ALCA-C BROWSER SET DS 20 PCS
Alca-C Brausetablets 20 st
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Description - ALCA-C BROWSER SET DS 20 PCS
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Alca-C®
AMZV
Was ist Alca-C und wann wird es angewendet?
AIca-C enthält den Wirkstoff Calciumcarbasalat. Dieser wirkt schmerzlindernd und fiebersenkend. AIca-C wird bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg angewendet zur kurzfristigen symptomatischen Behandlung (maximal 3 Tage) von Fieber und/oder Schmerzen bei Erkältungskrankheiten.Jugendliche ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg nur nach ärztIicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Alca-C Vorsicht geboten?»).Der Zusatz von Ascorbinsäure deckt den erhöhten Bedarf an Vitamin C bei Erkältungen und unterstützt die Abwehrfunktionen des Körpers.
Was sollte dazu beachtet werden?
Wie alle Fieber- oder Schmerzmittel soll auch Alca-C ohne ärztIiche Verordnung höchstens 3 Tage angewendet werden.Schmerzmittel soIlen nicht ohne ärztliche Kontrolle über längere Zeit regelmässig eingenommen werden. Länger dauernde Schmerzen bedürfen einer ärztIichen Abklärung.Die angegebene oder vom Arzt/von der Ärztin verschriebene Dosierung darf nicht überschritten werden.Es ist auch zu bedenken, dass die Iangdauernde Einnahme von Schmerzmitteln ihrerseits dazu beitragen kann, dass Kopfschmerzen weiterbestehen.Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.
Wann darf Alca-C nicht angewendet werden?
ln folgenden Fällen dürfen Sie AIca-C nicht anwenden:-wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln, Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten;-wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe auch Kapitel «Darf Alca-C während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?»);-wenn Sie an einem Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwür leiden oder Magen-/Darm-Blutungen haben:-bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa);-bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion;-bei schwerer Herzleistungsschwäche:-bei Zuständen mit erhöhter Blutungsgefahr (z.B. Monatsblutung oder Verletzungen).-wenn Sie eine krankhaft erhöhte Blutungsneigung aufweisen;-wenn Sie gleichzeitig Methotrexat in einer Dosis von mehr als 15 mg pro Woche einnehmen müssen;-bei Kindern unter 12 Jahren.
Wann ist bei der Einnahme von Alca-C Vorsicht geboten?
Jugendliche ab 12 Jahren mit Fieber, Grippe, Windpocken oder anderen Viruserkrankungen dürfen Alca-C nur nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin nur als Mittel der zweiten Wahl einnehmen. Kommt es bei diesen Erkrankungen oder nach ihrem Abklingen zu Bewusstseinsstörungen mit starkem Erbrechen, sollte unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin konsultiert werden.AIca-C Brausetabletten enthalten Natrium und soIlten von Patientinnen und Patienten, die eine salzarme Diät einhalten müssen, nicht über längere Zeit eingenommen werden.Alca C kann bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol das Risiko von Magen-/Darm-Blutungen erhöhen. Zusätzlich kann es länger dauern, bis eine Blutung zum Stillstand kommt.Alca-C kann bei gleichzeitiger Einnahme von Kortiosonpräparaten oder Arzneimitteln aus der Gruppe der sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer gegen Depressionen das Risiko für Blutungen erhöhen.Bei vorgeschädigter Niere und/oder Leber ist eine sorgfäItige Überwachung notwendig.Bei chronischen oder wiederkehrenden Magen-Darmbeschwerden und Asthma, bei Nesselfieber, Nasen-Polypen, bei einer seltenen erblichen Krankheit der roten Blutkörperchen, dem sogenannten ?Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel?, Leber- und/oder Nierenerkrankungen, Nierensteinen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei der Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln (?Blutverdünner?), soll die Einnahme nur nach strengen Anweisungen des Arztes bzw. der Ärztin erfolgen.Bei gleichzeitiger und längerer Anwendung von AIca-C kann die Wirkung von Kortisonpräparaten, Blutverdünnern, krampflösenden Mitteln (Antiepileptika), Lithiumpräparaten gegen Depressionen und von blutzuckersenkenden Tabletten verstärkt werden. Die Wirkung von Gichtmitteln (Probenecid und Sulfinpyrazon) und Mitteln gegen erhöhten Blutdruck kann vermindert werden. Bei Anwendung von Rheumamitteln oder Methotrexat (das z.B. bei chronischer Polyarthritis eingenommen wird) ergibt sich eventuell eine Verstärkung der unerwünschten Wirkungen.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten resp. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen!Über die Einnahme vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt resp. die Ärztin oder Zahnärztin zu befragen bzw. zu informieren.
Darf Alca-C während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
SchwangerschaftSollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Alca-C nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Alca-C nicht eingenommen werden.StillzeitAlca-C soll während der Stillzeit nicht eingenommen werden. Ist die Einnahme von Alca-C erforderlich, ist auf das Stillen zu verzichten und der Säugling auf Flaschennahrung umzustellen.
Wie verwenden Sie Alca-C?
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre und über 40 kg:1-2 Brausetabletten alle 4-8 Stunden in viel Flüssigkeit (200-300 ml Wasser oder Tee) auflösen und einnehmen.Eine Tagesdosis von 7 Brausetabletten darf nicht überschritten werden.Auf Grund der Dosierungsstärke sind Alca-C Brausetabletten nicht für die Anwendung für Kinder unter 12 Jahren und leichter als 40 kg geeignet.Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Welche Nebenwirkungen kann AIca-C haben?
Als Nebenwirkung können häufig Magenbeschwerden und sehr häufig geringfügige Blutungen der Magenschleimhaut auftreten. Gelegentlich treten Asthma, Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen auf.ln seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schwellungen der Haut und Schleimhäute oder Hautausschläge oder Atemnot, Blutdruckabfall bis hin zum Schock auftreten.Selten kommt es zu Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen (Tinnitus), Sehstörungen, Schwerhörigkeit, Verwirrtheitszuständen, Blutarmut aufgrund von Eisenmangel, einer Unterzuckerung, Störungen im Säure-Basenhaushalt, oder Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Magen-Darm-Blutungen oder Magen-Darm- Geschwüren.Selten bis sehr selten sind schwerwiegende Blutungen (u.a. Hirnblutungen) berichtet worden, besonders bei Patienten und Patientinnen mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit ?Blutverdünnern? (Antikoagulantien), die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können (siehe auch «Wann darf Alca-C nicht angewendet werden» und «Wann ist bei der Einnahme von Alca-C Vorsicht geboten?»).Blutergüsse, Nasenbluten, Zahnfleischbluten und Blutungen nach operativen Eingriffen wurden beobachtet. Die Blutungszeit kann verlängert sein.Es wurde auch über akutes Nierenversagen berichtet.Treten Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion auf, ist das Arzneimittel abzusetzen und der Arzt, die Ärztin zu konsultieren. Kommt es während der Behandlung zu einer Schwarzfärbung des Stuhls, zum blutigen Erbrechen, zu verlängertem Bluten aus Wunden oder zu starker und verlängerten Monatsblutungen, soll das Arzneimittel abgesetzt und unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin aufgesucht werden.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Bei unkontrollierter Einnahme (Überdosis) unverzüglich einen Arzt, eine Ärztin konsultieren. Ohrensausen und/oder Schweissausbrüche können ein Hinweis auf eine Überdosierung sein.Arzneimittel vor Kinderhand geschützt aufbewahren!Die Packung ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) zu lagern und vor Feuchtigkeit zu schützen.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit ?EXP? bezeichneten Datum verwendet werden.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Alca-C enthalten?
1 Brausetablette enthält als Wirkstoffe 528 mg Calciumcarbasalat entspr. Acetylsalicylsäure 415 mg und 250 mg Vitamin C. Hilfsstoffe: Saccharin-Natrium, Natriumcyclamat. Farbstoff: Carminrot (E 120). Aromatica: Vanillin und andere sowie weitere Hilfsstoffe.
Zulassungsnummer
33124 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Alca-C? Welche Packungen sind erhältlich?
ln Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.Packungen zu 10 und 20 Brausetabletten.
Zulassungsinhaberin
Melisana AG, 8004 Zürich.
Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
AMZV
Zusammensetzung
Wirkstoffe: Carbasalatum calcicum corresp. Acidum acetylsalicylicum, Acidum ascorbicum.
Hilfsstoffe: Saccharinum natricum, Natrii cyclamas, Arom.: Vanillinum et alia, Color.: E 120, Excip. pro compresso.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
1 Brausetablette enthält: Carbasalatum calcicum 528 mg corresp. Acidum acetylsalicylicum 415 mg, Acidum ascorbicum 250 mg.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Symptomatische Behandlung von Fieber und Schmerzen bei Erkältungskrankheiten.
Jugendliche ab 12 Jahren nur nach ärztlicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl (siehe «Dosierung/Anwendung» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Alca-C ist in der Selbstmedikation für die Kurzzeitbehandlung von maximal 3 Tagen zugelassen.
Dosierung/Anwendung
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren und schwerer als 40 kg
Übliche Einzeldosis: 1–2 Brausetabletten.
Übliches Applikationsintervall: 4–8 Stunden, maximale Tagesdosis 7 Brausetabletten.
Alca-C Brausetabletten sollten mit viel Flüssigkeit (200–300 ml Wasser oder Tee) möglichst nach einer Mahlzeit eingenommen werden.
Aufgrund der Dosierungsstärke sind Alca-C Brausetabletten nicht für die Anwendung für Kinder unter 12 Jahren und leichter als 40 kg geeignet.
Kontraindikationen
-Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe, gegen Salicylate und/oder andere Entzündungshemmer (Antirheumatika),
-Anamnese von Bronchospasmus, Urtikaria oder allergieähnlichen Symptomen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika,
-Aktive Magen- und/oder Duodenalulzera oder gastrointestinale Blutungen
-hämorrhagische Diathese,
-schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min),
-schwere Leberfunktionsstörungen,
-Schwere Herzinsuffizienz (NYHA III-IV)
-Kombination mit Methotrexat in Dosen von 15 mg/Woche oder mehr (siehe Rubrik «Interaktionen»),
-Entzündliche Darmerkrankungen (wie M. Crohn, Colitis ulcerosa),
-letztes Trimenon der Schwangerschaft (siehe Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit»).
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Alca-C Brausetabletten enthalten Natrium (300 mg = 13 mmol/Tabl.) und sollten von Patienten mit einer salzarmen Diät nicht im Dauergebrauch eingenommen werden.
Vorsicht ist geboten bei:
-Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder eingeschränkter Herz-Kreislauf-Funktion (wie z.B. Erkrankung der Nierengefässe, kongestiver Herzinsuffizienz, Volumenmangel, grössere Operationen, Sepsis oder grössere Blutungen), da Acetylsalicylsäure das Risiko einer Nierenfunktionseinschränkung oder eines akuten Nierenversagens erhöhen könnte,
-eingeschränkter Leberfunktion,
-chronischen oder rezidivierenden Magen- oder Duodenalbeschwerden,
-Asthma bronchiale oder allgemeiner Neigung zu Überempfindlichkeit,
-Nasenschleimhautpolypen,
-genetisch bedingtem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel,
-gleichzeitiger Therapie mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln,
-Zuständen mit erhöhter Blutungsgefahr (z.B. Dysmenorrhö, Verletzungen).
-Jugendliche ab 12 Jahren dürfen bei Fieber und/oder viralen Erkrankungen Alca-C Brausetabletten nur auf ärztliche Verordnung und nur als Mittel der zweiten Wahl einnehmen (wegen des möglichen Auftretens des Reye-Syndroms, einer lebensbedrohlichen Encephalopathie mit Leitsymptomen starkes Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Leberfunktionsstörungen).
Der Patient bzw. die Patientin muss daraus aufmerksam gemacht werden, dass Schmerzmittel nicht ohne ärztliche Verordnung über längere Zeit regelmässig eingenommen werden dürfen. Länger dauernde Schmerzen bedürfen einer ärztlichen Abklärung.
Die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.
Bei chronischer Einnahme von Analgetika können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zum Unterhalt der Kopfschmerzen führen können (sogenanntes Analgetika-Kopfweh).
Interaktionen
Kontraindizierte Kombinationen:
-Methotrexat in Dosen von 15 mg/Woche oder mehr: verstärkte Toxizität von Methotrexat (generell verringern entzündungshemmende Wirkstoffe die Ausscheidung von Methotrexat und Salicylate verdrängen es aus seiner Plasmaproteinbindung), siehe Rubrik «Kontraindikationen».
Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern:
-Methotrexat in Dosen unter 15 mg/Woche: verstärkte Toxizität von Methotrexat (generell verringern entzündungshemmende Wirkstoffe die Ausscheidung von Methotrexat und Salicylate verdrängen es aus seiner Plasmaproteinbindung)
-Antidiabetika (z.B. Insulin, Sulfonylharnstoffe): der Blutzuckerspiegel kann sinken
-Verstärkung der Wirkung von Antikoagulantien/Thrombolytika, Barbituraten, Lithium, Sulfonamiden und Trijodthyronin
-Es können pharmakodynamische Interaktionen zwischen selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und Acetylsalicylsäure auftreten: erhöhtes Risiko für Blutungen aufgrund synergistischer Effekte
-Thrombozytenaggregationshemmer, z.B. Clopidogrel: erhöhtes Risiko für Blutungen
-Erhöhte Plasmaspiegel von Digoxin, verursacht durch eine verminderte renale Ausscheidung
-Erhöhung der Plasmakonzentration von Phenytoin und Valproat. ASS bewirkt eine Freisetzung der gebundenen Valproinsäure aus den Serumproteinen und eine Herabsetzung dessen Metabolismus. Somit werden die Plasmakonzentrationen von Valproat erhöht, was zu einer höheren Rate von unerwünschten Wirkungen bis zu Zeichen einer Intoxikation wie Tremor, Nystagmus, Ataxie und Persönlichkeitsveränderungen führen kann
-Verstärkung von Wirkung und Nebenwirkungen von allen nicht-steroidalen Antirheumatika
-Antihypertensiva (ACE-Hemmer und β-Blocker): Bei Hypertonikern, die mit diesen Arzneimitteln und Acetylsalicylsäure behandelt werden, soll der Blutdruck engmaschig überwacht und gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden
-Diuretika in Kombination mit Acetylsalicylsäure in höheren Dosen: Abschwächung der diuretischen Wirkung
-Abschwächung der Wirkung von Urikosurika (z.B. Probenecid, Sulfinpyrazon)
-Systemische Glucokortikoide: Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzera und Blutungen; verminderte Salicylatspiegel während der Cortisonbehandlung, Risiko einer Salicylatüberdosierung nach Beendigung der Behandlung mit Glucokortikoiden
-Alkohol: Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzera und Blutungen; verlängerte Blutungszeit
-Verlängerung der Plasmahalbwertszeit von Penicillinen
-Deferoxamin: mögliche Dekompensation des Herzens bei gleichzeitiger Einnahme von Ascorbinsäure durch erhöhte Toxizität von Eisen im Gewebe, insbesondere des Herzens.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.
Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschliesslich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.
Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters sollte Acetylsalicylsäure nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Acetylsalicylsäure von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.
Während des dritten Schwangerschaftstrimesters ist Acetylsalicylsäure kontraindiziert. Alle Prostaglandinsynthesehemmer können:
den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
-kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie),
-Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann,
Mutter und Kind folgenden Risiken aussetzen:
-mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann,
-Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.
Fertilität: Die Anwendung von Acetylsalicylsäure kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die schwanger werden möchten nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das Absetzen von Acetylsalicylsäure in Betracht gezogen werden.
Stillzeit
Salicylate treten in die Muttermilch über. Vorsichtshalber soll Acetylsalicylsäure deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Ist die Behandlung unerlässlich, ist der Säugling auf Flaschennahrung umzustellen.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Unerwünschte Wirkungen
Häufigkeiten: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000)
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Verlängerte Blutungszeit.
Selten: Thrombozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Leukopenie, aplastische Anämie, Eisenmangelanämie.
Über Hämolyse und hämolyische Anämie bei Patienten mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenase (G6PD) Mangel wurde berichtet.
Durch seine plättchenhemmende Wirkung und die Verlängerung der Blutungszeit kann Acetylsalicylsäure das Blutungsrisiko erhöhen. Blutungen wie perioperative Blutungen, Hämatome, Epistaxis, Urogenitalblutungen, Zahnfleischblutungen wurden beobachtet.
Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z.B. gastrointestinale Blutungen, cerebrale Blutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können.
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich: Auftreten von Asthma.
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von erythematösen/ekzematösen Hauterscheinungen, Urtikaria, Rhinitis, Bronchospasmus, angioneurotischen Ödem, Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Schwere Hautreaktionen bis hin zum Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse.
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Selten: Hypoglykämie, Eisenmangelanämie, Störungen des Säure-Basen-Haushaltes.
Erkrankungen des Nervensystems
Selten: Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen, Schwerhörigkeit, Verwirrtheitszustände.
Sehr selten: Reye-Syndrom (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Mikroblutungen (bis 70%), eine genaue Einschätzung der Inzidenz der gastrointestinalen Mikroblutungen ist aber auf Grund fehlender spezifischer Daten von Präparaten mit Calciumcarbasalat und Vitamin C nicht möglich.
Häufig: Magenbeschwerden.
Gelegentlich: Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen.
Selten: Magen-Darm-Blutungen, Magen-Darm-Ulzerationen.
Affektionen der Leber und Gallenblase
Selten: Leberfunktionsstörungen.
Sehr selten: Transaminasenerhöhung.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Selten: Nierenfunktionsstörungen.
Über akutes Nierenversagen wurde berichtet.
Überdosierung
Schwere Vergiftungserscheinungen können sich langsam, d.h. innert 12–24 Stunden nach Einnahme entwickeln. Nach oraler Einnahme einer Dosis bis 150 mg ASS/kg KG ist mit leichten, bei Dosen >300 mg/kg KG mit schweren Intoxikationen zu rechnen.
Symptome
Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Ohrensausen, Hörstörungen, Tremor, Verwirrtheitszustände, Hyperthermie, Hyperventilation, Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts und der Elektrolyte, Exsikkose, Koma, Ateminsuffizienz.
Therapie
Angesichts der lebensbedrohenden Situation bei einer schweren Vergiftung müssen unverzüglich die notwendigen Massnahmen ergriffen werden: Verhinderung resp. Verminderung der Resorption, Magenspülung in Frühfällen (bis eine Stunde nach Einnahme), Aktivkohle repetitiv. Elektrolyte kontrollieren und korrigieren. Glukosezufuhr. Natriumbikarbonat zur Azidosekorrektur und zur Förderung der Ausscheidung (Urin-pH >8). Glycin: initial 8 g oral, dann alle 2 Stunden 4 g während 16 Stunden. Eventuell Hämoperfusion oder Hämodialyse (Indikationen können bei Tox Info Suisse erfragt werden).
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: N02BA51
Alca-C wirkt fiebersenkend, analgetisch und antiphlogistisch.
Diese Eigenschaften von Acetylsalicylsäure beruhen im Wesentlichen auf der irreversiblen Blockierung der Zyklooxygenase, einem Schlüsselenzym der Prostaglandinsynthese. Prostaglandine werden unter anderem im entzündeten Gewebe freigesetzt und sind dort an der Entstehung von Entzündungssymptomen und Schmerzen beteiligt. Durch die Hemmung der Prostaglandinsynthese wird die Prostaglandin E2-Konzentration im Gewebe herabgesetzt und die sensibilisierende Wirkung auf Bradykinin und andere Entzündungs- und Schmerzmediatoren verhindert.
Fieber wird meist durch endogene Pyrogene erzeugt, die das Thermoregulationszentrum im Hypothalamus beeinflussen. Dabei kommt es unter Beteiligung von Neurotransmittern und Prostaglandinen zu einer Verstellung des Soll-Werts auf ein erhöhtes Temperaturniveau. Durch Hemmung der Prostaglandinsynthese wird die Thermoregulation normalisiert.
Der Zusatz von Ascorbinsäure unterstützt die Abwehrfunktionen des Körpers und fördert die Überwindung von Erkältungen.
Pharmakokinetik
Absorption
Calciumcarbasalat ist gut wasserlöslich und wird rascher resorbiert als die reine Acetylsalicylsäure (ASS). Die maximale Plasmakonzentrationen werden nach 30 bis 60 Min. erreicht.
Alca-C ist vollständig wasserlöslich und hinterlässt weder im Glas noch im Mund ungelöste Rückstände. Dadurch werden in kürzerer Zeit wirksame Blutspiegel erreicht. Zudem ist die lokale Schleimhautverträglichkeit verbessert. Der systemische Effekt auf die Magenschleimhaut in Verbindung mit der Prostaglandin-Hemmung wird durch die gute Löslichkeit nicht reduziert.
Distribution
Die freie Salicylsäure verteilt sich rasch in allen Körpergeweben und -flüssigkeiten. Die Verteilung erfolgt vorwiegend passiv und ist dosis- und pH-abhängig (Verteilungsvolumen 0,1–0,2 l/kg). Die Salicylsäure geht in die Muttermilch über. Die Plazenta ist für Salicylate passierbar.
Im Plasma wird die Salicylsäure konzentrationsabhängig zu 60–90% an Eiweisse, vorwiegend Albumin, gebunden. Die Bioverfügbarkeit beträgt 80–100%.
Metabolismus
Die ASS wird bereits im Magen, in der Darmwand und bei der ersten Leberpassage innerhalb von ca. 15 Minuten durch Esterasen zu Salicylsäure hydrolisiert.
Metabolismus und Ausscheidung verlaufen nach nicht-linearer dosisabhängiger Kinetik. Hauptsächlichster Metabolisierungsweg ist die Bindung an Glycin v.a. in der Leber. Dabei entsteht Salicylursäure, die mit Glukuron- oder Schwefelsäure konjugiert wird.
Elimination
Die Ausscheidung erfolgt praktisch vollständig renal. Nach niedrigen Dosen (<3 g täglich) und bei normalsaurem Urin werden 80% als Salicylursäure, 10% als Konjugate und 10% als freie Salicylsäure ausgeschieden. Die freie Salicylsäure wird pH-abhängig tubulär rückresorbiert.
Die biologische Halbwertszeit der Salicylsäure beträgt bei niedriger Dosierung ca. 2–3 Stunden, liegt aber nach höheren Dosen (>3 g täglich) infolge Sättigung des konjugierenden Enzymsystems höher. Bei stark saurem Urin werden zudem grössere Mengen freier Salicylsäure rückresorbiert, wodurch die Halbwertszeit auf über 10 Stunden verlängert werden kann.
Kinetik in besonderen klinischen Situationen
Bei eingeschränkter Leberfunktion kann es aufgrund verzögerter Biotransformation zu einem verlangsamten Abbau der ASS zu Salicylsäure kommen.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion können die inaktiven Konjugate der Salicylsäure kumulieren, während der Abbau für die Salicylsäure im Plasma nicht beeinträchtigt wird.
Pharmakokinetik von Vitamin C
Absorption
Ascorbinsäure wird in den oberen Abschnitten des Dünndarms mit Hilfe von Transportproteinen resorbiert, deren Zahl die Absorption begrenzt. Bei einem Substanzangebot, das die Sättigungskapazität des Carrier-Systems übersteigt, wird der Ascorbinsäure-Überschuss mit den Fäzes ausgeschieden, um Änderungen des Blut-pH-Wertes zu verhindern. Daher sinkt mit steigender Einzeldosis die Bioverfügbarkeit auf 60 bis 75% nach Einnahme von 1 g, auf ca. 40% nach 3 g bis auf ca. 16% nach Megadosen von 12 g. Der nicht resorbierte Anteil wird von der Dickdarmflora überwiegend zu CO2 und organischen Säuren abgebaut.
Distribution
Nach der Resorption wird die Ascorbinsäure in die Dehydro-Verbindung überführt und mit dem Blut in alle Gewebe transportiert, in denen sie wieder als Ascorbinsäure vorliegt. Besonders hohe Ascorbinsäure-Konzentrationen finden sich in Nebennierenrinde, Hypophyse, Gehirn und Leber (zwischen 15 und 50 mg/100 g Gewebe). Die Plasmaspiegel variieren stark und liegen durchschnittlich bei 0,8–1 mg/dl; als verlässlicherer Wert wird die Ascorbinsäure-Konzentration in den Leukozyten angesehen, die etwa 27 µg/108 Zellen beträgt.
Metabolismus und Elimination
Hauptmetaboliten des Vitamin C sind die Dehydro-Ascorbinsäure, 2,3-Diketoglukonsäure, Oxalsäure und Ascorbinsäure-2-sulfat, die ebenso wie ein unterschiedlicher, dosisabhängiger Prozentsatz unveränderter Ascorbinsäure renal eliminiert werden (glomeruläre Filtration, Reabsorption im proximalen Tubulus). Bei Dosen von 1 g Vitamin C sinkt der Anteil der Metaboliten von 93,4% (nach 30 mg Vitamin C) auf 13,6%. Die Halbwertszeit liegt im Mittel bei 2,9 h.
Präklinische Daten
Das präklinische Sicherheitsprofil von Acetylsalicylsäure ist gut dokumentiert. Salicylate haben in tierexperimentellen Untersuchungen ausser Nierenschädigungen keine weiteren Organschädigungen gezeigt. Acetylsalicylsäure wurde ausführlich auf Mutagenität und Kanzerogenität untersucht; es wurden keine relevanten Hinweise auf ein mutagenes oder kanzerogenes Potential festgestellt.
Es wurde beobachtet, dass Salicylate bei einer Reihe von Tierarten embryotoxische als auch teratogene Effekte haben (z.B. Fehlbildungen an Herz und Skelett, Gastroschisis).
Im Weiteren gibt es Berichte über Implantationsstörungen, fetotoxische Effekte sowie Beeinträchtigung der Lernfähigkeit bei den Nachkommen bei Einnahme von Salicylaten während der Trächtigkeit.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen.
Zulassungsnummer
33124 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
Melisana AG, 8004 Zürich.
Stand der Information
Mai 2017



















