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CEFPODOXIM Sandoz film tablets 200 mg - PrimeCare Global
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CEFPODOXIM Sandoz film tablets 200 mg

Cefpodoxim Sandoz 200 mg 20 filmtablets

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In stock 16 pcs
Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
3519688
EAN [GTIN]
7680574740071
ATC
J01DD13
SwissMedic category
A
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - J01DD13

Description - CEFPODOXIM Sandoz film tablets 200 mg

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Cefpodoxim Sandoz® 100/200, Filmtabletten

Sandoz Pharmaceuticals AG

Was ist Cefpodoxim Sandoz und wann wird es angewendet?

Cefpodoxim Sandoz ist ein Antibiotikum aus der Cephalosporin­-Gruppe. Es bekämpft eine Infektion mit empfindlichen Bakterien.Cefpodoxim Sandoz darf nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung verschrieben.Das Antibiotikum in Cefpodoxim Sandoz ist nicht gegen alle Mikroorganismen, welche Infektionskrankheiten verursachen, wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Wenden Sie es deshalb nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen an.

Wann darf Cefpodoxim Sandoz nicht eingenommen werden?

Bei einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit (Allergie) auf eine in Cefpodoxim Sandoz enthaltene Substanz oder bekannter Allergie auf andere Antibiotika aus der Cephalosporin-Gruppe darf Cefpodoxim Sandoz nicht eingenommen werden. Allergische Reaktionen äussern sich z.B. durch Asthma, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Schwellungen der Haut oder Hautausschläge.

Wann ist bei der Einnahme von Cefpodoxim Sandoz Vorsicht geboten?

  • Wenn Sie schon einmal eine allergische Reaktion auf ein Antibiotikum hatten oder wenn Sie eine frühere Behandlung mit Cefpodoxim Sandoz schlecht vertragen haben. Teilen Sie das bitte Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit.Wenn Sie an einer Nierenkrankheit leiden. Teilen Sie das Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit. Er/Sie wird die Dosierung anpassen.

Nach Einnahme von Cefpodoxim Sandoz sind Fälle besonders schwerwiegender, möglicherweise lebensbedrohlicher Hautreaktionen, berichtet worden. Anzeichen solcher Hautreaktionen sind:

  • Grippeähnliche Symptome und FieberHautausschlagReaktionen der Schleimhäute (wie z.B. Schwellungen der Mund- oder Rachenschleimhaut, Blasenbildung, Blutungen)Schwellungen im Gesicht oder anderen Körperstellen

Sollten Sie nach Einnahme von Cefpodoxim Sandoz solche Symptome bei sich feststellen, müssen Sie die Behandlung abbrechen und sich sofort mit einem Arzt oder einer Ärztin in Verbindung setzen.

Allergische Reaktionen

Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen (z.B. Hautausschlag) können schon nach der ersten Anwendung von Cefpodoxim Sandoz auftreten. Schwere allergische Sofortreaktionen mit Gesichts-, Gefäss- und Kehlkopfschwellungen (Ödeme) und Atemnot können sich sehr selten bis hin zum lebensbedrohlichen Schock (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen) entwickeln. In diesen Fällen muss Cefpodoxim Sandoz sofort abgesetzt und eine ärztliche oder notärztliche Behandlung (z.B. Schocktherapie) begonnen werden.

Erbrechen und Durchfall

Dieses Arzneimittel kann zu Erbrechen und Durchfall führen (siehe Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann Cefpodoxim Sandoz haben?»), selbst mehrere Wochen nachdem die Behandlung beendet wurde. In diesem Fall kann die Wirksamkeit von Cefpodoxim Sandoz und/oder anderer eingenommener Arzneimittel (z.B. die empfängnisverhütende Wirkung der sogenannten «Pille») beeinträchtigt werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin bzw. Apothekerin. Sie können Ihnen weitere Massnahmen (z.B. zur Empfängnisverhütung) empfehlen.Bei starkem oder anhaltendem Durchfall oder wenn Sie feststellen, dass Ihr Stuhl Blut oder Schleim enthält, beenden Sie die Einnahme von Cefpodoxim Sandoz sofort, da dies eine lebensbedrohliche Dickdarmentzündung sein kann. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die Darmbewegung anhalten oder verlangsamen, und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Er/Sie werden sofort eine entsprechende Behandlung einleiten.

Langzeitanwendung oder Verwendung hoher Dosen

Eine längerfristige und/oder wiederholte Anwendung von Cefpodoxim Sandoz kann zu einer Neu- oder Zweitinfektion mit unempfindlichen (resistenten) Keimen oder Sprosspilzen führen.Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weisslichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen müssen entsprechend behandelt werden.

Einfluss auf Laboruntersuchungen

Der Coombs-Test und nicht-enzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können falsch positiv ausfallen.

Einnahme von Cefpodoxim Sandoz mit anderen Arzneimitteln

Die gleichzeitige Gabe von Cefpodoxim mit oralen Gerinnungshemmern (wie z.B. Marcoumar/Sintrom) kann dessen gerinnungshemmende Wirkung verstärken.

Abschwächung der Wirkung:

Medikamente zur Abschwächung der Magensäure bzw. zur Hemmung der Säuresekretion (z.B. Antazida und H2-Rezeptorantagonisten) vermindern bei gleichzeitiger Einnahme die Aufnahme des Wirkstoffes von Cefpodoxim Sandoz. Sie sollen daher in einem zeitlichen Abstand von 2-3 Stunden vor oder nach Cefpodoxim Sandoz eingenommen werden.

Beeinträchtigung der Nierenfunktion:

Hochdosierte Behandlungen mit Cephalosporinen sollten mit Vorsicht durchgeführt werden bei Patienten, die gleichzeitig stark wirkende Saluretika (z.B. Furosemid) oder möglicherweise nierenschädigende Präparate (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) erhalten, weil eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion durch solche Kombinationen nicht ausgeschlossen werden kann.Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Bitte nehmen Sie Cefpodoxim Sandoz erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Filmtablette, d. es ist nahezu «natriumfrei».

Darf Cefpodoxim Sandoz während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Cefpodoxim Sandoz soll während der Schwangerschaft und Stillzeit nur auf ausdrückliche Verschreibung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Cefpodoxim Sandoz?

Cefpodoxim Sandoz soll zu den Mahlzeiten eingenommen werden, 2-mal täglich in Abständen von 12 Stunden.In den meisten Fällen beträgt die Behandlungsdauer 5 bis 10 Tage.

Erwachsene

Übliche Dosierung: Nach Verschreibung des Arztes oder der Ärztin 200-400 mg/Tag in zwei Gaben, d. morgens und abends.

Kinder

Kinder ab 25 kg: Nach Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin morgens und abends je 1 Filmtablette zu 100 mg.Die Behandlungsdauer wird vom Arzt bzw. der Ärztin festgelegt.Für Kinder unter 25 kg Körpergewicht ist Cefpodoxim Sandoz nicht geeignet. Sollte Cefpodoxim bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 25 kg verabreicht werden, wird Ihnen der Arzt bzw. die Ärztin eine andere geeignete Formulierung (Granulat für orale Suspension) verschreiben.Wenn Sie eine Einnahme vergessen oder wenn Sie zu viel eingenommen haben, teilen Sie das Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Eine begonnene Antibiotikatherapie sollte solange wie vom Arzt bzw. der Ärztin verordnet durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.

Welche Nebenwirkungen kann Cefpodoxim Sandoz haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Cefpodoxim Sandoz auftreten:

Infektionen

Häufig: Superinfektion mit unempfindlichen Mikroorganismen, z.B. Hefepilze (Candida).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Eine erhöhte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytose). Diese Veränderung bildet sich nach Beendigung der Therapie meist von selbst zurück.Selten: Veränderungen des roten Blutbildes (erniedrigte Hämoglobinwerte, Anämie und hämolytische Anämie), des weissen Blutbildes (Leukopenie, Leukozytose, Neutropenie, Eosinophilie, Agranulozytose, Lymphozytose) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie).

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade ? z.B. Schwellung von Gesicht, Zunge und/oder Kehlkopf, Atemnot bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.Gelegentlich: Schwindel.Selten: Missempfindungen (Parästhesien).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten: Ohrgeräusche (Tinnitus).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-Darm-Trakt)

Häufig: Durchfall, Übelkeit.Gelegentlich: Erbrechen, Abdominalschmerzen.Selten: Pseudomembranöse Kolitis, die sich in schweren und/oder anhaltenden, blutigen Durchfällen äussert. Fälle von akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) und/oder Bilirubin als Zeichen einer (z.B. cholestatischen) Leberzellschädigung.Selten: Fälle von akuter Leberentzündung (Hepatitis).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautveränderungen, wie z.B. Hautrötung, Hautausschlag, Nesselsucht, kleinfleckige Blutungen (Purpura) und Juckreiz.Selten: Fälle von blasenbildenden Hautreaktionen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom).Es wurden Fälle von schwerwiegenden Hautreaktionen berichtet.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Anstieg von harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin und Harnstoff) im Serum und Fälle von akutem Nierenversagen (Niereninsuffizienz).

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Schwächezustände wie Asthenie.Gelegentlich: Unwohlsein (Malaise).Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Massnahmen, wenn Sie oder Ihr Kind betroffen ist:Wenn Sie eine der nachfolgend genannten Nebenwirkungen bemerken, nehmen Sie Cefpodoxim Sandoz nicht weiter ein bzw. wenden Sie Cefpodoxim Sandoz nicht weiter bei Ihrem Kind an und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt bzw. eine Ärztin auf.

  • Beim Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Atemnot oder Hautreaktionen.Bei schweren oder sogar blutigen Durchfällen während oder nach der Therapie.Insbesondere bei längerem Gebrauch von Cefpodoxim Sandoz kann es zu einer Vermehrung nicht empfindlicher Mikroorganismen wie z.B. Hefepilzen (Candida) kommen. Dies äussert sich z.B. in Entzündungen der Mund- und Scheidenschleimhaut und sollte entsprechend behandelt werden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat dieses und kein anderes Antibiotikum ausgewählt, weil es sich genau für Ihren Fall und Ihre jetzige Infektion eignet. Ohne die Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin dürfen Sie es in Zukunft weder für sich noch für jemand anders zur Behandlung einer Krankheit verwenden.Um wirksam zu sein, muss dieses Antibiotikum regelmässig und ohne Unterbrechung in den vorgeschriebenen Dosierungen und so lange, wie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es Ihnen verordnet hat, eingenommen werden. Das Verschwinden des Fiebers oder eines anderen Krankheitszeichens heisst nicht, dass die Infektion abgeklungen ist oder dass Sie vollständig geheilt sind. Wenn Sie die Behandlung vorzeitig abbrechen, könnte ein Rückfall eintreten, Ihre Heilung könnte verzögert werden und sich schwierig gestalten. Die verschriebenen Dosen zu erhöhen, beschleunigt die Heilung nicht.Wenn Sie das Gefühl haben, müde zu sein, so rührt das nicht von der Behandlung her, sondern von der Infektion selber. Brechen Sie deswegen die Behandlung nicht ab oder kürzen Sie sie nicht ab; das wäre ohne Wirkung auf dieses Gefühl und würde nur Ihre Heilung verzögern. Mit Cefpodoxim Sandoz können Schwindelgefühle auftreten; dies kann unter Umständen die Reaktionsfähigkeit und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Lagerungshinweis

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15?25°C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» angegebenen Verfalldatum verwendet werden.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Cefpodoxim Sandoz enthalten?

Wirkstoffe

1 Filmtablette Cefpodoxim Sandoz 100 enthält 100 mg, 1 Filmtablette Cefpodoxim 200 enthält 200 mg Cefpodoxim, in Form von Cefpodoximproxetil.

Hilfstoffe:Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat, Hydroxypropylcellulose, Crospovidon, Lactose-Monohydrat, Carboxymethylcellulose, Carmellose-Calcium, Titandioxid (E171), Talkum, Hypromellose,

Zulassungsnummer

57474 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Cefpodoxim Sandoz? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.Cefpodoxim Sandoz 100: 10 und 20 Filmtabletten.Cefpodoxim Sandoz 200: 10 und 20 Filmtabletten (mit Bruchrille, teilbar).

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

19041 / 30.12.2022

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Cefpodoximum (ut cefpodoximum proxetil).

Hilfsstoffe

Excipiens pro compresso obducto.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Filmtablette Cefpodoxim Sandoz 100 mg enthält: Cefpodoximum 100 mg (ut c. proxetil).

1 Filmtablette Cefpodoxim Sandoz 200 mg enthält: Cefpodoximum 200 mg (ut c. proxetil).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Sie ergeben sich aus der antibiotischen Wirksamkeit und den pharmakokinetischen Eigenschaften des Cefpodoxims.

a) Erwachsene und Jugendliche

Bei Erwachsenen und Jugendlichen eignen sich Cefpodoxim Sandoz Tabletten zur Behandlung von Infektionen der oberen und unteren Atemwege, die durch empfindliche Keime verursacht werden, wie z.B.:

  • Bakterielle Pneumonien,
  • Akute Bronchitis oder akute Superinfektionen von chronischen Bronchitiden,
  • Sinusitis,
  • Angina, Pharyngitis.

Beim Erwachsenen ist Cefpodoxim Sandoz ebenfalls für die Behandlung von unkomplizierten Harnwegsinfektionen, wie Zystitis, Pyelonephritis und Gonokokken-Urethritis, sowie Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes geeignet.

b) Kinder

Bei Kindern ab 25 kg KG eignet sich Cefpodoxim Sandoz 100 zur Behandlung von Infektionen, die durch empfindliche Keime verursacht werden, wie z.B.:

  • Hals-, Nasen-, Ohreninfektionen: Akute Mittelohrentzündung, Pharyngitis, Angina, akute Sinusitis;
  • Pneumonien, sowie unkomplizierte Harnwegsinfektionen.

Offizielle Empfehlungen zum angemessenen Gebrauch von Antibiotika sollen beachtet werden, insbesondere Anwendungsempfehlungen zur Verhinderung der Zunahme der Antibiotikaresistenz.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung beim Erwachsenen und beim Jugendlichen

200-400 mg/Tag in 2 Gaben mit 12 Stunden Intervall, während einer Mahlzeit.

Die Dauer der Behandlung beträgt 5‒10 Tage je nach Indikation.

2×200 mg/Tag, also 1 Filmtablette zu 200 mg morgens und abends:

Pneumonie; akute Superinfektion einer chronischen Bronchitis; Sinusitis; akute Pyelonephritis; Hautinfektionen und Infektionen des Weichteilgewebes.

2×100 mg/Tag, also 1 Filmtablette zu 100 mg morgens und abends:

Akute Bronchitis; Angina, Pharyngitis; untere Harnwegsinfekte.

Zur Behandlung der unkomplizierten Gonorrhoe ist eine einmalige Dosis von 200 mg genügend.

Bei Infektionen mit beta-hämolysierenden Keimen beträgt die Therapiedauer 10 Tage.

Pädiatrie

Kinder ab 25 kg Körpergewicht

Für Kinder wird eine Dosierung von 2 x 4 mg /kg KG/Tag empfohlen. Mit den vorhandenen Dosierungsstärken ist eine Anwendung der Filmtabletten somit ab 25 kg KG möglich (morgens und abends je 1 Filmtablette zu 100 mg). Die Behandlungsdauer hängt von der Indikation und vom Schweregrad der Infektion ab.

Kinder unter 25 kg Körpergewicht

Cefpodoxim Sandoz ist nicht geeignet zur Behandlung von Kindern unter 25 kg Körpergewicht.

Sollte Cefpodoxim bei Kindern mit einem Körpergewicht unter 25 kg verordnet werden, muss auf eine andere galenische Form (Granulat für orale Suspension) ausgewichen werden.

Risikopatienten

Bei alten Patienten

Bei normaler Nierenfunktion muss die Dosierung nicht verändert werden.

Bei Niereninsuffizienz

Die Resultate einer pharmakokinetischen Studie an 15 Probanden führen zu folgendem theoretischen Dosierungsschema:

Kreatinin-Clearance >40 ml/Min.:

Unveränderte Dosierung, d.h. eine therapeutische Einzeldosis (1 oder 2 Filmtabletten) alle 12 Stunden: 200 oder 400 mg/Tag.

Kreatinin-Clearance 10-40 ml/Min.:

Eine therapeutische Einzeldosis (d.h. 1 oder 2 Filmtabletten) alle 24 Stunden: 100 oder 200 mg/Tag.

Kreatinin-Clearance <10 ml/Min.:

Zur Zeit ist Cefpodoxim Sandoz aufgrund mangelnder Daten nicht indiziert.

Bei hämodialysierten Patienten soll die Einzeldosis nach jeder Dialyse verabreicht werden.

Beim Kind mit Niereninsuffizienz

Clearance >40 ml/Min./1.73 m2:

Unveränderte Dosierung, d.h. 8 mg/kg Körpergewicht/24 h, in zwei Gaben mit 12 Stunden Intervall.

Clearance 10-40 ml/Min./1,73 m2:

Die Dosierung wird auf eine Verabreichung pro Tag herabgesetzt, ohne die Einzeldosis zu verändern.

Clearance <10 ml/Min./1,73 m2:

Zur Zeit ist Cefpodoxim Sandoz aufgrund mangelnder Daten nicht indiziert.

Bei Leberinsuffizienz

Die Dosierung muss nicht verändert werden.

Kontraindikationen

  • Bekannte Allergie auf Antibiotika aus der Cephalosporin-Gruppe oder auf einen der Hilfsstoffe,
  • Invasive Haut- und Weichteilinfektionen (mit Bakteriämie einhergehend).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Patienten, die allergisch sind auf andere Betalaktame, muss die Möglichkeit einer Kreuzreaktion in Betracht gezogen werden.

Beim Auftreten jeglicher allergischer Reaktion muss die Therapie abgebrochen werden.

Vor dem Verschreiben von Cephalosporinen muss eine Anamnese aufgenommen werden. Da die Penicillinallergien in 5-10% der Fälle mit den Cephalosporinallergien gekreuzt sind, soll:

  • Die Anwendung von Cephalosporinen bei penicillin­empfindlichen Patienten extrem vorsichtig erfolgen: Ab der ersten Gabe ist eine strikte medizinische Überwachung nötig;
  • Der Gebrauch von Cephalosporinen bei Patienten mit früheren Allergien vom Soforttyp auf Cephalosporine unterbleiben. Im Zweifelsfall muss der Arzt unbedingt anwesend sein beim Verabreichen der ersten Dosis, um den möglichen anaphylaktischen Schock behandeln zu können.

Die mit diesen 2 Betalaktam-Typen beobachteten Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) können schwer und manchmal tödlich verlaufen.

Eine anaphylaktische Reaktion erfordert eine sofortige Notfallbehandlung: Kopftieflage, adäquate Sauerstoffversorgung, Gabe von Adrenalin, Kortikoiden.

Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) wie das Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Erythema multiforme und akute generalisierte exanthematöse Pustulosis (AGEP) wurden bei Patienten unter Behandlung mit Beta-Laktam-Antibiotika, einschliesslich Cefpodoxim Sandoz, berichtet (siehe auch «Unerwünschte Arzneimittelwirkungen»). Beim Auftreten solcher Reaktionen ist Cefpodoxim Sandoz unverzüglich abzusetzen und eine Alternativtherapie ist in Erwägung zu ziehen.

Das Auftreten von schweren oder persistierenden Diarrhöen während oder unmittelbar nach der Therapie konnte mit verschiedenen Antibiotika beobachtet werden. Dies kann Zeichen einer pseudomembranösen Kolitis sein, deren Diagnose mittels Koloskopie bestätigt werden muss.

Dieser mit Cephalosporinen seltene Zwischenfall kann manchmal tödlich verlaufen; er bedingt den sofortigen Abbruch der Behandlung mit Cefpodoxim Sandoz und das unverzügliche Aufnehmen einer spezifischen geeigneten Antibiotikatherapie (Vancomycin oder Metronidazol).

In diesen Fällen ist die Anwendung von Medikamenten, welche die Verweildauer der Faeces im Darm verlängern, strengstens untersagt.

Bei schwerer Niereninsuffizienz kann eine Anpassung der täglichen Dosis je nach Kreatinin-Clearance notwendig sein (siehe «Pharmakokinetik spezieller Patientengruppen» und «Dosierung/Anwendung»).

Interaktionen

Medikamentöse Interaktionen

In der Pharmakokinetik hat sich gezeigt, dass die Verbindung von 1 g Probenecid mit Cefpodoximproxetil, durch Hemmung der aktiven tubulären Sekretion von Cefpodoxim, eine Erhöhung der Serumkonzentration bewirkt (Cmax +21%, AUC +31%).

Bei hochdosierter Behandlung mit parenteral verabreichten Cephalosporinen und gleichzeitiger Gabe von stark wirkenden Saluretika (z.B. Furosemid) oder potentiell nephrotoxischen Präparaten (z.B. Aminoglykosid-Antibiotika) kann eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion nicht ausgeschlossen werden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Cefpodoxim mit oralen Antikoagulanzien kann deren gerinnungshemmende Wirkungen verstärken. Es gab wiederholt Berichte über die Zunahme der Aktivität oraler Antikoagulanzien bei Patienten, die gleichzeitig Antibiotika einschliesslich Cephalosporine erhielten. Das Risiko kann je nach zugrunde liegender Infektion, Alter und Allgemeinzustand des Patienten variieren, so dass der Beitrag der Cephalosporine zum Anstieg des INR (International Normalised Ratio) schwer zu beurteilen ist. Es wird empfohlen, den INR-Wert während und kurz nach der gleichzeitigen Gabe von Cefpodoxim und einem oralen Antikoagulans engmaschig zu kontrollieren.

Ernährung

Die Einnahme während einer Mahlzeit erhöht die absolute Bioverfügbarkeit (siehe Rubrik «Pharmakokinetik»).

Veränderung des Magen-pH

Erhöhung des Magen-pH: H2 -Antagonisten und Antazida verursachen eine verminderte Bioverfügbarkeit.

Senkung des Magen-pH: Erhöht die Bioverfügbarkeit.

Folglich sollen Präparate, die den Magen-pH verändern 2-3 Stunden vor oder nach Cefpodoxim Sandoz eingenommen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Die Unschädlichkeit von Cefpodoximproxetil bei der schwangeren Frau wurde nicht erwiesen. Vorliegende Studien an verschiedenen Tierarten lassen jedoch auf keinen teratogenen oder foetotoxischen Effekt schliessen.

Cefpodoxim Sandoz soll jedoch während der Schwangerschaft und besonders im ersten Trimenon nur für die schwersten Infektionen verwendet werden.

Stillzeit

Da Cefpodoximproxetil in die Muttermilch übertritt, sollte die Mutter entweder Cefpodoxim Sandoz nicht einnehmen oder mit dem Stillen aufhören.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Da Cefpodoxim Sandoz Schwindelgefühle auslösen kann, kann die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

Unerwünschte Wirkungen

Aus klinischen Studien sind bei Patienten, die mit Cefpodoxim behandelt wurden, nachfolgende Inzidenzen unerwünschter Arzneimittelwirkungen bekannt geworden.

Bei der Bewertung wurden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: «Häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Superinfektionen mit unempfindliche Mikroorganismen, z.B. Hefepilze, Candida.

Die Überwachung des Patienten ist wichtig. Beim Auftreten solcher Superinfektionen muss eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Thrombozytose.

Selten: Agranulozytose, hämolytische Anämie, Eosinophilie, Lymphozytose, Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Leukozytose, Thrombocytopenie.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeiten aller Schweregrade – z.B. Angiooedem, Bronchospasmus bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Anaphylaktische Reaktionen benötigen besondere Gegenmassnahmen (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Schwindel.

Selten: Parästhesie.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Selten: Tinnitus.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: (bei Kindern auch sehr häufig): Durchfall, Übelkeit.

Gelegentlich: (bei Kindern auch häufig): Erbrechen, Abdominalschmerzen.

Selten: Pseudomembranöse Kolitis (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»), akute Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase) und/oder Bilirubin als Zeichen einer (z.B.) cholestatischen Leberzellschädigung.

Selten: Akute Hepatitis.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Hautveränderungen mit oder ohne Juckreiz (Erythem, Exanthem, Urtikaria, Purpura), Pruritus.

Selten: Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, Lyell-Syndrom.

Postmarketing Erfahrung:

Unbekannt: Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Anstieg harnpflichtiger Substanzen (Harnstoff und Kreatinin) im Serum, akute Niereninsuffizienz.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Asthenie.

Gelegentlich: Unwohlsein (Malaise).

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Da bis heute keine Erfahrungen vorliegen, wird eine gewohnte symptomatische Behandlung eingeleitet. Bei Überdosierung können die Cephalosporine neurologische Störungen, begleitet von Konvulsionen, hervorrufen. Vor allem bei Patienten mit Niereninsuffizienz besteht das Risiko einer reversiblen Encephalopathie. Es ist möglich, die zu hohen Cefpodoximspiegel mit Hämodialyse oder Peritonealdialyse zu senken.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

J01DD13

Wirkungsmechanismus

Das Cefpodoximproxetil ist ein halbsynthetisches Antibiotikum aus der Familie der Betalactame, ein orales Cephalosporin der dritten Generation, Prodrug des Cefpodoxims.

Nach oraler Einnahme wird das Cefpodoximproxetil aus dem Darm absorbiert und durch unspezifische Esterasen rasch zu Cefpodoxim, einem bakteriziden Antibiotikum, hydrolisiert.

Der Wirkungsmechanismus von Cefpodoxim beruht auf der Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese. Cefpodoxim ist gegenüber vielen Betalactamasen stabil.

Bakteriologie

Cefpodoxim ist gegenüber vielen grampositiven und gramnegativen Keimen in vitro bakterizid wirksam.

MHK 90% (µg/ml)

Normalerweise empfindliche Keime

Grampositive Keime

Streptococcus pneumoniae

0.03≤0.06

Streptococcus pyogenes (Gruppe A)

0.015≤0.06

Streptococcus agalactiae (Gruppe B)

0.06≤0.25

Streptokokken der Gruppen C und G

0.06≤0.25

Streptokokken der Gruppe F

0.25

Streptokokken andere (S. mitis, S. sanguis, S. salivarius)

0.25

Propionibacterium acnes

0.5

Gramnegative Keime

Haemophilus influenzae (*)

≤0.06

Haemophilus para-influenzae (*)

≤0.25

Moraxella catarrhalis (*)

0.12-1

Neisseria meningitidis

0.004

Neisseria gonorrhoeae (*)

≤0.06

Escherichia coli

0.72-1

Klebsiella pneumoniae

0.38-1

Klebsiella oxytoca

0.5

Proteus mirabilis

0.06-0.1

Salmonella ssp.

1

Shigella ssp.

1

Pasteurella multocida

≤0.06

Citrobacter diversus

2

Providencia ssp.

2

(*) Sowohl die betalactamasebildenden als auch die anderen Stämme

Fakultativ empfindliche Keime

Staphylococcus aureus meti-S (*)

1.5-4

Staphylococcus epidermidis meti-S (*)

2

Citrobacter freundii

≤4

Corynebacterium diphtheriae

1.56

Proteus vulgaris

4

Enterobacter aerogenes

2

Enterobacter cloacae

>16

Morganella morganii

32

Serratia marcescens

>16

Yersinia enterocolitica

1-4

Acinetobacter lwoffi

4

Aeromonas hydrophila

16

Peptostreptococcus

16

Clostridium perfringens

16

Fusobacterium ssp.

8

(*) Sowohl die penicillinasebildenden als auch die anderen Stämme.

Resistente Keime

Streptokokken der Gruppe D

>128

Staphylococcus aureus meti-R

>128

Staphylococcus epidermidis meti-R

>128

Staphylococcus saprophyticus

4

Corynebacterien (Gruppe JK)

64

Listeria monocytogenes

32

Pseudomonas aeruginosa

>128

Pseudomonas ssp.

>128

Acinetobacter baumanii

≥64

Clostridium difficile

64

Bacteroides fragilis Gruppe

>256

Wenn für einen Keim die konstante Empfindlichkeit nicht erwiesen ist, kann nur anhand eines in vitro Versuches mit dem entsprechenden Keim bestätigt werden, ob er empfindlich, fakultativ empfindlich oder resistent ist.

Die folgenden Empfindlichkeitskriterien werden vom National Committee for Clinical Laboratory Standards (NCCLS) empfohlen:

Disktest (10 µg)

Verdünnungstest

Durchmesser (mm)

MHK (µg/ml)

Sensibel

≥21

≤2

Intermediär

18-21

2-4

Resistent

≤17

≥8

Der Referenzstamm E. coli ATCC 25922 hat eine MHK von 0.25-1.0 µg/ml mit einer Hemmzone von 23-28 mm. Für S. aureus ATCC 25923 beträgt die Hemmzone 19-25 mm.

Resistenz/Kreuzresistenz

Zahlreiche Penicillin-resistente Stämme und einige Cephalosporin-resistente Stämme sind empfindlich auf Cefpodoxim infolge seiner wichtigen Stabilität gegenüber der Hydrolyse durch β-Lactamasen.

Pharmakodynamik

Siehe Rubrik «Wirkungsmechanismus»

Klinische Wirksamkeit

Siehe Rubrik «Wirkungsmechanismus»

Pharmakokinetik

Absorption

Die absolute Bioverfügbarkeit von Cefpodoximproxetil, oral nüchtern verabreicht in Form einer Filmtablette zu 100 mg Cefpodoxim, beträgt 51.5%. Die absolute Bioverfügbarkeit wird durch Einnahme von Nahrungsmitteln verbessert. Es wird daher empfohlen, die Filmtabletten mit den Mahlzeiten einzunehmen.

Beim Erwachsenen, nach oraler Einnahme einer Einzeldosis von 100 mg, beträgt die maximale Plasmakonzentration von Cefpodoxim (Cmax) 1.4 mg/l. Nach Einnahme einer Dosis von 200 mg beträgt die maximale Plasmakonzentration 2.6 mg/l. In beiden Fällen (100 oder 200 mg) wird sie in 2-3 Stunden erreicht (Tmax).

Bei niereninsuffizienten Patienten sind diese Cmax-Werte verdoppelt.

In der Pädiatrie (Kinder zwischen 4 und 12 Jahren), nach oraler Einnahme einer Einzeldosis von 5 mg/kg (max. Dosis 200 mg) beträgt die maximale Plasmakonzentration von Cefpodoxim (Cmax) 2.6 mg/l. Sie wird in 2 bis 4 Stunden erreicht (Tmax).

Die mittlere Restplasmakonzentration beträgt 8 bis 12 Stunden nach Einnahme einer Einzeldosis 0.39 bzw. 0.08 mg/l.

Nach Einnahme von 100 oder 200 mg 2× täglich während 14.5 Tagen, ändern sich die pharmakokinetischen Plasmaparameter des Cefpodoxims nicht, d.h. der Wirkstoff wird nicht akkumuliert.

Studien haben gezeigt, dass 1× 200 mg Cefpodoxim und 2× 100 mg Cefpodoxim bioäquivalent sind.

Distribution

Das Distributionsvolumen von Cefpodoxim beträgt beim gesunden jungen Menschen 30-35 l (= 0.43 l/kg).

Bindung an Plasmaproteine: Cefpodoxim liegt zu 40% in gebundener Form vor, vor allem an Albumin. Diese Bindung ist nicht vom Sättigungstyp.

Humorale und Gewebsdiffusion: Cefpodoxim verfügt über eine gute Diffusion in das Lungenparenchym, die Bronchialschleimhaut, die Pleuraflüssigkeit, die Mandeln, das Nieren- und Prostatagewebe, die Hautblasenflüssigkeit und in die interstitielle Flüssigkeit. Die gemessenen Konzentrationen sind grösser als die MHK der empfindlichen Keime und erreichen ca. 80% der Plasmakonzentrationen.

Beim Kind beträgt die Cefpodoxim-Konzentration in der Mittelohrflüssigkeit 0.1 mg/l 3 bis 6 Stunden nach der letzten Einnahme.

Die Placentapassage von Cefpodoxim wurde nicht untersucht.

Cefpodoxim tritt in die Muttermilch über. Beim Tier (Ratte) findet sich die Substanz nur in Spuren im Foetus (1-5% der Plasmakonzentration der Mutter).

Metabolismus

Nach Absorption entsteht durch Hydrolyse von Cefpodoximproxetil als Hauptmetabolit das Cefpodoxim.

Das Cefpodoxim wird kaum metabolisiert. Das Delta-2-Isomer sowie andere nicht identifizierte Abbauprodukte ohne antibiotische Wirksamkeit wurden im Urin gefunden.

Elimination

Nach Absorption des Cefpodoximproxetils werden 80% des freigesetzten Cefpodoxims in unveränderter Form im Urin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit von Cefpodoxim beträgt im Mittel 2.4 Stunden.

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt beim Kind im Mittel 1.8 Stunden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Die pharmakokinetischen Parameter des Cefpodoxims sind ganz leicht verändert bei älteren Leuten mit normaler Nierenfunktion. Die schwache Erhöhung der maximalen Serumkonzentrationen und der Eliminationshalbwertszeit rechtfertigen jedoch keine Dosisreduktion in dieser Patientengruppe.

Beim Vorliegen einer Niereninsuffizienz mit einer Kreatinin-Clearance unter 40 ml/Min. soll wegen der Erhöhung der Plasma-Eliminationshalbwertszeit und der Plasma-Maximalkonzentrationen die täglich verabreichte Dosis (Dosierungsadaptationsschema, siehe Rubrik «Dosierung/Anwendung») reduziert werden.

Bei Leberinsuffizienz wurden schwache kinetische Veränderungen beobachtet, die keine Anpassung der Dosierung rechtfertigen.

Präklinische Daten

Embryotoxizitätsstudien an Ratten und Kaninchen haben keine Anzeichen für ein teratogenes Potential ergeben.

Ausführliche Mutagenitätsuntersuchungen in mehreren Systemen verliefen negativ.

Untersuchungen zum tumorerzeugenden Potential liegen nicht vor.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Die Bestimmung der Glucosurie mit den Reduktionsmethoden kann ein falsch positives Resultat geben. Die enzymatischen Methoden werden nicht gestört.

Unter Behandlung mit Cephalosporinen wurden falsch positive Resultate beim Coombstest beobachtet.

Haltbarkeit

Cefpodoxim Sandoz darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

57474 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Stand der Information

Juni 2020

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