Rhinitin retard caps 12 pcs
Rhinitin Retard 12 Kapseln
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In stock 32 pcsDescription - Rhinitin retard caps 12 pcs
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Rhinitin® retard Kapseln
AMZV
Was ist Rhinitin retard und wann wird es angewendet?
Zur symptomatischen Behandlung von allergischem Schnupfen (allergische Nasal discomfort).
Wann darf Rhinitin retard nicht eingenommen werden?
In folgenden Situationen dürfen Sie Rhinitin retard nicht einnehmen:Bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber den Wirkstoffen oder Hilfsstoffen gemäss Zusammensetzung;bei akutem Asthma bronchiale;bei grünem Star (Engwinkelglaukom);bei bestimmter Erkrankung des Nebennierenmarks (Phäochromocytom);bei Prostatavergrösserung mit Restharnbildung;bei Epilepsie;bei Kalium- oder Magnesiummangel;bei zu langsamem Puls;bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen (angeborenem langem QT-Syndrom oder koronarer Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien);bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die Ihren Herzrhythmus verändern (z.B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika);bei gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen ([aus der Gruppe der Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmer]);bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol;während Schwangerschaft und Stillzeit;Kinder unter 12 Jahren.
Wann ist bei der Einnahme von Rhinitin retard Vorsicht geboten?
In folgenden Situationen dürfen Sie Rhinitin retard nur nach ärztlicher Absprache einnehmen:Bei Herzrhythmusstörungen, wie Sinustachykardien/Extrasystolen (Gefahr der Verstärkung durch Coffein);bei Schilddrüsenüberfunktion (Gefahr der Verstärkung der Coffein-Nebenwirkungen);bei eingeschränkter Leberfunktion;bei eingeschränkter Nierenfunktion;bei bestimmten Erkrankungen der Lunge (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale);bei Verengung des Mageneingangs oder Magenausgangs;bei Angstsyndromen (Gefahr der Verstärkung);bei älteren Patienten;bei geschwächten Patienten.
Bei Einnahme von Rhinitin retard mit anderen Arzneimitteln
Während der Einnahme von Rhinitin retard dürfen Sie nicht gleichzeitig:Alkohol zu sich nehmen;bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (aus der Gruppe der MAO-Hemmer) einnehmen;bestimmte Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzrhythmus verändern können (z.B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika).Da sich die Wirkungen gegenseitig beeinflussen können, informieren Sie Ihren Arzt darüber, wenn Sie folgende andere Arzneimittel einnehmen:Zentral dämpfende Arzneimittel (wie Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Arzneimittel gegen Angst- und Spannungszustände, gegen Depressionen, gegen Epilepsie, starke Schmerztabletten (opioidhaltige Analgetika) oder Narkosemittel z.B. Arzneimittel aus der Gruppe der Barbiturate, Benzodiazepine);bestimmte Arzneimittel gegen Allergien oder gegen Erkrankungen am Magen (Antihistaminika);Sympathomimetika;bestimmte Arzneimittel gegen Schilddrüsenerkrankungen (Thyroxin);Arzneimittel zur Verhütung (Orale Kontrazeptiva);bestimmte Antibiotika (Gyrasehemmer vom Chinoloncarbonsäure-Typ);das Alkoholentwöhnungsmittel Disulfiram oder Ephedrin.Rhinitin retard kann auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Sie dürfen daher keine Fahrzeuge führen oder gefährliche Maschinen bedienen.Auch am Folgetag kann sich ein beeinträchtigtes Reaktionsvermögen bzw. eine verminderte Konzentrationsfähigkeit noch nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken. Dies gilt in besonderem Masse nach unzureichendem Schlaf bzw. im Zusammenwirken mit Alkohol.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Rhinitin retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Während Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Sie Rhinitin retard nicht einnehmen.Wenn Sie während der Behandlung mit Rhinitin retard schwanger werden möchten oder glauben, schwanger zu sein, sollten Sie das Präparat absetzen.Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um Rat fragen.
Wie verwenden Sie Rhinitin retard?
Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Dosierung
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: morgens und abends je 1 Kapsel.
Art und Dauer der Anwendung
Die Kapsel soll unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1/2 Glas Wasser) eingenommen und rasch hinuntergeschluckt werden.Nehmen Sie Rhinitin retard ohne ärztliche Absprache nicht länger als 2 Wochen ein.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (unter 12 Jahren)
Die Anwendung von Rhinitin retard bei Kindern wird nicht empfohlen, da keine Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit vorliegen.Wenn Sie versehentlich mehr Kapseln eingenommen haben, als Sie sollten, verständigen Sie sofort einen Arzt/Notarzt. Dieser wird über das weitere Vorgehen entscheiden.Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Welche Nebenwirkungen kann Rhinitin retard haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Rhinitin retard auftreten, die unter Umständen einer ärztlichen Behandlung bedürfen.Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin sofort, wenn bei Ihnen eine oder mehrere der folgenden Erscheinungen auftreten und nehmen Sie Rhinitin retard nicht weiter ein.Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10.häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100.gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000.selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000.sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000.Als unerwünschte Wirkungen dieses Arzneimittels sind solche nicht auszuschliessen, die bei den einzelnen wirksamen Bestandteilen Diphenhydramin und Coffein bekannt geworden sind.
NervensystemBeobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin
Häufig: Schläfrigkeit, Benommenheit und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, sowie Schwindel und Muskelschwäche.Selten: Ruhelosigkeit, Nervosität, Erregung, Angstzustände, Zittern, Schlafstörungen.
Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Coffein
Häufig: Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, beschleunigter Herzschlag.
VerdauungstraktBeobachtete Nebenwirkungen für beide Einzelwirkstoffe Diphenhydramin und Coffein
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin
Häufig: Mundtrockenheit, Verstopfung, Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux), oder Veränderungen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen.Sehr selten: gelbliche Verfärbung der Haut und Augen infolge einer Störung des Galleflusses (cholestatischer Ikterus).
HerzkreislaufsystemBeobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin
Gelegentlich: Veränderung des Herzrhythmus (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG).
Beobachtete Nebenwirkungen für den Einzelwirkstoff Coffein:
Selten: Rhythmusstörungen können verstärkt werden.
ImmunsystemBeobachtete Nebenwirkungen für beide Einzelwirkstoffe Diphenhydramin und Coffein
Selten: allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen).
Folgende Nebenwirkungen wurden nur für den Einzelwirkstoff Diphenhydramin beobachtetHaut
Selten: erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut.
Blut
Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes.
Augen
Häufig: Sehstörungen.Sehr selten: Erhöhung des Augeninnendruckes.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Bei Raumtemperatur (15?25 °C) lagern.Wie alle Arzneimittel sollte auch Rhinitin retard für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Rhinitin retard enthalten?
1 Kapsel Rhinitin retard enthält die Wirkstoffe: 50 mg Diphenhydramin HCl und 50 mg Coffein.Die Hilfsstoffe Color.: Erythrosin (E 127), Indigocarmin, Indigotin (E 132); sowie weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
44726 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Rhinitin retard? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.Packungen à 12 Kapseln.
Zulassungsinhaberin
Laves-Arzneimittel GmbH, 6247 Schötz.
Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2008 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
AMZV
Zusammensetzung
Wirkstoffe: Diphenhydraminhydrochlorid, Coffein.
Hilfsstoffe: Color.: Erythrosin (E 127), Indigocarmin, Indigotin (E 132); Excip. pro caps.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
1 Kapsel enthält 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid und 50 mg Coffein.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Zur symptomatischen Behandlung von allergischem Schnupfen (allergische Rhinitis).
Dosierung/Anwendung
Dosierung
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: morgens und abends je 1 Kapsel.
Art und Dauer der Anwendung
Die Kapseln sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ½ Glas Wasser) eingenommen und rasch hinuntergeschluckt werden.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (<12 Jahre)
Die Anwendung von Rhinitin retard bei Kindern wird nicht empfohlen, da keine Studien zu Wirksamkeit und Verträglichkeit vorliegen.
Kontraindikationen
Rhinitin retard darf nicht angewendet werden bei:
Überempfindlichkeit/Allergien gegenüber den Wirkstoffen oder Hilfsstoffen gemäss Zusammensetzung;
akutem Asthma bronchiale;
Engwinkelglaukom;
Phäochromocytom;
Prostatahyperplasie mit Restharnbildung;
Epilepsie;
Hypokaliämie, Hypomagnesiämie;
Bradykardie;
angeborenem langem QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien);
gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z.B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika);
gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder Monoaminoxidase-Hemmern;
Schwangerschaft und Stillzeit (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Rhinitin retard darf nur mit Vorsicht angewendet werden:
bei Patienten mit Rhythmusstörungen, wie Sinustachykardien/Extrasystolen (Gefahr der Verstärkung durch Coffein),
bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion (Gefahr der Verstärkung der Coffein-Nebenwirkungen),
bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion,
bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion,
bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale,
bei Patienten mit Pylorusstenose oder Achalasie der Kardia,
bei Patienten mit Angstsyndromen (Gefahr der Verstärkung),
bei älteren Patienten,
bei geschwächten Patienten.
Interaktionen
Diphenhydramin kann die Wirkung von zentral dämpfenden Arzneimitteln (Narkotika, Anxiolytika, Sedativa, Hypnotika, opioidhaltigen Analgetika, Antidepressiva oder Antiepileptika) verstärken.
Coffein wirkt antagonistisch gegenüber Barbituraten und Antihistaminika, und synergistisch gegenüber Sympathomimetika und Thyroxin. Wechselwirkungen von Coffein sind ferner für Benzodiazepine, Orale Kontrazeptiva, Cimetidin, Disulfiram, Gyrasehemmer vom Chinoloncarbonsäure-Typ und Ephedrin beschrieben.
Gleichzeitige Anwendung von Alkohol und/oder MAO-Hemmern führt zu gegenseitiger Verstärkung der zentralnervösen Wirkungen (siehe «Kontraindikationen»).
Schwangerschaft/Stillzeit
Der Wirkstoff Diphenhydraminhydrochlorid ist während Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert und darf daher nicht eingenommen werden.
Frauen im gebärfähigen Alter müssen darauf hingewiesen werden, das Präparat abzusetzen, wenn sie schwanger werden möchten oder glauben, schwanger zu sein.
Diphenhydramin geht in die Muttermilch über und hemmt die Laktation.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Der Wirkstoff Diphenhydramin (enthalten in Rhinitin retard) kann auch bei bestimmungsgemässem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Es dürfen daher keine Fahrzeuge geführt oder gefährliche Maschinen bedient werden.
Auch am Folgetag können sich Sedierung, beeinträchtigtes Reaktionsvermögen bzw. verminderte Konzentrationsfähigkeit noch nachteilig auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken. Dies gilt in besonderem Masse nach unzureichendem Schlaf bzw. im Zusammenwirken mit Alkohol (s. «Interaktionen»).
Unerwünschte Wirkungen
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10), gelegentlich (≥1/1’000 bis <1/100), selten (≥1/10’000 bis <1/1’000), sehr selten (<1/10’000).
Diphenhydramin
Nervensystem
Häufig: Somnolenz, Benommenheit und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, sowie Schwindel und Muskelschwäche.
Selten: Ruhelosigkeit, Nervosität, Erregung, Angstzustände, Zittern, Schlafstörungen.
Verdauungstrakt
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) und anticholinerge Effekte wie Mundtrockenheit, Obstipation, gastroösophagealer Reflux, Miktionsstörungen.
Sehr selten: cholestatischer Ikterus.
Herzkreislaufsystem
Gelegentlich: Verlängerung des QT-Intervalls im EKG.
Immunsystem
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen.
Sehr selten: schwere generalisierte Reaktionen.
Haut
Selten: erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut.
Blut
Sehr selten: Änderungen des Blutbildes.
Augen
Gelegentlich: Akkommodationsstörungen.
Sehr selten: Erhöhung des Augeninnendruckes.
Bei der nicht bestimmungsgemässen, längerfristigen Einnahme von Diphenhydramin ist die Entwicklung einer Arzneimittelabhängigkeit möglich. Spätestens nach zweiwöchiger Anwendung sollte aus diesem Grunde die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung überprüft werden.
Coffein
Nervensystem
Häufig: Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Tachykardie.
Verdauungstrakt
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden.
Herzkreislaufsystem
Selten: Rhythmusstörungen können verstärkt werden.
Immunsystem
Sehr selten: allergische Reaktionen.
Überdosierung
Diphenhydramin
Symptome einer Überdosierung
Überdosierungen mit Diphenhydramin sind in Abhängigkeit von der aufgenommenen Menge durch die unterschiedlichen Stadien einer ZNS-Beeinträchtigung (Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Atemdepression bis Atemstillstand, Angstzustände, Halluzinationen, Erregungszustände bis zu Krampfanfällen), gesteigerte Muskelreflexe sowie Herz-Kreislauf-Symptome (Tachykardie, Herzrhythmusstörungen wie QT-Intervallverlängerung, wobei Torsades de Pointes nicht ausgeschlossen werden können, Kreislaufstillstand) gekennzeichnet.
Auch Rhabdomyolysen sind beobachtet worden. Ausserdem können anticholinerge Symptome (Fieber, trockene Schleimhäute, Mydriasis, Obstipation, Oligurie, Anurie und eine metabolische Azidose) auftreten.
Massnahmen bei Überdosierung
Es muss so rasch wie möglich eine intensivmedizinische Behandlung eingeleitet werden.
Innerhalb der ersten Stunden nach Einnahme kann eine Magenspülung aussichtsreich sein, gefolgt von der wiederholten Gabe von Aktivkohle. Die weitere Therapie erfolgt symptomatisch (künstliche Beatmung, äussere Kühlung bei Hyperthermie).
Bei schweren Vergiftungen (Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen) bzw. Auftreten eines anticholinergen Syndroms steht zur Anwendung unter intensivmedizinischen Bedingungen als Antidot Physostigminsalicylat zur Verfügung.
Coffein
Vergiftungssymptome können bei 1 g Coffein und mehr auftreten, wenn es in kurzer Zeit aufgenommen wird. Die tödlichen Coffein-Dosen liegen zwischen 3 und 10 g. Bei Verdacht auf Vergiftung bestehen die allgemeinen Therapiemassnahmen im Durchführen einer Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle. Zentralnervöse Symptome und Krampfanfälle können mit Benzodiazepinen und eine supraventrikuläre Tachykardie mit Propranolol beherrscht werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: R06AA52
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Diphenhydraminhydrochlorid
Das Ethanolamin-Derivat Diphenhydramin blockiert kompetitiv und reversibel die Wirkungen endogenen Histamins an den H1-Rezeptoren und findet deshalb als Antihistaminikum Verwendung. Zusätzlich hat Diphenhydramin sedierende, anticholinerge (anti-muskarinerge) und lokalanästhetische Eigenschaften, so dass der Wirkstoff sowohl als Sedativum als auch als Antiemetikum eingesetzt wird. Die ZNS-Wirkung wird bei therapeutischer Dosierung in der Regel durch die dämpfenden Effekte bestimmt. Bei hohen Dosen können aber auch die (paradoxen) stimulierenden Wirkungen überwiegen.
Coffein
Coffein wirkt u.a. als Antagonist an zentralen Adenosinrezeptoren. Dadurch wird die hemmende Wirkung des Adenosins auf das ZNS vermindert. Über diesen Mechanismus hebt Coffein kurzfristig Ermüdungserscheinungen beim Menschen auf und fördert die psychische Leistungsfähigkeit. Aufgrund dieser ZNS-stimulierenden Eigenschaft des Coffeins ist eine Antagonisierung des sedierenden Effektes von Diphenhydraminhydrochlorid möglich.
Pharmakokinetik
Mit Rhinitin retard wurden keine pharmakokinetischen Untersuchungen durchgeführt. Die folgenden Angaben stammen aus der Literatur und sind allgemeiner Art.
Diphenhydraminhydrochlorid
Resorption: Diphenhydraminhydrochlorid ist sehr gut in Wasser löslich und wird nach oraler Gabe schnell und in der Regel nahezu vollständig (90%) resorbiert. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt aufgrund eines ausgeprägten First-pass-Effektes ca. 40 bis 72%.
Verteilung: Diphenhydramin wird aus dem zentralen Kompartiment rasch im Organismus verteilt. Es überwindet die Blut-Hirn-Schranke und die Plazenta, und erscheint auch in der Muttermilch. Diphenhydramin wird stark an Plasmaeiweisse gebunden (85 bis 99%); das Verteilungsvolumen beträgt 3 bis 4 l/kg. Nach einmaliger oraler Gabe werden maximale Plasmaspiegel (30 bis 83 ng/ml) nach durchschnittlich 2,3 (1 bis 4) Stunden erreicht.
Metabolismus: Die Metabolisierung erfolgt hauptsächlich in der Leber. Diphenhydramin wird zunächst zu Mono- und Di-Desmethyldiphenhydramin dealkyliert und dann zu Diphenylmethoxyessigsäure oxidiert und an Glutamin bzw. Glycin konjugiert.
Elimination: Diphenhydramin wird hauptsächlich (ca. 60% innerhalb von 96 Stunden) in Form seiner Metaboliten über die Nieren ausgeschieden; maximal 1% des Wirkstoffs erscheint unverändert im Harn. Die Eliminationshalbwertszeit wird in der Literatur mit durchschnittlich 4 (2,4 bis 9,3) Stunden angegeben.
Coffein
Resorption: Coffein ist mässig in Wasser löslich. Es wird jedoch nach oraler Gabe rasch und vollständig resorbiert; die Resorptionshalbwertszeit beträgt zwischen 2 bis 13 min.
Verteilung: Coffein verteilt sich in alle Kompartimente und passiert rasch die Blut-Hirn- und die Plasmaschranke und tritt auch in die Muttermilch über. Maximale Plasmaspiegel werden innerhalb von 30 bis 40 Minuten erreicht.
Metabolismus: Coffein wird im Organismus teilweise demethyliert und oxidiert.
Elimination: Coffein wird in Form seiner Metaboliten, entweder als Methylharnsäure oder als Monomethylxanthin durch die Niere ausgeschieden. Etwa 10% werden renal unverändert eliminiert. Die Plasmahalbwertszeit wird in der Literatur zwischen 4 und 5,5 Stunden angegeben; sie zeigt starke inter- und intraindividuelle Schwankungen.
Präklinische Daten
Diphenhydraminhydrochlorid
Diphenhydraminhydrochlorid wurde in-vitro auf mutagenes Potential untersucht. Die Tests ergaben keine relevanten mutagenen Effekte. Langzeituntersuchungen an Ratten und Mäusen ergaben keinen Hinweis auf ein tumorerzeugendes Potential. Embryotoxische Effekte wurden bei Kaninchen und Mäusen in Dosierungen von mehr als 15–50 mg/kg Körpergewicht am Tag beobachtet.
Coffein
Im Tierexperiment ruft Coffein bei längerfristiger Gabe in hohen, therapeutisch nicht relevanten Dosen Geschwüre im Gastrointestinaltrakt, sowie Leber- und Nierenschäden hervor. Coffein besitzt, wie andere Methylxanthine auch, mutagene Eigenschaften in-vitro. Langzeitstudien ergaben keine Hinweise auf eine kanzerogene Wirkung von Coffein. Bei sehr hohen Coffein-Dosen wurden bei verschiedenen Tierspezies (Ratte, Maus, Kaninchen) embryo-, fetotoxische und teratogene Wirkungen beobachtet.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
Zulassungsnummer
44726 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
Laves-Arzneimittel GmbH, Lavesstrasse, 6247 Schötz.
Stand der Information
Januar 2008.