CONDROSULF TABL 800 MG 90 PCS
Condrosulf 800 mg 90 Tabletten
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| Name | Code | EAN | Price | Original | ||
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Description - CONDROSULF TABL 800 MG 90 PCS
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Condrosulf®
Was ist Condrosulf und wann wird es angewendet?
Condrosulf wird zur Behandlung von Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit der Gelenke infolge degenerativer Gelenkerkrankungen (Arthrose) verwendet. Es enthält als Wirkstoff Chondroitinsulfat, eine Substanz, die man gebunden an Eiweissmoleküle auch im Knorpel vorfindet.Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit der Gelenke nehmen im Verlauf von 1 bis 2 Monaten langsam ab. In der Regel gehen die Symptome in den darauffolgenden 4 bis 5 Monaten weiter zurück. Falls Sie nach 6 Monaten keine Besserung verspüren, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.Condrosulf wird auf ärztliche Verordnung hin angewendet.
Wann darf Condrosulf nicht angewendet werden?
Condrosulf sollte bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung (siehe «Was ist in Condrosulf enthalten?») nicht angewendet werden.
Wann ist bei der Einnahme von Condrosulf Vorsicht geboten?
Tabletten
Condrosulf 800 enthält 73 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis.Dies entspricht 3,6 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.Condrosulf 400 enthält 37 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis.Dies entspricht 1,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.
Granulat
Condrosulf Granulat 800 enthält 2,24 g Sorbitol pro Beutel.Condrosulf Granulat 400 enthält 1,12 g Sorbitol pro Beutel.Sorbitol ist eine Quelle für Fructose. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen oder erhalten, wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern haben oder wenn bei Ihnen eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) - eine seltene angeborene Erkrankung, bei der eine Person Fructose nicht abbauen kann - festgestellt wurde. Sorbitol kann Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen und kann eine leicht abführende Wirkung haben.Condrosulf 800 enthält 76 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 3,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.Condrosulf 400 enthält 38 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 1,9 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.Condrosulf 800 und 400 enthalten Saccharose. Bitte nehmen Sie Condrosulf Granulat erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Kapseln
Condrosulf 400 enthält 37 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis.Dies entspricht 1,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Condrosulf während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit sollte man auf die Einnahme von Arzneimitteln verzichten. Condrosulf soll nur unter ausdrücklicher ärztlicher Verordnung eingenommen werden.
Wie verwenden Sie Condrosulf?
Wenn vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, wird die folgende Dosierung empfohlen:Therapie (während mindestens 6 Monaten): 1× täglich 1 Tablette resp. 1 Beutel zu 800 mg oder 1× täglich 2 Tabletten resp. 2 Beutel oder 2 Kapseln zu 400 mg.Condrosulf sollte vorzugsweise vor einer Mahlzeit auf nüchternen Magen eingenommen werden. Patienten mit empfindlichem Magen wird eine Einnahme nach dem Essen empfohlen.Die Tabletten und Kapseln sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.Die Tabletten zu 800 mg haben eine Sollbruchstelle. Sie können bei Bedarf halbiert werden, um das Schlucken zu erleichtern.Das Granulat in den Beuteln soll in ein leeres Glas gegeben und erst anschliessend mit etwas Wasser aufgelöst werden.Die Anwendung und Sicherheit von Condrosulf bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher nicht untersucht.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.Sollten Sie nach einer Therapie von 6 Monaten keine spürbare Besserung der Symptome bemerken, so suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf, um die Behandlung zu überprüfen und das weitere Vorgehen zu besprechen.
Welche Nebenwirkungen kann Condrosulf haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Condrosulf auftreten:Häufig treten Verdauungsstörungen oder Bauchschmerzen auf (2,5 %).Gelegentlich kommt es zu Übelkeit oder Verstopfung, die im allgemeinen keinen Abbruch der Behandlung erfordern.Tritt eine allergische Reaktion in Form eines Hautausschlages und Juckreiz auf, was gelegentlich vorkommen kann, so unterbrechen Sie die Behandlung und suchen Sie Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin auf.Häufig können Kopfschmerzen und gelegentlich Schwindelgefühle auftreten.In seltenen Fällen wurde bei Patienten mit Nieren- und/oder Herzinsuffizienz eine Wasserretention oder Anschwellung von Weichteilgeweben (Ödeme) beobachtet.Bei der Einnahme von Condrosulf Granulat (Beutel) kann es gelegentlich zu Durchfall kommen, weil das Granulat Sorbitol enthält.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15?25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren. Es darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Condrosulf enthalten?
Condrosulf 800Tabletten
Wirkstoff: 800 mg Chondroitinsulfat, davon 73 mg (3,0 mmol) Natrium.Hilfsstoffe: Magnesiumstearat.
Granulat
Beutel zu 3,6 g.Wirkstoff: 800 mg Chondroitinsulfat, davon 73 mg (3,0 mmol) Natrium.Hilfsstoffe: 24 mg Saccharin-Natrium, Citronensäure, Magnesiumstearat, Orangenaroma, Betacarotin (liegt in einer Saccharose- und Natriumascorbat-enthaltenden Matrix vor), hochdisperses Siliciumdioxid, 2,24 g Sorbitol (E420).
Condrosulf 400Tabletten
Wirkstoff: 400 mg Chondroitinsulfat, davon 37 mg (1,6 mmol) Natrium.Hilfsstoffe: Magnesiumstearat.
Granulat
Beutel zu 1,8 g.Wirkstoff: 400 mg Chonroitinsulfat, davon 37 mg (1,6 mmol) Natrium.Hilfsstoffe: 12 mg Saccharin-Natrium, Citronensäure, Magnesiumstearat, Orangenaroma, Betacarotin (liegt in einer Saccharose- und Natriumascorbat-enthaltenden Matrix vor), hochdisperses Siliciumdioxid, 1,12 g Sorbitol (E420).
Kapseln
Wirkstoff: 400 mg Chondroitinsulfat, davon 37 mg (1,6 mmol) Natrium.Hilfsstoffe: Magnesiumstearat, Gelatine, Chinolingelb (E104), Indigocarmin (E132).
- Diabetiker sollten beachten, dass der Inhalt eines Beutels Condrosulf zu 800 mg Chondroitinsulfat einen Energiegehalt von 8,7 kcal (36,4 kJ) und derjenige eines Beutels Condrosulf zu 400 mg Chondroitinsulfat einen solchen von 4,3 kcal (18,0 kJ) hat.Die Granulat Beutel enthalten Sorbitol. Patienten mit einer bekannten Fruktose-Intoleranz sollten eine andere Darreichungsform verwenden.Der Wirkstoff von Condrosulf wird aus Fischknorpel gewonnen.
Zulassungsnummer
42277, 48557, 51610 (Swissmedic)
Wo erhalten Sie Condrosulf? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Folgende Packungen sind verfügbar:Condrosulf 800 mg: Packungen zu 30 oder 90 Tabletten oder Beuteln.Condrosulf 400 mg: Packungen zu 60 oder 180 Tabletten, Beuteln oder Kapseln.
Zulassungsinhaberin
IBSA Institut Biochimique SA, Lugano
Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoff
chondroitini sulfas natricus.
Der Wirkstoff von Condrosulf ist ichthyischer Herkunft (Fisch).
Hilfsstoffe
Tabletten
Condrosulf 800 enthält pro Tablette 73 mg (3,0 mmol) Natrium und Magnesiumstearat.
Condrosulf 400 enthält pro Tablette 37 mg (1,6 mmol) Natrium und Magnesiumstearat.
Granulat
Condrosulf 800 enthält pro Beutel 76 mg (3,4 mmol) Natrium, 24 mg Saccharin-Natrium, Magnesiumstearat, Citronensäure, Orangenaroma, Betacarotin (liegt in einer Saccharose- und Natriumascorbat-enthaltenden Matrix vor), hochdisperses Siliciumdioxid und 2,24 g Sorbitol (E420).
Condrosulf 400 enthält pro Beutel 38 mg (1,7 mmol) Natrium, 12 mg Saccharin-Natrium, Magnesiumstearat, Citronensäure, Orangenaroma, Betacarotin (liegt in einer Saccharose- und Natriumascorbat-enthaltenden Matrix vor), hochdisperses Siliciumdioxid und 1,12 g Sorbitol (E420).
Kapseln
Condrosulf 400 enthält pro Kapsel 37 mg (1,6 mmol) Natrium, Magnesiumstearat, Chinolingelb (E104), Indigokarmin (E132), Gelatine.
Hinweis für Diabetiker: der Energiegehalt eines Beutels Condrosulf zu 800 mg beträgt 8,7 kcal (36,4 kJ) und derjenige eines Beutels Condrosulf zu 400 mg beträgt 4,3 kcal (18,0 kJ).
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Tabletten zu 400 und 800 mg chondroitini sulfas natricus.
Die Tabletten zu 800 mg weisen eine Sollbruchstelle auf. Sie können bei Bedarf halbiert werden, um das Schlucken zu erleichtern.
Beutel mit 1,8 g bzw. 3,6 g Granulat enthalten 400 bzw. 800 mg chondroitini sulfas natricus.
Kapseln zu 400 mg chondroitini sulfas natricus.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Symptomatische Behandlung bei Osteoarthrose (siehe Rubriken «Dosierung/Anwendung» und «Klinische Wirksamkeit»).
Dosierung/Anwendung
1× täglich 1 Tablette/Beutel zu 800 mg oder 1× täglich 2 Tabletten/Beutel/Kapseln zu 400 mg.
Condrosulf sollte vorzugsweise vor einer Mahlzeit auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Patienten mit empfindlichem Magen wird eine Einnahme nach dem Essen empfohlen.
Die Tabletten und Kapseln sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einzunehmen.
Der Inhalt der Beutel löst sich besser auf, wenn er zuerst in ein leeres Glas gegeben und erst danach unter Zugabe von etwas Wasser aufgelöst wird.
Chondroitinsulfat (Condrosulf) gehört zur Gruppe der SYSADOA (SYmptomatic Slow-Acting Drug in OsteoArthritis). SYSADOA sind Arzneimittel, bei welchen die Wirkung, die Reduktion von Schmerzen und Funktionseinschränkungen, verzögert eintritt, in der Regel 1 bis 2 Monate nach Therapiebeginn.
Kommt es innerhalb von 6 Monaten zu keiner für den Patienten spürbaren Besserung der Symptome, ist die Fortsetzung der Therapie zu überprüfen.
Die Anwendung und Sicherheit von Condrosulf bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher nicht untersucht.
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Tabletten
Condrosulf 800 enthält 73 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 3,6 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.
Condrosulf 400 enthält 37 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 1,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.
Granulat
Da das Granulat Sorbitol enthält, sollten Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz diese Darreichungsform nicht einnehmen. Da das Granulat Saccharose enthält, sollten Patienten mit der seltenen hereditären Fructose/Galactose-Intoleranz, einer Glucose-Galactose-Malabsorption oder einer Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz, diese Darreichungsform nicht anwenden.
Condrosulf 800 enthält 76 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 3,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.
Condrosulf 400 enthält 38 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 1,9 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.
Kapseln
Condrosulf 400 enthält 37 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Dosis. Dies entspricht 1,8 % der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natrium-Aufnahme mit der Nahrung.
Interaktionen
Keine bekannt.
Schwangerschaft/Stillzeit
Es liegen keine klinischen Daten zur Anwendung bei Schwangeren vor.
Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Condrosulf hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder auf die Fähigkeit Maschinen zu bedienen.
Unerwünschte Wirkungen
In randomisierten, Placebo-kontrollierten Studien wurden insgesamt 922 Patienten über einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren ohne Unterbrechung mit Condrosulf behandelt. Folgende unerwünschte Wirkungen liessen sich dabei beobachten. Die Angaben zu gelegentlich und selten auftretenden unerwünschten Wirkungen beruhen auf Pharmakovigilanz-Daten.
Häufigkeit: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000).
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen.
Gelegentlich: Nausea, Obstipation, die jedoch in der Regel keinen Behandlungsunterbruch erfordern.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Hautausschlag.
Allgemeine Erkrankungen
Selten: Ödeme und/oder Wasserretention wurden in seltenen Fällen bei Patienten mit Nieren und/oder Herzinsuffizienz beobachtet. Dieses Phänomen könnte auf eine osmotische Aktivität von Chondroitinsulfat zurückzuführen sein. Der Natrium-Gehalt ist indessen sehr gering, siehe «Zusammensetzung».
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen.
Gelegentlich: Schwindelgefühl.
Granulat: gelegentlich können Verdauungsstörungen und Diarrhoe auftreten, da das Granulat den Hilfsstoff Sorbitol enthält.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Ein Fall von Überdosierung wurde registriert (Dosis: 80 Tabletten zu 800 mg), der für den Patienten jedoch keine Folgen hatte (kein Erbrechen, keine Übelkeit, Elektrolyte im Normbereich).
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: M01AX25
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Chondroitinsulfat ist ein Mucopolysaccharid und einer der Hauptbestandteile des Knorpels. Es zeichnet sich durch seine hohe Wasserbindungsfähigkeit aus. Dadurch sichert es die mechanisch-elastischen Eigenschaften des Knorpels.
Bei den arthrotisch-degenerativen Prozessen beobachtet man eine Abnahme des Chondroitinsulfatgehalts im Knorpel, verursacht durch spezifische lytische Enzyme. Die Folge sind ein Verlust des Wasserbindungsvermögens, eine progressive Knorpeldegeneration und eine Verschlechterung der Gelenkfunktion.
In vitro hemmt Chondroitinsulfat die knorpelabbauende Elastase.
Klinische Wirksamkeit
Eine pivotale dreiarmige klinische Studie mit 604 Patienten verglich die symptomatische Wirksamkeit von Condrosulf bei Gonarthrose mit Celecoxib und Placebo. Die Patienten, welche die ACR-Kriterien für eine Kniegelenkarthrose erfüllten, erhielten in dieser prospektiven randomisierten doppelblinden double-dummy-Studie während 6 Monaten täglich entweder 1 Tablette Condrosulf zu 800 mg plus 1 Celecoxib-Placebo, 1 Kapsel Celecoxib zu 200 mg plus 1 Condrosulf-Placebo oder 1 Condrosulf- und 1 Celecoxib-Placebo. Die beiden primären Endpunkte umfassten Schmerzen, die anhand einer visuellen Analogskala (VAS) von 0 bis 100 mm beurteilt wurden, sowie den Lequesne-Index, der Schmerzen und Funktionseinschränkungen auf einer numerischen Skala kombiniert (maximaler Score 24 Punkte). Die durchschnittlichen Schmerzen zu Beginn der Behandlung waren mit rund 70 mm VAS in allen drei Gruppen vergleichbar.
Nach 6 Monaten betrug die mittlere Differenz zwischen der Placebo- und der Condrosulf-Gruppe –7,4 mm VAS (p = 0,002) und zwischen der Placebo- und der Celecoxib-Gruppe –7,0 mm VAS (p = 0,03). Beim Lequesne-Index lagen die Baseline-Werte in allen drei Gruppen um 11,7 Punkte. Die mittlere Differenz zwischen der Placebo- und der Condrosulf-Gruppe betrug nach 6 Monaten –0,9 Punkte (p = 0,006) und zwischen der Placebo- und der Celecoxib-Gruppe –1,0 Punkte (p = 0,002).
In einer supportiven, monozentrischen Studie erhielten 162 Patienten, die an einer symptomatischen Fingergelenkarthrose litten, während 6 Monaten täglich entweder eine Tablette Condrosulf 800 mg oder Placebo. Die Schmerzen an den betroffenen Fingern wurden auf einer VAS von 0 bis 100 mm beurteilt, die Funktionseinschränkungen anhand des Dreiser-Indexes.
Die Schmerzen auf der VAS gingen in der Condrosulf-Gruppe innerhalb der 6 Monate um –20,0 mm (–36 %) gegenüber dem Ausgangswert zurück, in der Placebo-Gruppe um –11,3 mm (–21 %). Dieser Unterschied war statistisch signifikant (p = 0,016, Effect Size 0,34).
Die Funktionseinschränkungen beurteilt anhand des Dreiser-Indexes nahmen innerhalb der 6 Monate mit Condrosulf um –2,9 Punkte
(–27 %) ab, mit Placebo um –0,7 Punkte (–7 %). Dieser Unterschied war ebenfalls statistisch signifikant (p = 0,008, Effect Size 0,44).
Pharmakokinetik
Die Resorption und die Bioverfügbarkeit von Chondroitinsulfat nach oraler Verabreichung wurden sowohl beim Tier als auch beim Menschen nachgewiesen.
Die maximale Plasmakonzentration wird beim Menschen nach 5-6 Stunden erreicht. Gleichzeitig beobachtet man eine Erhöhung des Chondroitinsulfatgehalts in der Synovialflüssigkeit.
Die Studien beim Menschen zeigten, dass nach Einnahme von 800 mg die maximalen Plasmakonzentrationen rund 2,7 µg/ml betragen und die Plasmahalbwertszeit ca. 8,5 Stunden.
Präklinische Daten
Die chemische Struktur des Chondroitinsulfates in Condrosulf ähnelt derjenigen des endogenen Chondroitinsulfates, das im menschlichen Bindegewebe natürlich vorkommt.
Condrosulf zeigte in den entsprechenden Untersuchungen eine geringe akute Toxizität (LD50>2000 mg/kg per os und >160 mg/kg i.v. bei Ratte und Hund).
Studien zur chronischen Toxizität (26 Wochen per os in Ratte und Hund) zeigten keine systemischen oder histopathologischen Veränderungen.
Weitere Studien bestätigten, dass Chondroitinsulfat (Condrosulf) Fertilität, Reproduktion und Schwangerschaft (Ratte per os und Kaninchen i.m.) nicht beeinflusst und keine peri- oder postnatale Toxizität aufweist.
Auch eine mutagene Aktivität auf prokariotische oder eukariotische Systeme konnte ausgeschlossen werden (Ames Test, Genmutationen in Saccharomyces cerevisiae und pombe, DNA Schadenbewertung in Escherichia coli und Micronucleus Test in der Maus).
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» angegebenen Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und für Kinder unerreichbar aufbewahren.
Zulassungsnummer
42277, 48557, 51610 (Swissmedic)
Zulassungsinhaberin
IBSA Institut Biochimique SA, Lugano
Stand der Information
Mai 2018


























