Travoprost-Mepha Gtt Opht 40 mcg/ml 3 fl 2.5 ml
TRAVOPROST MEPHA OPHT 40MC
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Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Travoprost-Mepha Augentropfen, Lösung
Was ist Travoprost-Mepha und wann wird es angewendet?
Travoprost-Mepha Augentropfen enthalten Travoprost, eine Substanz aus einer Gruppe von Arzneimitteln zur Glaukombehandlung, die als Prostaglandin-Analoge bezeichnet werden. Sie erhöhen den Abfluss des Kammerwassers und senken damit den Druck im Auge. Sie können alleine oder zusammen mit anderen augendrucksenkenden Arzneimitteln angewendet werden.Travoprost-Mepha Augentropfen sind zur Behandlung eines erhöhten Druckes im Auge bestimmt. Dieser erhöhte Druck kann eine Erkrankung namens Glaukom (grüner Star) hervorrufen.Travoprost-Mepha Augentropfen dürfen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Travoprost-Mepha enthält Benzalkoniumchlorid. Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und kann zur Verfärbung der Kontaktlinsen führen. Sie müssen die Kontaktlinsen vor der Anwendung dieses Arzneimittels entfernen und dürfen sie erst nach 15 Minuten wieder einsetzen.Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin für Ihr Augenleiden verschrieben. Sie sollten diese Augentropfen nicht von sich aus für andere Beschwerden verwenden und sie auch nicht an andere Personen weitergeben. Auch wenn andere Personen ähnliche Beschwerden haben wie Sie selbst, kann die nicht vom Arzt verschriebene Anwendung des Arzneimittels für andere Personen gefährlich sein.
Wann darf Travoprost-Mepha Augentropfen nicht angewendet werden?
Wenn Sie allergisch gegenüber Prostaglandinen oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
Wann ist bei der Anwendung von Travoprost-Mepha Augentropfen Vorsicht geboten?
Wenn Sie unter 18 Jahren sind, sollten Sie Travoprost-Mepha Augentropfen nicht anwenden. Für die Patienten unter 18 Jahren sind die Wirksamkeit und die Sicherheit von Travoprost-Mepha Augentropfen bisher nicht untersucht worden.Unter Travoprost-Mepha Augentropfen können Länge, Dicke, und/oder Anzahl Ihrer Augenwimpern zunehmen und sich deren Farbe verdunkeln.Bei entzündlichen Augenerkrankungen soll Travoprost-Mepha Augentropfen mit Vorsicht angewendet werden.Der Hautkontakt mit grösseren Mengen von Travoprost-Mepha soll vermieden werden.Der in Travoprost-Mepha Augentropfen enthaltene Wirkstoff Travoprost kann langsam (d. über Monate bis Jahre) die Farbe Ihrer Iris (der farbige Teil Ihres Auges) verändern, insbesondere bei Patienten und Patientinnen mit gemischtfarbigen Augen. Diese Veränderung kann dauerhaft sein. Wenn Sie gemischtfarbige Augen haben, sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin sprechen, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.Falls Sie an Asthma leiden, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin (Beachten Sie bitte den Abschnitt: «Welche Nebenwirkungen können Travoprost-Mepha Augentropfen haben?»).
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Kurz nach dem Eintropfen von Travoprost-Mepha Augentropfen werden Sie möglicherweise leicht verschwommen sehen. Daher sollten Sie erst Auto fahren bzw. Maschinen bedienen, wenn dies abgeklungen ist.Benzalkoniumchlorid kann Reizungen am Auge hervorrufen, insbesondere wenn Sie trockene Augen oder Erkrankungen der Hornhaut (durchsichtige Schicht an der Vorderseite des Auges) haben. Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn nach der Anwendung dieses Arzneimittels ein ungewöhnliches Gefühl, Brennen oder Schmerz im Auge auftritt.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie:
- an anderen Krankheiten leidenAllergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder solche am Auge anwenden.
Dürfen Travoprost-Mepha Augentropfen während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Travoprost-Mepha Augentropfen dürfen während der Schwangerschaft oder Stillzeit nur mit ausdrücklicher Genehmigung Ihres Arztes oder Apothekers bzw. Ärztin oder Apothekerin angewendet werden.
Wie verwenden Sie Travoprost-Mepha Augentropfen?
Die übliche Dosierung:
Erwachsene: Einen Tropfen in das (die) betroffene(n) Auge(n) tropfen, einmal täglich ? am Abend.Wenden Sie Travoprost-Mepha Augentropfen nur dann an beiden Augen an, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dies angewiesen hat. Verwenden Sie Travoprost-Mepha Augentropfen so lange, wie von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordnet.Verwenden Sie Travoprost-Mepha Augentropfen ausschliesslich zum Eintropfen in Ihre Augen.Wenn Sie unter 18 Jahren sind, sollten Sie Travoprost-Mepha Augentropfen nicht anwenden. Für die Patienten unter 18 Jahren sind die Wirksamkeit und die Sicherheit von Travoprost-Mepha Augentropfen bisher nicht untersucht worden.
Wie sind Travoprost-Mepha Augentropfen anzuwenden?

Wieviel sollen Sie anwenden?
- Unmittelbar vor dem Erstgebrauch von Travoprost-Mepha Augentropfen entfernen Sie die umhüllende Folie und nehmen Sie das Fläschchen heraus (Abbildung 1) und schreiben Sie das Öffnungsdatum auf die dafür vorgesehene Stelle auf dem Etikett.Waschen Sie Ihre Hände.Schrauben Sie die Kappe ab.Halten Sie das Fläschchen mit der Spitze nach unten zwischen dem Daumen und den Fingern.Beugen Sie den Kopf zurück. Ziehen Sie das Augenlid mit sauberem Finger nach unten, bis ein Spalt zwischen Lid und Auge entsteht. Tropfen Sie hier ein (Abbildung 2).Bringen Sie hierzu die Tropferspitze nahe an das Auge heran. Verwenden Sie einen Spiegel, wenn dies das Eintropfen erleichtert.Berühren Sie jedoch weder das Auge, das Augenlid noch die Augenumgebung oder andere Oberflächen mit der Tropferspitze, da sonst Keime in die Tropfen gelangen können.Üben Sie sanften Druck auf das Fläschchen aus, so dass sich ein Tropfen Travprost-Mepha Augentropfen löst (Abbildung 3).Nachdem Sie Travoprost-Mepha Augentropfen angewendet haben, drücken Sie mit einem Finger auf den Augenwinkel neben der Nase (Abbildung 4). Das verhindert, dass zu viel Travoprost-Mepha Augentropfen in den übrigen Körper gelangt.Wenn Sie die Tropfen für beide Augen verwenden, wiederholen Sie die Schritte am anderen Auge.Verschliessen Sie das Fläschchen sofort nach Gebrauch wieder fest.
Sollte ein Tropfen nicht ins Auge gelangt sein, tropfen Sie nach.Wenn zu viel des Arzneimittels ins Auge gelangt ist, spülen Sie das Auge mit lauwarmem Wasser aus. Tropfen Sie nicht mehr nach, bis es Zeit für die nächste planmässige Anwendung ist.Wenn Sie die Anwendung von Travoprost-Mepha Augentropfen vergessen haben: Tropfen Sie einen Tropfen ein, sobald Sie das Versäumnis bemerken, und setzen Sie dann die Behandlung planmässig fort. Tropfen Sie keine doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.Wenn Sie zusätzlich andere Augentropfen verwenden, lassen Sie zwischen der Anwendung von Travoprost-Mepha Augentropfen und anderen Arzneimitteln 5 Minuten vergehen.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen können Travoprost-Mepha Augentropfen haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Travoprost-Mepha auftreten: Bei einigen Patienten bzw. Patientinnen, die Travoprost-Mepha Augentropfen anwenden, kommt es zu lokalen Nebenwirkungen. Sie können unangenehm sein, die meisten gehen jedoch schnell vorüber.Ausser bei stark ausgeprägten Reaktionen können Sie die Behandlung fortsetzen. Wenn Sie besorgt sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.
Sehr häufig:
Rötung der Bindehaut oder des Auges.
Häufig:
Auswirkungen am Auge: Schmerzen, trockenes Auge, Juckreiz am Auge, Augenreizung, farbliche Änderung der Regenbogenhaut (Iris), Unbehagen am Auge, Fremdkörpergefühl.
Gelegentlich:
Auswirkungen am Auge: Hornhautentzündung oder defekt, Entzündung der Regenbogenhaut (Iris), verschwommenes Sehen, Lichtscheu, verminderte Sehschärfe, Augenausfluss, verkrustete Lidränder, erhöhter Tränenfluss, geschwollene Lider, Wachstum der Wimpern, Rötung des Augenlids, grauer Star.Auswirkungen am Körper: Kopfschmerzen, vermehrte Pigmentierung der Haut, vermehrte allergische Reaktionen; vermehrte Behaarung.
Selten:
Auswirkungen am Auge: Entzündungen am Auge, Schwellungen am Auge, Änderung der Augenfarbe, allergische Reaktionen am Auge, Reizung der Lider, vermehrte Pigmentierung der Wimpern, Verlust der Wimpern, Verdickung der Wimpern.Auswirkungen am Körper: Schwindel, Störungen des Geschmackempfindens, Herzklopfen, verlangsamter Puls, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Asthma, Heuschnupfen, Husten, Schmerzen in Mund und Rachen, trockener Mund und Nase, Stimmstörungen, Hautverfärbungen, Veränderung der Haarfarbe, vermehrte Behaarung, Ausschlag, Hautrötung, allgemeine Schwäche, Atemnot, Verstopfung, Gelenk-, Muskel- und Skelettschmerzen, Schwäche.
Die Erfahrungen nach Markteinführung zeigen die folgenden Nebenwirkungen:
Depression, Angst, Schlaflosigkeit, eingefallene Augen, Ohrgeräusche (Läuten), Brustschmerzen, unregelmässiger Herzschlag, beschleunigter Herzschlag, Nasenbluten, Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, erschwerte Harnentleerung oder Harninkontinenz.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insobesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Aufbrauchfrist nach Anbruch
Vier Wochen nach dem ersten Öffnen sollten Sie die Augentropfen wegwerfen, da die Keimfreiheit dann nicht mehr garantiert ist. Notieren Sie sich das Anbruchdatum im nachstehenden Feld und auf das Feld von Etikett und Faltschachtel.[Fläschchen geöffnet am (1)]:[Fläschchen geöffnet am (2)]:[Fläschchen geöffnet am (3)]:Um eine Verunreinigung der Tropferspitze und der Augentropfen zu vermeiden, ist es wichtig, dass Sie die Lider und die umgebenden Augenpartien nicht mit der Tropferspitze der Flasche berühren. Die Tropferspitze sollte auch nicht mit den Händen in Kontakt kommen.Flasche sofort nach Gebrauch gut verschliessen.
Lagerungshinweis
Vor dem ersten Gebrauch die Flasche im geschlossenen Beutel aufbewahren.In der Originalverpackung und nicht über 30°C lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Bringen Sie das Arzneimittel nach Beendigung der Behandlung Ihrer Abgabestelle (Arzt, Apotheker bzw. Ärztin, Apothekerin) zum fachgerechten Entsorgen zurück.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Travoprost-Mepha Augentropfen enthalten?
Travoprost-Mepha sind sterile Augentropfen, Lösung und enthalten:
Wirkstoffe
40 µg/ml Travoprost.
Hilfsstoffe
Benzalkoniumchlorid-Lösung, Macrogolglycerolhydroxystearat, Trometamol, Natriumedetat, Borsäure (E284), Mannitol, Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung), gereinigtes Wasser.
Zulassungsnummer
66240 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Travoprost-Mepha Augentropfen? Welche Packungen sind erhältlich?
Sie erhalten Travoprost-Mepha Augentropfen in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Es sind Packungen zu 2.5 ml und 3× 2.5 ml erhältlich.
Zulassungsinhaberin
Mepha Pharma AG, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Interne Versionsnummer: 5.1
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Travoprost.
Hilfsstoffe
Benzalkoniumchlorid-Lösung, Macrogolglycerolhydroxystearat, Trometamol, Natriumedetat, Borsäure (E284), Mannitol, Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung), gereinigtes Wasser.
Dieses Arzneimittel enthält 0.0045 mg Benzalkoniumchlorid pro Tropfen à 29.8 µl, entsprechend 0.1505 mg/ml.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
Augentropfen mit 40 µg/ ml Travoprost.
1 Tropfen enthält 1 µg Travoprost.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Als Monotherapeutikum oder Zusatzmedikation zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit okulärer Hypertension oder Offenwinkelglaukom.
Dosierung/Anwendung
Anwendung bei Erwachsenen einschliesslich älteren Patienten
Einmal täglich 1 Tropfen Travoprost-Mepha Augentropfen in den Bindehautsack des (der) betroffenen Auges(n) eintropfen. Die optimale Wirkung wird erreicht, wenn das Präparat abends angewendet wird.
Verschliessen des Tränenkanals oder sanftes Schliessen des Augenlids nach der Anwendung wird empfohlen. Dadurch kann die systemische Aufnahme von Arzneimitteln, die über die Augen verabreicht werden, verringert und systemische Nebenwirkungen gemindert werden.
Wird mehr als ein topisches ophthalmisches Arzneimittel verabreicht, müssen die einzelnen Anwendungen mindestens 5 Minuten auseinander liegen (siehe auch «Interaktionen»).
Wird die Behandlung von einem anderen topischen Antiglaukomatosum auf Travoprost-Mepha Augentropfen umgestellt, sollte das vorherige Präparat abgesetzt und die Behandlung mit Travoprost-Mepha Augentropfen am folgenden Tag aufgenommen werden.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Travoprost-Mepha Augentropfen ist an Patienten unter 18 Jahren nicht untersucht worden und die Anwendung kann bei diesen Patienten nicht empfohlen werden, solange keine weiteren Daten vorliegen.
Anwendung bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
Travoprost Augentropfen sind an Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Leberfunktion untersucht worden. Bei diesen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Travoprost Augentropfen wurden an Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion geprüft (Kreatinin-Clearance nicht weniger als 14 ml/min). Bei diesen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Art der Anwendung
Die umhüllende Schutzfolie unmittelbar vor dem ersten Gebrauch der Flasche entfernen. Um Kontaminationen von Tropferspitze und Lösung zu vermeiden, darf weder Augenlid noch die Augenumgebung oder andere Oberflächen mit der Tropferspitze in Berührung kommen.
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber Travoprost oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparates.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Travoprost-Mepha Augentropfen können die Augenfarbe allmählich verändern, indem sie die Anzahl der Melanosomen (Pigmentgranulae) der Melanozyten erhöhen. Vor Therapiebeginn müssen Patienten auf eine mögliche dauerhafte Veränderung der Irisfarbe hingewiesen werden. Die unilaterale Behandlung kann eine bleibende Heterochromie zur Folge haben. Langzeitauswirkungen auf die Melanozyten und etwaige Konsequenzen daraus sind derzeit nicht bekannt. Die Veränderung der Irisfarbe geschieht langsam und kann über Monate bis Jahre hinweg unbemerkt bleiben.
Diese Veränderung der Augenfarbe tritt vorwiegend bei Patienten mit gemischtfarbigen Iriden auf wie zum Beispiel bei blaubrauner, graubrauner, gelbbrauner und grünbrauner Irisfarbe, jedoch auch bei Patienten mit braunen Augen.
Typischerweise breitet sich die braune Pigmentierung vom Bereich um die Pupille herum konzentrisch aus bis hin zur Peripherie des betroffenen Auges. Aber die Iris kann auch ganz oder teilweise brauner werden. Nach Therapieabbruch ist keine weitere Erhöhung des Gehaltes an braunem Irispigment beobachtet worden.
Im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Travoprost Augentropfen ist gelegentlich über ein Dunklerwerden der periorbitalen Haut und/oder der Augenliderhaut berichtet worden.
Travoprost Augentropfen können allmählich die Augenwimpern der behandelten Augen verändern. Diese Veränderungen wurden bei etwa der Hälfte aller Patienten aus den klinischen Studien beobachtet und umfassen eine Zunahme der Länge, der Dicke, der Pigmentierung und/oder der Anzahl der Wimpern. Der Ursache der Veränderungen der Augenwimpern und die Langzeitfolgen sind derzeit nicht bekannt.
Travoprost Augentropfen 40 µg/ml hat bei Untersuchungen an Affen eine leichte Vergrösserung der palpebralen Fissuren verursacht. Dies wurde jedoch während der klinischen Studien nicht beobachtet und scheint artspezifisch zu sein.
Bei entzündlichen Augenerkrankungen soll Travoprost-Mepha mit Vorsicht angewendet werden, weil die Travoprost-Behandlung das Risiko für die Entwicklung einer Uveitis erhöht. Vorsicht ist ebenso angezeigt bei Patienten, die prädisponierende Faktoren für eine Uveitis haben.
Es ist im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Travoprost Augentropfen über Veränderungen der Periorbitalregion und des Lides, einschliesslich einer Vertiefung des vorderen Augensulcus berichtet worden. Der Mechanismus der Fettatrophie ist nicht vollständig geklärt, jedoch wird ein Zusammenhang mit der Hemmung der Ausdifferenzierung der Adipocyten durch PGF2alpha angenommen. Diese Fettatrophie ist nach Beenden der Behandlung teilweise reversibel.
Es liegen keine Erfahrungen vor zu Travoprost Augentropfen bei neovaskulärem und kongenitalem Glaukom sowie bei Winkelblock- und Engwinkelglaukom. Bei pseudophaken Patienten mit Offenwinkelglaukom sowie bei Pigmentglaukom oder Pseudoexfoliationsglaukom liegen nur begrenzte Erfahrungen vor.
Bei der Behandlung mit Prostaglandin-F2α-Analoga ist über Makulaödeme einschliesslich dem zystoiden Makulaödem berichtet worden. Sie traten vor allem auf bei aphaken Patienten, pseudophaken Patienten mit Hinterkapselriss oder bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für ein Makulaödem.
Der Hautkontakt mit grösseren Mengen Travoprost-Mepha Augentropfen sollte vermieden werden. Prostaglandine sind biologisch aktive Stoffe und können durch die Haut absorbiert werden. Daher sollten schwangere Frauen oder Frauen, die schwanger werden wollen, geeignete Vorbeugemassnahmen treffen, um den direkten Kontakt mit dem Flascheninhalt zu vermeiden. Bei unbeabsichtigtem Kontakt mit dem Flascheninhalt sollte die betroffene Stelle sofort sorgfältig gereinigt werden.
Travoprost-Mepha enthält 0.0045 mg Benzalkoniumchlorid pro Tropfen à 29.8 µl, entsprechend 0.1505 mg/ml.
Es liegen Berichte vor, dass Benzalkoniumchlorid Reizungen am Auge und trockene Augen hervorrufen und den Tränenfilm und die Hornhautoberfläche beeinträchtigen kann. Es sollte bei Patienten mit trockenen Augen und bei Patienten mit geschädigter Hornhaut mit Vorsicht angewendet werden.
Bei längerer Anwendung sollten die Patienten überwacht werden.
Patienten mit einer Benzalkoniumchlorid-Unverträglichkeit können auf andere Travoprost-haltige Augentropfen ausweichen.
In seltenen Fällen wurde Asthma oder eine Verschlimmerung von Asthma gemeldet.
Hinweis für Kontaktlinsenträger
Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und kann zur Verfärbung der Kontaktlinsen führen. Patienten müssen die Kontaktlinsen vor der Anwendung dieses Arzneimittels entfernen und dürfen sie erst nach 15 Minuten wieder einsetzen.
Interaktionen
Klinische Untersuchungen zur Kombinationstherapie von Timolol 0,5% (bzw. in begrenztem Umfang zu Brimonidin 0,2%) mit Travoprost Augentropfen bestätigen die additive Wirkung von Travoprost Augentropfen bezüglich der Senkung des Augeninnendruckes. Zur Begleittherapie mit weiteren okulär hypotensiv wirkenden Arzneimitteln liegen keine klinischen Daten vor.
Wechselwirkungen von Travoprost Augentropfen und anderen Medikationen sind nicht speziell untersucht worden.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Zur Anwendung von Travoprost Augentropfen bei schwangeren Frauen liegen keine adäquaten Daten vor. Tierstudien deuten auf reproduktionstoxische Effekte hin (siehe auch «Präklinische Daten zur Sicherheit»). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist unbekannt. Daher sollten Travoprost-Mepha Augentropfen während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich.
Schwangere Frauen oder Frauen, die schwanger werden wollen, sollten geeignete Vorbeugemassnahmen treffen, um den direkten Kontakt mit dem Flascheninhalt zu vermeiden. Bei unbeabsichtigtem Kontakt mit dem Flascheninhalt sollte die betroffene Stelle sofort sorgfältig gereinigt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Travoprost-Mepha Augentropfen dürfen nicht von Frauen angewendet werden, die schwanger werden können, ohne dass ausreichende schwangerschaftsverhütende Massnahmen ergriffen wurden (siehe «Präklinische Daten, Sicherheit»).
Stillzeit
Tierstudien weisen darauf hin, dass Travoprost und seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen können. Travoprost-Mepha Augentropfen dürfen daher während der Stillzeit nur angewendet werden, wenn dies eindeutig erforderlich ist. In diesen Fällen wird empfohlen, Travoprost-Mepha Augentropfen nach dem Stillen anzuwenden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Vorübergehendes Verschwommensehen und andere Seheinschränkungen können die Fähigkeit beeinträchtigen, am Strassenverkehr teilzunehmen oder Maschinen zu bedienen. Wenn sich nach dem Eintropfen Verschwommensehen einstellt, dürfen Patienten nicht am Strassenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis diese Beeinträchtigung abgeklungen ist.
Unerwünschte Wirkungen
17 klinische Studien mit 4081 Patienten wurden mit Benzalkoniumchlorid konserviertem Travoprost (n=2505), mit sofZIA konserviertem Travoprost (n=1176) oder mit Polyquad konserviertem Travoprost (n=400) durchgeführt. Die Behandlungsdauer in diesen Studien betrug 3 Monaten bis 5 Jahre. In keiner klinischen Studie gab es Meldungen über schwerwiegende okuläre oder systemische unerwünschte Wirkungen im Kausalzusammenhang mit Travoprost. Die am häufigsten berichtete unerwünschte Wirkung im Zusammenhang mit einer Travoprost-Monotherapie war Hyperämie (22,0%) des Auges, der Konjunktiva oder der Sklera; in 83,6% der Fälle war die Hyperämie wenig ausgeprägt. Fast alle (98%) Patienten mit Hyperämie setzten die Behandlung fort. In klinischen Phase-III-Studien mit einer Dauer von 6–12 Monaten bildete sich die Hyperämie im Lauf der Zeit zurück.
In einer nicht kontrollierten Phase IV-Langzeitstudie mit 502 Patienten über 5 Jahre wurde Travoprost 1× täglich verabreicht. Während dieser Studie wurden keine Travoprost-bedingten schweren topischen oder systemischen Nebenwirkungen berichtet. Die häufigste behandlungsbedingte Nebenwirkung unter Travoprost war eine Irishyperpigmentierung (29,5%) (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Okuläre Hyperämie – bedingt durch die Anwendung von Travoprost – wurde mit einer Inzidenz von 10,0% gemeldet, wovon 2,0% der Patienten mit okulärer Hyperämie aufgrund dieser Nebenwirkung die Studie abbrachen.
Nachfolgend aufgeführte unerwünschte Wirkungen traten in den klinischen Studien auf: Für die Häufigkeitsangaben gelten folgende Definitionen: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000), «selten» (<1/1'000, ≥1/10'000) oder «sehr selten» (<1/10'000). Innerhalb jeder Häufigkeitskategorie sind die unerwünschten Wirkungen nach abnehmender Inzidenz aufgeführt.
Erkrankungen des Immunsystems:
Gelegentlich: Hypersensitivität.
Erkrankungen des Nervensystems:
Gelegentlich: Kopfschmerzen.
Selten: Schwindel, Dysgeusie.
Augenerkrankungen:
Sehr häufig: Oculäre Hyperämie.
Häufig: Augenschmerzen, Juckreiz am Auge, trockenes Auge, Augenirritation, Hyperpigmentierung der Iris, Unbehagen am Auge, Fremdkörpergefühl.
Gelegentlich: Korneaerosion, Keratitis punctata, Keratitis, Iritis, Visusverlust, Konjunctivitis, Entzündung der vorderen Augenabschnitte, Blepharitis, verschwommenes Sehen, Photophobie, Katarakt, periorbitales Ödem, Juckreiz am Augenlid, Augenausfluss, verkrustete Lidränder, erhöhter Tränenfluss, Erythem des Augenlides, Wachstum der Wimpern.
Selten: Uveitis, Iridocyclitis, Herpes simplex am Auge, konjunktivaler Follikel, konjunktivales Ödem, Hypoaesthesie des Auges, Entzündung des Auges, Trichiasis, Ekzeme an den Lidern, Pigmentdispersionssyndrom. Asthenopie, lokale allergische Reaktionen am Auge, Irritation der Lider, Hyperpigmentierung der Augenwimpern, Verdickung der Wimpern.
Herzerkrankungen:
Selten: Bradykardie, Palpitationen.
Gefässerkrankungen:
Selten: arterielle Hypertonie, arterielle Hypotonie.
Erkrankungen der Atemwege der Brust und des Mediastinums:
Selten: Asthma, Dyspnoe, Dysphonie, Husten, allergische Rhinitis, oropharyngeale Schmerzen, Unbehagen in der Nase, Trockenheit der Nase.
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:
Selten: Mundtrockenheit, Obstipation.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Gelegentlich: Hyperpigmentation der Haut, Hypertrichosis.
Selten: Hautverfärbungen, Madarosis, Veränderung der Haarfarbe, Ausschlag, Erythem.
Erkrankungen des Muskel-, des Skeletsystems und des Bindegewebes:
Selten: Arthralgie, Muskel- und Skelettschmerzen.
Allgemeine Erkrankungen:
Selten: Asthenie.
Zusätzlich wurden nach der Markteinführung folgende unerwünschte Wirkungen gemeldet, deren Häufigkeit auf Grund der vorhandenen Daten nicht bestimmt werden kann:
Psychiatrische Erkrankungen:
Depression, Angst, Schlaflosigkeit.
Augenerkrankungen:
Macularödem, Enophthalmus.
Erkrankungen des Ohres und des lnnenohres:
Tinnitus.
Herzerkrankungen:
Brustschmerzen, Arrhythmie, Tachykardie.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums:
Epistaxis.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:
Diarrhoe, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:
Pruritus.
Erkrankungen der Nieren und der Harnwege:
Dysurie, Harninkontinenz.
Veränderung der Laborwerte:
Erhöhung der spezifischen Prostataantigene.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Wenn Travoprost-Mepha Augentropfen überdosiert werden, sollte eine symptomatische Behandlung erfolgen.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
S01EE04
Wirkungsmechanismus
Siehe «Pharmakodynamik».
Pharmakodynamik
Der Wirkstoff Travoprost, ein Prostaglandin-F2α-Analogon, ist ein selektiver Agonist mit hoher Affinität zum Prostaglandin-FP-Rezeptor. Der exakte augeninnendrucksenkende Wirkmechanismus von Travoprost ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass Travoprost, wie auch andere Prostaglandin-Analoga, den uveoskleralen Abfluss erhöht. Beim Menschen tritt die Senkung des intraokulären Drucks ungefähr zwei Stunden nach dem Eintropfen ein, die maximale Wirkung nach zwölf Stunden. Die Drucksenkung hält mindestens 24 Stunden an.
In einer klinischen Studie mit Patienten mit Offenwinkelglaukom oder erhöhtem Augeninnendruck, die einmal täglich abends mit Travoprost behandelt wurden, konnte festgestellt werden, dass die Ausgangswerte des intraokulären Drucks von 24 bis 26 mmHg um 8 bis 9 mmHg (ca. 33%) reduziert wurden.
Klinische Wirksamkeit
Keine Daten vorhanden.
Pharmakokinetik
Absorption
Travoprost ist ein Ester-Prodrug. Es wird durch die Hornhaut absorbiert, wo der Isopropylester zur freien Säure hydrolysiert wird.
Studien am Kaninchen ergaben ein bis zwei Stunden nach der topischen Applikation von Travoprost maximale Wirkstoffspiegel von 20 ng/g freie Säure im Kammerwasser. Die Kammerwasserkonzentration nahm mit einer Halbwertszeit von ungefähr 1,5 Stunden ab.
Distribution
Siehe «Elimination».
Metabolismus
Travoprost und die aktive freie Säure werden hauptsächlich systemisch metabolisiert, ähnlich wie endogenes Prostaglandin F2α: Reduktion der 13–14 Doppelbindung, Oxidation der 15-Hydroxyl-Gruppe und beta-oxidative Abspaltung an der oberen Seitenkette.
Elimination
Die topische okuläre Gabe von Travoprost Augentropfen führte bei gesunden Probanden zu nur geringer systemischer Belastung durch die aktive freie Säure. 10 bis 30 Minuten nach Anwendung wurden Spitzenkonzentrationen von bis zu 25 pg/ml der aktiven freien Säure beobachtet. In der Folge fielen die Plasmaspiegel eine Stunde nach Dosierung schnell unter die Nachweisgrenze der Gehaltsbestimmungsmethode von 10 pg/ml. Die Eliminationshalbwertszeit der aktiven freien Säure nach topischer Gabe konnte aufgrund ihrer geringen Plasmakonzentrationen und der raschen Ausscheidung beim Menschen nicht bestimmt werden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Travoprost Augentropfen sind an Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Leberfunktion untersucht worden. Bei diesen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Travoprost Augentropfen wurden an Patienten mit leicht bis stark eingeschränkter Nierenfunktion geprüft (Kreatinin-Clearance nicht weniger als 14 ml/min). Bei diesen Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Präklinische Daten
Sicherheit
Die okuläre wie auch die systemische Toxizität von Travoprost ist an verschiedenen Tierarten untersucht worden. Im Allgemeinen wird Travoprost gut vertragen. Zwischen der klinisch am Auge verabreichten Dosis und systemischer Toxizität liegt ein Sicherheitsfaktor von mindestens 250.
Die Toxizität nach Einmalgabe ist gering. Es wurden keine nennenswerten pharmakotoxischen Beobachtungen an Ratten gemacht, die intravenös eine Dosierung von 10 mg/kg erhielten. Dies entspricht dem 250'000fachen der üblichen klinischen Anwendung bzw. dem mehr als 13'000fachen der möglichen Belastung durch den gesamten Inhalt einer Flasche Travoprost-Mepha. Eine 6-monatige Studie an Ratten zur Toxizität bei subkutaner Anwendung zeigte bei einer Konzentration von 10 µg/kg/Tag (das 200fache der klinischen Dosierung) keine Effekte. Bei 30 bis 100 µg/kg zeigte sich eine minimale bis leichte Hyperostose und/oder eine endostale Fibrose. Ähnliche Befunde wurden nach zwei Jahren Behandlung mit 10 µg/kg/Tag bei Ratten festgestellt. Bei Affen fiel bei topischer okulärer Anwendung von Travoprost (zweimal tägliche Anwendung am rechten Auge über ein Jahr hinweg in Konzentrationen bis zu 0,012%) keine systemische Toxizität auf.
Reproduktionstoxische Studien mit systemischer Gabe wurden an Ratten, Mäusen und Kaninchen durchgeführt. Die Befunde stehen im Einklang mit der agonistischen Aktivität an FP-Rezeptoren des Uterus und umfassen frühe Embryoletalität, Verlust nach Einnistung und Fötotoxizität. Während der Organogenese bei trächtigen Ratten führte die systemische Gabe von Travoprost, die der 200fachen klinischen Dosierung entsprach, zu einem erhöhten Auftreten von Missbildungen. Im Fruchtwasser und im fötalen Gewebe von schwangeren Ratten, denen 3H Travoprost gegeben wurde, fanden sich nur geringe Mengen an Radioaktivität. Reproduktions- und Entwicklungsstudien bei Ratten und Mäusen zeigten deutliche Auswirkungen auf den Verlust der Föten (180 pg/ml bzw. 30 pg/ml Plasmakonzentration) bei Belastungen, die dem 1,2 bis 6fachen der klinischen Exposition (bis 25 pg/ml) entsprechen.
Studien zur okulären Toxizität mit zweimal täglicher Gabe von 0,45 µg Travoprost führten zu einer Vergrösserung der palpebralen Fissuren bei Affen.
Karzinogenität
Bioassays über zwei Jahre hinweg, in denen Ratten und Mäusen Dosierungen von bis zu 100 µg/kg/Tag Travoprost subkutan injiziert wurden (das 2'500fache der klinischen Dosierung), ergaben keine Hinweise auf karzinogene Wirkungen. Vereinzelt aufgetretene Signifikanzen einiger statistischer Tumoranalysen wurden als zufallsbedingt und nicht als durch Travoprost bedingt erachtet.
Mutagenität
Travoprost war nicht mutagen bei Bakterien, in einem Mauslymphomaassay, im Mausmikronukleustest, und auch nicht im Chromosomen-Aberrationsassay bei Ratten. In einem weiteren Mauslymphomaassay wurde in einem von zwei Replikaten unspezifische Mutagenität festgestellt, jedoch nur in Gegenwart, nicht jedoch bei der Abwesenheit von Aktivierungsenzymen.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten
Mit thiomersalhaltigen Arzneimitteln und Travoprost Augentropfen sind spezifische in vitro Wechselwirkungsstudien durchgeführt worden. Dabei sind keine Ausfällungen beobachtet worden. Ansonsten liegen keine weiteren Angaben vor.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach Anbruch
Travoprost-Mepha Augentropfen sollten nicht länger als 4 Wochen nach dem Öffnen des Behälters verwendet werden. Die Flasche nach Gebrauch gut verschliessen.
Besondere Lagerungshinweise
In der Originalverpackung und nicht über 30°C lagern.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise zum Gebrauch
Der Patient sollte die umhüllende Schutzfolie unmittelbar vor dem erstmaligen Gebrauch entfernen.
Zulassungsnummer
66240 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
Mepha Pharma AG, Basel.
Stand der Information
August 2017.
Interne Versionsnummer: 5.3