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NORPROLAC tabl 75 mcg - PrimeCare Global
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NORPROLAC tabl 75 mcg

Norprolac 75 mcg 30 tablets

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Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
1599163
EAN [GTIN]
7680522770273
ATC
G02CB04
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - G02CB04

Name Code EAN Price Original
Norprolac tablets 25 mcg/50 mcg 3 + 3 Norprolac tablets 25 mcg/50 mcg 3 + 3 1599157 7680522770198 - Read more
NORPROLAC tabl 150 mcg NORPROLAC tabl 150 mcg 1599186 7680522770358 - Read more

Description - NORPROLAC tabl 75 mcg

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Norprolac®

Ferring AG

AMZV

Was ist Norprolac und wann wird es angewendet?

Norprolac ist ein Arzneimittel aus der Klasse der Dopaminagonisten. Es wird zur Behandlung verschiedener Krankheiten der weiblichen Geschlechtsorgane (gynäkologische Erkrankungen) und bestimmter Drüsen (endokrinologische Erkrankungen) verwendet.Norprolac senkt (hemmt) die übermässige Sekretion einer Substanz, die sich im Blut befindet (das Hormon Prolaktin). Dieses Hormon löst normalerweise die Produktion der Muttermilch nach einer Geburt aus. Eine erhöhte Prolaktinkonzentration im Blut kann jedoch bei Frauen, die keine Kinder zur Welt gebracht haben, und allenfalls auch bei Männern, zu Störungen und Krankheiten führen. Um diese Krankheiten zu behandeln, kann die Prolaktinmenge auf das normale Niveau gesenkt werden.Norprolac wird verwendet bei:

  • Störungen des Menstruationszyklus (ausbleibende Regel, sehr schwache oder unregelmässige Regel);Milchproduktion nicht als Folge einer Geburt;Unfruchtbarkeit (Sterilität) wegen einer zu hohen Prolaktinmenge im Blut;gutartigen Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse, sog. Prolaktinome), die eine erhöhte Prolaktinproduktion verursachen.

Nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Norprolac nicht angewendet werden?

Norprolac darf bei einer Überempfindlichkeit auf die Wirksubstanz (Quinagolid) nicht eingenommen werden.Wenn Sie schwanger sind, nehmen Sie Norprolac nicht, ohne mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin darüber gesprochen zu haben (siehe unten).

Wann ist bei der Einnahme von Norprolac Vorsicht geboten?

Bei Frauen, die Norprolac einnehmen, kann die Fähigkeit, Kinder zu bekommen, wiederhergestellt werden. Wenn eine Schwangerschaft nicht erwünscht ist, wird eine zuverlässige Verhütungsmethode empfohlen.Während der ersten Tage der Behandlung mit Norprolac kann der Blutdruck gesenkt werden. Dadurch können möglicherweise Ihre Aufmerksamkeit vermindert und Ihre Reflexe verlangsamt werden.Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Sie sollten daher keine Fahrzeuge führen oder andere Aktivitäten ausüben (z.B. Maschinen bedienen), bei welchen eine eingeschränkte Aufmerksamkeit Sie selbst oder andere Personen gefährdet, wenn Sie unter Schläfrigkeit leiden und bis ausreichend Erfahrungen über die Beeinträchtigung vorliegen.Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen Schläfrigkeit auftritt.Die Toleranz von Norprolac kann durch Alkohol reduziert werden.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie früher einmal an psychischen Störungen gelitten haben.Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie für Sie ungewöhnliche Verhaltensweisen entwickeln wie zum Beispiel Spielsucht, übermäßiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken oder Gefühle. Ihr Arzt muss möglicherweise Ihre Dosis anpassen oder das Arzneimittel absetzen.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Norprolac während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Sobald Sie vermuten, schwanger zu sein, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren. Er/Sie wird entscheiden, ob Sie Norprolac weiterhin einnehmen dürfen.Da Norprolac die Milchproduktion unterdrückt, können Frauen, die Norprolac einnehmen, in der Regel nicht stillen. Sollte die Milchproduktion während der Behandlung dennoch anhalten, ist vom Stillen abzuraten, da nicht bekannt ist, ob Quinagolid in die Muttermilch übertritt.

Wie verwenden Sie Norprolac?

Die Norprolac-Tabletten müssen einmal täglich mit etwas Nahrung am Abend vor dem Zubettgehen eingenommen werden.Wie bei allen Arzneimitteln müssen Sie sich bei der Einnahme von Norprolac genau an die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin halten.Im Allgemeinen beginnt die Behandlung mit der Starter Packung. Diese Packung ist speziell dafür vorgesehen, die Behandlung mit einer kleinen Dosis zu beginnen und diese langsam zu erhöhen. Die Packung enthält drei rosa Tabletten zu 25 ?g (Mikrogramm) für die ersten drei Tage und drei blaue Tabletten zu 50 ?g  für die folgenden drei Tage. Ab dem 7. Tag wird die empfohlene Dosis auf 75 ?g/Tag erhöht, und die Erhaltungsdosis ist im Allgemeinen 75 ?g/Tag oder 150 ?g/Tag.

Tag Übliche Dosis Norprolac

  1. 1 rosa Tablette zu 25 ?g am Abend beim Zubettgehen.1 rosa Tablette zu 25 ?g am Abend beim Zubettgehen.1 rosa Tablette zu 25 ?g am Abend beim Zubettgehen.1 blaue Tablette zu 50 ?g am Abend beim Zubettgehen.1 blaue Tablette zu 50 ?g am Abend beim Zubettgehen.1 blaue Tablette zu 50 ?g am Abend beim Zubettgehen.

Ab dem 7. Tag während etwa 1 Monat: 1 weisse Tablette zu 75 ?g am Abend beim Zubettgehen.Danach: 1 weisse Tablette zu 75 ?g oder 150 ?g oder mehr, je nach Angaben Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin, am Abend beim Zubettgehen.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.Die Anwendung und Sicherheit von Norprolac bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Welche Nebenwirkungen kann Norprolac haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Norprolac auftreten:Sehr häufig, vor allem am Anfang der Behandlung: Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Müdigkeit. Diese unerwünschten Wirkungen treten vor allem in den ersten Tagen oder vorübergehend nach einer Dosiserhöhung auf und verschwinden im Laufe der Behandlung wieder. Es ist daher im Allgemeinen nicht nötig, die Behandlung zu unterbrechen.Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind häufig: Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen (Unterleibsschmerzen), Verstopfung oder Durchfall, Schlaflosigkeit, muskuläre Schwäche, verstopfte Nase.Norprolac kann selten zu Schläfrigkeit führen (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Norprolac Vorsicht geboten.»).Norprolac kann häufig einen Blutdruckabfall verursachen, wenn man vom Liegen zur aufrechten Haltung übergeht. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird deshalb, besonders am Anfang der Behandlung und nach einer Dosiserhöhung, Ihren Blutdruck kontrollieren. Falls es nötig ist, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin diesen Blutdruckabfall korrigieren.Selten können psychische Störungen auftreten. Sie verschwinden wieder, wenn die Behandlung mit Norprolac abgebrochen wird.Es kann zu Spielsucht, verstärktem Sexualtrieb, übermässigem Essen und Geldausgeben kommen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit Ihnen Massnahmen zur Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Norprolac ist ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.Norprolac Tabletten sollen bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahrt werden.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Norprolac enthalten?

Wirkstoff: Quinagolid (als Hydrochlorid).Rosa Tabletten zu 25 ?g; Laktose und weitere Hilfsstoffe.Blaue Tabletten zu 50 ?g; Farbstoff Indigotin (E 132), Laktose und weitere Hilfsstoffe.Weisse Tabletten zu 75 ?g; Laktose und weitere Hilfsstoffe.Weisse Tabletten zu 150 ?g; Laktose und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

52277 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Norprolac? Welche Packungen sind erhältlich?

Norprolac erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Starter-Packung für den Beginn der Behandlung:3 Tabletten zu 25 ?g und 3 Tabletten zu 50 ?g.Packung für die weitere Behandlung:30 Tabletten zu 75 ?g.30 Tabletten zu 150 ?g.

Zulassungsinhaberin

Ferring AG, 6340 Baar.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
16985 / 01.03.2014

Description for the doctor

AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Quinagolidum (ut Quinagolidi hydrochloridum).

Hilfsstoffe:

Tabletten zu 25 µg, 75 µg und 150 µg: Lactosum monohydricum, Excipiens pro compresso.

Tabletten zu 50 µg: Color. E 132, Lactosum monohydricum, Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten zu 25 µg, 50 µg, 75 µg und 150 µg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hyperprolaktinämie (idiopathisch oder durch ein prolaktinsezernierendes Mikro- oder Makroadenom der Hypophyse verursacht).

Dosierung/Anwendung

Da die dopaminerge Stimulierung Symptome einer orthostatischen Hypotonie hervorrufen kann, ist die Dosierung von Norprolac unter Verwendung der Starter-Packung schrittweise zu erhöhen und das Produkt beim Schlafengehen zu verabreichen.

Die optimale Dosis ist auf der Basis der prolaktinsenkenden Wirkung und der Verträglichkeit individuell zu bestimmen.

Die Behandlung beginnt mit der Starter-Packung mit 25 µg/Tag während der ersten 3 Tage, gefolgt von 50 µg/Tag während weiterer 3 Tage. Vom 7. Tag an beträgt die empfohlene Dosis 75 µg/ Tag. Nötigenfalls kann die Tagesdosis dann schrittweise angehoben werden, bis die für den Einzelfall optimale Wirkung erreicht ist.

Die übliche Erhaltungsdosis beträgt 75 oder 150 µg/ Tag. Tagesdosen von 300 µg oder höhere Dosen sind bei weniger als einem Drittel der Patienten erforderlich. In solchen Fällen kann die Tagesdosis in Abständen von mindestens 4 Wochen in Schritten von 75-150 µg angehoben werden, bis eine ausreichende therapeutische Wirkung erreicht ist oder bis sich eine Verschlechterung der Verträglichkeit einstellt, die ein Abbrechen der Behandlung erfordert.

Mit Parlodel vorbehandelte Patienten: Für Patienten, die vor der Verabreichung von Norprolac mit Parlodel behandelt wurden, soll die initiale langsame Dosiserhöhung mit Hilfe der Starter-Packung unmittelbar nach dem Absetzen von Parlodel eingeleitet werden, ohne dass zwischen den beiden Behandlungen eine Pause eingelegt wird. Im weiteren Verlauf gelten die gleichen Dosierungsrichtlinien wie oben beschrieben.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz: Für diese Patientengruppen liegen keine Daten vor; siehe «Kontraindikationen».

Ältere Patienten: Erfahrungen mit der Anwendung von Norprolac bei Patienten ≥65 Jahre liegen nicht vor.

Pädiatrie: Erfahrungen mit der Anwendung von Norprolac bei Kindern und Jugendlichen liegen nicht vor.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.

Für das Vorgehen im Falle einer Schwangerschaft, siehe «Schwangerschaft/Stillzeit».

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Durch die Behandlung mit Norprolac kann sich die Fertilität wieder einstellen. Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Schwangerschaft wünschen, sollte empfohlen werden, eine zuverlässige Kontrazeptionsmethode anzuwenden.

Während der ersten Behandlungstage und nach einer Dosiserhöhung sollte der Blutdruck in liegender und stehender Stellung überwacht werden.

In seltenen Fällen wurde die Behandlung mit Norprolac auch bei Patienten ohne vorhergehende Episoden psychischer Affektionen mit dem Auftreten einer akuten Psychose in Verbindung gebracht, die im allgemeinen nach Absetzen der Behandlung wieder verschwand. Bei Patienten mit psychotischen Erkrankungen in der Anamnese ist besondere Vorsicht geboten.

Unter Behandlung mit Dopamin-Agonisten wie Quinagolid wurde über Impulskontrollstörungen berichtet wie pathologischer Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang. Patienten und Betreuungspersonen sollten auf das mögliche Auftreten solcher Symptome aufmerksam gemacht und die Patienten regelmässig hinsichtlich der Entwicklung solcher Störungen überwacht werden. Wenn sich entsprechende Symptome entwickeln, sollte eine Dosisreduktion bzw. ein Ausschleichen der Behandlung in Erwägung gezogen werden.

Norprolac wurde mit Schläfrigkeit in Verbindung gebracht. Bei Patienten, bei welchen unter Norprolac Schläfrigkeit aufgetreten ist, muss eine Dosisreduktion oder ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden.

Norprolac Tabletten enthalten Laktose. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Norprolac nicht einnehmen.

Interaktionen

Interaktionsstuden mit Quinagolid wurden nicht durchgeführt; bisher wurden jedoch keine Interaktionen zwischen Norprolac und anderen Substanzen beobachtet. Theoretisch könnte eine Verminderung der prolaktinsenkenden Wirkung erwartet werden, wenn gleichzeitig Arzneimittel mit starken dopaminantagonistischen Eigenschaften (z.B. Neuroleptika) verwendet werden. Da die Wirkung von Norprolac auf die Rezeptoren 5-HT1 und 5-HT2 100mal geringer ist als diejenige auf die D2 -Rezeptoren, ist eine Interaktion zwischen Norprolac und den 5-HT1a -Rezeptoren wenig wahrscheinlich. Dennoch ist im Falle einer gleichzeitigen Verabreichung solcher Arzneimittel Vorsicht geboten. Über eine mögliche Interaktion mit Erythromycin liegen keine Daten vor.

Die Einnahme von Alkohol kann die Verträglichkeit von Norprolac verschlechtern.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Tierversuche lieferten keine Hinweise auf embryotoxische oder teratogene Wirkungen von Norprolac. Erfahrungen bei schwangeren Frauen sind beschränkt. Bei Frauen, die schwanger werden möchten, sollte Norprolac abgesetzt werden, sobald eine Schwangerschaft festgestellt wird, sofern nicht ein medizinischer Grund für die Fortsetzung der Behandlung vorliegt. Es wurde keine vermehrte Aborthäufigkeit nach Absetzen des Mittels zu diesem Zeitpunkt beobachtet.

Wenn eine Schwangerschaft in Gegenwart eines Hypophysenadenoms eintritt und die Behandlung mit Norprolac abgebrochen wurde, ist eine sorgfältige Überwachung während der ganzen Schwangerschaft unerlässlich.

Stillzeit

In der Regel ist das Stillen unter Norprolac nicht möglich, da das Präparat die Laktation unterdrückt. Sollte die Laktation während der Behandlung dennoch anhalten, wird vom Stillen abgeraten, da nicht bekannt ist, ob Quinagolid in die Muttermilch übertritt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Norprolac wurde mit Schläfrigkeit in Verbindung gebracht. Andere Dopaminagonisten können zu plötzlichen Schlaffattacken führen, insbesondere bei Patienten, die unter einem Parkinson-Syndrom leiden.

Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass vor allem in den ersten Behandlungstagen hypotone Beschwerden auftreten können, welche die Aufmerksamkeit einschränken. Die Patienten sollten daher beim Lenken von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen vorsichtig sein. Sie sollten davor gewarnt werden, dass ihre Sicherheit und die anderer Personen gefährdet ist, wenn Schläfrigkeit während des Führens von Fahrzeugen oder der Bedienung von Maschinen auftritt. Den Patienten ist von solchen Aktivitäten abzuraten, falls sie unter Schläfrigkeit leiden und bis ausreichend Erfahrungen über die Beeinträchtigung vorliegen.

Unerwünschte Wirkungen

Bei der Anwendung von Norprolac ist mit den für Dopaminagonisten typischen unerwünschten Wirkungen zu rechnen. Sie erfordern in der Regel keinen Abbruch der Behandlung und verschwinden normalerweise, wenn die Behandlung fortgesetzt wird.

Klassifizierung nach Organsystemen nach MedDRA.

Häufigkeiten: sehr häufig (>10%), häufig (>1%, ≤10%); gelegentlich (>0,1%, ≤1%), selten (>0,01%, ≤0,1%), sehr selten (≤0,01%), nicht bekannt (basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie.

Psychiatrische Störungen

Selten: Reversible akute Psychose.

Nicht bekannt: Impulskontrollstörungen (wie z.B. Spielsucht, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Störungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen (24.6%), Schwindel (16.9%).

Häufig: Schlaflosigkeit.

Selten: Schläfrigkeit.

Funktionsstörungen der Gefässe

Häufig: Orthostatische Hypotension.

Selten: Synkopen.

Erkrankungen der Atemwege

Häufig: Verstopfte Nase.

Gastrointestinale Störungen

Sehr häufig: Übelkeit (37.9%), Erbrechen (12.4%).

Häufig: Abdominalschmerzen, Obstipation, Diarrhoe.

Muskelskelettsystem

Häufig: Muskuläre Schwäche.

Allgemeine Störungen

Sehr häufig: Müdigkeit (12.2%).

Das Risiko von Überempfindlichkeitsreaktionen kann nicht ausgeschlossen werden.

Überdosierung

Es sind keine Fälle von akuter Überdosierung mit Norprolac-Tabletten bekannt. Sie würde vermutlich schwere Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Hypotonie und möglicherweise einen Kollaps verursachen. Halluzinationen könnten ebenfalls auftreten.

Die Behandlung wäre symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G02CB04

Wirkungsmechanismus

Quinagolid, der Wirkstoff von Norprolac, ist ein selektiver Dopamin-D2-Rezeptoragonist, der nicht zur chemischen Klasse der Mutterkornalkaloid- oder Ergolinderivate gehört. Dank seiner dopaminergen Wirkung übt das Mittel eine starke Hemmwirkung auf die Prolaktinsekretion aus, setzt aber die normalen Spiegel der anderen Hypophysenhormone nicht herab. Bei bestimmten Patienten kann die Hemmung der Prolaktinsekretion mit einer vorübergehenden, leichten Erhöhung der Somatotropin-Plasmaspiegel einhergehen, eine Erscheinung, deren klinische Bedeutung nicht bekannt ist.

Als spezifischer Hemmer der Prolaktinsekretion mit einer lang anhaltenden Wirkungsdauer hat sich Norprolac zur oralen Einmal-pro-Tag-Behandlung von Patienten mit Hyperprolaktinämie und deren klinischen Manifestationen, wie Galaktorrhö, Oligomenorrhö, Amenorrhö, Infertilität und Libidobeeinträchtigung, als wirksam und geeignet erwiesen.

Es wurde festgestellt, dass die Langzeitbehandlung mit Norprolac das Volumen von prolaktinsezernierenden Makroadenomen der Hypophyse reduziert oder ihr Wachstum einschränkt.

Die aus den pharmakodynamischen Studien gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass mit der empfohlenen therapeutischen Dosis innerhalb von 2 h nach Einnahme eine klinisch signifikante prolaktinsenkende Wirkung eintritt, die innerhalb von 4-6 h ihr Maximum erreicht und ca. 24 h anhält.

Ein eindeutiges Dosis-Wirkungs-Verhältnis konnte für die Dauer, nicht aber für das Ausmass der prolaktinsenkenden Wirkung ermittelt werden, welche mit einer oralen Einzelgabe von 50 µg nahezu ihr Maximum erreichte. Höhere Dosen führten zu keiner wesentlich stärkeren Wirkung, verlängerten aber ihre Dauer.

Pharmakokinetik

Absorption

Quinagolid wird nach oraler Verabreichung rasch und gut resorbiert. Die anhand eines nicht selektiven Radioimmunoassays (RIA) ermittelten Plasmaspiegel, bei dem Quinagolid zusammen mit einigen seiner Metaboliten gemessen wurde, befanden sich nahe der Messgrenze und ergaben keine zuverlässige Information.

Distribution

Die Proteinbindung von Quinagolid beträgt nahezu 90% und ist unspezifisch. Das scheinbare Verteilungsvolumen von Quinagolid nach einer oralen Einzelgabe wurde mit ca. 100 l berechnet.

Metabolismus

Quinagolid wird während seiner ersten Leberpassage weitgehend metabolisiert. Im Blut sind der Wirkstoff Quinagolid und sein N-Desethyl-Analogon biologisch aktiv. Ihre Bedeutung ist jedoch gering. Bei der Mehrheit der zirkulierenden Metaboliten handelt es sich um Konjugate (Glucuronide und Sulfate).

Elimination

Nach einer Einzelgabe wurde eine terminale Halbwertszeit der Muttersubstanz von 11,5 h ermittelt, resp. von 17 h im Fliessgleichgewicht. Über 95% des Arzneimittels werden in Form von Metaboliten ausgeschieden. Ungefähr die gleichen Mengen an Gesamtradioaktivität wurden in den Faeces und im Urin gefunden. Die im Urin vorhandenen Metaboliten sind zur Hauptsache Glucuronid- und Sulfatkonjugate von Quinagolid und dessen N-Desethyl- und N-Bidesethyl-Analoga. In den Faeces finden sich nicht konjugierte Formen der drei Verbindungen.

Präklinische Daten

Tumorerzeugendes und mutagenes Potenzial

In einer ausführlichen In-vitro und In-vivo-Mutagenitätsprüfung ergaben sich keine Hinweise auf eine mutagene Wirkung.

Die Veränderungen, die in Karzinogenitätsstudien beobachtet wurden, spiegeln die pharmakodynamische Aktivität von Quinagolid wieder. Die Substanz moduliert sowohl die Prolaktinpiegel als auch, insbesondere bei männlichen Ratten, die Spiegel des luteinisierenden Hormons und das Verhältnis von Progesteron zu Östrogen bei weiblichen Nagern.

Langzeituntersuchungen mit hohen Dosen Quinagolid führten zu Leydig-Zelltumoren bei Ratten und mesenchymalen Uterustumoren bei Mäusen. Leydig-Zelltumoren traten bei Ratten in einer Karzinogenitätsstudie auch bei geringer Dosis (0,01 mg/kg) auf. Diese Befunde sind jedoch für die therapeutische Anwendung beim Menschen ohne Relevanz, da in Bezug auf die Regulation des endokrinen Systems zwischen Menschen und Nagetieren grundsätzliche Unterschiede bestehen.

Reproduktionstoxizität

Tierexperimentelle Studien an Ratten und Kaninchen haben keinen Hinweis auf embryotoxische oder teratogene Effekte ergeben. Die prolaktinhemmende Wirkung führte bei der Ratte zur Verminderung des Milchflusses, was einen erhöhten Verlust an Jungtieren zur Folge hatte. Mögliche postnatale Effekte durch die Einwirkung von Quinagolid während der Fetalentwicklung (2. und 3. Schwangerschaftsdrittel) sowie die Auswirkungen auf die weibliche Fertilität sind noch nicht ausreichend untersucht.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Norprolac bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

52277 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Ferring AG, 6340 Baar.

Stand der Information

August 2013.

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