Loramet Tabl 1 mg 30 pcs
Loramet 1 mg 30 tablets
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Description - Loramet Tabl 1 mg 30 pcs
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Loramet®
Was ist Loramet und wann wird es angewendet?
Loramet enthält den Wirkstoff Lormetazepam, ein schnell wirkendes Schlafmittel aus der Klasse der Benzodiazepine, das ein rasches Einschlafen und gutes Durchschlafen bewirkt.Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Kurzzeitbehandlung von schweren Einschlaf- und Durchschlafstörungen bei Erwachsenen.Loramet verkürzt die Einschlafzeit, so dass in den meisten Fällen der Schlaf innerhalb von 15?30 Minuten eintritt, und trägt dazu bei, eine normale Schlafdauer (6?8 Stunden) wiederherzustellen.
Was sollte dazu beachtet werden?
Loramet wird nur bei schweren Schlafstörungen vom Arzt bzw. von der Ärztin verschrieben und wird nur für kurze Zeit eingenommen. Sie sollten das Präparat mit der vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebenen Dosis nicht länger als 4 Wochen einnehmen. Nach diesem Zeitpunkt wird der Arzt bzw. die Ärztin abklären, ob er/sie die Behandlung weiterführen wird.Schlafmittel und andere Präparate mit Wirkung auf das Zentralnervensystem können sich gegenseitig beeinflussen.Da Alkohol ebenfalls die Wirkung von Schlafmitteln verstärkt, muss auf gleichzeitigen Alkoholgenuss verzichtet werden.
Wann darf Loramet nicht eingenommen werden?
Loramet darf nicht angewendet werden bei:
- Überempfindlichkeit gegenüber Lormetazepam oder einem anderen Bestandteil des Arzneimittels,Überempfindlichkeit gegenüber Benzodiazepinen,schwerer Muskelschwäche (Myasthenia gravis),schwerer Atemfunktionsstörung,Aussetzen der Atmung im Schlaf (Schlafapnoe-Syndrom),Abhängigkeit von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen.
Wann ist bei der Einnahme von Loramet Vorsicht geboten?
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung sowie bei Patienten mit Störungen in der Bewegungskoordination.
Gewöhnung
Nach längerdauernder Behandlung über mehrere Wochen kann die schlaffördernde Wirkung nachlassen.
Abhängigkeit und Missbrauch
Die Einnahme von Loramet kann - wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten - zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) sowie bei der Einnahme einer höheren Dosis, aber auch bei kurzzeitiger Behandlung im verschriebenen Dosisbereich auftreten. Das Risiko ist bei Alkohol- und Drogenmissbrauch und bei gewissen psychiatrischen Erkrankungen erhöht.
- Nehmen Sie deshalb Loramet nur auf Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ein,erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosis,informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen; nach längerer Anwendung wird eine allmähliche Reduktion der Dosis empfohlen,Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss; eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen,das plötzliche Absetzen sollte vermieden werden und stattdessen ein langsames Absetzen des Arzneimittels angestrebt werden.
Entzugserscheinungen
Das abrupte Absetzen des Arzneimittels kann Entzugssymptome zur Folge haben. Es können dann Schlaflosigkeit, Zittern, Schwitzen, Magen-Darm-Beschwerden und Kopf- oder Muskelschmerzen auftreten. Verstärkte Angst, Stress, Spannungszustände sowie Erregung und innere Unruhe können ebenfalls vorkommen. Das Erscheinungsbild kann sich bis zu bedrohlichen körperlichen (Krampfanfälle) und seelischen Reaktionen (z.B. Depressionen, Wahnvorstellungen) steigern. Krampfanfälle können bei Patienten mit Epilepsie oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z.B. Antidepressiva), stärker ausfallen.
Wiederauftreten von Schlaflosigkeit und Angstgefühl
Bei Abbruch der Behandlung können die Symptome, welche zu einer Behandlung mit Loramet führten, in verstärkter Form erneut auftreten. Sie können von anderen Reaktionen wie Stimmungsschwankungen, Angstgefühl oder Schlafstörungen und Ruhelosigkeit begleitet sein.
Gedächtnisstörungen
Benzodiazepine (wie der Wirkstoff von Loramet) können nach der Einnahme Gedächtnislücken zur Folge haben. Dieser Zustand tritt üblicherweise einige Stunden nach der Einnahme auf. Eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer (7?8 Stunden) kann dieses Risiko verringern.
Patienten mit Depressionen
Während der Behandlung mit Benzodiazepinen (wie Loramet) können frühere depressive Zustände oder eine Verschlechterung eines depressiven Zustandes sowie Gedanken zur Selbsttötung auftreten.In diesen Fällen sollten Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.
Psychiatrische und «paradoxe» Reaktionen
Benzodiazepine (wie Loramet) können psychiatrische oder sogenannte paradoxe Reaktionen wie Angst, Erregung, Feindseligkeiten oder Aggression hervorrufen. In diesen Fällen sollten Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung setzen.
Ältere oder geschwächte Patienten
Bei älteren oder geschwächten Patienten ist die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen grösser. Aufgrund der muskelentspannenden Wirkung besteht ein Risiko für Stürze und dadurch für Knochenbrüche. Dies ist besonders zu beachten, wenn der Patient nachts aufsteht.
Kinder und Jugendliche
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Loramet bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde bislang nicht ausreichend untersucht. Die Anwendung von Loramet für die Behandlung von Schlaflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über allfällige Atemwegs-, Leber-, oder Nierenerkrankungen, sowie wenn Sie unter ?Grünem Star' oder schweren Durchblutungsstörungen des Gehirns leiden, oder wenn bei Ihnen eine Alkohol- oder Arzneimittelabhängigkeit besteht oder früher bestand.Alkoholische Getränke verstärken die Wirkung von Loramet. Das kann unter anderem dazu führen, dass Sie unsorgfältig, unbeholfen oder langsam reagieren. Verzichten Sie deshalb auf alkoholische Getränke, wenn Sie Loramet einnehmen.Die Wirkung von Loramet wird durch die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln mit Effekten auf das Zentralnervensystem wie Beruhigungsmittel, Mittel gegen Depressionen und Psychosen, Schmerzmittel, Betäubungsmittel, krampflösende Mittel (Antiepileptika) und Arzneimittel gegen Allergien mit beruhigender Wirkung verstärkt.Die gleichzeitige Anwendung von Loramet und Opioiden (starke Schmerzmittel, Arzneimittel zur Drogenersatztherapie und einige Hustenmittel) erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atemnot, Koma und kann lebensbedrohlich sein. Deshalb sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht möglich sind.Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin jedoch Loramet zusammen mit Opioiden verschreibt, sollten Dosis und Dauer der gleichzeitigen Behandlung von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin beschränkt werden.Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über alle Opioidhaltigen Arzneimittel, die Sie zu sich nehmen und halten Sie sich streng an die erhaltene Dosierungsempfehlung. Es kann hilfreich sein, Freunde oder Verwandte über die oben genannten Anzeichen und Symptome zu informieren. Kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie solche Symptome haben.Die Kombination mit Betäubungsmitteln kann zu einer verstärkten Euphorie und damit zu einer schnelleren psychischen Abhängigkeit führen.Auch andere Wirkstoffe können die Wirkung von Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Wirkstoffen verstärken. Beispiele hierfür sind Arzneimittel gegen die sogenannte «Schlafkrankheit» (Narkolepsie), Arzneimittel, welche die Kreislauf- oder Atemfunktion beeinflussen (z.B. ß?Rezeptorenblocker, herzaktive Glykoside, Methylxanthine), Verhütungsmittel («Antibabypille») oder Antibiotika, sowie Arzneimittel zur Entspannung der Muskulatur (Muskelrelaxantien).Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen! Deshalb sollte das Lenken von Motorfahrzeugen und das Bedienen von Maschinen sowie das Verrichten anderer gefährlicher Tätigkeiten solange unterlassen werden, bis feststeht, dass das Arzneimittel weder schläfrig noch schwindlig macht.Loramet enthält Laktose. Bitte nehmen Sie Loramet erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt resp. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie
- an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Loramet während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten, dürfen Sie Loramet nicht einnehmen. Wird Loramet gegen Ende der Schwangerschaft oder während der Geburt verabreicht, können beim Säugling verminderte Aktivität, herabgesetzte Muskelspannung, Abnahme der Körpertemperatur und/oder des Blutdrucks, Atemdämpfung, Atemstillstand sowie Trinkschwäche auftreten.Da der Wirkstoff von Loramet in die Muttermilch übertritt, sollte dieses Arzneimittel während der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Wie verwenden Sie Loramet?
Der Arzt bzw. die Ärztin legt die Dosierung und die Behandlungsdauer fest. Erhöhen Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.Erwachsene: Die Behandlung wird mit 1 Tablette zu 1 mg eingeleitet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann die Dosierung auf 2 mg (2 Tabletten zu 1 mg oder 1 Tablette zu 2 mg) erhöhen.Die Zierkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.Da die Wirkung von Loramet rasch eintritt, sollte das Arzneimittel unmittelbar vor dem Schlafengehen mit etwas Wasser eingenommen werden. Zudem sollte eine normale Schlafdauer von 7?8 Stunden gewährleistet sein.Die Wirksamkeit und Sicherheit von Loramet bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde bislang nicht ausreichend untersucht. Die Anwendung von Loramet für die Behandlung von Schlaflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Welche Nebenwirkungen kann Loramet haben?
Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)
Kopfschmerzen.
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)
Angstgefühle, Veränderungen des Sexualtriebes, Verlangsamung geistiger Funktionen, Mattigkeit, Benommenheit, Beruhigung, Schläfrigkeit, Aufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisverlust, Störungen des Sprechens, Geschmacksstörungen, Herzrasen, Erbrechen, Übelkeit, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, trockener Mund, Juckreiz, Entleerungsstörungen der Blase, Kraftlosigkeit, übermässiges Schwitzen, Unwohlsein.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)
Bluterkrankungen, Hautausschlag.
Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)
Überempfindlichkeitsreaktionen, hormonelle Erkrankung mit zu geringer Urinausscheidung über die Nieren (Schwartz-Bartter-Syndrom), zu niedriger Natriumblutspiegel, Sehstörungen (einschliesslich Doppel- und Verschwommensehen), tiefer/erniedrigter Blutdruck, Atmungsschwierigkeiten, Aussetzen der Atmung (Apnoe) auch während des Schlafens (verstärkte Schlafapnoe), Verstärkung einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), erhöhte Leberblutwerte, allergische Hautentzündung.
Einzelfälle
In Einzelfällen können sich rasch entwickelnde, schmerzlose, selten juckende Schwellung von Haut oder Schleimhaut, Selbsttötung, Selbsttötungsversuch, Selbsttötungsgedanken (durch Aufdeckung einer bestehenden Depression), akute Psychose, Halluzinationen, Abhängigkeit, Arzneimittelmissbrauch, Depression (Aufdeckung einer bestehenden Depression), Wahnvorstellungen, Entzugserscheinungen/verstärkt wiederauftretende Schlaflosigkeit (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Loramet Vorsicht geboten?»), Unruhe, Aggression, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Ärger, Albträume, Verwirrtheitszustände, Delirium, Verhaltensstörungen, Gefühlsarmut, Entwicklungsverzögerungen, Manie, verringertes Bewusstseinsniveau, Störungen der Bewegungskoordination, Krampfanfälle, Zittern, Bewegungsstörungen, reduziertes Reaktionsvermögen, Augenzittern, Nesselsucht, Hautausschlag oder Erschöpfung auftreten. In diesen Fällen muss ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden und die Behandlung beendet werden.Weiterhin können in Einzelfällen Magen-Darm-Beschwerden, Muskelschwäche (erhöhte Sturzgefahr), Muskelkrämpfe, Unterkühlung und «paradoxe» Reaktionen auftreten (siehe oben).Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis
Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und für Kinder unzugänglich aufbewahren. Das Präparat im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Loramet enthalten?
1 Tablette Loramet enthält:
Wirkstoffe
Lormetazepam 1.0 oder 2.0 mg.
Hilfsstoffe
Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K 25, Magnesiumstearat.
Zulassungsnummer
43154 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Loramet? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Loramet 1.0 mg Tabletten: 30.Loramet 2.0 mg Tabletten: 30.
Zulassungsinhaberin
MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.
Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
[Loramet 200 D]
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoffe
Lormetazepamum.
Hilfsstoffe
Lactosum monohydricum 74 mg (1 mg Tablette) resp. 148 mg (2 mg Tablette), Maydis amylum, Povidonum K 25, Magnesii stearas.
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
1 Tablette Loramet enthält: Lormetazepam 1.0 mg oder 2.0 mg (mit Zierkerbe).
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen bei Erwachsenen. Benzodiazepine sollen nur dann eingesetzt werden, wenn die Störungen von klinisch signifikantem Schweregrad sind oder den Patienten in seinem Verhalten stark beeinträchtigen.
Schlaflosigkeit kann ein Symptom physischer oder psychischer Krankheiten sein. Daher sollten bei Schlafstörungen allfällige ursächliche Grundkrankheiten erkannt und spezifisch behandelt werden.
Dosierung/Anwendung
Übliche Dosierung
Die Behandlung soll mit der niedrigsten empfohlenen Dosis begonnen werden.
Erwachsene: 1-2 mg Lormetazepam.
Die höhere Dosierung von 2 mg wird nur bei Patienten empfohlen, die auf die niedrigere Dosis nicht ausreichend ansprechen.
Die Maximaldosis von 2 mg soll nicht überschritten werden.
Die Dosierung muss der Reaktion des Patienten entsprechend angepasst werden. Dosisreduktionen können erwogen werden.
Die Tabletten sollten unmittelbar vor dem Schlafengehen mit etwas Wasser eingenommen werden.
Die Zierkerben dienen nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.
Therapiedauer
Bei Schlafstörungen sollte die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein, darf jedoch 4 Wochen, inkl. dem Ausschleichen der Therapie, nicht überschreiten. Jede länger dauernde Behandlung bedarf einer sorgfältigen Reevaluation der Situation. Prinzipiell wird ein ausschleichendes Absetzen der Therapie empfohlen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Die Zierkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.
Patienten mit leichter bis mässiger chronischer Ateminsuffizienz (chronisch-respiratorische Insuffizienz) sowie Nieren- und/oder Leberinsuffizienz
Für Patienten mit leichter bis mässiger chronischer Ateminsuffizienz, sowie mit Nieren- und/oder Leberinsuffizienz sollte eine Dosisreduktion in Betracht gezogen werden.
Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion benötigen eine regelmässige medizinische Beobachtung.
Ältere oder geschwächte Patienten
Die empfohlene Dosis für ältere oder geschwächte Patienten oder solche, die an Gefässerkrankungen des Gehirns (Arteriosklerose) leiden, sowie Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz sollte auf 0.5 mg reduziert werden. Für eine Dosierung von 0.5 mg stehen niedriger dosierte Präparate zur Verfügung.
Eine höhere Dosierung ist nur bei Patienten indiziert, welche auf die niedrigere Dosis nicht ausreichend ansprechen.
Kinder und Jugendliche
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lormetazepam bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde bislang nicht ausreichend untersucht. Die Anwendung von Lormetazepam für die Behandlung von Schlaflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
- Myasthenia gravis,
- Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine,
- schwere respiratorische Insuffizienz,
- Schlaf-Apnoe,
- Abhängigkeitsanamnese (Alkohol, Arzneimittel, Drogen),
- akute Vergiftungen mit Alkohol, Schlaftabletten, Schmerzmitteln oder Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithiumsalze).
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit:
- spinalen oder zerebellären Ataxien,
- schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz.
Toleranz
Nach längerdauernder Behandlung über mehrere Wochen besteht die Möglichkeit, dass sich eine gewisse Toleranz gegenüber der hypnotischen Wirkung entwickelt.
Abhängigkeit und Missbrauch
Die Einnahme von Benzodiazepinen kann zu einer physischen und psychischen Abhängigkeit führen. Dieses Risiko steigt mit der Dosis und Dauer der Einnahme; eine Abhängigkeit kann aber auch bereits bei kurzzeitiger Behandlung innerhalb des therapeutischen Dosisbereiches auftreten. Dieses Risiko ist insbesondere erhöht bei prädisponierten Patienten mit Arzneimittel- oder Alkoholmissbrauch in der Vorgeschichte und bei Patienten mit gravierenden Persönlichkeitsstörungen. Plötzliches Absetzen sollte vermieden werden und stattdessen ein Ausschleichen des Arzneimittels angestrebt werden.
Entzugserscheinungen
Sobald eine Abhängigkeit eingetreten ist, kann ein abruptes Absetzen der Behandlung von Entzugssymptomen begleitet sein. Diese können Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, verstärkte Angst, Stress, Depressionen, Schlaflosigkeit, Unruhe, Verwirrtheit und Reizbarkeit, Schwitzen, Rebound-Syndrom, Dysphorie, Übelkeit, Gefühle von Unwirklichkeit, Depersonalisierung, Hyperakusis, Taubheit und Krämpfe in Beinen und Armen, abdominale Spasmen, Lichtempfindlichkeit, verändertes Empfinden von Geräuschen und physischem Kontakt, unbeabsichtigte Bewegungen, Brechreiz, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Halluzinationen, Krampfanfälle, Tremor, Bauchkrämpfe, Myalgien, Agitationen, Herzklopfen, Tachykardien, Panikattacken, Schwindel, Hyperreflexie und Verlust von Kurzzeitgedächtnis umfassen. Es können aber auch Symptome wie Hypothermie sowie in seltenen Fällen Delirien und zerebrale Krampfanfälle auftreten. Krampfanfälle können bei Patienten mit einer entsprechenden Anamnese (Epilepsie) oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen (z.B. Antidepressiva), stärker ausfallen.
Um das Risiko einer Abhängigkeit auf ein Minimum zu reduzieren, sollten Benzodiazepine nur nach sorgfältiger Prüfung der Indikation verschrieben und über möglichst kurze Dauer (als Hypnotikum zum Beispiel in der Regel nicht länger als vier Wochen) eingenommen werden. Ob eine Weiterführung der Behandlung notwendig ist, muss periodisch überprüft werden. Eine längere Behandlung ist nur bei bestimmten Patienten (zum Beispiel Panikzustände) indiziert und der Nutzen im Vergleich zu Risiken weniger klar.
Lormetazepam kann Missbrauchspotential besitzen, vor allem bei Patienten mit einer Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch.
Rebound-Schlaflosigkeit und Angstgefühl
Nach Absetzen der Behandlung wurde ein vorübergehendes Syndrom (Rebound-Phänomen) beschrieben, bei dem die ursprünglichen Symptome verstärkt wieder auftreten können. Zur Vermeidung von Entzugserscheinungen und im Hinblick auf eine höhere Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Rebound-/Entzugserscheinungen empfiehlt sich in jedem Fall ein ausschleichendes Absetzen, indem die Dosis stufenweise reduziert wird. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen ist eine engmaschige ärztliche Überwachung und Unterstützung des Patienten erforderlich.
Das Einsetzen von Entzugserscheinungen schwankt je nach Wirkungsdauer der Substanz zwischen ein paar Stunden und einer Woche oder mehr nach Absetzen der Therapie. Andere Symptome wie Stimmungsschwankungen, Angstgefühl oder Schlafstörungen und Ruhelosigkeit können ebenfalls auftreten.
Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein (siehe «Dosierung/Anwendung»), darf jedoch 4 Wochen, inklusive dem Ausschleichen der Therapie, nicht übersteigen. Die Dosierung und Dauer sollten für jeden Patienten individuell ermittelt werden.
Die Behandlung sollte nie ohne erneute Überprüfung der Situation des Patienten verlängert werden. Vor Behandlungsbeginn sollte der Patient über die begrenzte Dauer der Behandlung informiert werden. Ferner sollte klar darauf hingewiesen werden, in welcher Art und Weise die Dosierung ausgeschlichen wird. Ebenso ist es wichtig, dass der Patient sich bewusst ist, dass Entzugserscheinungen und Rebound-Phänomene auftreten können. So kann die Angst gegenüber allfälligen Symptomen nach Absetzen der Medikation verringert werden.
Risiko durch eine gleichzeitige Anwendung mit Opioiden
Die gleichzeitige Anwendung von Loramet und Opioiden kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen. Aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln wie Loramet zusammen mit Opioiden nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt. Wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Loramet zusammen mit Opioiden für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein (siehe auch allgemeine Dosisempfehlung in «Dosierung/Anwendung»).
Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden. In diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und deren Bezugspersonen (falls zutreffend) über diese Symptome zu informieren (siehe «Interaktionen»).
Amnesie
Benzodiazepine können eine anterograde Amnesie auslösen. Dieser Zustand tritt meistens einige Stunden nach der Einnahme des Präparates auf. Um dieses Risiko zu reduzieren, sollte sich der Patient vergewissern, dass er ununterbrochen 7-8 Stunden schlafen kann (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
Patienten mit Depressionen
Während der Behandlung mit Benzodiazepinen, inklusive Lormetazepam, können frühere depressive Zustände oder eine Verschlechterung eines depressiven Zustandes erneut eintreten. Zusätzlich können suizidale Tendenzen bei depressiven Patienten an die Oberfläche kommen. Daher sollte eine adäquate antidepressive Begleittherapie in Erwägung gezogen werden.
Benzodiazepine sollten nicht als Monotherapie bei Depression oder jeglicher Form von Angst oder Schlaflosigkeit assoziiert mit einer Depression ohne gleichzeitige Behandlung der Depression eingesetzt werden.
Da Schlafstörungen und frühes morgendliches Aufwachen erste Anzeichen einer Depression sein können, sollte eine larvierte Depression ausgeschlossen werden.
Psychiatrische und «paradoxe» Reaktionen
Benzodiazepine können psychiatrische oder paradoxe Reaktionen, wie Angst, Agitation, Feindseligkeiten, Aggression, Ärger, Schlafstörungen, Schlaflosigkeit, Albträume, Delirium, Psychosen, Halluzinationen, Ruhelosigkeit und Verhaltensstörungen hervorrufen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
Derartige Reaktionen sind häufiger bei Kindern, älteren Patienten und bei Patienten mit Zerebralsklerose. Sollten diese Reaktionen auftreten, muss Lormetazepam abgesetzt werden.
Spezielle Patientengruppen
Ältere Patienten und geschwächte Patienten
Die Gefahr des Auftretens von Nebenwirkungen ist bei älteren und geschwächten Patienten grösser; sie sollten eine geringere Dosis erhalten (siehe «Dosierung/Anwendung»). Diese Patienten sollten regelmässig überwacht werden, um die Dosis ihrer Reaktion anzupassen.
Aufgrund der muskelrelaxierenden Wirkung besteht ein Risiko für Stürze und in der Folge von Frakturen bei älteren Patienten. Dies trifft vor allem zu, wenn der Patient nachts aufsteht.
Patienten mit respiratorischer Insuffizienz
Bei Patienten mit leichter bis mässiger respiratorischer Insuffizienz, wie auch bei Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD), sollte aufgrund des damit verbundenen Risikos einer respiratorischen Depression eine geringere Dosis angewendet werden (siehe «Dosierung/Anwendung»). Bei Patienten mit schwerer respiratorischer Insuffizienz ist Lormetazepam kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen»).
Die Anwendung von Benzodiazepinen, einschliesslich Lormetazepam, kann zu einer tödlichen Atemdepression führen.
Patienten mit Leberinsuffizienz
Wie bei allen Benzodiazepinen, kann die Anwendung von Lormetazepam eine hepatische Enzephalopathie verschlechtern. Lormetazepam sollte mit Vorsicht bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz und/oder Enzephalopathie angewendet werden (siehe «Dosierung/Anwendung»). Benzodiazepine können, wie alle Präparate mit zentraldämpfender Wirkung, bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz eine Enzephalopathie auslösen.
Schmerzlicher Verlust oder Trauerfall
Im Falle von schmerzlichem Verlust oder Trauerfall kann es sein, dass psychologische Regulierungsansätze durch Benzodiazepine behindert werden.
Benzodiazepine werden zur Primärbehandlung von Psychosen nicht empfohlen.
Benzodiazepine dürfen bei Patienten mit bekanntem Arzneimittel- oder Alkoholmissbrauch, sowie bei Patienten mit Engwinkelglaukom, nur mit grösster Vorsicht eingesetzt werden.
Kinder und Jugendliche
Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lormetazepam bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde bislang nicht ausreichend untersucht. Die Anwendung von Lormetazepam für die Behandlung von Schlaflosigkeit bei Kindern und Jugendlichen wird daher nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Loramet nicht einnehmen.
Interaktionen
Von gleichzeitigem Alkoholgenuss wird abgeraten. Eine Potenzierung des sedativen Effekts von unvorhersehbarem Ausmass wird beobachtet, wenn das Präparat zusammen mit Alkohol eingenommen wird. Dies kann auch das Führen von Motorfahrzeugen und Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
In Kombination mit Präparaten mit zentraldämpfender Wirkung: Potenzierung der zentral dämpfenden Wirkung von Neuroleptika, Tranquilizern, Antidepressiva, Hypnotika, Anxiolytika, Betäubungsmitteln (v.a. Opiate), Anästhetika, Antikonvulsiva und Antihistaminika mit sedierender Wirkung.
Die gleichzeitige Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln wie Loramet mit Opioiden erhöht das Risiko für Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung. Dosierung und Dauer der gleichzeitigen Anwendung sollten begrenzt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Zusätzlich kann die gleichzeitige Einnahme von Opioiden durch die Verstärkung der Euphorie die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit, vor allem bei älteren Patienten, zunehmen.
Benzodiazepine in Kombination mit Natriumoxybat (z.B. Xyrem®) können eine verstärkte respiratorische Depression bewirken.
Bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit anderen, die Kreislauf- oder Atemfunktion beeinflussenden Arzneimitteln (z.B. β-Rezeptorenblocker, herzaktive Glykoside, Methylxanthine), sind Art und Umfang der Wechselwirkungen nicht sicher vorhersehbar. Davon betroffen sind auch orale Kontrazeptiva und einige Antibiotika. Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin sollte vor Beginn einer Therapie das Vorliegen einer entsprechenden Dauerbehandlung abklären, da in solchen Fällen, insbesondere zu Beginn der Behandlung, besondere Vorsicht geboten ist.
Die Wirkungen von Muskelrelaxantien können verstärkt werden, vor allem bei älteren Patienten und im Falle von höheren Dosierungen (Sturzrisiko).
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nicht verabreicht werden, es sei denn dies ist eindeutig erforderlich. Sollte das Arzneimittel einer Frau verschrieben worden sein, die unter der Behandlung schwanger geworden ist, sollte der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin die Behandlung nach Möglichkeit ausschleichen und beenden.
Es liegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung vor. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Die Anwendung von Benzodiazepinen in der Frühschwangerschaft scheint mit einem möglichen Anstieg des Risikos für kongenitale Missbildungen einherzugehen.
Es liegen keine hinreichenden klinischen Daten zur Anwendung bei Schwangeren vor.
Benzodiazepine und ihre glukuronisierten Metaboliten wurden in humanem Nabelschnurblut nachgewiesen, was darauf hinweist, dass diese Arzneimittel in die Plazenta übertreten können.
Die Anwendung von Benzodiazepinen während der Spätphase der Schwangerschaft oder während der Entbindung kann zu neonatalen Symptomen führen wie z.B. Hypoaktivität, Hypothermie, Hypotonie, Apnoe, Atemdepression, Trinkschwäche und unausgewogene metabolische Reaktionen auf Kältestress.
Kinder von Müttern, die chronisch Benzodiazepine über mehrere Wochen in der Spätphase ihrer Schwangerschaft oder kurz vor der Geburt eingenommen haben, können eine körperliche Abhängigkeit entwickeln und unter Entzugserscheinungen nach der Geburt leiden.
Gebärfähige Frauen sollten darüber informiert werden, dass sie das Absetzen des Präparates mit Ihrem Arzt erwägen müssen, falls sie vermuten schwanger zu sein oder es werden möchten.
Stillzeit
Da Benzodiazepine und deren Metaboliten in die Muttermilch sezerniert werden, sollte Lormetazepam in der Stillzeit nicht appliziert werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.
Trinkschwäche des Säuglings wurde bei Müttern beobachtet, die Benzodiazepine eingenommen hatten. Diese Neugeborenen sollten hinsichtlich der oben genannten pharmakologischen Effekte überwacht werden (einschliesslich Schläfrigkeit und Reizbarkeit).
Ist die Anwendung von Loramet in der Stillzeit eindeutig notwendig, sollte abgestillt werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Loramet hat einen ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen. Patienten, die Loramet einnehmen, sollten vor dem Verrichten von Tätigkeiten, welche die volle geistige Aufmerksamkeit erfordern, gewarnt werden; dazu gehört zum Beispiel das Bedienen von Maschinen, das Lenken von Motorfahrzeugen oder andere gefährliche Tätigkeiten. Ferner ist der Patient vor gleichzeitigem Alkoholgenuss zu warnen, da eine solche Kombination die unerwünschten Wirkungen beider Substanzen potenzieren kann.
Die Entscheidung über das Risiko im Einzelfall sollte unter Einbeziehung der individuellen Reaktion und Dosierung durch den behandelnden Arzt/die behandelnde Ärztin getroffen werden.
Unerwünschte Wirkungen
Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000), unbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Die am häufigsten berichteten Arzneimittelwirkungen waren Kopfschmerzen, Sedierung und Angstgefühle.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Bluterkrankungen.
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Hypersensitivität.
Unbekannt: Angioödem.
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Sehr selten: Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH; Schwartz-Bartter-Syndrom), Hyponatriämie.
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Angstgefühle, Libidostörungen, Bradyphrenie.
Unbekannt: Vollständiger Suizid, Suizidversuch, Suizidgedanken (durch Demaskierung einer vorbestehenden Depression), akute Psychose, Halluzination, Abhängigkeit, Arzneimittelmissbrauch, Depression (Demaskierung einer vorbestehenden Depression), Wahnvorstellungen, Entzugserscheinungen/Rebound-Schlaflosigkeit (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), Agitation, Aggression, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Ärger, Albträume, Verwirrtheitszustände, Delirium, Verhaltensstörungen, Gefühlsarmut, psychomotorische Retardierung, Manie.
Beim Auftreten derartiger Symptome muss Loramet abgesetzt werden. Diese Reaktionen sind bei älteren Patienten eher möglich.
Erkrankungen des Nervensystems
Die Wirkung von Benzodiazepinen auf das zentrale Nervensystem (ZNS) ist dosisabhängig. Die hemmende Wirkung auf das ZNS ist ausgeprägter bei höherer Dosis.
Sehr häufig: Kopfschmerzen.
Häufig: Mattigkeit, Benommenheit, Sedierung, Somnolenz, Aufmerksamkeitsstörungen, Amnesie, Dysarthrie, Geschmacksstörungen.
Unbekannt: Verringertes Bewusstseinsniveau, Ataxie, Konvulsionen, Tremor, extrapyramidale Störung, reduziertes Reaktionsvermögen.
Diese Symptome treten vorwiegend bei Therapiebeginn auf und verschwinden nach wiederholter Gabe.
Anterograde Amnesie ist mit therapeutischen Dosen möglich, mit höheren Dosen nimmt das Risiko zu. Amnesie kann mit Fehlverhalten einhergehen. (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Augenerkrankungen
Sehr selten: Sehstörungen (einschliesslich Doppel- und Verschwommensehen).
Unbekannt: Nystagmus.
Herzerkrankungen
Häufig: Tachykardie.
Gefässerkrankungen
Sehr selten: Hypotonie, erniedrigter Blutdruck.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr selten: Atemdepression, Apnoe, verstärktes Schlafapnoe-Syndrom, verstärkte chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD). (Die Wirkung von Benzodiazepinen auf die Atmungsorgane hängt von der Dosis ab und nimmt mit steigender Dosis zu).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Erbrechen, Nausea, Oberbauchbeschwerden, Obstipation, trockener Mund.
Unbekannt: Gastrointestinale Beschwerden.
Leber und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Erhöhte Transaminasen, erhöhte alkalische Phosphatase.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Pruritus.
Gelegentlich: Exantheme.
Sehr selten: Allergische Dermatitis.
Unbekannt: Urtikaria, Hautausschlag.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Aufgrund der muskelrelaxierenden Wirkung besteht ein Risiko für Stürze und in der Folge für Frakturen bei älteren Patienten.
Unbekannt: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Häufig: Miktionsstörungen.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Häufig: Kraftlosigkeit, Hyperhidrosis, Unwohlsein.
Unbekannt: Erschöpfung, Hypothermie, paradoxe Arzneimittelreaktionen.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Bei der Behandlung einer Überdosierung sollte immer in Betracht gezogen werden, dass möglicherweise mehrere Arzneimittel eingenommen wurden.
Eine Überdosierung von Lormetazepam ist in der Regel nicht lebensbedrohlich, es sei denn, es wurde zusammen mit anderen ZNS-wirksamen Substanzen – einschliesslich Alkohol – eingenommen.
Anzeichen und Symptome
Eine Überdosierung von Benzodiazepinen ist gewöhnlich durch verschiedene Stadien der zentralen Dämpfung gekennzeichnet, die von Benommenheit bis hin zum Koma gehen kann. In leichten Fällen treten Symptome wie Benommenheit, geistige Verwirrung, Lethargie und Sprachstörungen auf. In schwereren Fällen können Ataxie, paradoxe Reaktionen, zentrale Dämpfung, verminderter Muskeltonus, Blutdruckabfall, Atemdepression und kardiale Depression auftreten, Koma, und Tod umfassend.
Behandlung
Bei der Behandlung einer Überdosierung sollte immer die Möglichkeit eingeschlossen werden, dass der Patient mehrere Substanzen eingenommen haben kann.
Patienten mit leichteren Vergiftungserscheinungen sollten unter Beobachtung und Monitoring ihrer Atmungs- und Herzfunktion ausschlafen. Bei schwerwiegenderen Fällen können zusätzliche Massnahmen notwendig sein. Induziertes Erbrechen wird nicht empfohlen. Die Anwendung von Aktivkohle kann die Absorption verringern. Eine Magenspülung wird nicht routinemässig empfohlen, kann aber in schweren Fällen durchgeführt werden. In schweren Fällen können weitere Massnahmen (Stabilisierung der Kreislauffunktion, Intensivmonitoring) notwendig sein.
Beim bewusstlosen Patienten soll eine Magenspülung durchgeführt werden mit entsprechendem Schutz der Atemwege.
Im Falle einer Intoxikation durch die alleinige Einnahme von Lormetazepam wird eine forcierte Diurese oder eine Hämodialyse aufgrund der beträchtlichen Plasmaproteinbindung und des hohen Verteilungsvolumens nicht sehr hilfreich sein. Die Dialysierbarkeit von Lormetazepam wurde jedoch bislang nicht geprüft. 3-OH-Benzodiazepine sind nicht dialysierbar und ihre Metaboliten (Glukuronide) ebenfalls nur schwer dialysierbar. Besondere Aufmerksamkeit muss den Patienten geschenkt werden, die eine Intensivpflege bezüglich den Atem- und kardiovaskulären Funktionen benötigen.
In Notfällen sollte die Verabreichung von Flumazenil (Anexate), einem Benzodiazepinantagonisten, in Ergänzung zu einem guten Management einer Benzodiazepinüberdosierung erwogen werden. Die Verabreichung sollte jedoch im Spital unter engmaschiger Überwachung erfolgen.
Der behandelnde Arzt sollte sich des Risikos eines Anfalls in Verbindung mit der Behandlung mit Flumazenil bewusst sein, besonders bei Patienten, die unter Benzodiazepin-Langzeitbehandlung stehen, sowie bei Patienten mit einer Überdosis zyklischer Antidepressiva.
Bei Erregung sollten keine Barbiturate gegeben werden.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
N05CD06
Wirkungsmechanismus
Loramet enthält als Wirkstoff das Benzodiazepin Lormetazepam. Dieses weist anxiolytische, sedative und hypnotische Eigenschaften auf und verfügt ebenfalls über muskelrelaxierende und antikonvulsive Effekte.
Lormetazepam bindet an spezifischen Benzodiazepinrezeptoren, die sich auf GABAergen Neuronen befinden und verstärken somit die inhibitorische Aktivität der GABAergen Neuronen im Nervensystem.
Nach verlängerter Benzodiazepinbehandlung wurde eine Toleranzentwicklung beobachtet. Chronische Anwendung von Benzodiazepinen führt zu Kompensationsveränderungen im zentralen Nervensystem. GABAa-Rezeptoren können weniger ansprechbar auf die kontinuierlichen akuten Effekte von Benzodiazepinen werden, einerseits als Resultat einer Adaptation im GABAa-Rezeptor selber, andererseits aufgrund intrazellulärer Mechanismen oder Änderungen im Neurotransmittersystem. Wahrscheinlich finden multiple adaptive Mechanismen gleichzeitig statt.
Pharmakodynamik
Lormetazepam verkürzt die Einschlafzeit, verlängert die Gesamtschlafdauer, verbessert die Schlafqualität und verringert nächtliches Aufwachen.
Klinische Wirksamkeit
In den meisten Fällen tritt der Schlaf innert 15-30 Minuten ein. Darüber hinaus trägt Loramet dazu bei, eine normale Schlafdauer (6-8 Stunden) wiederherzustellen.
Eine Intensitäts- und Inzidenzzunahme der ZNS-Toxizität wurde mit zunehmendem Alter beobachtet, besonders bei hohen Dosen. Deshalb sollte die initiale Dosis von Lormetazepam bei älteren Patienten reduziert werden (siehe «Dosierung/Anwendung»). Die erhöhte ZNS-Toxizität bei älteren Patienten scheint das Resultat der Kombination von pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Faktoren zu sein.
Pharmakokinetik
Absorption
Pharmakokinetikstudien haben gezeigt, dass Lormetazepam nach oraler Verabreichung rasch und vollständig absorbiert wird. Maximale Plasmaspiegel werden innerhalb von ca. 1.5 Stunden erreicht (tmax) und betragen nach Einnahme von 1 mg Lormetazepam ca. 6-7 ng/ml.
Nach oraler Gabe wird Loramet während der ersten Leberpassage zu etwa 20% metabolisiert, so dass ca. 80% der Dosis bioverfügbar werden.
Distribution
Das Verteilungsvolumen von Lormetazepam liegt bei 4.6 L/kg Körpergewicht. Bei therapeutischen Konzentrationen sind etwa 85% des unveränderten Wirkstoffes an Plasmaproteine gebunden.
Metabolismus
Lormetazepam wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert, wo der grösste Teil des unveränderten Wirkstoffes (94%) direkt zum Glukuronid konjugiert und in dieser Form mit dem Urin eliminiert wird. Zirka 6% werden zu Lorazepam N-demethyliert, konjugiert und als Glukuronid mit dem Urin ausgeschieden. Die Glukuronidverbindungen von Lormetazepam haben keine nachweisbare Wirkung auf das ZNS.
Elimination
Lormetazepam ist ein relativ kurz wirksames Benzodiazepin mit einem biphasischen Ausscheidungsprozess. Die Eliminationshalbwertszeit der β-Phase (Distribution) beträgt ca. 2 Stunden, die der δ-Phase (Elimination) ca. 10 Stunden.
Lormetazepam wird hauptsächlich als Glukuronid über die Nieren ausgeschieden. Es kommt zu keiner Wirkstoffkumulation.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Leberfunktionsstörungen
Generell ist bei Patienten mit Leberinsuffizienz keine klinisch signifikante Änderung der Kinetik zu erwarten. Dies obschon Studien zeigten, dass die Kinetik bei Patienten mit Zirrhose in geringem Masse beeinflusst wurde, was vermutlich auf eine reduzierte Durchblutung der Leber zurückzuführen ist.
Nierenfunktionsstörungen
Bei manifester Niereninsuffizienz liegt die metabolische Halbwertszeit von Lormetazepam im Normbereich. Die Eliminationshalbwertszeit des Lormetazepam-Glukuronids ist erhöht, was zu einer Kumulation dieses nicht wirksamen Metaboliten führt.
Verglichen mit gesunden Probanden erfolgte die Elimination des glukuronisierten Metaboliten in urämischen Patienten verzögert (31 ml/min/1.73 m2 vs. 0.5 ml/min/1.73 m2).
Wie unter «Überdosierung» aufgeführt, ist es wenig wahrscheinlich, dass Lormetazepam mittels Dialyse ausreichend eliminiert werden kann.
Ältere Patienten
Studien an älteren und jungen Personen haben gezeigt, dass die Pharmakokinetik von Lormetazepam durch das Alter nicht signifikant beeinträchtigt wird. In einer Pharmakokinetikstudie mit Lormetazepam wurde gezeigt, dass ältere Probanden höhere AUC- und niedrigere Plasmaclearancewerte aufwiesen als jüngere Probanden. Die Plasmahalbwertszeiten des glucuronisierten Metaboliten waren signifikant länger in älteren (ungefähr 20 Stunden) als in jüngeren Probanden (12-13 Stunden).
Präklinische Daten
Langzeittoxizität (bzw. Toxizität bei wiederholter Verabreichung)
Subakute und chronische Prüfungen an Mäusen, Ratten und Hunden mit Dosierungen von bis zu 0.5 g/kg/Tag gaben keine bedenklichen Befunde, aus denen geschlossen werden könnte, dass die Substanz Organschädigungen hervorruft.
Mutagenität
In den üblichen in-vivo und in-vitro Untersuchungen wurden keine mutagenen Effekte beobachtet.
Karzinogenität
Kanzerogenitätsstudien an Mäusen und Ratten ergaben keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potential.
Reproduktionstoxizität
Teratologische Prüfungen an Ratten, Kaninchen und Affen, die sich teils über mehrere Generationen erstreckten, gaben keinen Anhaltspunkt für einen teratogenen Effekt von Lormetazepam. Wie bei allen vergleichbaren Substanzen wurden auch bei Lormetazepam nach Gabe sehr hoher Dosen infolge der allgemeinen Depression der Muttertiere ein reduziertes Geburtsgewicht und eine verringerte Wurfgrösse beobachtet.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und für Kinder unzugänglich aufbewahren. Das Präparat im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Zulassungsnummer
43154 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.
Stand der Information
Februar 2020.
[Loramet 100 D]




