Lexotanil 6 mg 30 pcs
Lexotanil 6 mg 30 Stk
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Lexotanil 6 mg 100 pcs | 4510502 | 7680382941059 | - | Read more | |
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Lexotanil tabl 3 mg 100 pcs | 4500596 | 7680382941073 | - | Read more | |
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Lexotanil tabl 1.5 mg 100 pcs | 4510494 | 7680382940243 | - | Read more | |
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Lexotanil tabl 1.5 mg 30 pcs | 661090 | 7680382940168 | - | Read more | |
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Lexotanil tabl 3 mg 30 pcs | 661121 | 7680382941066 | - | Read more |
Description - Lexotanil 6 mg 30 pcs
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Lexotanil
Was ist Lexotanil und wann wird es angewendet?
Sie erhielten Lexotanil auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Es ist ein Vertreter der sogenannten Benzodiazepine und enthält als Wirkstoff Bromazepam. Lexotanil wird bei Angst- und Spannungszuständen, ängstlicher Verstimmung, nervöser Gespanntheit, Unruhe und Schlaflosigkeit, die durch Angst und Spannung bedingt ist, angewendet. Durch Angst und nervöse Verspannung verursachte Herz-, Kreislauf- und Atembeschwerden sowie Magen-Darm-Störungen hilft Lexotanil ebenfalls beseitigen. Der Anlass für die Angst und die Spannung selbst werden durch Lexotanil allerdings nicht aus dem Wege geräumt.
Wann darf Lexotanil nicht angewendet werden?
Sie dürfen Lexotanil nicht anwenden:-wenn Sie auf einen oder mehrere der Inhaltsstoffe überempfindlich (allergisch) reagieren (dies äussert sich z.B. durch Hautausschläge)-bei schwerer Beeinträchtigung der Atemfunktion-wenn Sie an Atembeschwerden während der Nacht leiden (sog. Schlafapnoe-Syndrom)-bei schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion-bei krankhafter Muskelschwäche (sog. Myasthenia gravis) oder-wenn Sie alkohol-, arzneimittel- oder drogenabhängig sind
Wann ist bei der Einnahme von Lexotanil Vorsicht geboten?
Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!Alkoholische Getränke verstärken die Wirkung von Lexotanil. Das kann dazu führen, dass Sie unsorgfältig, unbeholfen oder langsam reagieren. Besonders beim Autofahren oder beim Bedienen einer Maschine ist dies gefährlich. Deshalb sollten Sie während der Behandlung mit Lexotanil auf alkoholische Getränke am besten verzichten.Lexotanil Tabletten enthalten Milchzucker (Laktose). Bitte nehmen Sie Lexotanil erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.Schwere psychische Krankheiten oder die Depression können mit Lexotanil allein nicht behandelt werden.Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie an Erkrankungen der Lunge oder Leber leiden.Wie bei anderen Benzodiazepinen sollte Lexotanil von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nur nach ausdrücklicher Verordnung durch den Arzt bzw. die Ärztin eingenommen werden.Sie sollten neben Lexotanil nur dann noch andere Arzneimittel einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin einverstanden ist, denn Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel gegen Epilepsie oder starke Schmerzmittel sowie ähnliche auf Gehirn und Nerven wirkende Arzneimittel können die Wirkung von Lexotanil verstärken.Wie andere Benzodiazepine kann eine Behandlung mit Lexotanil eine Gedächtnisstörung auslösen. Die äussert sich indem meist einige Stunden nach der Einnahme unter Umständen Handlungen ausgeführt werden, an die sich der Patient später nicht mehr erinnern kann.Wenn Sie muskelrelaxierende Arzneimittel einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, da Lexotanil auch eine gewisse muskelrelaxierende Wirkung besitzt.AbhängigkeitsgefährdungDie Einnahme von Lexotanil kann - wie bei allen Benzodiazepinen-haltigen Arzneimitteln - zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:-Nehmen Sie Lexotanil nur auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein.-Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosis.-Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.-Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.-Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie-an anderen Krankheiten leiden,-Allergien haben oder-andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Lexotanil während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Bei bestehender oder beabsichtigter Schwangerschaft ist von der Einnahme von Lexotanil abzusehen. Bei vorliegenden zwingenden Gründen kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch eine Ausnahme machen. Selbstverständlich müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin immer über eine bestehende oder geplante Schwangerschaft orientieren.Lexotanil tritt in die Muttermilch über, daher sollten stillende Mütter Lexotanil nicht einnehmen oder es sollte abgestillt werden.
Wie verwenden Sie Lexotanil?
Im Allgemeinen genügen kleine Dosen bis 6 mg täglich; Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann es aber auch für nötig halten, Ihnen eine höhere Dosis zu verschreiben. Wenn Beruhigungsmittel über längere Zeit in hohen Dosen eingenommen werden, können sie zur Gewöhnung führen. Halten Sie sich bitte an die Anordnungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin; nehmen Sie nicht selbständig Dosisanpassungen vor und beenden Sie die Behandlung nicht, ohne Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu befragen.Falls Sie über 60 Jahre alt sind, reagieren Sie empfindlicher auf Lexotanil als jüngere Personen; Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen unter Umständen niedrigere Dosen verschreiben und Ihr Ansprechen auf das Arzneimittel beobachten. Halten Sie sich an seine bzw. ihre Vorschriften.Nehmen Sie Lexotanil vor oder während der Mahlzeiten ein und schlucken Sie die Tabletten - ohne sie zu zerkauen - mit einem halben Glas Wasser oder Fruchtsaft. Lexotanil Tabletten sind an der Bruchrille teilbar zur Dosierung einer Teilmenge.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.Wann und wie endet die Behandlung mit Lexotanil?Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen besprechen, wann Sie mit der Einnahme von Lexotanil aufhören können. Denken Sie aber auch selber daran, dass Lexotanil kein Arzneimittel zur Dauereinnahme ist und dass sich nach einigen Wochen ein Versuch lohnt, nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin, ohne Arzneimittel auszukommen. Wenn Sie Lexotanil über längere Zeit und in hohen Dosen eingenommen haben und dann die Einnahme plötzlich beenden, so kann Ihr Körper wie folgt reagieren: Nach zwei bis drei problemlosen Tagen treten unvermittelt Krankheitszeichen ähnlich den ursprünglichen, insbesondere Schlafstörungen, wieder auf. Dies ist eine natürliche Anpassungsreaktion Ihres Körpers und soll Sie keinesfalls dazu verleiten, Lexotanil sofort wieder einzunehmen. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Absetzen des Arzneimittels haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Um eine solche Anpassungsreaktion möglichst zu umgehen, wird der Arzt bzw. die Ärztin Ihnen eventuell vor Beenden der Behandlung eine langsame Verminderung der Dosis empfehlen. Eine spätere erneute Behandlung auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ist jederzeit möglich.
Welche Nebenwirkungen kann Lexotanil haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lexotanil auftreten:Am häufigsten ist mit Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Doppelsehen und Schwindel zu rechnen. Diese Erscheinungen treten vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwinden bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.Gelegentlich treten Magen-Darm-Störungen, Hautreaktionen und sexuelle Unlust auf.Weitere beobachtete Nebenwirkungen sind Verwirrtheit, Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses, Bewegungsstörungen, Atembeschwerden, Übelkeit, Mundtrockenheit, Blutdruckabfall, Appetitsteigerung und Muskelschwäche. Bei älteren Patienten ist zudem ein erhöhtes Risiko für Stürze und Brüche gemeldet worden.Seltener ist das Gegenteil der zu erwartenden Wirkung wie Unruhe, Erregung, Reizbarkeit, Aggressivität und Albträume. Achten Sie zu Beginn der Behandlung auf solche Erscheinungen und melden Sie diese sogleich Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.LagerungshinweisNicht über 30 °C lagern und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Lexotanil enthalten?
WirkstoffeEine Tablette (mit Bruchrille) enthält 1,5 mg, 3 mg oder 6 mg des Wirkstoffs Bromazepam.HilfsstoffeLexotanil 1,5 mg, TablettenMikrokristalline Cellulose, Laktose Monohydrat, Talk, MagnesiumstearatLexotanil 3 mg, Tabletten
Mikrokristalline Cellulose, Laktose Monohydrat, Talk, Magnesiumstearat, Eisenoxidrot (E172)Lexotanil 6 mg, Tabletten
Mikrokristalline Cellulose, Laktose Monohydrat, Talk, Magnesiumstearat, Eisenoxidgelb, (E172), Indigokarmin (E132)
Zulassungsnummer
38'294 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Lexotanil? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.30 und 100 Tabletten zu 1,5 mg (mit Bruchrille, teilbar, weiss)30 und 100 Tabletten zu 3 mg (mit Bruchrille, teilbar, hellrot)30 und 100 Tabletten zu 6 mg (mit Bruchrille, teilbar, grün)
Zulassungsinhaberin
CPS Cito Pharma Services GmbH, 8610 Uster
Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoff: Bromazepamum.
Hilfsstoffe
Tabletten zu 1.5 mg: Excipiens pro compresso cum lactoso.
Tabletten zu 3 mg: Excipiens pro compresso cum lactoso.
Tabletten zu 6 mg: Color: E 132, Excipiens pro compresso cum lactoso.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Tabletten zu 1.5 mg: weisse Tabletten mit Bruchrille, 1.5 mg Bromazepam
Tabletten zu 3 mg: hellrote Tabletten mit Bruchrille, 3 mg Bromazepam
Tabletten zu 6 mg: grüne Tabletten mit Bruchrille, 6 mg Bromazepam
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Lexotanil wird angewendet zur Behandlung von emotionalen Störungen: Angst- und Spannungszustände, Adjuvans bei ängstlicher Verstimmung bei Depressionen, nervöse Gespanntheit, Unruhe und angst- und spannungsbedingte Schlaflosigkeit.
Lexotanil kann auch eingesetzt werden zur Therapie von durch Angst und Spannung verursachten oder verschlimmerten funktionellen oder psychosomatischen, beeinträchtigenden Störungen verschiedener Organe und allenfalls als Adjuvans zur Therapie einer Grundkrankheit des
•Herz-Kreislauf-Systems und Atmungsapparates: (zum Beispiel Pseudoangina pectoris, Präkordialangst, Tachykardie, emotional bedingte Blutdrucksteigerung, Dyspnoe, Hyperventilation);
•Gastrointestinaltraktes (zum Beispiel Adjuvans bei Colon irritabile, Colitis ulcerosa, epigastrischen Schmerzzuständen, Spasmen, Meteorismus, Diarrhoe);
•Urogenitaltraktes (zum Beispiel Reizblase, Pollakisurie, Adjuvans bei Dysmenorrhoe);
•andere psychosomatische Störungen (zum Beispiel Adjuvans bei psychogenen Kopfschmerzen, psychogenen Dermatosen).
Lexotanil eignet sich ferner zur Therapie von Angst- und Spannungszuständen im Rahmen chronischer Organerkrankungen sowie als Ergänzung der Psychotherapie bei Psychoneurosen.
Dosierung/Anwendung
Übliche Dosierung
Durchschnittliche Dosierung bei ambulanter Behandlung: bis zu dreimal täglich 1.5-3 mg.
In schweren Fällen, insbesondere bei stationärer Behandlung: zwei- bis dreimal täglich 6-12 mg.
Die angegebenen Dosen entsprechen einer allgemeinen Richtlinie; sie sind dem jeweiligen Einzelfall anzupassen. Die Behandlung ambulanter Patienten sollte mit niedrigen Dosen beginnen, welche schrittweise bis zur optimalen Wirkung angepasst werden.
Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer sollte möglichst kurz sein. Der Zustand des Patienten sollte in regelmässigen Abständen neu beurteilt und der Bedarf an einer Fortsetzung der Behandlung ermittelt werden, insbesondere dann, wenn der Patient keine Symptome mehr aufweist. Die Therapie sollte im Allgemeinen nicht länger als insgesamt 8-12 Wochen dauern, einschliesslich einer ausschleichenden Absetzperiode. In gewissen Fällen kann eine Ausdehnung der Behandlung über die maximal empfohlene Dauer hinaus erforderlich sein; dies sollte jedoch nicht ohne nochmalige sorgfältige Beurteilung des Zustands des Patienten und der Indikationsstellung erfolgen.
Zu Behandlungsbeginn sollte der Patient regelmässig untersucht werden, damit die Dosis und/oder die Einnahmehäufigkeit möglichst niedrig gehalten und das Risiko einer Überdosierung des Präparats durch Akkumulierung vermieden werden können.
Bei Behandlungsbeginn kann es nützlich sein, den Patienten darüber zu informieren, dass die Therapie nur eine bestimmte Zeit dauert und die Dosis am Schluss allmählich herabgesetzt wird. Es ist für den Patienten wichtig zu wissen, dass während des Absetzens des Präparats Reboundphänomene und Entzugserscheinungen auftreten können.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Anwendung bei pädiatrischen Patienten
Wie bei anderen Benzodiazepinen sollte Lexotanil bei Kindern und Jugendlichen nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses verabreicht werden. Erachtet der Arzt eine Behandlung mit Lexotanil als angezeigt, sollte die Dosis dem niedrigeren Körpergewicht des Kindes angepasst werden.
Anwendung bei älteren Patienten
Bei älteren Patienten sind aufgrund der möglicherweise erhöhten Sensitivität und einer unterschiedlichen Pharmakokinetik niedrigere Dosen erforderlich.
Leberfunktionsstörungen
Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung sollten nicht mit Lexotanil Tabletten behandelt werden. Patienten mit leichter oder mässiger Leberfunktionsstörung sollten die niedrigste mögliche Dosis erhalten.
Kontraindikationen
Lexotanil ist bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine oder einen der Hilfsstoffe, schwerer Ateminsuffizienz, Schlafapnoe-Syndrom, Myasthenia gravis sowie schwerer Leberinsuffizienz kontraindiziert (Benzodiazepine können eine Enzephalopathie verstärken).
Patienten mit bekannter oder vermuteter Abhängigkeit von ZNS-dämpfenden Substanzen, inklusive Alkohol dürfen keine Benzodiazepine einnehmen.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Bei Patienten mit chronischer Ateminsuffizienz ist Vorsicht geboten, da bei ihnen die Gefahr einer Atemdepression besteht.
Benzodiazepine sind für die primäre Behandlung der psychotischen Störung nicht geeignet.
Benzodiazepine sollten nicht als alleinige Mittel zur Behandlung der Depression oder von Angst in Verbindung mit Depression verwendet werden.
Amnesie
Benzodiazepine können anterograde Amnesie auslösen. Das bedeutet, dass (meist einige Stunden) nach Einnahme unter Umständen Handlungen ausgeführt werden, an die sich der Patienten später nicht erinnern kann. Dieses Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung.
Abhängigkeit
Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit führen. Dieses Risiko ist erhöht bei längerer Einnahme, hoher Dosierung und bei prädisponierten Patienten mit vorangegangener Diagnose eines Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauches. Im Falle multiplen Substanzgebrauchs wurde der Missbrauch des Arzneimittels häufiger gemeldet
Entzug
Wenn sich einmal eine physische Abhängigkeit entwickelt hat, wird das Behandlungsende begleitet sein von Entzugssymptomen. Diese können bestehen aus Kopfschmerzen, Diarrhö, Muskelschmerzen, extremer Angst, Anspannung, Ruhelosigkeit, Verwirrung und Reizbarkeit. In schweren Fällen können die folgenden Symptome auftreten: Derealisierung, Depersonalisation, Hyperakusis, Taubheit und Kribbeln von Extremitäten, Hypersensitivität zu Licht, Geräuschen und Körperkontakt, Halluzinationen oder Krampfanfällen
Bei der Verwendung von Benzodiazepinen kann es auch zu Entzugssymptomen kommen, wenn auf ein Benzodiazepin mit wesentlich kürzerer Eliminationshalbwertszeit umgestellt wird.
Das Einsetzen von Entzugserscheinungen schwankt je nach Wirkungsdauer der Substanz zwischen ein paar Stunden und einer Woche oder mehr nach Absetzen der Therapie.
Um das Risiko einer Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Benzodiazepine nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation verschrieben und über möglichst kurze Dauer (als Hypnotikum zum Beispiel in der Regel nicht länger als vier Wochen) eingenommen werden. Ob eine Weiterführung der Behandlung notwendig ist, muss periodisch überprüft werden. Eine längere Behandlung ist nur bei bestimmten Patienten (zum Beispiel Panikzustände) indiziert, und der Nutzen ist im Vergleich zu den Risiken weniger klar.
Rebound-Phänomen
Rebound-Phänomen ist ein vorübergehendes Syndrom, bei dem die Symptome, die zur Behandlung mit Lexotanil geführt haben, nach Absetzen der Behandlung in verstärkter Form auftreten. Es kann von anderen Reaktionen einschliesslich Stimmungsschwankungen, Angstgefühl oder Schlafstörungen und Ruhelosigkeit begleitet sein.
Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen oder Rebound-Phänomenen empfiehlt sich in jedem Falle ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen oder Rebound-Phänomenen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.
Allgemeine Vorsichtsmassnahmen
Gleichzeitige Einnahme von Alkohol/ZNS-dämpfenden Substanzen
Die gleichzeitige Anwendung von Lexotanil mit Alkohol und/oder mit ZNS-dämpfenden Substanzen soll vermieden werden. Eine solche gleichzeitige Anwendung verstärkt potenziell die klinische Wirkung von Lexotanil, möglicherweise einschliesslich schwerer Sedierung, klinisch relevanter, respiratorischer und/oder kardio-vaskulärer Depression, die zu einem Koma führen oder tödlich verlaufen kann (siehe auch Rubrike „Interaktionen” und «Überdosierung»).
Lexotanil ist bei Patienten mit vorangegangener Diagnose eines Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenmissbrauches mit äusserster Vorsicht anzuwenden.
Toleranz
Nach wiederholter Anwendung von Lexotanil über längere Zeit kann es zu einem gewissen Verlust des Ansprechens auf die Wirkung von Benzodiazepinen kommen.
Lexotanil Tabletten enthalten Laktose. Patienten mit der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Lexotanil Tabletten nicht einnehmen.
Leberfunktionsstörungen
Benzodiazepine können bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung mitursächlich für das Herbeiführen von Episoden einer hepatischen Enzephalopathie sein (siehe «Kontraindikationen»). Bei der Anwendung von Lexotanil bei Patienten mit leichter bis mässiger Leberfunktionsstörung ist besondere Vorsicht geboten.
Psychiatrische und «paradoxe» Reaktionen
Paradoxe Reaktionen wie Unruhe, Erregtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Angst, Wahnvorstellung, Wutanfälle, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, unangemessenes Verhalten sowie weitere verhaltensbezogene Auswirkungen sind bekannte Begleiterscheinungen bei der Anwendung von Benzodiazepinen. Bei Auftreten solcher Reaktionen sollte das Arzneimittel abgesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens ist bei Kindern und älteren Patienten höher als bei anderen Patienten.
Ältere Patienten
Die pharmakologischen Wirkungen von Benzodiazepinen scheinen bei älteren Patienten stärker zu sein als bei jüngeren Patienten, selbst bei ähnlichen Plasmakonzentrationen. Die Gründe dafür sind möglicherweise altersbedingte Veränderungen der Wirkstoff-Rezeptor-Wechselwirkungen, der Post-Rezeptor-Mechanismen und der Organfunktion. Bei Patienten über 50 Jahren wird eine Verringerung der Dosis empfohlen.
Interaktionen
Pharmakodynamische Interaktionen (DDI)
Verstärkte Nebenwirkungen wie Sedierung und kardiorespiratorische Depression können auftreten, wenn Bromazepam zusammen mit ZNS-dämpfenden Substanzen einschliesslich Alkohol angewendet wird.
Alkohol soll bei Patienten, welche Bromazepam erhalten, vermieden werden (siehe auch „Allgemeine Vorsichtsmassnahmen”).
Hinweise zu weiteren ZNS-dämpfenden Substanzen einschliesslich Alkohol finden sich auch unter der Rubrik «Überdosierung».
Im Falle von narkotischen Analgetika kann eine verstärkte Euphorie auftreten, die zu einer vermehrten Abhängigkeit führen kann.
Bei Patienten unter Muskelrelaxantien ist auf ein erhöhtes Risiko einer Muskelschwäche zu achten.
Es besteht ein erhöhtes Risiko einer Atemdepression.
Pharmakokinetische Interaktionen (DDI)
Es besteht die Möglichkeit, dass Verbindungen, die wichtige oxidative Leberenzyme hemmen, die Aktivität von Benzodiazepinen verstärken. Bei gleichzeitiger Anwendung von Cimetidin, einem Inhibitor mehrerer CYP-Enzyme, und möglicherweise von Propranolol kann sich die Eliminationshalbwertszeit von Bromazepam aufgrund einer erheblich reduzierten Clearance (bei Cimetidin: Reduzierung um 50%) verlängern. Die kombinierte Anwendung mit Fluvoxamin, einem Inhibitor von CYP1A2, führt zu einer signifikant erhöhten Bromazepam-Exposition (2,4-mal höherer AUC-Wert) und Eliminationshalbwertszeit (1,9-mal höher).
Bromazepam hatte keinen Einfluss auf den Phenazon-Stoffwechsel, einem Ersatzmarker für die CYP1A2-, CYP2B6-, CYP2C- und CYP3A-Aktivität. Zudem wurden in vitro auf der Ebene der mRNA keine wichtigen CYP450-Isoenzyme durch Bromazepam induziert; ebenso wenig aktivierte Bromazepam nukleäre Hormonrezeptoren. Darum ist es unwahrscheinlich, dass Bromazepam pharmakokinetische Arzneimittelinteraktionen aufgrund einer CYP450-Induktion hervorruft.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Lexotanil sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist klar notwendig und keine sicherere Alternative verfügbar.
Wird das Präparat einer Frau im gebärfähigen Alter verordnet, sollte sie darauf hingewiesen werden, den Arzt zu benachrichtigen, falls sie eine Schwangerschaft plant oder vermutet, schwanger zu sein, damit die Behandlung beendet werden kann.
Die Sicherheit von Bromazepam bei schwangeren Frauen ist nicht ermittelt worden. Aufgrund der spontan gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen lässt sich keine höhere Inzidenz von solchen feststellen, als man bei einer ähnlichen, unbehandelten Gruppe von Patientinnen erwarten würde. In verschiedenen Studien wird ein erhöhtes Risiko angeborener Missbildungen beim Kind erwähnt, wenn im ersten Trimenon Tranquilizer (Diazepam, Meprobamat und Chlordiazepoxid) eingenommen werden.
Das Missbildungsrisiko beim Menschen bei Einnahme therapeutischer Dosen von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft scheint gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte für ein erhöhtes Risiko für Gaumenspalten ergaben. Fallberichte über Fehlbildungen und geistige Retardierung der pränatal exponierten Kinder nach Überdosierung und Vergiftung liegen vor.
Die Verabreichung von Bromazepam in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten und während der Niederkunft ist nur bei strikter medizinischer Indikation gestattet, da aufgrund der pharmakologischen Wirkung des Arzneimittels Auswirkungen auf das Neugeborene wie Hypothermie, Hypotonie und mässige Atemdepression zu erwarten sind.
Ausserdem kann sich bei Kindern von Müttern, die in der Spätschwangerschaft regelmässig Benzodiazepine einnahmen, eine körperliche Abhängigkeit entwickelt haben, weshalb bei ihnen die Gefahr besteht, dass sie nach der Geburt an Entzugssymptomen leiden.
Stillzeit
Da Benzodiazepine in die Muttermilch übertreten, sollten stillende Mütter Lexotanil nicht einnehmen, oder es sollte abgestillt werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Aufgrund der Wirkungen und möglichen Nebenwirkungen kann die Fahrtüchtigkeit, sowie die Fähigkeit Maschinen zu bedienen oder sonstige gefährliche Tätigkeiten auszuüben, beeinträchtigt werden. Daher sollten diese Tätigkeiten ganz oder zumindest während der ersten Tage der Behandlung unterblieben. Die Entscheidung in jedem Einzelfall trifft der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung. Ferner ist der Patient vor gleichzeitigem Alkoholgenuss zu warnen, da eine solche Kombination die unerwünschten Wirkungen beider Substanzen potenzieren kann.
Unerwünschte Wirkungen
Post Marketing Erfahrungen
Unter Behandlung mit Bromazepam ist mit folgenden Nebenwirkungen am häufigsten zu rechnen: Sedierung, Schwindel, Schläfrigkeit, Blutdruckerniedrigung, Konzentrationsstörungen und Beeinträchtigung der Reaktionszeit. Bei Patienten, die Benzodiazepine einnehmen, wurden vermehrt Stürze und Frakturen berichtet. Das Risiko ist bei gleichzeitiger Einnahme von Sedativa (einschliesslich alkoholischer Getränke) sowie bei älteren Patienten erhöht.
Psychiatrische Erkrankungen
Verwirrungszustand, Desorientierung, Gefühls- und Stimmungsstörungen. Diese Erscheinungen treten vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwinden bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.
Eine vorbestehende Depression kann während der Behandlung mit Benzodiazepinen manifest werden.
Das Auftreten von paradoxen Reaktionen wie Unruhe, Erregtheit, Reizbarkeit, Aggressivität, Wahnvorstellung, Wutanfälle, Albträume, Halluzinationen, Psychosen, unangepasstes Verhalten, Nervosität, Angstgefühle, abnorme Träume, Hyperaktivität und weitere verhaltensbezogene Auswirkungen sind bekannt. Solche Reaktionen treten bei Kindern und älteren Patienten häufiger als bei anderen Patienten auf.
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Beeinträchtigung der Reaktionszeit.
Selten: Ataxie, anterograde Amnesie.
Diese Erscheinungen treten vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwinden bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.
Bei therapeutischer Dosierung kann es zu anterograder Amnesie kommen, wobei das Risiko mit steigender Dosis zunimmt. Dies bedeutet, dass (meist einige Stunden) nach Einnahme unter Umständen Handlungen ausgeführt werden, an die sich der Patient später nicht mehr erinnern kann.
Augenerkrankungen
Diplopie.
Diese Erscheinung tritt vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwindet bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Häufig: Schwindel.
Diese Erscheinung tritt vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwindet bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.
Herzerkrankungen
Herzversagen einschliesslich Herzstillstand.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Atemdepression.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich: Magen-Darm-Störungen.
Selten: Übelkeit, Mundtrockenheit, Appetitsteigerung.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Hautreaktionen.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Muskelschwäche.
Diese Erscheinung tritt vor allem zu Behandlungsbeginn auf und verschwindet bei fortgesetzter Verabreichung im Allgemeinen wieder.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich: Libidoveränderungen.
Abhängigkeit
Die Langzeitanwendung (auch in therapeutischen Dosen) kann zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen: Beim Absetzen des Arzneimittels können Entzugs- oder Reboundphänomene auftreten (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"). Missbrauch von Benzodiazepinen ist bei multiplem Substanzgebrauch häufiger.
Überdosierung
Symptome
Benzodiazepine führen im Falle einer Überdosis häufig zu Benommenheit, Ataxie, Dysarthrie und Nystagmus.
Eine Überdosis von Lexotanil ist selten lebensgefährlich, wenn das Arzneimittel alleine eingenommen wurde, kann aber zu Areflexie, Apnoe, Hypotension, kardio-respiratorischer Depression und zum Koma führen. Tritt ein Koma ein, dauert dieses im Allgemeinen nur wenige Stunden, es kann aber auch langwieriger und zyklisch sein, insbesondere bei älteren Patienten. Die atemdepressiven Wirkungen von Benzodiazepinen sind bei Patienten mit Atemwegserkrankungen schwerwiegender.
Benzodiazepine erhöhen die Wirkungen anderer zentral dämpfender Substanzen, einschliesslich Alkohol.
Behandlung
Die Vitalfunktionen des Patienten überwachen und die je nach klinischem Zustand des Patienten angezeigten unterstützenden Massnahmen einleiten. Bei den Patienten kann insbesondere eine symptomatische Behandlung von kardiorespiratorischen oder zentralnervösen Wirkungen erforderlich sein.
Eine weitere Resorption sollte mit geeigneten Methoden verhindert werden, z.B. durch Behandlung mit Aktivkohle innerhalb von 1-2 Stunden. Bei benommenen Patienten ist unbedingt ein Atemwegsschutz erforderlich, falls Aktivkohle verwendet wird. Im Falle einer gemischten Einnahme kann eine Magenspülung in Betracht gezogen werden, allerdings nicht als Routinemassnahme.
Falls die ZNS-Dämpfung schwerwiegend ist, sollte die Verabreichung von Flumazenil (Anexate), einem Benzodiazepinantagonisten, erwogen werden. Die Verabreichung sollte jedoch unter engmaschiger Überwachung erfolgen. Das Präparat besitzt eine kurze Halbwertzeit (rund eine Stunde), deshalb müssen Patienten, denen Flumazenil verabreicht worden ist, nach Ausklingen der Wirkungen überwacht werden. Flumazenil ist nach der Einnahme von Arzneimitteln, welche die Schwelle für Krampfanfälle senken (z.B. trizyklische Antidepressiva), mit grösster Vorsicht anzuwenden. Für weitere Informationen über die korrekte Anwendung von Flumazenil (Anexate®) soll die Fachinformation des Präparats konsultiert werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: N05BA08
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Die zentrale Wirkung von Benzodiazepinen wird durch eine Verstärkung der GABAergen Neurotransmission an inhibitorischen Synapsen vermittelt. Bei Vorhandensein von Benzodiazepinen ist die Affinität des GABA-Rezeptors für den Neurotransmitter durch positive allosterische Modulation erhöht, was zu einer verstärkten Wirkung von freigesetztem GABA auf den Chloridioneneinstrom durch die postsynaptische Membran führt.
Lexotanil löst in niedriger Dosierung gezielt Angst, Spannung und Nervosität. Bei hoher Dosierung wirkt es sedierend und muskelrelaxierend.
Klinische Wirksamkeit
Die klinische Wirksamkeit ist mit diversen klinischen Studien belegt worden.
Pharmakokinetik
Absorption
Nach oraler Einnahme von Bromazepam werden die maximalen Plasmakonzentrationen innerhalb von zwei Stunden erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit aus der Tablette (gegen i.v.-Lösung) beträgt 60%.
Nahrung kann die Bioverfügbarkeit von Bromazepam verringern, allerdings wurde nicht nachgewiesen, dass dies von klinischer Relevanz ist. Bei Einnahme mehrerer Bromazepam-Dosen bleibt der Grad der Absorption konstant; die Steady-State-Konzentrationen sind kalkulierbar und bestätigen die lineare Kinetik des Wirkstoffes. Steady-State-Konzentrationen im Plasma werden innerhalb von ungefähr fünf bis neun Tagen erreicht. Nach mehrfacher oraler Verabreichung einer Dosis von 3 mg (dreimal täglich) betrug die maximale Steady-State-Konzentration von Bromazepam durchschnittlich 120 ng/ml. Dies entspricht dem Drei- bis Vierfachen der nach einer einzelnen 3-mg-Dosis beobachteten Werte.
Distribution
Nach der Absorption wird Bromazepam rasch im Körper verteilt. Durchschnittlich 70% des Bromazepams sind durch hydrophobe Interaktion an Plasmaproteine gebunden; Bindungspartner sind Albumin und das saure α1-Glykoprotein. Das Distributionsvolumen beträgt etwa 50 Liter.
Metabolismus
Bromazepam wird in der Leber umfangreich metabolisiert. Es werden keine Metaboliten gebildet, die eine längere Halbwertszeit als die Mutterverbindung aufweisen. Quantitativ dominieren zwei Metaboliten: 3-Hydroxybromazepam (schwächer aktiv als Bromazepam) und 2-(2-Amino-5-brom-3-hydroxybenzoyl)pyridin (inaktiv).
Bromazepam wird zumindest teilweise durch Zytochrom P450 (CYP450) metabolisiert. Welche CYP-Isoenzyme genau an diesem Vorgang beteiligt sind, ist jedoch noch unklar. Die Feststellungen, dass ein starker CYP3A4-Inhibitor (Itraconazol) und ein mittelstarker CYP2C9-Inhibitor (Fluconazol) keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Bromazepam haben, lassen jedoch den Schluss zu, dass diese Isoenzyme nicht in grösserem Umfang beteiligt sind. Die ausgeprägte Interaktion mit Fluvoxamin (siehe «Interaktionen») spricht jedoch für eine Beteiligung von CYP1A2.
Elimination
Bromazepam hat eine Eliminationshalbwertszeit von etwa 20 Stunden und eine Eliminationsclearance von etwa 40 ml/Min.
Das Arzneimittel wird hauptsächlich über den Stoffwechsel eliminiert. Nur etwa 2% des Bromazepams werden unverändert im Urin ausgeschieden, wohingegen die Glucuronidkonjugate von 3-Hydroxybromazepam und 2-(-2-Amino-5-brom-3-hydroxybenzoyl)pyridin 27% bzw. 40% der verabreichten Dosis ausmachen.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Ältere Patienten
Ältere Patienten können signifikant höhere Spitzenkonzentrationen, ein geringeres Distributionsvolumen, eine grössere ungebundene Serumfraktion, eine geringere Clearance und damit auch eine verlängerte Eliminationshalbwertszeit aufweisen. Daraus ergibt sich, dass die Steady-State-Konzentrationen von Bromazepam bei jeder Dosierungsrate bei älteren Patienten im Durchschnitt fast doppelt so hoch sind wie bei jüngeren Patienten (siehe "Dosierung/Anwendung", «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
Nierenfunktionsstörungen
Es wurde keine spezielle Pharmakokinetik-Studie bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung durchgeführt und es wurden keine populationspezfischen PK-Daten bei solchen Patienten erhoben.
Leberfunktionsstörungen
Es wurde keine spezielle Pharmakokinetik-Studie bei Patienten mit Leberfunktionsstörung durchgeführt und es wurden keine populationsspezfischen PK-Daten bei solchen Patienten erhoben
Präklinische Daten
Karzinogenität
Karzinogenitätsstudien an Ratten ergaben keine Hinweise auf ein karzinogenes Potential von Bromazepam.
Genotoxizität
In vitro- und In vivo-Tests ergaben keine Hinweise auf ein mutagenes Potential von Bromazepam.
Fertilitätsstörungen
Die tägliche orale Verabreichung von Bromazepam an Ratten hatte keinerlei Auswirkung auf die Fertilität und allgemeine Reproduktionsleistung der Tiere.
Reproduktionstoxizität
Eine Zunahme der fetalen Sterblichkeit und der Zahl der Totgeburten sowie eine verminderte Überlebensrate der Jungtiere wurden bei der Verabreichung von Bromazepam an trächtige Ratten beobachtet. In Studien zur Embryotoxizität/Teratogenität wurde bis zu einer Dosierung von 125 mg/kg/Tag keine teratogene Wirkung festgestellt.
Nach der oralen Gabe von Dosen von bis zu 50 mg/kg/Tag an trächtige Kaninchen wurden eine verringerte Gewichtszunahme des Muttertiers, ein niedrigeres Gewicht der Feten und ein vermehrtes Auftreten von Fruchtresorptionen beobachtet.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 30 °C lagern. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Zulassungsnummer
38294 (Swissmedic)
Zulassungsinhaberin
CPS Cito Pharma Services GmbH, 8610 Uster
Stand der Information
September 2018




