CEDUR retard Ret film tablet 400 mg
Cedur Retard 400 mg 100 filmtablets
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| Name | Code | EAN | Price | Original | ||
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CEDUR retard Ret film tablet 400 mg | 3457987 | 7680453520565 | - | Read more |
Description - CEDUR retard Ret film tablet 400 mg
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Cedur® retard
AMZV
Was ist Cedur retard und wann wird es angewendet?
Cedur retard gehört zur Medikamentengruppe der Fibrate. Diese Arzneimittel werden angewendet, um den Blutfettspiegel (z.B. Triglyceridspiegel) zu reduzieren.Cedur retard wird zusätzlich zu einer fettarmen Diät und anderen nicht medikamentösen Behandlung wie z.B. sportliche Betätigung und Gewichtsabnahme dazu verwendet, den Blutfettspiegel zu reduzieren.Cedur retard darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.
Was sollte dazu beachtet werden?
Veränderte Blutfettspiegel können durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Spielen bei Ihnen unter anderem Übergewicht, starker Alkoholkonsum, Zigarettenrauchen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) oder Schilddrüsenerkrankungen eine Rolle, so sollten diese auslösenden Faktoren zuerst vermieden, respektive behandelt werden.Auch während der Einnahme von Cedur retard sind sämtliche zusätzlichen Massnahmen zur Verbesserung der Blutfettspiegel (wie z.B. Diät, vermehrte körperliche Bewegung, Einschränken des Zigarettenkonsums und ausreichende Behandlung einer womöglich bestehenden Zuckerkrankheit) konsequent beizubehalten.
Wann darf Cedur retard nicht angewendet werden?
Bei Leber- und Gallenblasenerkrankungen mit und ohne Gallensteinleiden sowie bei schweren Nierenfunktionsstörungen darf Cedur retard nicht angewendet werden. Bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe, oder bei Lichtüberempfindlichkeit gegenüber Fibrate.
Wann ist bei der Einnahme von Cedur retard Vorsicht geboten?
Cedur retard kann die Wirkung bestimmter Arzneimittel zur Blutverdünnung und zur Blutzuckersenkung verstärken. Bei Einnahme eines dieser Arzneimittel sind deshalb zu Beginn und bei Absetzen der Behandlung mit Cedur retard vermehrte Kontrollen der Blutverdünnung und des Blutzuckerspiegels erforderlich.Bei gleichzeitiger Einnahme von Cholestyramin, einem Wirkstoff, der in anderen Arzneimitteln gegen veränderte Blutfette enthalten sein kann, muss zwischen der Einnahme der beiden Arzneimittel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.Gewisse Mittel gegen Parkinson (Monoaminooxidasehemmer) und ein Arzneimittel für das Herz (Perhexilin) dürfen nicht zusammen mit Cedur retard eingenommen werden.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben, oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Darf Cedur retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Cedur retard darf in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht eingenommen werden.
Wie verwenden Sie Cedur retard?
Cedur retard muss gemäss den Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihre Ärztin eingenommen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt die für Sie notwendige Dosierung von Cedur retard.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.Die übliche Dosierung beträgt 1 Filmtablette täglich, wobei die Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit immer morgens oder immer abends zu oder nach der Mahlzeit eingenommen werden sollen.Um das gewünschte Behandlungsziel zu erreichen, ist eine regelmässige und langfristige Einnahme von Cedur retard nötig. Nach etwa 3 Monaten sollte eine befriedigende Wirkung des Arzneimittels nachweisbar sein, andernfalls wird Ihr Arzt bzw. Ihrer Ärztin die Behandlung ändern. Aufgrund fehlender Beschwerden besteht bei Fettstoffwechselstörungen das Problem, die Einnahme der Filmtabletten zu vergessen oder zu reduzieren. Damit kann eine ungenügende Wirksamkeit vorgetäuscht werden. Dies kann zu falschen Rückschlüssen und unnötigen Therapieänderungen führen.
Welche Nebenwirkungen kann Cedur retard haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Cedur retard auftreten.Unter der Behandlung von Cedur retard kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit und Verdauungsstörungen kommen. Durch den Einfluss von Cedur retard kann die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit verändert werden und zu einer vermehrten Bildung von Gallensteinen führen.Gelegentlich wurden Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich anaphylaktischem Schock, Juckreiz und Hautausschlag, Nesselsucht, pathologische Lichtempfindlichkeit, Haarausfall, Kopfschmerzen oder Schwindel, Erektionsstörungen, Magendruck, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl, Gallestauung, akutes Nierenversagen, Muskelschmerzen, -krämpfe und Muskelschwäche (vor allem in den Beinen) beobachtet.Selten wurden Schmerzen oder Taubheitsgefühle in Händen und Füssen, sowie Missempfindungen, Schlafstörungen, Depression, Bauchspeicheldrüsenentzündung beobachtet.Sehr selten traten eine Entzündung der Lungen, arzneimittelallergisch bedingte Hauterkrankungen sowie Störungen der Blutbildung im Knochenmark auf.Sollten Sie eine dieser Nebenwirkungen beobachten, so suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» angegebenen Datum verwendet werden.Cedur retard nicht über 30 °C in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Cedur retard enthalten?
1 Filmtablette enthält 400 mg Bezafibrat als Wirkstoff und weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
45352 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Cedur retard? Welche Packungen sind erhältlich?
Sie erhalten Cedur retard in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Packungen mit 30 oder 100 Filmtabletten.
Zulassungsinhaberin
Teva Pharma AG, Basel.
Diese Packungsbeilage wurde im August 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Interne Versionsnummer: 1.2
Description for the doctor
AMZV
Zusammensetzung
Wirkstoff: Bezafibratum.
Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Weisse Filmtabletten zu 400 mg Bezafibrat.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Cedur retard ist als unterstützende Behandlung zusätzlich zu einer Diät und anderen nichtmedikamentösen Therapien (z.B. sportliche Betätigung, Gewichtsabnahme) für folgende Erkrankungen angezeigt:
- Isolierte schwere Hypertriglyceridämie mit oder ohne tiefem HDL-Cholesterin.
- Gemischte Hyperlipidämie, wenn ein Statin kontraindiziert ist oder nicht vertragen wird.
Dosierung/Anwendung
Übliche Dosierung
1 Filmtablette Cedur Retard täglich unzerkaut, jeweils am Morgen oder Abend nach oder mit einer Mahlzeit mit genügend Flüssigkeit einnehmen.
Massnahmen zur günstigen Beeinflussung des Fettstoffwechsels wie Diät, Gewichtsreduktion, vermehrte körperliche Aktivität und ausreichende Behandlung gleichzeitig bestehender Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus u.a.) sollten während der Behandlung mit Cedur retard beibehalten werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Bei Nierenfunktionsstörungen
Bei leicht eingeschränkter Nierenfunktion bis 1,5 mg/100 ml (135 µmol/l) Serumkreatinin oder ab einer Kreatinin-Clearance von 60 ml/Min. kann Cedur retard in der üblichen Dosierung angewendet werden. Bei Serumkreatininwerten über 1,5 mg/100 ml (135 µmol/l) oder bei einer Kreatinin-Clearance ≤60 ml/Min. ist Cedur Retard kontraindiziert.
Insbesondere bei älteren Patienten sollte zur Dosisfindung die Kreatinin-Clearance ermittelt werden.
Bei Erwachsenen kann die Kreatinin-Clearance unter Berücksichtigung des Serumkreatinins, des Körpergewichtes und des Alters nach folgender Gleichung (Cockroft und Gault) berechnet werden:
Kreatinin-Clearance (ml/Min.) = [(140–Alter [Jahre]) × (Körpergewicht in kg)] : [72 × Serumkreatinin (mg/dl)].
Zur Berechnung der Kreatinin-Clearance bei Frauen wird der anhand der Formel nach Cockroft und Gault ermittelte Wert mit dem Faktor 0,85 multipliziert.
Cedur retard ist bei Dialysepatienten kontraindiziert.
Die Dosis von Cedur retard sollte aufgrund der Nierenfunktion und einer genauen Nutzen-Risiko-Abwägung sorgfältig angepasst werden.
Bei älteren Patienten kommt es mit zunehmendem Alter zu einer physiologischen Verminderung der Nierenfunktion.
Die Dosierung von Cedur retard muss gemäss den in der oben stehenden Information angegebenen Werten für das Serumkreatinin und die Kreatinin-Clearance gewählt werden.
Cedur retard sollte bei betagten Patienten nicht verwendet werden, da die Kreatinin-Clearance nach dem 70. Altersjahr im Allgemeinen weniger als 60 ml/min beträgt.
Bei deutlicher Hypoalbuminämie (wie z.B. beim nephrotischen Syndrom) ist Cedur retard aufgrund seines hohen Wirkstoffgehaltes kontraindiziert.
Bei Kindern ist die Dosierung mit Bezafibrat nicht hinreichend untersucht.
Art und Dauer der Anwendung (Applikationsart)
Die Filmtabletten sollten unzerkaut und mit etwas Flüssigkeit nach oder mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
Die Wirkung von Cedur retard ist im Einzelfall verschieden stark ausgeprägt. Um das gewünschte Behandlungsziel zu erreichen, ist eine langfristige, regelmässige Einnahme erforderlich. Wie bei jeder Langzeitbehandlung ist auch hier eine laufende Überwachung notwendig. Die Blutfettspiegel sind wiederholt und regelmässig zu kontrollieren, gleichzeitig soll auf mögliche Nebenwirkungen geachtet und die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung überprüft werden.
Ist bei regelmässiger Einnahme nach etwa 3 Monaten keine eindeutige Lipidsenkung nachweisbar, sollen die Therapiemassnahmen überdacht und gegebenenfalls modifiziert werden.
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen Fibrate oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung,
bekannte Photoallergie oder photoallergische Reaktionen gegen Fibrate,
Schwangerschaft und Stillzeit,
Lebererkrankungen (mit Ausnahme der Fettleber, die häufiges Begleitsyndrom der Hypertriglyzeridämie ist),
Gallenblasenerkrankungen mit und ohne Cholelithiasis (da die Möglichkeit einer Leberbeteiligung nicht ausgeschlossen werden kann).
Cedur retard ist kontraindiziert bei Serumkreatininwerten >1,5 mg/100 ml (>135 µmol/l) oder bei einer Kreatinin-Clearance ≤60 ml/Min. (siehe «Spezielle Dosierungsanweisungen»).
Cedur retard ist bei Dialysepatienten kontraindiziert.
Kombinationstherapie von Cedur retard mit HMG-CoA-Reduktasehemmern bei Patienten, die prädisponierende Faktoren für eine Myopathie aufweisen, z.B. vorbestehende Niereninsuffizienz, schwere Infektionen, Traumen, Operationen, Störungen des Hormon- oder Elektrolythaushalts.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Relative Kontraindikationen
Hypoalbuminämie (z.B. nephrotisches Syndrom).
Eingeschränkte Nierenfunktion. Bei Patienten mit vorbestehender Niereninsuffizienz kann es zu einem akuten Nierenversagen kommen, wenn die Dosierungsempfehlungen aufgrund der gemessenen Werte für das Serumkreatinin und die Kreatinin-Clearance nicht strikte eingehalten werden.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Bei Kindern sollte die Indikation für die Behandlung mit Cedur retard besonders streng gestellt werden.
Interaktionen
Pharmakokinetische/pharmakodynamische Interaktionen
Cedur retard kann die Wirkung der Antikoagulantien vom Cumarin-Typ verstärken. Deshalb sollte zu Beginn einer Therapie mit Cedur retard die Antikoagulantien-Dosis um 30–50% reduziert und unter Kontrolle die Blutgerinnung neu eingestellt werden.
Östrogene können zu einem Anstieg der Lipidwerte führen. Daher sollte bei hyperlipämischen Patientinnen, die Östrogene oder östrogenhaltige Kontrazeptiva einnehmen, geprüft werden, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Hyperlipidämie handelt. Die Verordnung von Cedur retard muss hier im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Cholestyramin und Cedur retard ist zwischen der Einnahme beider Medikamente ein Abstand von 2 Stunden einzuhalten, da die Resorption von Bezafibrat durch Cholestyramin beeinträchtigt wird.
Perhexilinhydrogenmaleat oder MAO-Hemmer dürfen nicht gleichzeitig mit Bezafibrat angewandt bzw. eingenommen werden.
In Einzelfällen wurde bei organtransplantierten Patienten unter immunsuppresiver Therapie bei gleichzeitiger Anwendung von Fibrat-haltigen Arzneimitteln über eine erhebliche, wenn auch reversible Einschränkung der Nierenfunktion (mit entsprechendem Anstieg des Serumkreatinins) berichtet. Daher ist bei diesen Patienten die Nierenfunktion sorgfältig zu überwachen und bei diesbezüglich bedeutsamen Veränderungen der Laborparameter Cedur retard abzusetzen.
Interaktionen zwischen Fibraten und HMG-CoA-Reduktasehemmern (Statinen) können je nach Kombination der verabreichten Arzneimittel hinsichtlich Art und Intensität variieren.
Eine pharmakodynamische Interaktion zwischen diesen zwei Arzneimittelklassen kann in gewissen Fällen auch zu einem erhöhten Risiko von Myopathien (Rhabdomyolyse) beitragen.
Klinisch beobachtete Interaktionen
Die Wirkung von Sulfonylharnstoffen und Insulin kann durch Cedur retard verstärkt werden. Dies kann mit einer verbesserten Glukoseutilisation bei gleichzeitiger Insulineinsparung erklärt werden. Hypoglykämien wurden bisher nicht beobachtet.
Schwangerschaft/Stillzeit
Kontraindikation, zuverlässige Kontrazeption
Tierstudien haben unerwünschte Effekte von Clofibrat und seinen Derivaten (zu denen auch Bezafibrat gehört) auf den Fötus gezeigt, und es liegen keine kontrollierten Humanstudien vor. Cedur retard ist während der Schwangerschaft und in der Stillzeit vorsichtshalber kontraindiziert.
Frauen im gebärfähigen Alter sollten, falls eine Behandlung notwendig ist, während der Behandlung und bis zu einer Woche danach eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Orale Kontrazeptiva
Östrogene können zu einem Anstieg der Lipidwerte führen. Daher sollte bei hyperlipämischen Patientinnen, die Östrogene oder östrogenhaltige Kontrazeptiva einnehmen, geprüft werden, ob es sich um eine primäre oder sekundäre Hyperlipidämie handelt. Die Verordnung von Cedur retard muss hier im Einzelfall sorgfältig abgewogen werden.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Aufgrund möglicher Nebenwirkungen von Cedur retard (selten Schwindel) ist beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.
Unerwünschte Wirkungen
Das gesamte Sicherheitsprofil von Bezafibrat basiert auf Daten von klinischen Studien und Daten nach Markteinführung.
Insgesamt wurden 3581 Patienten in 48 klinischen Studien aufgenommen. Die während der klinischen Entwicklung und der anschliessenden Anwendung in der klinischen Praxis beobachteten Nebenwirkungen waren hauptsächlich Symptome gastrointestinaler Störungen, die im Allgemeinen nur vorübergehend auftraten und selten zum Absetzen des Arzneimittels führten. Myopathien (Rhabdomyolyse) wurden meist in Fällen beobachtet, in denen bei Patienten mit Niereninsuffizienz die Dosis nicht herabgesetzt worden war, wenngleich auch Fälle von Myopathien bei normaler Nierenfunktion beobachtet wurden.
Häufigkeitsdefinition: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1000), «selten» (<1/1000, ≥1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).
Folgende Nebenwirkungen wurden in den angegebenen Häufigkeiten beobachtet:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Gelegentlich: Abnahme des Hämatokrits
Sehr selten: Zunahme der Thrombozyten, Pancytopenie, Abfall der Leukozyten, der Thrombozyten und des Hämoglobins.
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: Hypersensitivitätsreaktionen einschliesslich anaphylaktischer Schock.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Häufig: Verminderter Appetit.
Psychiatrische Erkrankungen
Selten: Schlafstörungen, Depression.
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Schwindel, Kopfschmerzen.
Selten: Periphere Neuropathie, Parästhesie.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Sehr selten: Interstitielle Lungenerkrankung.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Verdauungsstörungen.
Gelegentlich: Magendruck, Übelkeit, abdominale Schmerzen, Obstipation, Diarrhö, Dyspepsie.
Selten: Pankreatitis.
Leber und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Veränderte alkalische Phosphatase, verringerte Gammaglutaryltransferase; parallel dazu konnte die alkalische Phosphatase als Indikator für die Patienten-Compliance verwendet werden. Cholestasis.
Sehr selten: Erhöhte Gammaglutaryltransferase, erhöhte Transaminasewerte, Cholelithiasis.
Unter der Bezafibrat-Therapie kann es zu Beginn zu einem vorübergehenden Anstieg des lithogenen Indexes, eines Indikators für das Gallensteinrisiko, kommen. Die damit verbundene erhöhte Cholesterinausscheidung ist Ausdruck einer Mobilisierung und Elimination von Cholesterin aus dem Körper. Unter Langzeittherapie mit Bezafibrat kann es zu einem Anstieg kommen, in Einzelfällen wurde die Entstehung von Gallensteinen unter Bezafibrat-Medikation beobachtet.
In weiteren Einzelfällen kam es zu einem nach Absetzen reversiblen Anstieg der Transaminasen, zu Hepatitis und zu Cholestase.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria, photosensitive Reaktion, Alopezie.
Sehr selten: Thrombozytopenische Purpura, Erythema exsudativum multiforme, Stevens Johnson-Syndrom, Epidermolysis acuta toxica.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Erhöhte Serum-Kreatinphosphokinase Muskelschwäche, Myopathien, Myalgien, Muskelkrämpfe.
Sehr selten: Rhabdomyolyse.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Erhöhtes Serumkreatinin, akutes Nierenversagen.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich: Erektile Dysfunktion.
Überdosierung
Vergiftungsbild: Nicht bekannt.
Therapie von Intoxikationen: Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt, gegebenenfalls symptomatische Behandlung. Bezafibrat ist nicht dialysierbar (Cuprophan-Filter).
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: C10AB02
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Bezafibrat senkt erhöhte Blutlipide (Triglyzeride und Cholesterin) durch Reduzierung der atherogenen Lipoproteine (VLDL und LDL) und erhöht die antiatherogenen Lipoproteine (HDL). Diese Wirkungen von Bezafibrat kommen durch verschiedene Mechanismen zustande: Bezafibrat vermindert im Tierversuch die Cholesterinsynthese durch Hemmung der HMG-CoA-Reduktase und der Triglyzeridsynthese durch Hemmung der Acetyl-CoA-Carboxylase. Es beschleunigt den Abbau triglyzeridreicher Lipoproteine und deren Elimination aus dem Serum durch Aktivierung der hepatischen und extrahepatischen Lipoproteinlipase sowie den Abbau von LDL durch Erhöhung der LDL-Rezeptoren-Aktivität.
Neben den Blutlipiden kann auch die Plasmaglucose durch Bezafibrat beeinflusst werden; bei Diabetikern mit nichtinsulinpflichtigem Diabetes mellitus konnte eine verbesserte Glucosetoleranz unter Bezafibrat beobachtet werden.
Bezafibrat verbessert auch die Blutfliesseigenschaften durch seine Wirkung auf thrombogene Faktoren: Senkung erhöhter Fibrinogenspiegel, Herabsetzung der Blutviskosität und der Thrombozytenaggregation.
Es gibt Belege, dass die Behandlung mit Fibraten die Häufigkeit von Ereignissen im Zusammenhang mit koronarer Herzkrankheit reduziert. Es liegen jedoch keine Hinweise für einen positiven Effekt in Bezug auf die Gesamtmortalität in der primären oder sekundären Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen vor.
Pharmakokinetik
Absorption
Bezafibrat wird nach oraler Gabe praktisch vollständig resorbiert. Nach einer Administration von 200 mg beim gesunden Probanden beträgt die maximale Plasmaspiegelkonzentration 8 mg/l nach 1–2 Std.
Distribution
Im menschlichen Serum liegt Bezafibrat zu 94–96% in proteingebundener Form vor, das scheinbare Verteilungsvolumen beträgt 17 l.
Metabolismus
Im Harn erschienen ungefähr 50% der verabreichten Dosis als unverändertes Bezafibrat und ca. 20% in Form von Glukuroniden. Unter den restlichen Metaboliten wurde Hydroxybezafibrat identifiziert.
Elimination
Beim Menschen wurden innerhalb von 48 Stunden nach Gabe von radioaktiv markiertem Bezafibrat 95% der Aktivität im Harn und 3% im Stuhl ausgeschieden. Die Halbwertszeit von Bezafibrat beträgt 1–2 Stunden. Sie ist bei Bezafibrat als Cedur retard gegenüber der normalen Form nicht verändert. Die Retardierung ist ersichtlich an einem späteren und niedrigeren Konzentrationsmaximum und höheren Serumkonzentrationen während der Eliminationsphase. Die renale Clearance variiert von 3,4 bis 6,0 l/Std.
Eine Kumulation kann bei bestimmungsgemässem Gebrauch aufgrund der pharmakokinetischen Daten sowie der klinischen Erfahrung ausgeschlossen werden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Bei älteren Patienten kommt es mit zunehmendem Alter zu einer physiologischen Verminderung der Nierenfunktion. Die Dosierung von Cedur retard sollte gemäss den in der oben stehenden Information angegebenen Werten für das Serumkreatinin und die Kreatinin-Clearance gewählt werden. Cedur retard sollte bei betagten Patienten nicht verwendet werden, da die Kreatinin-Clearance nach dem 70. Altersjahr im Allgemeinen weniger als 60 ml/min beträgt.
Wegen seiner hohen Proteinbindung ist Cedur retard nicht dialysierbar (Cuprophan-Filter). Bei allen Patienten, die sich einer Dialyse unterziehen, ist Cedur retard kontraindiziert.
Präklinische Daten
Chronische Toxizität
Untersuchungen zur chronischen Toxizität ergaben keine relevanten Hinweise auf eine spezifische Toxizität von Bezafibrat.
Mutagenes und tumorerzeugendes Potential
Untersuchungen zur Mutagenität von Bezafibrat verliefen negativ.
Bei Ratten und Mäusen wurden in hohen Dosierungen Lebertumore gefunden, die auf Peroxisomenproliferation zurückzuführen sind. Diese Veränderungen sind spezifisch für kleine Nager und wurden bei anderen Tierarten nicht beobachtet. Eine Relevanz für die therapeutische Anwendung beim Menschen ergibt sich daraus nicht.
Reproduktionstoxizität
Tagesdosen bis zu 600 mg Bezafibrat/kg Körpergewicht hatten bei Ratten keine relevante embryotoxische und keine teratogene Wirkung.
Bei Kaninchen lag die Grenze der Embryotoxizität oberhalb von 75 mg/kg. Eine teratogene Wirkung wurde bei keiner der geprüften Dosen bis 300 mg/kg beobachtet.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 30 °C in der Originalverpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Zulassungsnummer
45352 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
Teva Pharma AG, Basel.
Stand der Information
August 2017.
Interne Versionsnummer: 1.3
