Xanax retard Ret Tabl 3 mg 30 pcs
Xanax retard Ret Tabl 3 mg 30 Stk
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Description - Xanax retard Ret Tabl 3 mg 30 pcs
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Xanax®, Tabletten / Xanax® retard, Retardtabletten
Was ist Xanax/-retard und wann wird es angewendet?
Xanax/-retard enthält als Wirkstoff Alprazolam, eine Substanz aus der Gruppe der Benzodiazepine. Xanax/-retard wirkt angstlösend, entspannend und beruhigend. Es wird eingesetzt zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen sowie von Panikstörungen.Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.
Was sollte dazu beachtet werden?
Gleichzeitiger Alkoholgenuss oder die Einnahme gewisser anderer Arzneimittel können die Wirkung von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln wie Xanax/-retard verstärken.
Wann darf Xanax/-retard nicht angewendet werden?
Xanax/-retard darf nicht eingenommen werden bei Überempfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen oder einem anderen Bestandteil des Präparates sowie bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), starker Beeinträchtigung der Atemfunktion, Atemstillstand während des Schlafes (Schlafapnoe-Syndrom) und bei starker Beeinträchtigung der Leberfunktion.Xanax/-retard darf nicht zusammen mit gewissen Mitteln gegen Pilzinfektionen oder Mitteln für die AIDS-Behandlung (so genannte Proteasehemmer) eingenommen werden.
Wann ist bei der Einnahme von Xanax/-retard Vorsicht geboten?
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!
Abhängigkeitsgefährdung
Die Einnahme von Xanax/-retard kann ? wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten ? zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
- Nehmen Sie Xanax/-retard nur auf Verordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein.Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosis.Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.
Die gleichzeitige Einnahme von Xanax/-retard und Opioiden kann zu einer starken Dämpfung gewisser Hirnfunktionen mit schweren Atemstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Tod führen und muss deshalb vermieden werden.Bei Patienten und Patientinnen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion muss Xanax/-retard vorsichtig dosiert werden.Bei Patienten, welche an Depressionen leiden, kann es unter der Behandlung mit Xanax/-retard zum Auftreten von gewissen leichten bis auch schweren krankhaften psychischen Symptomen kommen (sog. Manien).Die Wirkung von Xanax/-retard wird durch die gleichzeitige Einnahme von Beruhigungsmitteln, starken Schmerzmitteln und anderen auf das Zentralnervensystem wirkenden Arzneimitteln sowie durch alkoholische Getränke verstärkt. Gewisse Antibiotika, Mittel gegen Bluthochdruck, Depressionen und einige andere Arzneimittel können die Wirkung von Xanax/-retard beeinflussen und verstärken. Xanax/-retard kann auch die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen (z.B. Lithium und Digoxin). Informieren Sie deshalb unbedingt Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die Einnahme anderer Arzneimittel.Bei älteren Patienten und Patientinnen sollte Xanax/-retard vorsichtig dosiert werden, weil diese Personen empfindlicher auf Xanax/-retard reagieren als jüngere Patienten und Patientinnen.Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch ist ein bekanntes Risiko bei Einnahme von Xanax/-retard. An Patienten und Patientinnen, die zu Arzneimittelmissbrauch neigen, sowie an Alkoholabhängige und Drogenkonsumierende darf Xanax/-retard nur in Ausnahmesituationen und unter strenger ärztlicher Überwachung abgegeben werden. Patienten und Patientinnen, die Xanax/-retard erhalten, sollten auch während der Behandlung entsprechend überwacht werden.Xanax, Tabletten enthalten weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. sie sind nahezu «natriumfrei».Xanax, Tabletten zu 0.25 mg, 0.5 mg und 1 mg enthalten 0.11 mg Natriumbenzoat (E 211) pro Tablette entsprechend 0.001 mg/mg. Xanax, Tabletten zu 2 mg enthalten 0.22 mg Natriumbenzoat (E 211) pro Tablette entsprechend 0.001 mg/mg. Natriumbenzoat kann Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen) bei Neugeborenen (im Alter bis zu 4 Wochen) verstärken.Bitte nehmen Sie Xanax/-retard erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.Die Anwendung von Xanax/-retard bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht untersucht worden.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie
- an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!
Darf Xanax/-retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Xanax/-retard soll während der Schwangerschaft, insbesondere während der ersten drei Monate, und während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, nehmen Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.Wird Xanax/-retard in der Endphase der Schwangerschaft oder während der Geburt eingenommen, können beim Neugeborenen Nebenwirkungen auftreten. Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft häufig Benzodiazepin-haltige Präparate eingenommen haben, können eine Abhängigkeit entwickeln und daher Entzugssymptome zeigen.Falls eine Einnahme von Xanax/-retard während der Stillzeit notwendig ist, müssen Sie abstillen.
Wie verwenden Sie Xanax/-retard?
Der Arzt bzw. die Ärztin legt die für Sie geeignete Dosierung sowie die Behandlungsdauer und den Zeitpunkt der Tabletteneinnahme fest.
Übliche DosierungsanweisungenXanax
Die übliche Dosierung beträgt 0.5-1.5 mg täglich auf mehrere Gaben verteilt. Je nach Ansprechen des Patienten können bis zu 4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen bis 6 mg notwendig sein. Die Tabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt.Die Xanax 2 mg Tablette ist länglich und hat drei Bruchrillen. Zur Teilung wird die Tablette mit der Prägung nach oben auf eine harte Unterlage gelegt und mit dem Daumen auf die Mitte der Tablette gedrückt. Auf die gleiche Weise können die beiden Hälften weiter geteilt werden. Daraus entstehen 4 Teile à 0.5 mg.Die Xanax 0.25 mg, 0.5 mg und 1 mg Tabletten sind mit einer Zierrille versehen. Diese Tabletten dürfen an der Zierrille nicht geteilt werden.
Xanax retard
Die Xanax retard Retardtabletten werden ein- bis zweimal täglich eingenommen. Falls die Einnahme einmal täglich erfolgt, sollten Sie die Retardtablette vorzugsweise morgens einnehmen. Die übliche Anfangsdosierung beträgt 0.5-1.5 mg täglich; je nach Ansprechen des Patienten können bis zu 4 mg täglich, und in vereinzelten Fällen bis 6 mg notwendig sein. Die Retardtabletten werden unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt und dürfen nicht zerbissen oder geteilt werden.
Weitere Dosierungsanweisungen für alle Tablettenformulierungen
Bei älteren Patienten bzw. Patientinnen oder bei solchen mit geschwächtem Allgemeinzustand muss die Dosierung reduziert werden.Eine Erhöhung oder Verringerung der Dosis muss vom Arzt bzw. von der Ärztin verordnet und genau nach den Anweisungen durchgeführt werden. Insbesondere darf Xanax/-retard auf keinen Fall abrupt abgesetzt werden.Die Anwendung und Sicherheit von Xanax/-retard bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden und kann deshalb nicht empfohlen werden (siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Xanax/-retard Vorsicht geboten?»).Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Xanax/-retard haben?
Nebenwirkungen treten überwiegend zu Beginn der Behandlung auf und klingen gewöhnlich im Laufe der Behandlung oder bei einer Dosisreduzierung ab.Wie bei allen Benzodiazepinen können in seltenen Fällen Verhaltensstörungen und paradoxe Reaktionen wie Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Aggressivität, Erregungszustände oder Sinnestäuschung auftreten. Beim Auftreten solcher Symptome muss unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin informiert werden.Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xanax/-retard auftreten:
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)
Depressionen, Schläfrigkeit, Benommenheit, Erschöpfung, Reizbarkeit, Gedächtnisschwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, Sprechstörungen, Störung der Bewegungsabläufe, Mundtrockenheit, Verstopfung, Gewichtsveränderung.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)
Verwirrtheit, Desorientiertheit, verminderter Geschlechtstrieb (Libido), Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Nervosität, Gleichgewichtsstörung, Koordinationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörung, Schlafsucht, Lethargie, Zittern, verschwommenes Sehen, verminderter Appetit, Übelkeit.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1'000 Anwendern)
Gedächtnislücken (Amnesie), Muskelschwäche, Arzneimittel-/Drogenabhängigkeit.Seit der Markteinführung wurden zusätzlich folgende Nebenwirkungen beobachtet:Affektstörung (Hypomanie, Manie), Sinnestäuschung (Halluzination), Zorn, Aggression, Feindseligkeit, krankhafte Unruhe, abwegiges Denken, gesteigerte psychomotorische Aktivität, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch, Arzneimittelentzugssyndrom, abnorme unwillkürliche Muskelverspannungen, Beschwerden im Magendarmtrakt, Leberentzündung (Hepatitis), Störung der Leberfunktion, Gelbsucht, Blasenschwäche, Harnverhalt, Hautentzündung, Angioödem (Flüssigkeitsansammlung in Haut und/oder Schleimhaut), gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensitivität), sexuelle Fehlfunktion, verändertes sexuelles Empfinden, unregelmässige Regelblutung, erhöhter Augeninnendruck, Flüssigkeitsansammlung z.B. in den Armen oder in den Beinen (periphere Ödeme), Überempfindlichkeitsreaktionen (wie z.B. Nesselsucht, Schwellung im Rachen und Kehlkopf).Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
In der Originalverpackung, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Xanax/-retard enthalten?
Xanax, Tabletten
Tabletten zu 0.25 mg sind weiss und oval und haben eine Prägung «Upjohn 29» auf der einen Seite und eine Zierrille auf der anderen Seite.Tabletten zu 0.5 mg sind rosa und oval und haben eine Prägung «Upjohn 55» auf der einen Seite und eine Zierrille auf der anderen Seite.Tabletten zu 1 mg sind lila und oval und haben eine Prägung «Upjohn 90» auf der einen Seite und eine Zierrille auf der anderen Seite.Tabletten zu 2 mg sind weiss und länglich und haben eine Prägung «U94» auf der einen Seite und drei Bruchrillen auf jeder Seite.
Xanax retard, Retardtabletten
Retardtabletten zu 0.5 mg sind blau und rund und haben eine Prägung «P&U 57» auf einer Seite.Retardtabletten zu 1 mg sind weiss und rund und haben eine Prägung «P&U 59» auf einer Seite.Retardtabletten zu 2 mg sind blau und fünfeckig und haben eine Prägung «P&U 66» auf einer Seite.Retardtabletten zu 3 mg sind weiss und dreieckig und haben eine Prägung «P&U 68» auf einer Seite.
WirkstoffeXanax, Tabletten
1 Tablette zu 0.25 mg enthält 0.25 mg Alprazolam.1 Tablette zu 0.5 mg enthält 0.5 mg Alprazolam.1 Tablette zu 1 mg enthält 1 mg Alprazolam.1 Tablette zu 2 mg enthält 2 mg Alprazolam.
Xanax retard, Retardtabletten
1 Retardtablette zu 0.5 mg enthält 0.5 mg Alprazolam.1 Retardtablette zu 1 mg enthält 1 mg Alprazolam.1 Retardtablette zu 2 mg enthält 2 mg Alprazolam.1 Retardtablette zu 3 mg enthält 3 mg Alprazolam.
HilfsstoffeXanax, Tabletten
Tabletten zu 0.25 mg: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Docusat-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Magnesiumstearat, Natriumbenzoat (E 211).Tabletten zu 0.5 mg: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Docusat-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Magnesiumstearat, Natriumbenzoat (E 211), Erythrosin.Tabletten zu 1 mg: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Docusat-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Magnesiumstearat, Natriumbenzoat (E 211), Erythrosin, Indigotin.Tabletten zu 2 mg: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Docusat-Natrium, hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Magnesiumstearat, Natriumbenzoat (E 211).
Xanax retard, Retardtabletten
Retardtabletten zu 0.5 mg: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Indigotin.Retardtabletten zu 1 mg: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.Retardtabletten zu 2 mg: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat, Indigotin.Retardtabletten zu 3 mg: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.
Zulassungsnummer
Xanax: 43216 (Swissmedic).Xanax retard: 52866 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Xanax/-retard? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Xanax, Tabletten zu 0.25 mg, 0.5 mg, 1 mg (mit Zierrille): Packungen zu 30 und 100 Tabletten.Xanax, Tabletten zu 2 mg (mit Bruchrille, teilbar): Packungen zu 30 und 100 Tabletten.Xanax retard, Retardtabletten zu 0.5 mg, 1 mg, 2 mg, 3 mg: Packungen zu 30 und 100 Retardtabletten.
Zulassungsinhaberin
Viatris Pharma GmbH, 6312 Steinhausen.
Diese Packungsbeilage wurde im November 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
PIL V011
Description for the doctor
Zusammensetzung
Xanax:
Wirkstoff: Alprazolamum.
Hilfsstoffe: Lactosum monohydricum, Cellulosum microcristallinum, Natrii docusas, Silica colloidalis anhydrica, Myadis amylum, Magnesii stearas, Conserv.: Natrii benzoas (E211); Color.: Erythrosin (E127; 0.5 mg, 1.0 mg), Indigotin (E132; 1.0 mg).
Xanax retard:
Wirkstoff: Alprazolamum.
Hilfsstoffe: Lactosum monohydricum, Methylhydroxypropylcellulosum, Silica colloidalis anhydrica, Magnesii stearas, Color.: Indigotin (E132; 0.5 mg, 2 mg).
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Xanax:
Tabletten zu 0.25 mg, 0.5 mg, 1 mg und 2 mg Alprazolam.
0.25 mg Tablette: weiss, oval, mit Prägung «Upjohn 29» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.
0.5 mg Tablette: rosa, oval, mit Prägung «Upjohn 55» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.
1 mg Tablette: lila, oval, mit Prägung «Upjohn 90» auf der einen Seite und einer Rille auf der anderen Seite.
2 mg Tablette: weiss, kapselförmig, mit Prägung «U94» und drei Bruchrillen auf beiden Seiten.
Xanax retard:
Retard-Tabletten zu 0.5 mg, 1 mg, 2 mg und 3 mg Alprazolam.
0.5 mg Retard-Tablette: blau, rund, konvex, mit Prägung «P&U 57» auf einer Seite.
1 mg Retard-Tablette: weiss, rund, konvex, mit Prägung «P&U 59» auf einer Seite.
2 mg Retard-Tablette: blau, fünfeckig, mit Prägung «P&U 66» auf einer Seite.
3 mg Retard-Tablette: weiss, dreieckig, mit Prägung «P&U 68» auf einer Seite.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Xanax:
Angstneurosen, einschliesslich psychosomatischer Störungen.
Angstzustände mit Depressionen, aber nicht als Behandlung erster Wahl.
Angstsymptome im Zusammenhang mit funktionellen oder organischen Erkrankungen.
Schwere, chronische Panikstörungen mit oder ohne phobischem Vermeidungsverhalten, Blockierung oder Verminderung von Panikattacken bei Patienten mit Agoraphobie in Verbindung mit Panikattacken (nach DSM-III-R, American Psychiatric Association).
Xanax retard:
Angstneurosen, einschliesslich psychosomatischer Störungen.
Schwere, chronische Panikstörungen mit oder ohne phobischem Vermeidungsverhalten, Blockierung oder Verminderung von Panikattacken bei Patienten mit Agoraphobie in Verbindung mit Panikattacken (nach DSM-III-R, American Psychiatric Association).
Dosierung/Anwendung
Allgemeine Dosierungsempfehlungen
Die optimale Dosis von Xanax/-retard sollte der Schwere der Symptome und dem individuellen Ansprechen des Patienten angepasst sein. Die Dosis sollte so gering und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die üblichen Dosierungen (siehe unten) sind für die meisten Patienten ausreichend. Ausgehend von der Initialdosis wird die Dosis langsam erhöht, um exzessive Sedation zu verhindern. Bei den wenigen Patienten, bei denen eine höhere Dosierung erforderlich ist, soll die Dosis besonders vorsichtig gesteigert werden, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden. Bei einer Dosiserhöhung soll zuerst die abendliche Dosis und erst später die Dosis tagsüber erhöht werden. Im Allgemeinen ist für Patienten, die vorher keine psychotropen Medikationen erhalten haben, eine etwas niedrigere Dosierung angezeigt als bei Patienten, die vorher mit Tranquilizern, Antidepressiva oder Hypnotika behandelt worden sind oder eine Vorgeschichte mit chronischem Alkoholismus haben. Bei älteren Patienten oder Patienten mit geschwächtem Allgemeinzustand empfiehlt sich prinzipiell die Anwendung der niedrigst wirksamen Dosis, um eine Ataxie oder Übersedierung zu vermeiden. Die Patienten sollten periodisch erneut beurteilt werden, damit allfällige Dosisanpassungen vorgenommen werden können.
Falls Xanax retard einmal täglich verabreicht wird, ist die Einnahme morgens vorzuziehen. Die Retardtabletten sollen ganz eingenommen und nicht gekaut, zerbrochen oder geteilt werden.
Übliche Dosierungen
Xanax:
Angstzustände
Initialdosis: 0.75-1.5 mg täglich; üblicher Dosisbereich 0.5-4.0 mg täglich, in mehreren Gaben.
Geriatrische Patienten oder Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand: Initialdosis: 0.5-0.75 mg täglich, in mehreren Gaben; bei Bedarf und guter Verträglichkeit schrittweise Dosiserhöhung.
Panikstörungen
Initialdosis: 0.5-1.5 mg täglich in mehreren Gaben; die Dosis soll dem Ansprechen des Patienten angepasst werden. Eine Erhöhung ist nur bei schweren, invalidisierenden Panikstörungen, die das Vollbild der Diagnose erfüllen, und bei guter Verträglichkeit angezeigt. Die Dosiserhöhungen dürfen 1 mg alle 3 bis 4 Tage nicht überschreiten. Zusätzliche Dosen können verabreicht werden, bis ein Dosierungsschema von drei bis vier Teilgaben erreicht ist. Die wirksame Dosis liegt bei den meisten Patienten zwischen 4 und 6 mg/Tag. 6 mg/Tag sollten nicht überschritten werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Dosis reduziert werden.
Xanax retard:
Angstzustände
Initialdosis: 1 mg täglich; üblicher Dosisbereich: 0.5-4.0 mg täglich, verteilt auf eine oder zwei Gaben.
Geriatrische Patienten oder Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand: Initialdosis: 0.5-1 mg täglich in einer oder zwei Gaben, bei Bedarf und guter Verträglichkeit schrittweise Dosiserhöhung.
Panikstörungen
Initialdosis: 0.5-1 mg täglich in einer oder zwei Gaben. Eine Erhöhung ist nur bei schweren, invalidisierenden Panikstörungen, die das Vollbild der Diagnose erfüllen, und bei guter Verträglichkeit angezeigt. Die wirksame Dosis liegt bei den meisten Patienten zwischen 4 und 6 mg/Tag; 6 mg/Tag sollten nicht überschritten werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Dosis reduziert werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen für alle Tablettenformulierungen
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alprazolam bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht untersucht. Deshalb wird die Anwendung von Xanax/-retard in diesen Altersgruppen nicht empfohlen.
Therapiedauer
Die Dosierung und die Dauer der Anwendung müssen an die individuelle Reaktionslage, das Indikationsgebiet und die Schwere der Erkrankung angepasst werden. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so gering und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich zu halten, da das Risiko einer Abhängigkeit bei hohen Dosierungen und einer längeren Therapiedauer erhöht sein kann (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Der Patient sollte in regelmässigen Abständen untersucht werden und die Notwendigkeit einer fortgesetzten Behandlung überprüft werden.
Die Wirksamkeit von Alprazolam zur Behandlung von Angstneurosen sowie von Angstzuständen mit Depressionen wurde in klinischen Langzeitstudien mit einer maximalen Dauer von sechs Monaten untersucht. Patienten mit Panikstörungen wurden mit gutem Erfolg während 6 bis 8 Wochen behandelt (kontrollierte Studien). Klinische Erfahrungen haben gezeigt, dass bei Patienten, die gut auf die Behandlung ansprachen, auch nach 6 Monaten bis zu einem Jahr eine Erhöhung der Dosierung nicht nötig war.
Absetzen der Therapie
Nach längerer Anwendungsdauer (länger als 1 Woche) sollte zur Vermeidung von Entzugssymptomen das Absetzen schrittweise erfolgen und nicht mehr als 0.5 mg alle 3 Tage betragen. Bei manchen Patienten kann eine noch langsamere Dosisreduktion erforderlich sein. Treten signifikante Entzugssymptome auf, wird die vorhergehende Dosis wieder aufgenommen und anschliessend noch langsamer reduziert. Das Risiko einer Abhängigkeit ist wahrscheinlich bei höheren Dosierungen verstärkt. Bei Behandlung von Panikstörungen mit hohen Dosen sind Rebound- und Entzugssymptome häufiger.
Anleitung zur Verwendung der 2 mg-Tablette von Xanax
Xanax 2 mg ist oblong und hat drei Bruchrillen. Damit kann sie in bis zu vier gleiche Stücke geteilt werden. Die Tablette wird mit der Prägung nach oben auf eine harte Unterlage gelegt und mit dem Daumen auf die Mitte der Tablette gedrückt. Die so erhaltenen zwei 1-mg-Stücke können in der gleichen Weise weiter zu vier 0.5 mg Stücken geteilt werden.
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit/Hypersensitivität gegenüber dem Wirkstoff, anderen Benzodiazepinen oder einem der Hilfsstoffe (siehe «Zusammensetzung»).
Myasthenia gravis, schwere respiratorische Insuffizienz, Schlafapnoe-Syndrom, schwere Leberinsuffizienz, gleichzeitige Verabreichung von Protease-Inhibitoren, Ketoconazol, Itraconazol oder anderen Antimykotika des Azol-Typs (siehe «Interaktionen»).
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Die gleichzeitige Verabreichung von Benzodiazepinen und Opioiden kann zu starker Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Die Dosierung und Therapiedauer ist auf das benötigte Minimum zu beschränken.
Toleranzentwicklung
Nach Einnahme von Benzodiazepinen über einige Wochen kann es zu einem Verlust der Wirksamkeit (Toleranz) kommen.
Abhängigkeit/Entzugserscheinungen
Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer Abhängigkeit führen. Dieses Risiko ist erhöht bei längerer Einnahme, hoher Dosierung und bei prädisponierten Patienten (wie v.a. Patienten mit bekanntem Alkohol-, Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch). Drogen- oder Arzneimittelmissbrauch ist ein bekanntes Risiko bei Einnahme von Alprazolam und anderen Benzodiazepinen, und Patienten, die Alprazolam erhalten, sollten daher während der Behandlung entsprechend überwacht werden. Alprazolam kann zu einem nicht bestimmungsgemässen Gebrauch führen. Es wurden Todesfälle in Zusammenhang mit Überdosierungen bei Anwendung von Alprazolam zusammen mit anderen auf das Zentralnervensystem (ZNS) wirkenden Beruhigungsmitteln einschliesslich Opioiden, anderen Benzodiazepinen und Alkohol berichtet. Diese Risiken sollten bei der Verordnung bzw. Ausgabe von Alprazolam berücksichtigt werden (siehe «Dosierung/Anwendung», «Unerwünschte Wirkungen» und «Überdosierung». Um diese Risiken zu reduzieren, sollte die kleinste angemessene Dosierung angewendet werden, und die Patienten sollten bezüglich der ordnungsgemässen Lagerung und Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel beraten werden.
Die Entzugssymptomatik tritt vor allem nach abruptem Absetzen auf und beschränkt sich in leichteren Fällen auf Tremor, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen, Angst, Dysphorie, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche. Es können aber auch Symptome wie Schwitzen, Muskel- und Bauchkrämpfe, Wahrnehmungsstörungen sowie in seltenen Fällen bedrohliche körperliche und psychische Reaktionen wie symptomatische Psychosen (z.B. Entzugsdelir) und zerebrale Krampfanfälle auftreten.
Während des Absetzens der Therapie mit Alprazolam traten bei Patienten mit posttraumatischen Stresserkrankungen Reizbarkeit, Feindseligkeit und Zwangsgedanken auf.
Das Einsetzen von Entzugserscheinungen schwankt je nach Wirkungsdauer der Substanz zwischen ein paar Stunden und einer Woche oder mehr nach Absetzen der Therapie.
Um das Risiko einer Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Benzodiazepine nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation verschrieben und über möglichst kurze Dauer (als Hypnotikum zum Beispiel in der Regel nicht länger als vier Wochen) eingenommen werden. Ob eine Weiterführung der Behandlung notwendig ist, muss periodisch überprüft werden. Eine längere Behandlung ist nur bei bestimmten Patienten (zum Beispiel Panikzustände) indiziert und der Nutzen im Vergleich zu Risiken weniger klar.
Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen empfiehlt sich in jedem Fall ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.
Beim Absetzen der Therapie bei Patienten mit Panikstörungen können Symptome, welche mit dem Wiederauftreten der Panikattacken gekoppelt sind, Entzugssymptome vortäuschen.
Amnesie
Benzodiazepine können anterograde Amnesien verursachen. Das bedeutet, dass nach erfolgter Medikamenteneinnahme unter Umständen Handlungen ausgeführt werden, an die sich der Patient später nicht mehr erinnern kann.
Dieses Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer (7 bis 8 Stunden) verringert werden.
Psychiatrische und paradoxe Reaktionen
Wie mit anderen Benzodiazepinen können in seltenen Fällen und insbesondere bei älteren Patienten paradoxe Reaktionen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheit, Halluzinationen, Stimulation oder andere unerwünschte Verhaltensreaktionen, wie Reizbarkeit, Agitation, Wutausbrüche, aggressives und feindseliges Verhalten auftreten. Bei vielen Berichten über solche Verhaltensstörungen erhielten die Patienten gleichzeitig andere ZNS-wirksame Substanzen und/oder hatten zugrundeliegende psychiatrische Erkrankungen. In einzelnen Berichten mit kleinen Patientenzahlen wird vermutet, dass ein gewisses Risiko für solche Nebenwirkungen bei Patienten mit Borderline Persönlichkeitsstörungen, einer Vorgeschichte von gewalttätigem oder aggressivem Verhalten, oder Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch besteht.
Depression
Eine Verabreichung an Patienten mit schwerer Depression oder suizidalen Absichten sollte unter Anwendung der geeigneten Kautelen und in einer angemessenen Dosierung erfolgen.
Panikstörungen treten zuweilen im Zusammenhang mit primärer und sekundärer schwerer Depression auf, weshalb bei unbehandelten Patienten die Suizidrate erhöht sein kann. Benzodiazepine wurden in Verbindung mit einer Verschlechterung depressiver Symptome gebracht. Bei depressiven Patienten muss der Behandlung der Grundkrankheit Depression primär Beachtung geschenkt werden. Aus diesen Gründen sollen bei Verabreichung hoher Dosen von Alprazolam an Patienten mit Panikstörungen dieselben Vorsichtsmassnahmen zur Anwendung gelangen wie bei Gebrauch sämtlicher Psychopharmaka bei depressiven Patienten oder bei Patienten, bei denen ein Verdacht auf Suizid-Absichten besteht.
Die Anwendung von Xanax/-retard bei schweren Depressionen, bei bipolaren Störungen oder endogener Depression wurde nicht untersucht.
Im Zusammenhang mit der Einnahme von Alprazolam wurden bei Patienten mit Depressionen Fälle von Hypomanie oder Manie berichtet.
Spezifische Patientengruppen
In sehr seltenen Fällen sind unter Xanax/-retard schwere allergische Reaktionen berichtet worden.
Bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion sind die üblichen Vorsichtsmassnahmen zu beachten und gegebenenfalls die Dosierung zu verringern. Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen sollten nicht mit Benzodiazepinen behandelt werden, da hierdurch das Risiko einer Enzephalopathie erhöht wird.
Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde nicht untersucht.
Xanax/-retard Tabletten enthalten Lactose und sollten daher Patienten mit dem seltenen hereditären Krankheitsbild der Galaktose-Intoleranz, einem Laktase-Mangel oder einer Glukose-/Galaktose-Malabsorption nicht verabreicht werden.
Interaktionen
Benzodiazepine bewirken, bei gleichzeitiger Gabe mit psychotropen Pharmaka (z.B. Opioide), Antikonvulsiva, Antihistaminika, Alkohol oder anderen, das ZNS dämpfende Substanzen, eine Verstärkung des dämpfenden Effekts, einschliesslich Atemdepression (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Die gleichzeitige Gabe von Benzodiazepinen kann die Wirkung von Muskelrelaxantien verstärken.
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Alprazolam mit Verbindungen, die dessen Metabolismus beeinflussen, können pharmakokinetische Interaktionen auftreten. Substanzen, die bestimmte hepatische Enzyme (im speziellen Cytochrom P4503A4) hemmen, können die Plasmakonzentration von Alprazolam erhöhen und damit seine Wirkung verstärken. Daten aus klinischen und in vitro-Studien mit Alprazolam sowie klinischen Studien mit Substanzen, die ähnlich metabolisiert werden, zeigen, dass verschiedene Interaktionen für eine Reihe von Substanzen möglich sind.
Alprazolam soll nicht gleichzeitig mit Ketoconazol, Itraconazol oder anderen Antimykotika des Azol-Typs verabreicht werden.
Patienten, die Alprazolam zusammen mit Nefazodon, Fluvoxamin oder Cimetidin erhalten, sollen überwacht werden um eine allfällige Dosisreduktion von Xanax/-retard vorzunehmen.
Alprazolam soll zusammen mit Fluoxetin, Dextropropoxyphen, oralen Kontrazeptiva, Diltiazem oder Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin, Clarithromycin oder Troleandomycin mit Vorsicht angewendet werden.
Ritonavir und andere Protease-Inhibitoren: Interaktionen zwischen HIV-Protease-Inhibitoren und Alprazolam sind komplex und abhängig von der Therapiedauer. Niedrige Ritonavirdosen hatten eine ausgeprägte Reduktion der Alprazolam-Clearance zur Folge, verzögerten die Eliminationshalbwertszeit und verstärkten die klinischen Wirkungen. Deshalb ist die gleichzeitige Verabreichung von Alprazolam und Protease-Inhibitoren kontraindiziert.
Imipramin/Desipramin: Die Plasmaspiegel steigen bei Gabe von Alprazolam um ca. 30%, und die Imipramin-Clearance wird um 20% erniedrigt. Die Ausscheidung von Alprazolam wird nicht beeinflusst. Die klinische Bedeutung ist noch ungeklärt.
Lithium: Die Plasmaspiegel von Lithium können durch Alprazolam leicht, aber signifikant erhöht werden.
Dextropropoxyphen: Die Halbwertszeit von Alprazolam ist erhöht und die totale Clearance reduziert.
Propranolol: Die Clearance von Alprazolam wird nicht beeinflusst. Die maximalen Serumkonzentrationen von Alprazolam sind jedoch niedriger und treten verzögert auf.
Cimetidin: Die Halbwertszeit von Alprazolam wird erhöht und die Clearance vermindert. Bei mehrfacher Einnahme ist die steady-state-Konzentration erhöht.
Digoxin: Bei gleichzeitiger Verabreichung von Alprazolam und Digoxin wurden besonders bei älteren (>65 Jahre) Patienten erhöhte Digoxin-Plasmaspiegel festgestellt. Patienten, welche Digoxin zusammen mit Alprazolam erhalten, sollten daher hinsichtlich einer möglichen Digoxin Toxizität sorgfältig überwacht werden.
Orale Kontrazeptiva: Bei gleichzeitiger Verabreichung mit tief dosiertem oralen Ethinylestradiol wird die Halbwertszeit von Alprazolam erhöht.
Tabakrauchen: Die Halbwertszeit von Alprazolam wird verkürzt und die Clearance erhöht. Bei Rauchern kann eine etwas höhere Dosis notwendig sein.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Aus einigen früheren Studien mit anderen Benzodiazepinen gibt es klare Hinweise für ein erhöhtes Risiko für kongenitale Missbildungen des menschlichen Foetus nach Verabreichung von Benzodiazepinen im ersten Trimester. Xanax/-retard Tabletten sollen daher im ersten Trimenon der Schwangerschaft nicht und im zweiten und dritten Trimenon nur bei zwingender Indikation verabreicht werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten aufgefordert werden, bei gewünschter oder vermuteter Schwangerschaft Ihren Arzt/Ärztin zu benachrichtigen, um mit ihm/ihr einen Abbruch der Therapie zu erwägen.
Alprazolam passiert die Plazenta. Daten zur Konzentration des Arzneimittels im Feten liegen nicht vor.
Werden Benzodiazepine in der späten Phase der Schwangerschaft oder während des Geburtvorgangs verabreicht, sind beim Neugeborenen pharmakologische Wirkungen wie Hypothermie, niedriger Blutdruck, niedriger Muskeltonus, Trinkschwäche, Atemdepression (sog. «floppy infant syndrome») und neonatale Entzugssymptome zu erwarten. Kinder von Müttern, die während der Spätschwangerschaft chronisch Benzodiazepine einnahmen, können eine physische Abhängigkeit entwickeln und deshalb nach der Geburt Entzugssymptome zeigen. Wenn Xanax/-retard während der Schwangerschaft eingenommen wird, oder die Patientin unter der Behandlung mit Xanax/-retard schwanger wird, sollte sie über das potentielle Risiko für den Foetus informiert werden.
Stillzeit
Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, soll Xanax/-retard während der Stillperiode nicht angewendet werden, oder es muss abgestillt werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Xanax/-retard kann Schwindel und Schläfrigkeit hervorrufen. Deshalb wird Patienten nicht empfohlen, Auto zu fahren, komplexe Maschinen zu bedienen oder andere potenziell gefährliche Tätigkeiten auszuführen, solange nicht bekannt ist, ob die Fähigkeit zur Ausübung solcher Tätigkeiten beeinträchtigt wird.
Unerwünschte Wirkungen
Falls Nebenwirkungen auftreten, werden diese überwiegend zu Beginn der Therapie beobachtet. Sie klingen jedoch meist im Verlauf der Therapie oder bei Verringerung der Dosis ab.
Die am häufigsten unter Alprazolam bei Patienten mit Angstneurosen oder Angstzuständen mit Depressionen beobachteten unerwünschten Wirkungen waren Schläfrigkeit, Schwindel/Benommenheit.
Bei Patienten mit Panikstörungen und entsprechend hoher Dosierung (über 4 mg/d) wurden häufig Sedierung/Schläfrigkeit, Müdigkeit, Ataxie/Koordinationsstörungen und Artikulationsschwierigkeiten zu Beginn der Therapie beobachtet. Die Sedierung verringert sich im Allgemeinen nach wenigen Behandlungswochen.
Bei der Anwendung von Benzodiazepinen kann es in seltenen Fällen und insbesondere bei älteren Patienten zu paradoxen Reaktionen, wie Konzentrationsschwierigkeiten, Verwirrtheit, Halluzinationen, Stimulation oder andere unerwünschte Verhaltensreaktionen wie Reizbarkeit, Agitation, Wutausbrüche, aggressives und feindseliges Verhalten kommen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Untenstehende unerwünschte Wirkungen wurden in kontrollierten klinischen Studien bei mit Alprazolam behandelten Personen beobachtet. Sie sind nach Organklasse aufgeführt und nach Häufigkeitsgrad gewichtet, unter Berücksichtigung folgender Definitionen: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).
Unter «Post-Marketing» sind zudem Nebenwirkungen aufgeführt, welche zusätzlich nach der Markteinführung berichtet wurden.
Erkrankungen des Immunsystems
Post-Marketing: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Urticaria, Larynxödem, Pharynxödem.
Endokrine Erkrankungen
Post-Marketing: Häufigkeit unbekannt: Hyperprolaktinämie.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Verminderter Appetit.
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr häufig: Depression (11.7%).
Häufig: Verwirrtheit, Desorientiertheit, herabgesetzte Libido, Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Nervosität.
Gelegentlich: Arzneimittel-/Drogenabhängigkeit.
Post-Marketing: Häufig: erhöhte Libido. Gelegentlich: Manie, Halluzination, Zorn, Agitation. Häufigkeit unbekannt: Hypomanie, Aggression, Feindseligkeit, abwegiges Denken, psychomotorische Hyperaktivität, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauch.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Sedierung (49.9%), Kopfschmerz (22.3%), Schläfrigkeit (20.3%), Gedächtnisschwäche (17%), Schwindel (16%), Dysarthrie (12.3%), Ataxie (10.8%).
Häufig: Gleichgewichtsstörungen, beeinträchtigte Koordination, Aufmerksamkeitsstörung, Hypersomnie, Lethargie, Tremor.
Gelegentlich: Amnesie.
Post-Marketing: Häufigkeit unbekannt: Dystonie, Störungen des vegetativen Nervensystems.
Augenerkrankungen
Häufig: Verschwommenes Sehen.
Post-Marketing: Häufigkeit unbekannt: erhöhter intraokulärer Druck.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Mundtrockenheit (12.7%), Obstipation (10.3%).
Häufig: Nausea.
Post-Marketing: Häufigkeit unbekannt: Gastrointestinale Störungen.
Leber- und Gallenerkrankungen
Post-Marketing: Häufigkeit unbekannt: Hepatitis, Störungen der Leberfunktion, Ikterus.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Post-Marketing: Häufig: Dermatitis. Häufigkeit unbekannt: Angioödem, Photosensitivitätsreaktionen.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Muskelschwäche.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Post-Marketing: Gelegentlich: Harninkontinenz. Häufigkeit unbekannt: Harnverhalt.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Post-Marketing: Häufig: sexuelle Dysfunktion. Gelegentlich: unregelmässige Menstruation.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Erschöpfung (17.3%), Reizbarkeit (14%).
Post-Marketing: Gelegentlich: Arzneimittelentzugssyndrom. Häufigkeit unbekannt: periphere Ödeme.
Untersuchungen
Häufig: Gewichtsveränderungen.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Zeichen von Überdosierung mit Xanax/-retard (Alprazolam) entsprechen einer Ausweitung der pharmakologischen Aktivität und beinhalten hauptsächlich Ataxie und Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, verminderte Reflexe, Atemdepression und Koma. Schwerwiegende Folgeschäden sind selten ausser im Falle gleichzeitiger Einnahme von anderen Pharmaka und/oder Alkohol. Wie in allen Fällen von Arzneimittelüberdosierung ist die Überwachung von Atmung, Puls und Blutdruck angezeigt. Neben der sofortigen Magenspülung sind allgemein unterstützende Massnahmen anzuwenden. Erforderlich sind eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr und die Freihaltung der Atemwege. Der Nutzen einer Dialyse wurde nicht bestimmt.
Zur spezifischen Therapie kann der Benzodiazepin-Antagonist Flumazenil verabreicht werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: N05BA12
Der Wirkstoff von Xanax/-retard ist Alprazolam, ein 1,4-Benzodiazepin mit anxiolytischen Eigenschaften.
Benzodiazepine binden sich an verschiedenen Stellen im Zentralnervensystem an stereospezifische Rezeptoren. Es wird angenommen, dass Benzodiazepine die Wirkung des inhibitorischen Neurotransmitters GABA (gamma-Aminobuttersäure) im Zentralnervensystem verstärken. Der genaue Wirkungsmechanismus ist unbekannt.
Klinisch haben alle Benzodiazepine eine dosisabhängige, das Zentralnervensystem dämpfende Wirkung.
Alprazolam wirkt hauptsächlich anxiolytisch und ist daher zur Behandlung von Angsterkrankungen sowie auch von Panikattacken und -störungen geeignet.
Pharmakokinetik
Absorption
Xanax:
Alprazolam wird nach oraler Applikation rasch resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden ein bis zwei Stunden nach der Applikation erreicht. Nach Verabreichung einer einzelnen Dosis Alprazolam sind die Plasmaspiegel der verabreichten Dosis proportional; im Dosisbereich 0.5 bis 3.0 mg wurden Spitzenkonzentrationen von 8.0 bis 37 ng/ml beobachtet.
Xanax retard:
Die Serumspitzenkonzentrationen werden 5 bis 11 Stunden nach der Gabe einer Retard-Tablette erreicht. Die ein- bis zweimal tägliche Gabe der Tablette mit verzögerter Wirkstofffreigabe ergibt äquivalente AUC-Werte wie die auf vier Gaben verteilte Dosis der normalen Tablette. Die Steady-state-Plasmaspiegel werden nach etwa 4 Tagen erreicht. Nach Verabreichung einer einzelnen Dosis Alprazolam sind die Plasmaspiegel der verabreichten Dosis proportional; im Dosisbereich von 0.5 mg bis 3.0 mg wurden Spitzenkonzentrationen von 8 bis 37 ng/ml beobachtet.
Bei der Einnahme einer Einzeldosis von Xanax retard 3 mg mit fettreicher Nahrung stiegen die maximalen Plasmakonzentrationen bis zu 26% an.
Die verzögerte Wirkstofffreisetzung der Retard-Tablette beeinflusst die Distribution, den Metabolismus und die Elimination von Alprazolam nicht. Über einen Dosisbereich von bis zu 10 mg verläuft die Pharmakokinetik von Alprazolam linear mit Plasmakonzentrationen die proportional zur Dosis sind.
Distribution
In vitro wird Alprazolam zu 80% an menschliches Serumeiweiss gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt für alle Tablettenformulierungen 1.1 l/kg. Wegen seiner Ähnlichkeit mit anderen Benzodiazepinen wird angenommen, dass Alprazolam die Plazenta passiert und mit der Muttermilch ausgeschieden wird.
Metabolismus
Die Hauptmetaboliten sind α-Hydroxyalprazolam und ein Benzophenonderivat von Alprazolam. Die biologische Aktivität von α-Hydroxyalprazolam beträgt 50% verglichen mit Alprazolam. Der Benzonphenon-Metabolit ist so gut wie inaktiv. Der Anteil der Metaboliten beträgt weniger als 10% 4-Hydroxyalprazolam und weniger als 4% α-Hydroxyalprazolam. Die Metabolisierung erfolgt durch Cytochrom P450-abhängige Enzyme (vgl. «Interaktionen»).
Elimination
Die mittlere Eliminationshalbwertszeit von Alprazolam beträgt 12-15 Stunden bei einer Plasmaclearance von 1.1 ml/min/kg. Die Halbwertszeiten der Metaboliten liegen in der gleichen Grössenordnung wie für Alprazolam. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich im Urin. Es findet keine Kumulation von Alprazolam oder seinen Metaboliten statt.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Veränderungen der Resorption, Verteilung des Metabolismus und der Ausscheidung von Benzodiazepinen wurden bei einer Vielzahl von Erkrankungen beobachtet, so z.B. bei durch Alkoholismus bedingter Lebererkrankung und eingeschränkter Leberfunktion. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosierung nötig. Veränderungen wurden bei geriatrischen Patienten nachgewiesen. Über die Fähigkeit von Alprazolam, beim Menschen Leberenzymsysteme zu induzieren, liegen bislang keine Erkenntnisse vor, allerdings handelt es sich dabei nicht um eine generelle Eigenschaft der Benzodiazepine.
Präklinische Daten
Studien mit wiederholter Verabreichung hoher oraler Dosen zeigten bei allen untersuchten Spezies mit Ausnahme des Kaninchens zusätzlich zu den zu erwartenden Zeichen einer zentralnervösen Dämpfung eine gesteigerte Erregbarkeit bis hin zu Krampfanfällen, die bei einigen Tieren letal endete. Die niedrigste Dosis, bei der Zeichen einer Übererregbarkeit auftrat, war 3 mg/kg/Tag beim Hund (15-faches der maximal empfohlenen Dosis beim Menschen [MRHD] von 10 mg/Tag), einer Dosis, bei der es ebenfalls zur Erhöhung der Körpertemperatur kam.
Mutagenität/Kanzerogenität
Alprazolam erwies sich in vitro im Ames Test als nicht mutagen. Im in vivo Mikronukleus Test in Ratten hat Alprazolam bis hin zu der höchsten getesteten Dosis von 100 mg/kg (500-fache MRHD) zu keinen chromosomalen Aberrationen geführt.
Zweijährige Studien ergaben bei oralen Dosen von bis zu 30 mg/kg/Tag (150-fache MRHD) bei der Ratte und bei Dosen von bis zu 10 mg/kg/Tag (50-fache MRHD) bei der Maus keine Hinweise auf ein kanzerogenes Potential von Alprazolam. Die zweijährige Studie an Ratten wurde an Muttertieren und deren Nachwuchs durchgeführt, und umfasste sowohl Trag- als auch Säugezeit.
Reproduktionstoxizität
In Untersuchungen an Ratten ist nach getesteten Dosen von maximal 5 mg/kg/Tag (25-fache MRHD) keine Beeinträchtigung der Fertilität festgestellt worden.
Bei Ratten und Kaninchen war Alprazolam bei Dosen von ≤10 mg/kg/Tag (50-fache MRHD) nicht teratogen oder embryozid. Erste Zeichen von Embryotoxizität zeigten sich bei wiederholter oraler Gabe von Dosen ≥2 mg/kg/Tag bei der Ratte und beim Kaninchen (10-fache MRHD). Bei Dosen von 30 mg/kg/Tag (150-fache MRHD) wurden sowohl bei Ratten als auch bei Kaninchen skeletale Missbildungen festgestellt. Eine Dosis von 100 mg/kg/Tag (500-fache MRHD) bei Ratten und 30 mg/kg/Tag bei Kaninchen war embryozid.
Alprazolam-Exposition von Nagern während der Trächtigkeit zeigte Veränderungen in Sozialverhalten und Stressbewältigungsvermögen beim Nachwuchs.
In präklinischen Studien wurde gezeigt, dass Anästhetika und Sedativa die N-Methyl-D-Aspartat (NMDA)-Rezeptoren blockieren und/oder die Aktivität von GABA potenzieren und so den Zelltod von Neuronen im Gehirn fördern können. Erfolgt die Verabreichung während der Hauptentwicklungsphase des Gehirns, können daraus kognitive Langzeitdefizite und Verhaltensstörungen bei Jungtieren resultieren. Basierend auf Vergleichen unter präklinisch verwendeten Spezies wird vermutet, dass das Anfälligkeitsfenster des Gehirns für derartige Effekte beim Menschen mit einer Exposition vom dritten Schwangerschaftstrimester bis zum 1. Lebensjahr, möglicherweise sogar bis ca. zum 3. Lebensjahr, korreliert. Obwohl für Alprazolam nur beschränkte Informationen vorliegen, kann ein ähnlicher Effekt auftreten, da Alprazolam die Wirkung von GABA ebenfalls verstärkt. Die Relevanz dieser präklinischen Erkenntnisse für den Menschen ist nicht bekannt.
Okularer Effekt
Bei Ratten, die im Rahmen der Karzinogenitätsstudie 2 Jahre (Lebenszeit) lang orale Dosen von 3, 10 und 30 mg/kg/Tag erhielten (15-150-fache MRHD), konnte eine Tendenz für ein dosisabhängig erhöhtes Auftreten von Katarakten (weibliche Tiere) und Hornhautvaskularisierungen (männliche Tiere) beobachtet werden. Diese Läsionen traten nur bei Ratten unter Behandlung mit Alprazolam auf, und erschienen nicht früher als 11 Monate nach Behandlungsbeginn.
Juvenile Toxizität
Präklinische Studien zu juveniler Toxizität liegen nicht vor.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Vor Licht geschützt und trocken bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Zulassungsnummer
Xanax: 43216 (Swissmedic).
Xanax retard: 52866 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
Pfizer PFE Switzerland GmbH, Zürich.
Stand der Information
Mai 2019.
LLD V011














