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PIGMANORM Creme Widmer - PrimeCare Global
PIGMANORM Creme Widmer - PrimeCare Global

PIGMANORM Creme Widmer

Pigmanorm Widmer 30 ml Creme

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In stock 500 pcs
Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
1197080
EAN [GTIN]
7680467690155
ATC
D07XB05
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - D07XB05

Name Code EAN Price Original
Sebo-Psor Lotion Widmer Fl 100 ml Sebo-Psor Lotion Widmer Fl 100 ml 1065869 7680456210142 - Read more

Description - PIGMANORM Creme Widmer

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Pigmanorm®

Louis Widmer AG

Was ist Pigmanorm und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.Pigmanorm ist eine aufhellende Crème, die äusserlich für die Behandlung von vermehrter Pigmentierung der Haut angewendet wird.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die mit Pigmanorm behandelten Hautstellen keiner starken UV-Strahlung (z.B. Sonne, Höhensonne, Solarium) aussetzen. Es empfiehlt sich, die behandelten Stellen mit einem Lichtschutzmittel (LSF 50) abzudecken.

Wann darf Pigmanorm nicht angewendet werden?

Pigmanorm darf nicht angewendet werden:

  • bei bekannter Überempfindlichkeit auf einen der Wirkstoffe oder Hilfsstoffe.bei Pigmentierungen, die nicht durch Melanin in der Haut verursacht werden.bei Weissfleckenkrankheit («Vitiligo»).bei Hautkrebs (Melanom) oder Verdacht auf Hautkrebs.bei akuten Entzündungen der Haut und Ekzemen.bei Hautentzündungen am Kinn und an den seitlichen Mundpartien («periorale Dermatitis»).bei Rosacea.bei allen für Kortison-Präparaten üblichen Anwendungseinschränkungen, wie Hautinfektionen durch Viren, Bakterien [inkl. Hauttuberkulose] sowie Pilze, Impfreaktionen, Hautulzera und Akne.wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden (siehe auch «Darf Pigmanorm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?»).bei Nierenkranken.bei Kindern unter 12 Jahren.Pigmanorm darf nicht grossflächig angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Pigmanorm Vorsicht geboten?

Pigmanorm ist ein stark wirksames Arzneimittel. Überschreiten Sie nicht die vom Arzt bzw. der Ärztin vorgeschriebene Behandlungsdauer.Pigmanorm darf nur äusserlich angewendet werden. Durch das Kortikosteroid können Symptome einer allergischen Hautreaktion auf einen Bestandteil des Präparates maskiert werden.Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn nach Anwendung von Pigmanorm Juckreiz und Rötungen, Bläschen oder eine starke Verdünnung der Haut und Verletzungen auftreten.Eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Körperoberfläche) sowie eine Anwendung auf verstärkt resorbierenden Hautarealen (offene Wunden, geschädigte Haut, intertriginöse Bereiche [Hautfalten] in Gelenkbeugen sowie zwischen den Fingern bzw. Zehen, Haut/Schleimhautgrenzen, um die Augen herum) ist zu vermeiden.Kontakt mit Augen, Lippen und Nasenschleimhäuten ist zu vermeiden.Während der Behandlung mit Pigmanorm ist starke UV-Bestrahlung (siehe auch «Was sollte dazu beachtet werden?») sowie die gleichzeitige lokale Anwendung herkömmlicher Schälmittel wie Salicylsäure, Resorcin und ähnliche zu vermeiden.Verwenden Sie Pigmanorm nur für Ihr jetziges Hautleiden, für das der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen das Arzneimittel verschrieben hat, nicht aber für andere spätere Hautleiden. Geben Sie Pigmanorm nicht an andere Personen weiter.Frauen im gebärfähigen Alter sollten Pigmanorm nur anwenden, wenn sie gleichzeitig eine sichere Verhütungsmethode anwenden (siehe «Darf Pigmanorm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?»).Die Antioxidantien Butylhydroxyanisol (E 320) und Butylhydroxytoluol (E 321) können örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.Pigmanorm enthält Propylenglycol, was Hautreizungen hervorrufen kann.Der Hilfsstoff Cetylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.Die Konservierungsmittel Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218) und Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216) können allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Pigmanorm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Verwenden Sie Pigmanorm nicht, wenn Sie schwanger sind oder planen schwanger zu werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen weitere Informationen geben.Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung ein zuverlässiges Verhütungsmittel verwenden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger werden möchten.Falls Sie während der Behandlung mit Pigmanorm ungeplant schwanger werden, müssen Sie die Behandlung abbrechen und möglichst rasch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.Während der Stillzeit darf Pigmanorm nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Pigmanorm?

Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)

Wenn vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, tragen Sie Pigmanorm 1-mal täglich sparsam auf die hyperpigmentierten Stellen auf. Die Anwendung soll sich auf die hyperpigmentierten Hautstellen beschränken. Pigmanorm darf nicht für eine grossflächige Anwendung verwendet werden.

Therapiedauer

Die Behandlungszeit beträgt durchschnittlich sieben Wochen. In Ausnahmefällen kann Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin eine Anwendung bis max. drei Monaten verordnen. Wenn spätestens nach drei Monaten keine Hautaufhellung sichtbar ist, soll die Behandlung abgebrochen werden.

Kinder unter 12 Jahren

Die Anwendung und Sicherheit von Pigmanorm bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht geprüft worden. Das Präparat darf in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden (siehe auch «Wann darf Pigmanorm nicht angewendet werden?»).Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Pigmanorm haben?

Während der Behandlung mit Pigmanorm können allergische Reaktionen auftreten.Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn helle Flecken um die behandelte Stelle oder an anderen Körperpartien sichtbar werden oder wenn Sie eine bläulich bis schwärzliche Verfärbung der Haut bemerken («Ochronose»). In diesen Fällen sollte die Behandlung mit Pigmanorm abgebrochen werden.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

Es können lokal unerwünschte Wirkungen wie Rötungen, Reizungen der Haut, Brennen, Jucken und Trockenheit sowie Überempfindlichkeitsreaktionen können auftreten.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Nach längerer Anwendung kann es zu einer Verdünnung der behandelten Hautstellen, zu Erweiterungen kleiner oberflächlicher Blutgefässe, zur Bildung von blau-rötlichen Streifen und akneförmigen Erscheinungen kommen.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15?25 °C) lagern.Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Pigmanorm enthalten?

1 g Pigmanorm enthält:

Wirkstoffe

50 mg Hydrochinon, 0,3 mg Tretinoin, 0,3 mg Dexamethason.

Hilfsstoffe

Propylenglycol (E 1520), Cetylalkohol, Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218), Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216), Butylhydroxyanisol (E 320), Butylhydroxytoluol (E 321); Glycerolmonostearat 40-55, Natriumcetylstearylsulfat, dickflüssiges Paraffin, Isopropylmyristat, weisses Vaselin, Octinoxat, Avobenzon, Dexpanthenol, Ethanol, Dextrokampfer, Titandioxid, Sorbitol-Lösung 70% (nicht kristallisierend), all-rac-alpha-Tocopherylacetat, Citronensäure-Monohydrat, Ascorbinsäure, Milchsäure, Natriumedetat, gereinigtes Wasser.

Zulassungsnummer

46769 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie die Pigmanorm? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Tube zu 30 ml.

Zulassungsinhaberin

Louis Widmer AG, 8952 Schlieren.

Herstellerin

Louis Widmer AG, 8952 Schlieren.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

17669 / 28.05.2020

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Hydrochinon, Tretinoin, Dexamethason.

Hilfsstoffe

70,4 mg/g Propylenglycol (E 1520), 15 mg/g Cetylalkohol, 1,5 mg/g Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218), 0,5 mg/g Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216), 0,04 mg/g Butylhydroxyanisol (E 320), 0,04 mg/g Butylhydroxytoluol (E 321), Glycerolmonostearat 40-55, Natriumcetylstearylsulfat, dickflüssiges Paraffin, Isopropylmyristat, weisses Vaselin, Octinoxat, Avobenzon, Dexpanthenol, Ethanol, Dextrokampfer, Titandioxid, Sorbitol-Lösung 70% (nicht kristallisierend), all-rac-alpha-Tocopherylacetat, Citronensäure-Monohydrat, Ascorbinsäure, Milchsäure, Natriumedetat, gereinigtes Wasser.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Crème enthält: 50 mg Hydrochinon, 0,3 mg Tretinoin, 0,3 mg Dexamethason.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Umschriebene Formen von erworbenen melaninbedingten Hyperpigmentierungen, wie Narbenhyperpigmentierungen, posttraumatische medikamentös bedingte Hyperpigmentierungen, postinflammatorische – durch phototoxische Reaktionen bedingte – Hyperpigmentierungen, Epheliden.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren) tragen Pigmanorm 1-mal täglich sparsam auf die hyperpigmentierten Stellen auf.

Therapiedauer

Die Behandlungsdauer beträgt durchschnittlich sieben Wochen. Nur in Ausnahmefällen sind längere Zeiten bis max. drei Monate unter Abwägung des Nutzen-/Risiko-Verhältnisses zu erwägen. Wenn spätestens nach drei Monaten noch keine Depigmentierung sichtbar ist, ist das Präparat abzusetzen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Klinische Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Pigmanorm bei Kindern unter 12 Jahren liegen nicht vor. Die Anwendung dieses Arzneimittels in dieser Altersgruppe ist kontraindiziert (siehe auch Rubrik «Kontraindikationen»).

Art der Anwendung

Crème zur äusserlichen Anwendung.

Die Applikation soll sich auf die hyperpigmentierten Hautstellen beschränken. Auf eine grossflächige Anwendung (mehr als 10% der Gesamtoberfläche) soll verzichtet werden (s. auch Rubrik «Kontraindikationen»).

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
  • Nicht melaninbedingte Pigmentierungen.
  • Vitiligo.
  • Melanom und Melanomverdacht.
  • Akute Entzündungen und Ekzeme der Haut.
  • Periorale Dermatitis.
  • Rosacea.
  • Alle für lokal applizierte Kortikosteroide üblichen Kontraindikationen, wie Hautinfektionen (viraler, bakterieller [inkl. TBC] sowie mykotischer Genese), Impfreaktionen, Hautulzera, Akne.
  • Schwangerschaft (siehe auch Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).
  • Frauen, die eine Schwangerschaft planen (siehe auch Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).
  • Nierenkranke.
  • Kinder unter 12 Jahren.
  • Grossflächige Anwendung von Hydrochinon aufgrund unklarer Resorptionsgrössen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hydrochinon hat ähnliche Eigenschaften wie Phenol. Es sollte daher als potentiell irritierende Substanz nicht auf Wunden, geschädigte Haut oder auf Schleimhäute appliziert werden. Pigmanorm darf nicht mit Augen, Lippen oder Nasenschleimhäuten in Berührung kommen.

Durch das Kortikosteroid können Symptome einer allergischen Hautreaktion auf einen Bestandteil des Präparates maskiert werden.

Um die Haut nicht zusätzlich zu bräunen und Hautreizungen vorzubeugen, ist die behandelte Haut vor intensiver UV-Bestrahlung zu bewahren. In besonderen Fällen empfiehlt es sich, die behandelten Stellen mit einem Lichtschutzmittel (LSF 50) abzudecken.

Der Patient/Die Patientin ist anzuweisen, das Präparat nur für das aktuelle Hautleiden zu verwenden und es nicht an andere Personen weiterzugeben.

Pigmanorm darf bei Frauen im gebärfähigen Alter nur angewendet werden, wenn diese gleichzeitig eine sichere Verhütungsmethode anwenden (siehe auch Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Die Antioxidantien Butylhydroxyanisol (E 320) und Butylhydroxytoluol (E 321) können örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen.

Pigmanorm enthält Propylenglycol, was Hautreizungen hervorrufen kann.

Der Hilfsstoff Cetylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.

Die Konservierungsmittel Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218) und Propyl-4-hydroxybenzoat (E 216) können allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.

Interaktionen

Mit Pigmanorm wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt.

Pharmakokinetische Interaktionen

Die Möglichkeit einer erhöhten Resorption anderer lokal applizierter Stoffe ist bei einer mit Tretinoin behandelten Haut zu berücksichtigen (siehe auch Rubrik «Eigenschaften/Wirkungen», «Pharmakodynamik»)

Schwangerschaft/Stillzeit

Es existieren keine kontrollierten Humanstudien mit topisch verabreichtem Tretinoin.

Die orale Anwendung von Retinoiden verursacht kongenitale Fehlbildungen. Bei bestimmungsgemässer Anwendung wird bei topisch verabreichten Retinoiden generell angenommen, dass es aufgrund minimaler dermaler Absorption zu einer niedrigen systemischen Exposition kommt. Es kann jedoch individuelle Faktoren geben (z.B. verletzte Hautbarriere, übermässiger Gebrauch), die zu einer erhöhten systemischen Exposition beitragen können.

Tierversuche mit topisch verabreichtem Tretinoin haben keinen teratogenen und fetotoxischen Effekt gezeigt (siehe auch Rubrik «Präklinische Daten»).

Nach systemischer Applikation (orale Gabe) von Tretinoin wurden hingegen teratogene und fetotoxische Effekte im Tierversuch (z.B. Ratten, Rhesusaffen) beobachtet. Diese Effekte zeigen sich jedoch erst bei Dosen, die weit über den klinischen Dosierungen liegen (siehe auch Rubrik «Präklinische Daten»).

Topische Anwendung von Kortikosteroiden erwies sich im Tierversuch als teratogen und es existieren keine kontrollierten Humanstudien (siehe auch Rubrik «Präklinische Daten»).

Für Hydrochinon bei topischer Anwendung sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar.

Schwangerschaft

Pigmanorm ist in der Schwangerschaft und bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, kontraindiziert (siehe auch Rubrik «Kontraindikationen»).

Sie darf deshalb während der Schwangerschaft oder bei Frauen im gebärfähigen Alter, welche nicht gleichzeitig ein zuverlässiges Verhütungsmittel anwenden, nicht appliziert werden.

Wird die Patientin während der Anwendung dieses Arzneimittels ungeplant schwanger, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Stillzeit

Da ein Risiko für den Säugling nicht ausgeschlossen werden kann, darf Pigmanorm in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Es ist aber davon auszugehen, dass Pigmanorm keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit hat, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeiten der unerwünschten Wirkungen sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000) und «unbekannt» (basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung; genaue Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

In seltenen Fällen können während der Behandlung, vor allem zu Beginn der Therapie, Hautreaktionen in Form von Rötungen, Reizungen, Jucken, Abschilferung und Brennen auftreten.

Bei sehr lang dauernder Anwendung von Kortikoid-haltigen Arzneimitteln können sehr selten örtliche Nebenwirkungen wie Hautverdünnung, Gefässerweiterungen, Streifenbildung und akneförmige Erscheinungen auftreten. Es ist zu beachten, dass durch die reduzierte lokale Infektabwehr ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Sekundärinfektionen besteht. Bei kurzzeitigem Gebrauch (1–3 Monate) von Pigmanorm wurde keine dieser Nebenwirkungen beobachtet.

In sehr seltenen Fällen kann die lokale Applikation von Hydrochinon zu einer allergischen Kontaktdermatitis führen. Hydrochinon kann weiterhin eine Ochronose verursachen, d.h. eine graduelle bläulich-schwärzliche Verfärbung der Haut. Falls eine Ochronose auftritt, sollte das Arzneimittelabgesetzt werden.

Pigmanorm ist auch abzusetzen, wenn helle Flecken um die behandelte Stelle oder an anderen Körperpartien sichtbar werden oder nach 3 Monaten keine Depigmentierung eintritt (siehe auch Rubrik «Dosierung/Anwendung», «Therapiedauer»).

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Bei übermässiger topischer Anwendung können die unter «Unerwünschte Wirkungen» erwähnten Erscheinungen vermehrt auftreten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

D11AX11

Wirkungsmechanismus

Tretinoin

Tretinoin regt die Mitosetätigkeit der Epidermis an und bewirkt gleichzeitig eine Verdünnung und Verdichtung der Hornschicht. Die gesteigerte Zellproliferation in der Epidermis führt zu einer gewissen Hautbleichung.

Die Hornhautverdünnung erleichtert zudem die Penetration weiterer lokal applizierter Wirkstoffe (siehe auch Rubrik «Interaktionen»).

Hydrochinon

Lokal appliziertes Hydrochinon bewirkt durch Hemmung der enzymatischen Oxydation von Tyrosin zu 3,4-Dihydroxyphenylalanin (DOPA) und durch Unterdrückung weiterer metabolischer Prozesse im Melanocyten eine Depigmentierung von hyperpigmentierter Haut.

Dexamethason

Das antiphlogistisch wirkende Kortikoid Dexamethason bewirkt eine gewisse vorübergehende Bleichung («blanching effect»), führt gelegentlich zur Hypopigmentation und hat gleichzeitig einen deutlich anti-irritativen Effekt. Lokale Nebenwirkungen (z.B. Atrophie) sind bei längerer Anwendung allenfalls im Augenlidbereich zu erwarten. Eine systemische Wirkung nach perkutaner Aufnahme ist bei kleinflächiger Anwendung zu vernachlässigen.

Pharmakodynamik

Keine Angaben.

Klinische Wirksamkeit

Keine Angaben.

Pharmakokinetik

Zu dem vorliegenden Präparat existieren keine Resorptionsstudien. Über systemische Nebenwirkungen nach lokaler Tretinoin-Anwendung liegen bisher keine Beschreibungen vor. Die perkutane Resorption bei einer Applikation als Crème beträgt bei nicht entzündeter Haut des Menschen um 2–5% der aufgetragenen Menge. Hydrochinon hat ähnliche Eigenschaften wie Phenol. Es sollte daher als potentiell irritierende Substanz nicht auf Wunden, geschädigte Haut oder auf Schleimhäute appliziert werden. Der Penetrations- und Permeationsanteil der Wirkstoffmenge hängt ab von der Körperregion, dem Zustand der Haut, der galenischen Formulierung, dem Alter und dem Applikationsmodus.

Absorption

Hydrochinon

Es wurde eine Penetrationsstudie zum Wirkstoff Hydrochinon durchgeführt (siehe «Präklinische Daten»).

Dexamethason

Unter normalen Bedingungen wird nur ein Bruchteil der lokal applizierten Menge Kortikosteroid systemisch verfügbar. Bei lokaler Applikation von Pigmanorm konnten keine Anzeichen für eine systemische Wirkung festgestellt werden.

Distribution

Keine Angaben.

Metabolismus

Keine Angaben.

Elimination

Keine Angaben.

Präklinische Daten

Bei einer in vitro-Penetrationsstudie mit humaner Haut ergaben sich aus der dabei bestimmten Liberations- und Penetrationskinetik nach epikutaner Anwendung von Pigmanorm keine Hinweise auf eine relevante systemische Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes Hydrochinon. Gleichzeitig konnte aus den Daten eine relevante Bioverfügbarkeit von Hydrochinon in der vitalen Epidermis abgeleitet werden.

Mutagenität

Hydrochinon

Hydrochinon induziert dosisabhängig Gen-, Genom- und Chromosomenmutationen in Zellkulturen und im Tierversuch. Es sind keine Daten bekannt, die gegen eine Übertragbarkeit dieser Befunde auf den Menschen sprechen

Dexamethason

Zur Mutagenität von Dexamethason liegen noch keine ausreichenden Daten vor.

Karzinogenität

Hydrochinon

Im Langzeitversuch an Tieren (Mäusen) wurden schwache kanzerogene Effekte nach oraler Gabe beobachtet. Es sind keine Daten bekannt, die gegen eine Übertragbarkeit dieser Befunde auf den Menschen sprechen.

Dexamethason

Zur Karzinogenität von Dexamethason liegen noch keine ausreichenden Daten vor.

Reproduktionstoxizität

Tretinoin

Tretinoin wirkt nach systemischer Gabe teratogen und kann nach systemischer Gabe Vitamin A-Hypervitaminose-Effekte hervorrufen; dies geht aus pharmakologischen und toxikologischen Untersuchungen hervor. Eine A-Hypervitaminose kann bei lokaler Anwendung von Tretinoin wegen geringer perkutaner Resorption ausgeschlossen werden. Die perkutan resorbierte Menge liegt beim Menschen um 2–5% bei nicht entzündeter Haut. Wird eine auf stark entzündeter Haut maximal perkutan resorbierte Menge von 33% der applizierten Dosis (z.B. 10 g Creme mit 0,1% Tretinoin auf etwa 3000 cm²) als Extremwert angenommen, so liegen maximal 0,047 mg/kg vor. Beim Rhesusaffen führen erst dreimal verabreichte, orale Dosen von über 30 mg/kg zu teratogenen Schäden, bei Ratten liegt der teratogene «no effect level» bei ca. 2,7 mg/kg. Eine kumulative Wirkung durch häufiges Auftragen der Salbe ist infolge des raschen Ausscheidens von Tretinoin nicht zu erwarten. Bei Wistarratten ist topisch verabreichtes Tretinoin auch bei Dosen, die 1000-mal grösser als die beim Menschen topisch verabreichte Dosis sind, nicht teratogen (unter der Annahme einer systemischen Verfügbarkeit von 0,0005 mg Tretinoin/kg Körpergewicht; dies entspricht z.B. 500 mg bei einer 0,05%igen Creme bei einem 50 kg schweren Menschen). Bei diesen Dosen kam es zu Veränderungen, die als Normvarianten anzusehen sind, z.B. zu einer verzögerten Ossifikation einiger Knochen oder zu einer dosisabhängigen Zunahme überzähliger Rippen. Oral verabreichtes Tretinoin ist bei Ratten teratogen und fetotoxisch, wenn es in 500- und 1000-fachen Mengen der beim Menschen topisch verabreichten Dosen angewendet wird.

Dexamethason

Dexamethason wirkt im Tierversuch teratogen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

46769 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Louis Widmer AG, 8952 Schlieren.

Herstellerin

Louis Widmer AG, 8952 Schlieren.

Stand der Information

Januar 2020.

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