jedoch als klinisch nicht relevant angesehen, da die Therapie mit Xultophy nach den individuellen Blutzuckerzielwerten des Patienten initiiert und titriert wird.

Die Insulin Degludec- und die Liraglutide Exposition steigen proportional zur Dosis von Xultophy innerhalb des gesamten Dosierungsbereichs.

Das pharmakokinetische Profil von Xultophy ist übereinstimmend mit der einmal täglichen Dosierung und die Steady-State Konzentration von Insulin Degludec und Liraglutide wird nach 2–3 Tagen bei einer täglichen Dosisverabreichung erreicht.

Distribution

Insulin Degludec und Liraglutide werden in grossem Umfang an Plasmaproteine gebunden (>99% bzw. >98%).

Metabolismus

Insulin Degludec

Der Abbau von Insulin Degludec ist ähnlich dem von Humaninsulin; alle gebildeten Metaboliten sind inaktiv.

Liraglutide

Innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden nach Verabreichung einer Einzeldosis [3H]-Liraglutide bei gesunden Probanden lag im Plasma hauptsächlich intaktes Liraglutide vor. Es wurden zwei Nebenmetaboliten im Plasma nachgewiesen (≤9% und ≤5% der Gesamtradioaktivität im Plasma). Liraglutide wird in ähnlicher Weise wie grosse Proteine endogen metabolisiert, ohne dass ein bestimmtes Organ als Hauptweg für die Elimination verantwortlich ist.

Elimination

Die Halbwertszeit von Insulin Degludec beträgt ungefähr 25 Stunden und die von Liraglutide ungefähr 13 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Das Alter hatte keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Insulin Degludec und Liraglutide nach Verabreichung von Xultophy.

Geschlecht

Das Geschlecht hatte keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Insulin Degludec und Liraglutide nach Verabreichung von Xultophy.

Ethnische Herkunft

Die ethnische Herkunft hatte keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Pharmakokinetik von Insulin Degludec und Liraglutide nach Verabreichung von Xultophy.

Nierenfunktionsstörungen

Insulin Degludec

Es gibt keinen Unterschied in der Pharmakokinetik von Insulin Degludec zwischen gesunden Probanden und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Liraglutide

Die Liraglutide Exposition war bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion im Vergleich zu Personen mit normaler Nierenfunktion reduziert. Die Liraglutide Exposition wurde um 33%, 14%, 27% und 26% gesenkt bei Patienten mit leichter (Kreatinin-Clearance, CrCl 50–80 ml/min), mässiger (CrCl 30–50 ml/min) und schwerer (CrCl <30 ml/min) Nierenfunktionsstörung und im Endstadium mit Dialyse.

Ebenso war in einer 26-wöchigen klinischen Studie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion (CrCl 30–59 ml/min) die Liraglutide-Exposition, im Vergleich zu Patienten einer separaten Studie mit Diabetes mellitus Typ 2 und normaler oder leichter Einschränkung der Nierenfunktion, um 26% reduziert.

Leberfunktionsstörungen

Insulin Degludec

Es gibt keinen Unterschied in der Pharmakokinetik von Insulin Degludec zwischen gesunden Probanden und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion.

Liraglutide

Die Pharmakokinetik von Liraglutide wurde bei Patienten mit unterschiedlichem Grad der Leberfunktion in einer Einzeldosis-Studie ausgewertet. Die Liraglutide Exposition wurde um 13-23% bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion im Vergleich zu gesunden Probanden verringert. Die Exposition war signifikant niedriger (44%) bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion (Child-Pugh-Score >9).

Kinder und Jugendliche

Es wurden keine Studien mit Xultophy bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren durchgeführt.

Präklinische Daten

Das präklinische Entwicklungsprogramm für Insulin Degludec/Liraglutide beinhaltete pivotale Kombinations-Toxizitätstudien bis zu einer Dauer von 90 Tagen in einer einzigen relevanten Spezies (Wistar-Ratten). Die lokale Verträglichkeit wurde bei Kaninchen und Schweinen untersucht.

Präklinische Daten zur Sicherheit, basierend auf Toxizitätsstudien mit wiederholter Verabreichung, zeigen keine Sicherheitsbedenken für den Menschen.

Die lokalen Gewebereaktionen in den beiden Studien mit Kaninchen und Schweinen beschränkten sich jeweils auf milde Entzündungsreaktionen.

Es wurden keine Studien mit der Insulin Degludec/Liraglutide Kombination zur Bewertung der Kanzerogenität, Mutagenese oder Beeinträchtigung der Fertilität durchgeführt.

Die folgenden Daten beruhen auf einzeln mit Insulin Degludec und Liraglutide durchgeführte Studien.

Insulin Degludec

Präklinische Daten auf der Grundlage von Studien zur pharmakologischen Sicherheit, Toxizität bei wiederholter Gabe, Kanzerogenität und Reproduktionstoxizität ergaben keine Sicherheitsbedenken für Menschen.

Das Verhältnis von mitogener zu metabolischer Wirkung von Insulin Degludec entspricht dem von Humaninsulin.

Liraglutide

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe oder Genotoxizität lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

In zweijährigen Karzinogenitätsstudien an Ratten und Mäusen wurden nichtlethale C-Zelltumoren der Schilddrüse beobachtet. In Ratten konnte für diese Tumore kein NOAEL (no adverse effect level) bestimmt werden. Die Befunde bei Nagern werden durch einen nicht-genotoxischen, spezifischen, GLP-1-Rezeptor vermittelten Mechanismus verursacht, für den Nagetiere im Gegensatz zu Affen und Menschen besonders anfällig sind. Die Relevanz für den Menschen ist wahrscheinlich gering, kann jedoch nicht komplett ausgeschlossen werden. Im Zusammenhang mit der Behandlung wurden keine anderen Tumoren festgestellt.

Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkt schädigende Wirkung hinsichtlich der Fertilität, jedoch eine leicht erhöhte Embryonensterblichkeit in frühen Stadien bei der höchsten Dosis. Eine Anwendung von Liraglutide während des mittleren Abschnitts der Tragzeit führte zu einer Reduktion des mütterlichen Gewichts und des Fötuswachstums mit nicht eindeutigen Auswirkungen auf die Rippen von Ratten und Skelettveränderungen bei Kaninchen. Unter Einwirkung von Liraglutide war bei Ratten das neonatale Wachstum reduziert. In der Gruppe mit der höchsten Dosis hielt dieser Effekt in der Zeit nach dem Abstillen an. Es ist nicht bekannt, ob das verminderte Wachstum der Jungtiere durch eine geringere Milchaufnahme aufgrund einer direkten GLP-1-Wirkung oder durch geringere Milchproduktion der Muttertiere aufgrund einer verminderten Kalorienaufnahme verursacht wird.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Das Hinzufügen von Substanzen zu Xultophy kann zur Degradierung der Wirkstoffe führen.

Xultophy darf nicht mit Infusionslösungen gemischt werden.

Das Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

24 Monate. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Haltbarkeit nach Anbruch

Nach der ersten Anwendung kann das Arzneimittel während 21 Tagen bei einer maximalen Temperatur von 30 °C oder im Kühlschrank (2–8 °C) aufbewahrt werden. Das Arzneimittel muss 21 Tage nach dem ersten Öffnen entsorgt werden. Bei Nichtgebrauch die Verschlusskappe auf dem Fertigpen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Besondere Lagerungshinweise

Vor der ersten Anwendung: Im Kühlschrank (2–8 °C) lagern. Vom Kühlelement fernhalten. Nicht einfrieren. Bei Nichtgebrauch die Verschlusskappe auf dem Fertigpen aufgesetzt lassen, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Ausser Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Der Xultophy Fertigpen ist für die Anwendung mit NovoTwist® oder NovoFine®-Injektionsnadeln bis zu einer Länge von 8 mm und bis zu 32G dünn konzipiert.

Der Xultophy Fertigpen darf nur von einer einzigen Person verwendet werden.

Xultophy darf nicht verwendet werden, wenn die Lösung nicht klar und farblos aussieht.

Einmal gefrorenes Xultophy darf nicht mehr verwendet werden.

Der Patient soll die Nadel nach jeder Injektion entsorgen.

Nicht verwendete Arzneimittel oder Abfallmaterial sind entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Eine ausführliche Bedienungsanleitung finden Sie in der Packungsbeilage.

Zulassungsnummer

65041 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Novo Nordisk Pharma AG, Kloten

Domizil: Zürich

Herstellerin

Novo Nordisk AS, DK-2880 Bagsværd

Stand der Information

November 2020.

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