Eltroxin LF Tabl 0.05 mg Ds 100 pcs
Eltroxin-LF 0.05 mg 100 Tabletten
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In stock 1000 pcsAnalogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - H03AA01
Description - Eltroxin LF Tabl 0.05 mg Ds 100 pcs
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Eltroxin®-LF
AMZV
Was ist Eltroxin-LF und wann wird es angewendet?
Eltroxin-LF enthält das Schilddrüsenhormon Levothyroxin und wird zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen verwendet, bei welchen die Produktion dieses Hormons herabgesetzt ist.
Was sollte dazu beachtet werden?
Es darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.Eltroxin-LF enthält keine Laktose als Hilfsstoff.
Wann darf Eltroxin-LF nicht eingenommen werden?
Bei Überfunktion der Schilddrüse, d. bei zu hoher Produktion von Schilddrüsenhormonen, bei frischem Herzinfarkt, schwerer Angina pectoris, ungenügender Herzleistung oder nicht behandelten Funktionsstörungen der Nebennierenrinde sowie im Falle einer Überempfindlichkeit gegenüber Eltroxin-LF darf dieses nicht eingenommen werden.Es gibt keinen Nachweis, dass Schilddrüsenhormone bei Übergewicht von Patienten bzw. Patientinnen mit einer normalen Schilddrüsenfunktion eine gewichtsvermindernde Wirkung haben. Deshalb, und da höhere Dosen sehr schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen können, ist Eltroxin-LF zur Behandlung von Übergewicht nicht geeignet und darf nicht angewendet werden.
Wann ist bei der Einnahme von Eltroxin-LF Vorsicht geboten?
Bei Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse oder wenn die Nebennierenrinde aus anderen Gründen eine ungenügende Leistung zeigt, wird Ihnen der Arzt oder die Ärztin wahrscheinlich zusätzlich eine Behandlung mit Nebennierenrinden-Hormonen verschreiben.Wenn Sie herzkrank oder Diabetiker sind oder einen zu hohen Blutdruck haben, muss dies der Arzt oder die Ärztin unbedingt wissen.Spezielle Aufmerksamkeit ist bei gleichzeitiger Einnahme der nachfolgenden Arzneimittel erforderlich:Folgende Arzneimittel können die Art und Weise beeinflussen, wie Levothyroxin wirkt:Aluminiumhaltige Mittel gegen Magenübersäuerung und Sodbrennen (sog. Antazida, wie Sucralfat), Eisenpräparate oder Calciumcarbonat können die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm hemmen. Ihre Einnahme darf daher erst 2 Std. nach der Einnahme von Eltroxin-LF erfolgen.Mittel, welche die Aufnahme von Cholesterol aus dem Darm hemmen (z.B. Colestyramin) können auch die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm hemmen. Ihre Einnahme darf daher erst 5 Std. nach der Einnahme von Eltroxin-LF erfolgen.Orale Empfängnisverhütungsmittel oder Arzneimittel gegen epileptische Anfälle (Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital) sowie das Antibiotikum Rifampicin können die Wirkungsdauer von Eltroxin-LF verkürzen bzw. abschwächen.Andere Arzneimittel wie Amiodaron gegen Herzrhythmusstörungen oder der Betablocker Propranolol können hingegen den Abbau von Levothyroxin in der Leber verzögern und so dessen Wirkungsdauer erhöhen.Lithiumpräparate zur Behandlung von psychischen Erkrankungen und jodhaltige Arzneimittel hemmen die Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen aus der Schilddrüse.Ritonavir (wird zur Kontrolle von HIV und chronischer Hepatitis C angewendet).Sollten Sie daher solche Arzneimittel einnehmen, so muss die Auswirkung auf die Behandlung mit Eltroxin-LF sorgfältig überwacht werden.Umgekehrt kann durch Einnahme von Eltroxin-LF die Wirksamkeit anderer Arzneimittel verändert (verstärkt oder abgeschwächt) werden. So wird die blutzuckersenkende Wirkung von oralen Antidiabetika abgeschwächt. Dagegen wird die Wirkung von Blutverdünnern (Antikoagulantien) und Herzglykosiden und anderen Herzmitteln erhöht und der Wirkungseintritt von stimmungsaufhellenden Mitteln (zyklische Antidepressiva) wird beschleunigt.Informieren Sie daher Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa).
Darf Eltroxin-LF während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Eltroxin-LF-Therapie nicht unterbrochen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird die Dosierung während der Schwangerschaft resp. Stillzeit festlegen. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn sie schwanger sind oder stillen.
Wie verwenden Sie Eltroxin-LF?
Die erforderliche tägliche Dosis ist individuell unterschiedlich und wird durch den Arzt oder die Ärztin festgelegt.Die gesamte Tagesdosis sollte morgens 30 Minuten vor dem Frühstück mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.Die übliche Anfangsdosis für Erwachsene beträgt 0,05-0,1 mg täglich und wird jeweils in 3-4wöchigen Abständen um 0,05 mg erhöht bis zur Normalisierung des Stoffwechsels. Die Erhaltungsdosis liegt bei mindestens 0.1 bis 0.2 mg. Bei Patienten über 50 Jahre, mit Herzkrankheiten oder schwerer Schilddrüsenunterfunktion ist die Anfangsdosis niedriger und die Dosissteigerung langsamer.Bei Kindern wird die Dosis entsprechend dem Körpergewicht vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegt. Bei Kleinkindern unter einem Jahr muss die entsprechende Dosis (halbe Tabletten), wenn nötig in geeigneter Form (mit Brei oder Flüssigkeit) verabreicht werden, wobei auf vollständige Einnahme der Dosis zu achten ist.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Eltroxin-LF haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Eltroxin-LF als Folge einer zu raschen Erhöhung der Dosis zu Beginn der Behandlung oder einer zu hohen Dosierung auftreten: Nervosität, Schlaflosigkeit, Durchfall, Ausscheiden von Zucker im Harn, feines Muskelzittern, Muskelschwäche, Schwitzen, Kopfschmerzen, starker Gewichtsverlust, beschleunigter Puls, Herzrhythmusstörungen, plötzlich einsetzende, Sekunden bis Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb (Angina pectoris).Informieren Sie beim Auftreten solcher unerwünschter Wirkungen Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Im Allgemeinen verschwinden diese Nebenwirkungen, wenn die Dosis herabgesetzt oder die Behandlung während einiger Tage unterbrochen wird.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Eltroxin-LF soll nicht über 25 °C, vor Licht geschützt im sorgfältig verschlossenen Behälter und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Eltroxin-LF enthalten?
1 Tablette enthält als Wirkstoff 0,05 mg bzw. 0,1 mg Levothyroxin und Hilfsstoffe. Eltroxin-LF ist laktosefrei.
Zulassungsnummer
29812 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Eltroxin-LF? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Eltroxin-LF 0,05 mg: 100 Tabletten.Eltroxin-LF 0,1 mg: 100 Tabletten.
Zulassungsinhaberin
Alfasigma Schweiz AG, Zofingen.
Diese Packungsbeilage wurde im August 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoff: Levothyroxin-Natrium.
Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso,
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Tabletten zu 0.05 mg LactoseFrei (mit Bruchrille)
Tabletten zu 0.1 mg LactoseFrei
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Hypothyreose, bei Erwachsenen und Kindern.
Zur Verhinderung und Behandlung von Kretinismus bei kongenitalem Hypothyreoidismus.
Dosierung/Anwendung
Die gesamte Tagesdosis soll morgens eingenommen werden, vorzugsweise 30 Minuten vor dem Frühstück.
Erwachsene
Die Anfangsdosis beträgt 0,05-0,1 mg täglich. Steigerung der Tagesdosis in 3-4wöchigen Abständen um 0,05 mg bis zur Normalisierung des Stoffwechsels. Die Erhaltungsdosis richtet sich nach dem sehr unterschiedlichen Hormonbedarf der Patienten und liegt meistens zwischen 0,1 mg und 0,2 mg täglich und soll durch labordiagnostische und klinische Untersuchungen ermittelt werden. Es sollte eine Thyroxin-Konzentration im Serum von 70-160 nmol/l oder ein TSH-Spiegel im Blut unter 5 µU/ml angestrebt werden.
Die Schilddrüsenfunktion soll in regelmässigen Abständen kontrolliert werden. Dies gilt im Besonderen bei der Umstellung von einem anderen Levothyroxinpräparat auf Eltroxin–LF 0,05 oder 0,1 mg.
Besonders vorsichtig sollte mit der Behandlung bei Patienten über 50 sowie bei Patienten mit Herzerkrankungen oder mit schwerer Hypothyreose begonnen werden: Die Anfangsdosis sollte nur 0,025 mg täglich betragen. Die Tagesdosis kann in Abständen von ca. 4 Wochen um jeweils 0.025 mg erhöht werden.
Zur korrekten Einstellung der Dosierung bei diesen Patienten ist die klinische Symptomatik meistens das bessere Kriterium als die Bestimmung der Serumwerte.
Vor Beginn der Therapie wird empfohlen, bei Vorliegen von oder Verdacht auf Herzerkrankungen ein EKG zu machen.
Wenn unerwünschte Wirkungen wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Durchfall, Glukosurie, Tremor, Adynamie, Schwitzen, Kopfschmerzen, starker Gewichtsverlust, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen und vereinzelte pektanginöse Beschwerden bei latent vorhandener Ischämie auftreten, ist die Dosis zu hoch oder die Dosissteigerung zu rasch; die Dosis muss herabgesetzt oder die Behandlung während 1-2 Tagen unterbrochen und anschliessend mit einer niedrigeren Dosierung fortgesetzt werden.
Kinder
Bei Kindern muss die Dosierung individuell festgelegt werden. Kinder benötigen höhere Dosen pro kg Körpergewicht als Erwachsene.
Bei Kleinkindern unter einem Jahr muss die entsprechende Teildosis, wenn nötig in geeigneter Form (mit Brei oder Flüssigkeit) verabreicht werden, wobei auf vollständige Einnahme der Dosis zu achten ist.
Die Dosis beträgt im Alter von
0-6 Monaten: 0,025-0,075 mg (10 µg/kg).
6-12 Monaten: 0,050-0,075 mg (8 µg/kg)
1-5 Jahren: 0,075 - 0,100 mg (5-6 µg/kg).
6-12 Jahren: täglich 0,100 - 0,150 mg (4-5 µg/kg).
Notwendige Dosissteigerungen sind, falls erforderlich, im Abstand von 2-4 Wochen vorzunehmen.
Kretinismus: Es sollte die höchst mögliche Dosis gegeben werden, welche gerade noch keine unerwünschten Wirkungen hervorruft. Die Dosierung wird an Hand der klinischen Symptomatik, durch regelmässige Kontrollen des Körperwachstums und durch geeignete Schilddrüsendiagnostik festgelegt. Klinisch relevant sind ein normaler Puls und normaler Stuhlgang. Im Laufe des ersten Lebensjahres können erhöhte TSH-Spiegel bestehen bleiben. Zur Behandlung des Kretinismus wird eine Anfangsdosis von 0,025 mg täglich empfohlen. Diese Dosis wird in 2-4wöchigen Abständen um 0,025 mg erhöht bis leichte Nebenwirkungen auftreten. Die Dosierung wird dann geringfügig herabgesetzt.
Juveniles Myxödem: Dasselbe Dosierungsschema gilt für die Behandlung von juvenilem Myxödem, wobei jedoch die Initialdosis bei Kindern, die über 1 Jahr alt sind, mit 2,5-5 µg/kg/Tag angesetzt werden kann.
Geriatrie und Patienten mit schweren Erkrankungen:
Eine niedrige Anfangsdosierung von 25µg und vorsichtige Dosissteigerung ist angezeigt bei geriatrischen Patienten, bei Patienten mit einer seit langem bestehenden oder besonders schweren Hypothyreose sowie bei solchen mit anderen Endokrinopathien oder funktionellen bzw. EKG-Zeichen kardiovaskulärer Erkrankungen.
Therapiedauer:
Bei Hypothyreose und Thyreoidektomie wegen Schilddrüsenmalignom zeitlebens, bei euthyreoter Struma und Strumarezidivprophylaxe einige Monate oder Jahre bis zeitlebens, bei Begleittherapie der Hyperthyreose entsprechend der Dauer der Thyreostatischen Medikation.
Kontraindikationen
Hyperthyreose, frischer Herzinfarkt, schwere Angina pectoris, Herzinsuffizienz mit gesteigerter Herzfrequenz, Überempfindlichkeit gegenüber Levothyroxin oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung, unbehandelte NNR-Funktionsstörungen unbehandelte Hypophyseninsuffizienz.
Es gibt keinen Nachweis, dass Schilddrüsenhormone bei Übergewicht euthyreoter Personen eine gewichtsvermindernde Wirkung haben. Deshalb und da höhere Dosen schwere und sogar
lebensbedrohende toxische Wirkung verursachen können, ist Eltroxin-LF wie alle Schilddrüsenhormone zur Behandlung von Obesitas ungeeignet und kontraindiziert.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Bevor eine Therapie mit Eltroxin-LF begonnen wird, sind folgende Krankheiten auszuschliessen bzw. zu behandeln: Herzinsuffizienz, Hypertonie, Störungen der Hypophysen-/Nebennierenfunktion, Schilddrüsenautonomie. Bei Patienten mit Störungen der Hypophysen-Nebennierenrinden-Funktion wird empfohlen, zuerst mit einer Kortikosteroid-Behandlung zu beginnen.
Bei Patienten mit einer Hypertonie ist diese vor der Verordnung von Eltroxin-LF entsprechend zu behandeln.
Bei Verdacht auf Autonomie der Schilddrüse sollte ein TRH-Test oder ein Suppressionsszintigramm durchgeführt werden.
Patienten mit Koronarinsuffizienz, denen während einer Behandlung mit Eltroxin-LF zusätzlich Katecholamine (Adrenalin) verabreicht werden müssen, sind wegen des erhöhten Risikos einer akuten Koronarinsuffizienz besonders sorgfältig zu überwachen (siehe «Interaktionen»).
Bei Auftreten einer kardialen Dekompensation sollten adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden.
Bei Diabetikern sollte am Anfang der Eltroxin-LF-Therapie der Blutzuckerspiegel häufiger bestimmt und der Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln überprüft werden.
Eltroxin-LF kann die Wirkungsdauer einer Reihe von Medikamenten verändern und seine Resorption kann durch Bindung an Aluminiumverbindungen (z.B. gewisse Antazida), Eisenpräparate und Colestyramin beeinträchtigt werden (s. bei «Interaktionen»).
Interaktionen
Einfluss von Pharmaka auf die Thyroxinwirkung
Es wurde beschrieben, dass aluminiumhaltige Arzneimittel (Antazida, Sucralfat), eisenhaltige Arzneimittel oder Calciumcarbonat die Resorption von Levothyroxin vermindern können. Deshalb sollte die Einnahme von Levothyroxin mindestens 2 Stunden vor diesen Arzneimitteln erfolgen.
Auch Colestyramin kann Levothyroxin im Magen-Darm-Trakt binden und die Resorption stark verringern.
Colestyramin sollte deshalb erst 4-5 Stunden nach der Einnahme von Levothyroxin verabreicht werden.
Die gleichzeitige Einnahme von oralen Kontrazeptiva kann aufgrund einer Stimulation der TGB-Synthese einen erhöhten Bedarf an Levothyroxin bewirken. Lithiumsalze und Iodide hemmen die Ausschüttung von Thyroxin aus der Schilddrüse und können so einen höheren Levothyroxinbedarf bei Hypothyreose vortäuschen.
Leberenzym-induzierende Pharmaka, wie Antikonvulsiva (Carbamazepin und Phenytoin), Barbiturate und Rifampicin erhöhen den Metabolismus der Schilddrüsenhormone (Wirkungsreduktion). Carbamazepin und Phenytoin können Levothyroxin andererseits aus der Plasmaproteinbindung verdrängen (Wirkungserhöhung). Durch letzteren Effekt kann die Entstehung von Herzrhythmusstörungen begünstigt werden.
Auch Salizylate, Phenylbutazon, orale Antikoagulantien, Furosemid und Clofibrat können Levothyroxin aus seiner Plasmabindung verdrängen und dadurch seine Wirkung erhöhen. In der Praxis haben diese Verdrängunseffekte jedoch, abgesehen von ihrer Auswirkung auf den Thyroid-Funktionstest (siehe unten), kaum klinische Bedeutung.
Es wurden Fälle nach der Markteinführung berichtet, die auf eine potenzielle Wechselwirkung zwischen Ritonavir enthaltenden Arzneimitteln und Levothyroxin hindeuten. Bei Patienten, die mit Levothyroxin behandelt werden, sollten zumindest im ersten Monat nach Beginn und/oder Ende der Ritonavir-Behandlung das Thyreoidea-stimulierende Hormon (TSH) kontrolliert werden.
Amiodaron und Propranolol können den Abbau von Levothyroxin verzögern und somit seine Wirkungsdauer verlängern.
Einfluss von Levothyroxin auf andere Pharmaka
Wirkungsabschwächung
Die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika kann durch Schilddrüsenhormone vermindert werden (Einstellung überprüfen).
Levothyroxin kann durch Beschleunigung des Metabolismus die Wirkungsdauer anderer Medikamente verkürzen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Wirkungsverstärkung
Die Wirkung von Antikoagulantien und Herzglykosiden wird verstärkt (Einstellung überprüfen).
Die Phenytoin-Plasmaspiegel können durch Levothyroxin erhöht sein.
Levothyroxin erhöht die Empfindlichkeit von Adrenorezeptoren gegen Catecholamine und Sympathomimetika und verstärkt so deren Wirksamkeit.
Levothyroxin beschleunigt auch den Wirkungseintritt tricyclischer Antidepressiva.
Schwangerschaft/Stillzeit
Während der Schwangerschaft soll die Eltroxin-LF-Einnahme nicht unterbrochen werden.
Schilddrüsenhormone passieren die Plazentaschranke nur in geringem Ausmass. Die bisherige klinische Erfahrung gibt keine Hinweise auf unerwünschte Wirkungen auf den Fötus. Da während der Schwangerschaft die Serum-Thyrotropinspiegel bei ca. 75% der hypothyroiden Patientinnen z.T. erheblich ansteigen können (aufgrund der Erhöhung des thyroxinbindenden Globulins TBG), kann während der Schwangerschaft sogar eine höhere Thyroxindosis und entsprechende vorübergehende Neueinstellung der Dosierung indiziert sein.
Die Therapie von Schilddrüsenerkrankungen in der Schwangerschaft bedarf engmaschiger Kontrolle
der Schilddrüsenwerte und sollte nur von Spezialisten durchgeführt werden.
Stillzeit
Levothyroxin tritt in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über, doch sind dadurch bei physiologischen Dosen keine Wirkungen (z.B. Entwicklung einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion) beim gestillten Säugling zu erwarten.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Bei Patienten mit gut eingestellten Thyroxinspiegeln besteht kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.
Unerwünschte Wirkungen
Folgende Symptome sind Folgen einer zu raschen Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung oder einer zu hohen Dosierung und verschwinden im Allgemeinen bei Reduzierung der Dosis oder nach Absetzen des Medikamentes während einiger Tage: Nervosität, Schlaflosigkeit, Durchfall, Glukosurie, Tremor, Adynamie, Schwitzen, Kopfschmerzen, starker Gewichtsverlust, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen, pektanginöse Beschwerden.
Durch die Behandlung mit Eltroxin-LF kann eine bis anhin latent vorhandene Herzinsuffizienz manifest werden.
Überdosierung
Die klinischen Symptome einer Überdosierung sind diejenigen einer Hyperthyreose und können mit einer bis zu 5 Tagen dauernden Verzögerung eintreten: Nervosität, Schlaflosigkeit, Durchfall, Glukosurie, Tremor, Adynamie, Schwitzen, Kopfschmerzen, starker Gewichtsverlust, Tachykardie, Herzrhythmusstörungen, pektanginöse Beschwerden, Verwirrung, Mydriasis, Erhöhung der Körpertemperatur, Konvulsionen.
Im Falle einer massiven Überdosierung ist eine symptomatische Behandlung angezeigt. Magenspülung oder Auslösen von Erbrechen ist nur innerhalb weniger Stunden nach Einnahme der Überdosis indiziert. Die Zunahme der Herzfrequenz konnte beim Erwachsenen mit einer Dosis von 40 mg Propranolol alle 6
Stunden und andere Symptome durch Gabe von Diazepam und/oder Chlorpromazin unter Kontrolle gebracht werden.
Thyreostatika sind zur Behandlung einer Überdosierung von Levothyroxin nicht angezeigt, da die Schilddrüse bereits völlig ruhiggestellt ist.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: H03 AA 01
Das in Eltroxin-LF enthaltene Schilddrüsenhormon Levothyroxin ist mit dem natürlichen endogen gebildeten Schilddrüsenhormon Levothyroxin (T 4) identisch. Das Levothyroxin der Eltroxin-LF-Tabletten wird synthetisch hergestellt. Die Hauptwirkung von exogen zugeführtem Levothyroxin besteht in einer Steigerung des Energieumsatzes im gesamten Organismus. Es beeinflusst den Stoffwechsel von Proteinen, Kohlehydraten, Lipiden, Nukleinsäuren und Vitaminen und erhöht die Wärmeproduktion. Eltroxin wird zur Substitionstherapie von Schilddrüsenerkrankungen, verwendet.
Nach oraler Verabreichung tritt die Wirkung von Levothyroxin im Vergleich zu der von Liothyronin (T3) wesentlich später ein und ist von wesentlich längerer Dauer. Die volle Wirkung von Levothyroxin wird 1-3 Wochen (Liothyronin: 24-72 Stunden) nach Beginn einer oralen Therapie erreicht, und sie hält nach Verabreichung der letzten Dosis etwa 1-3 Wochen (Liothyronin: bis zu 72 Stunden) an.
Pharmakokinetik
Absorption
Nach oraler Nüchterneinnahme wird Levothyroxin aus dem Magen-Darm-Trakt zu etwa 80% resorbiert. Bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme ist die Absorption um bis zu 20 % reduziert.
Distribution
Levothyroxin wird zu mehr als 99% an Plasmaproteine gebunden, vornehmlich an das thyroxinbindende Globulin (TBG) und in geringerem Masse an das thyroxinbindende Präalbumin (TBPA) und an Albumin.
Levothyroxin passiert die Plazentaschranke nur in pharmakologisch unwirksamen Mengen und tritt auch nur in geringen Mengen in die Muttermilch über.
Metabolismus
Levothyroid wird in der Peripherie teilweise zu L-Trijodthyronin (T3) dejodiert. Levothyroxin und Liothyronin werden zu weiteren inaktiven Metaboliten dejodiert. In der Leber wird Thyroxin mit Glucuronsäure und Sulfat konjugiert. Die Konjugate unterliegen einem enterohepatischen Kreislauf.
Die Halbwertszeit von Levothyroxin beträgt beim Gesunden 6-7 Tage und ist während der Schwanger-schaft oder bei Patienten mit Myxödem etwas verlängert. Die normale extrarenale Dosisfraktion Q 0 von Levothyroxin beträgt 1,0. Die Ausscheidung erfolgt vor allem über die Faeces.
Kinetik spezieller Patientengruppe
In der Schwangerschaft nimmt die Bindungskapazität der Plasmaproteine für Levothyroxin und somit dessen Plasmahalbwertszeit zu. Bei ausgeprägter Hypoproteinämie (Leberzirrhose) und bei Hypothyreose ist die Plasmahalbwertszeit von Levothyroxin verlängert, bei Hyperthyreose erniedrigt.
Präklinische Daten
Es liegen keine präklinischen Daten vor.
Sonstige Hinweise
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Levothyroxin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Dies ist bei der Untersuchung der Schilddrüsenfunktion von Säuglingen zu beachten.
Eine grosse Anzahl Arzneimittel kann Schilddrüsenfunktionstests beeinflussen.
Dazu zählen Östrogene (Erhöhung von TGB), Androgene, Kortikosteroide (Senkung von TGB), Salizylate und Phenylbutazon (Verdrängung aus der Plasmaproteinbindung). Schilddrüsenfunktionstests verändern sich auch während der Schwangerschaft und bei Vorliegen von Hepatitis.
Haltbarkeit/ besondere Lagerungshinweise
Eltroxin-LF soll nicht über 25°C zum Schutz vor Licht im sorgfältig verschlossenen Behälter und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Verfalldatum beachten.
Zulassungsnummer
29'812 Swissmedic
Zulassungsinhaberin
Alfasigma Schweiz AG, Zofingen
Stand der Information
August 2018



















