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ARLEVERT tablets - PrimeCare Global
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ARLEVERT tablets

Arlevert 100 tablets

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Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
4960754
EAN [GTIN]
7680592850035
ATC
N07CA52
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - N07CA52

Name Code EAN Price Original
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Description - ARLEVERT tablets

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Arlevert

Zambon Switzerland Ltd

Was ist Arlevert und wann wird es angewendet?

Arlevert enthält die zwei Wirkstoffe Cinnarizin und Dimenhydrinat. Die beiden Substanzen gehören zu verschiedenen Wirkstoffgruppen. Cinnarizin gehört zur Gruppe der so genannten Calciumantagonisten und Dimenhydrinat zur Gruppe der so genannten Antihistaminika.Beide Substanzen bewirken eine Reduzierung von Schwindelsymptomen (z.B. Drehgefühl).Arlevert wird während maximal 4 Wochen zur Behandlung unterschiedlicher Schwindelformen angewendet. Schwindel kann eine Reihe verschiedener Ursachen haben. Die Anwendung von Arlevert kann Sie dabei unterstützen, den täglichen Arbeiten nachzugehen, die beim Vorhandensein von Schwindelbeschwerden Schwierigkeiten bereiten.Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Nehmen Sie Arlevert nach einer Mahlzeit ein. Arlevert kann Verdauungsbeschwerden verursachen, die durch Einnahme der Tabletten nach den Mahlzeiten vermindert werden können. Trinken Sie während der Einnahme von Arlevert keinen Alkohol, da Sie dies müde oder schläfrig machen kann.

Wann darf Arlevert nicht eingenommen werden?

Wenn Sie jünger als 18 Jahre sind.Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Cinnarizin, Dimenhydrinat bzw. Diphenhydramin sind.Wenn Sie allergisch gegen andere Antihistaminika (z.B. Astemizol, Chlorpheniramin und Terfenadin, die als Mittel gegen Allergien eingesetzt werden) sind. Sie sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen, ausser auf Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin.Wenn Sie unter einem Engwinkelglaukom (eine spezielle Augenerkrankung) leiden.Wenn Sie unter Krampfanfällen (Epilepsie) leiden.Wenn Sie einen erhöhten Druck im Gehirn haben (z.B. aufgrund eines Tumors).Wenn Sie unter Alkoholmissbrauch leiden.Wenn Sie Prostatabeschwerden mit Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben.Wenn Sie unter Porphyrie, Leber- oder Nierenversagen leiden.Wenn Sie Aminoglykosid Antibiotika einnehmen.Wenn Sie an Parkinson oder unter Störungen im Bewegungsablauf leiden.Wenn Sie unter Depressionen leiden.Wenn Sie an schweren Herzstörungen leiden oder Medikamente einnehmen, welche die Herzrhythmik verlängern.Wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Wann ist bei der Einnahme von Arlevert Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin bitte auf jeden Fall, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

Niedriger oder hoher BlutdruckErhöhter AugeninnendruckDarmverschlussVergrösserte ProstataÜberfunktion der SchilddrüseSchwere HerzerkrankungParkinson'sche KrankheitDepressionenStörungen bei unwillkürlichen Bewegungen oder Störungen der Bewegungskoordination.Wenn Sie schwanger sind oder stillen.Die Einnahme von Arlevert kann zur Verschlechterung dieser Erkrankungen führen. Arlevert kann trotzdem für Sie geeignet sein, Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin muss jedoch gegebenenfalls diese Umstände berücksichtigen.Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen.Arlevert kann mit anderen, gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln wechselwirken.

Arlevert kann Sie müde oder schläfrig machen bei gleichzeitiger Einnahme folgender Arzneimittel:

Barbiturate (Schlafmittel).Zentralwirkende Analgetika (starke Schmerzmittel, wie z.B. Morphium).Tranquilizer (Arzneimittel zur Behandlung von Angst- und Spannungszuständen).Monoaminooxidase-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen).

Arlevert kann die Wirkungen der folgenden Arzneimittel verstärken:

Trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen).Atropin (Arzneimittel zur Muskelentspannung, oft bei Augenuntersuchungen verwendet).Ephedrin (kann zur Behandlung von Husten und verstopfter Nase eingesetzt werden).Procarbazin (Arzneimittel zur Behandlung einiger Arten von Krebserkrankungen).Arzneimittel zur Blutdrucksenkung.

Arlevert kann die Wirkungen der folgenden Arzneimittel abschwächen:

Glucocorticoide (entzündungshemmende Arzneimittel).Heparin (Blutgerinnungsmittel).Phenothiazine (Bestandteil von Arzneimitteln zur Behandlung von Psychosen und allergischen Reaktionen): Die durch Phenothiazine hervorgerufene Störung des Bewegungsablaufs wird abgeschwächt.Aminoglykoside (bestimmte Antibiotika) können das Innenohr schädigen. Wenn Sie Arlevert einnehmen, kann es sein, dass Sie diese Schädigung nicht bemerken.Sie sollten Arlevert nicht zusammen mit Arzneimitteln einnehmen, die zur Korrektur von Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden (Antiarrthymika).Arlevert kann auch die Art, wie Ihre Haut auf Allergietests reagiert, verändern.Arlevert enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d. es ist nahezu «natriumfrei».Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen!

Darf Arlevert während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Sie dürfen Arlevert während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Arlevert?

Die übliche Dosis ist: 3-mal täglich 1 Tablette mit etwas Flüssigkeit nach den Mahlzeiten. Schlucken Sie die Tablette als Ganzes, ohne zu kauen.Sie werden Arlevert bis zu maximal 4 Wochen lang einnehmen.Die Anwendung und Sicherheit von Arlevert bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher nicht geprüft worden.

Wenn Sie eine grössere Menge von Arlevert eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten eingenommen haben, oder wenn Arlevert von einem Kind eingenommen wurde, sollten Sie dringend ärztlichen Rat einholen.Wenn Sie zu viel Arlevert einnehmen, kann es zu starker Müdigkeit, Schwindel und Zittern, aber auch zu Unruhe und Erregungszuständen kommen. Ihre Pupillen könnten sich erweitern und Sie könnten nicht in der Lage sein, Wasser zu lassen. Es können Mundtrockenheit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Blutdruckveränderungen, Gesichtsrötung, beschleunigter Herzschlag, Fieber, Schwitzen und Kopfschmerzen auftreten.Wenn Sie eine hohe Überdosis Arlevert eingenommen haben, kann dies zu Krämpfen, Halluzinationen, hohem Blutdruck, einem Gefühl des Schwankens, Erregungserscheinungen und Schwierigkeiten beim Atmen führen. Es könnte zum Koma kommen.

Wenn Sie die Einnahme von Arlevert vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Arlevert-Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Tablette einfach aus. Nehmen Sie die folgende Tablette zum nächsten Zeitpunkt ein, an dem Sie diese normalerweise einnehmen würden. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um die verpasste Einnahme der Tablette nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Arlevert abbrechen

Beenden Sie nicht die Einnahme von Arlevert ohne vorherige Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Sie werden wahrscheinlich wieder Schwindelbeschwerden (z.B. «Drehgefühl») bekommen, falls Sie mit der Behandlung zu früh aufhören.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Arlevert haben?

Die in klinischen Studien am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung und/oder Benommenheit bei ca. 8 % und Mundtrockenheit bei ca. 5 % der Patienten bzw. Patientinnen. Diese Symptome haben in der Regel eine milde Ausprägung und klingen bei fortgesetzter Behandlung innerhalb weniger Tage ab. Weitere Nebenwirkungen geordnet nach Häufigkeit sind:

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern):

Schläfrigkeit, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Magenschmerzen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern):

Schwitzen, Hautrötungen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Nervosität, Krämpfe, Vergesslichkeit, Tinnitus (Ohrgeräusche), Missempfindungen (Kribbeln in den Händen oder Füssen), Zittern.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern):

Sehstörungen, allergische Reaktionen (z.B. Hautreaktionen), Lichtempfindlichkeit, Schwierigkeiten beim Wasserlassen.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern):

Die Zahl der weissen Blutkörperchen und der Blutplättchen kann erniedrigt sein und es kann zu einer starken Abnahme der roten Blutkörperchen kommen, was zu Schwächegefühl, Hauteinblutungen oder einer Zunahme von Infektionen führen kann.Im Falle von Infektionen mit Fieber und ernsthafter Verschlechterung Ihres Allgemeinzustandes suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf und informieren Sie ihn/sie über die Einnahme dieses Arzneimittels.

Weitere mögliche Nebenwirkungen, die bei dieser Gruppe von Arzneimitteln auftreten können. Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden):

Gewichtszunahme, Verstopfung, Herzenge, Gelbsucht (Gelbverfärbung der Haut oder des weissen Teils der Augen, verursacht durch Leber- oder Blutprobleme), Verschlechterung eines Engwinkelglaukoms (Augenerkrankung mit erhöhtem Augeninnendruck), Störungen der unwillkürlichen Bewegungen, ungewöhnliche Erregungserscheinungen und Ruhelosigkeit (besonders bei Kindern), schwere Hautreaktionen.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Arlevert enthalten?

1 Tablette enthält:

Wirkstoffe

20 mg Cinnarizin und 40 mg Dimenhydrinat.

Hilfsstoffe

Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium (E468), Hypromellose, Magnesiumstearat, Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum.

Zulassungsnummer

59285 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Arlevert? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung.In Packungen mit 20, 50 und 100 Tabletten.

Zulassungsinhaberin

Zambon Schweiz AG, 6814 Cadempino

Herstellerin

Hennig Arzneimittel GmbH & Co. KG, DE-65439 Flörsheim am Main

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

23214 / 09.04.2021

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Cinnarizinum, Dimenhydrinatum.

Hilfsstoffe

Carmellosum natricum conexum (E468) (enthält 0,46 mg Natrium), Cellulosum microcristallinum, Hypromellosum, Magnesii stearas, Maydis amylum, Silica colloidalis anhydrica, Talcum.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Tablette enthält 20 mg Cinnarizinum und 40 mg Dimenhydrinatum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von vorübergehenden Schwindelzuständen (maximal 4 Wochen).

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Erwachsene

3-mal täglich 1 Tablette.

Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit nach den Mahlzeiten einzunehmen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Arlevert wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da für Arlevert in dieser Altersgruppe keine Daten vorliegen.

Ältere Patienten

Die Dosierung von älteren Patienten wurde nicht speziell untersucht.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Die Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz wurde nicht speziell untersucht.

Arlevert sollte bei Patienten mit leichter bis mässiger Niereninsuffizienz mit Vorsicht angewendet werden. Arlevert sollte von Patienten mit einer Kreatinin-Clearance ≤25 ml/min (schwere Niereninsuffizienz) nicht angewendet werden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Es sind keine Untersuchungen an Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verfügbar.

Therapiedauer

Die Dauer der Behandlung sollte sich auf die Akutphase beschränken und 4 Wochen nicht überschreiten.

Kontraindikationen

Diphenhydramin wird vollständig renal ausgeschieden. Patienten mit Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance ≤25 ml/min) waren deshalb vom klinischen Untersuchungsprogramm ausgeschlossen.

Arlevert sollte von Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion nicht angewendet werden.

Da beide Wirkstoffkomponenten von Arlevert weitgehend durch hepatische Cytochrom P450-Enzyme metabolisiert werden, erhöhen sich die Plasmakonzentrationen der unveränderten Wirkstoffe und ihre Halbwertszeiten bei Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion. Dies wurde für Diphenhydramin bei Patienten mit Zirrhose nachgewiesen. Arlevert sollte daher von Patienten mit schwer eingeschränkter Leberfunktion und Porphyrie nicht angewendet werden.

Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung, Diphenhydramin oder anderen Antihistaminika ähnlicher Struktur.

Patienten mit Engwinkelglaukom, Krampfanfällen, Verdacht auf erhöhten intrakraniellen Druck, Alkoholmissbrauch oder Harnretention aufgrund von urethroprostatischen Erkrankungen sollten Arlevert nicht anwenden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Aminoglykosid-Antibiotika sollte vermieden werden, da deren Ototoxizität maskiert werden kann.

Bei Patienten mit extrapyramidalen Symptomen, Parkinsonismus oder Depressionen in der Anamnese ist Arlevert kontraindiziert.

Patienten mit kardialen Störungen sowie Patienten die Medikamente einnehmen, welche mit einer QT Intervallverlängerung einhergehen, sollten mit Arlevert nicht behandelt werden.

Arlevert ist während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Arlevert führt zu keiner signifikanten Senkung des Blutdrucks, sollte jedoch bei hypotonen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.

Arlevert sollte nach den Mahlzeiten eingenommen werden, um Magenreizungen zu minimieren.

Arlevert sollte bei Patienten mit Zuständen, die durch eine anticholinerge Therapie verschlimmert werden könnten (z.B. erhöhter intraokulärer Druck, pyloroduodenale Ein­engung, Prostatahypertrophie, Bluthochdruck, Hyperthyreose oder schwere koronare Herzkrankheit) mit Vorsicht angewendet werden.

Besonders ältere Patienten müssen während der Therapie auf das Auftreten von extrapyramidalen Symptomen und Depressionen untersucht werden. Gegebenenfalls ist Arlevert abzusetzen.

Arlevert enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Interaktionen

Arlevert sollte nicht gleichzeitig mit Monoaminooxidase-Hemmern eingenommen werden.

Verstärkung der anticholinergen Nebenwirkungen durch gleichzeitige Gabe von trizyklischen Antidepressiva und Parasympatholytika.

Zentraldämpfende Arzneimittel und Alkohol können die zentraldämpfende Wirkung von Arlevert verstärken.

Bei gleichzeitiger Anwendung von blutdrucksteigernden sowie blutdrucksenkenden Mitteln ist Vorsicht geboten. RR-Kontrolle und Dosisanpassung nötig.

Die Wirkung von Procarbazin wird verstärkt.

Die Wirkung von Glucocorticoiden und Heparin kann herabgesetzt sein.

Arlevert schwächt die durch Phenothiazine hervorgerufene Störung des Bewegungsablaufs (EPM-Syndrom) ab.

Die gleichzeitige Gabe von Arlevert mit Aminoglykosid-Antibiotika kann deren ototoxische Wirkungen maskieren.

Arlevert kann bei vorgesehenen Allergietests zu falsch-negativen Testergebnissen führen.

Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall verlängern (z.B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen können (z.B. bestimmte Diuretika) ist zu vermeiden (s. «Kontraindikationen», «Überdosierung», und «Präklinische Daten»).

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Für das Kombinationspräparat Arlevert und für Cinnarizin liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor, für Dimenhydrinat existieren widersprüchliche Berichte.

Eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang von Dimenhydrinatanwendung und Missbildungen ergeben. In einer anderen Studie wurde eine Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und Inguinalhernien bei Dimenhydrinatexposition in der Schwangerschaft beschrieben. Die Befunde wurden seither jedoch nicht durch unabhängige Untersuchungen bestätigt.

Es liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt.

Dimenhydrinat kann am Uterus Kontraktilitätssteigerungen hervorrufen bzw. vorzeitig Wehen auslösen.

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität des Kombinationspräparates liegen nicht vor. Die einzelnen Wirkstoffe aus Arlevert sind tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht (siehe «Präklinische Daten»). Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Arlevert ist während der Schwangerschaft kontraindiziert.

Stillzeit

Der Wirkstoff Dimenhydrinat geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da die Sicherheit einer Anwendung von Arlevert in der Stillzeit nicht belegt ist und schädliche Wirkungen auf das gestillte Kind nicht auszuschliessen sind, ist Arlevert in der Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Arlevert kann, insbesondere bei Behandlungsbeginn, zu Schläfrigkeit führen. Derart beeinträchtigte Patienten sollten keine Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen in klinischen Studien sind Somnolenz (einschliesslich Schläfrigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung, Benommenheit) bei ca. 8 % und Mundtrockenheit bei ca. 5% der Patienten. Diese Symptome haben in der Regel eine milde Ausprägung und klingen bei fortgesetzter Behandlung innerhalb weniger Tage ab. Im Folgenden sind die Häufigkeiten der Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit Arlevert in klinischen Studien aufgetreten oder spontan gemeldet worden sind, nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1'000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Leukopenie, Thrombopenie, aplastische Anämie.

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hautreaktionen).

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Somnolenz, Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Parästhesien, Amnesie, Tinnitus, Tremor, Nervosität, Konvulsionen.

Augenerkrankungen

Selten: Sehstörungen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Mundtrockenheit, abdominelle Schmerzen.

Gelegentlich: Dyspepsie, Nausea, Diarrhö.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes

Gelegentlich: Schwitzen, Hautausschlag.

Selten: Photosensitivität.

Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Selten: Miktionsstörungen.

Darüber hinaus stehen die folgenden Nebenwirkungen mit Dimenhydrinat und Cinnarizin in Zusammenhang, mit einer Häufigkeit «nicht bekannt» (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden):

Dimenhydrinat: Paradoxe Exzitationserscheinungen (insbesondere bei Kindern), Verschlechterung eines bestehenden Engwinkelglaukoms, reversible Agranulozytose.

Cinnarizin: Obstipation, Gewichtszunahme, Herzenge, cholestatischer Ikterus, extrapyramidal-motorische Symptome, lupusartige Hautreaktionen, Lichen ruber planus.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Zu den Symptomen einer Überdosierung mit Arlevert zählen Schläfrigkeit, Schwindel und Ataxie mit anticholinergen Erscheinungen wie Mundtrockenheit, Gesichtsrötung, erweiterten Pupillen, Tachykardie, Fieber, Kopfschmerzen und Harnretention. Insbesondere bei massiver Überdosierung kann es zu Krämpfen, Halluzinationen, Exzitationserscheinungen, Atemdepression, Hypertonie, Tremor und Koma kommen.

Behandlung

Lebensbedrohliche kardiopulmonale Störungen sind nach den Regeln der Notfallmedizin unmittelbar zu behandeln.

Überwachung von Bewusstsein, Puls, Blutdruck, EKG und Körpertemperatur.

Bei der Einnahme von potenziell gefährlichen Mengen können Massnahmen der primären Dekontamination (in erster Linie Kohlegabe und in seltenen Fällen Magenspülung) die potenziell resorbierbare Menge vermindern. Die Indikation hierzu sollte im individuellen Fall mit einem Giftinformationszentrum abgestimmt werden.

Beim bewusstseinsgetrübten Patienten mit eingeschränkten Schutzreflexen sind Massnahmen des Aspirationsschutzes (ggf. Intubation) erforderlich.

Bei stärkeren Unruhezuständen und insbesondere bei Krampfanfällen sind Benzodiazepine Mittel der Wahl. Wegen der erhöhten Verletzungsgefahr sollten bei Gleichgewichtsstörungen und Ataxie ggf. Schutzmassnahmen ergriffen werden.

Physikalische Kühlung und Benzodiazepine sollten frühzeitig bei einer Hyperthermie angewandt werden.

Bei QRS-Verbreiterung und konsekutiven ventrikulären Rhythmusstörungen konnte Natrium-Bicarbonat die kreislaufwirksamen Herzrhythmusstörungen stoppen. Bei Torsades de pointes wird Magnesiumsulfat empfohlen. Bei refraktären ventrikulären Tachykardien und Kammerflimmern ist Lidocain Mittel der Wahl.

Bei bedrohlichen, zentralen anticholinergen und therapierefraktären Symptomen kann, analog zu anderen Antihistaminika, Physostigmin als Antidot unter Monitorkontrolle gegeben werden (wegen der Kontraindikationen und der gefährlichen UAW, wie Krampfanfälle und Asystolie, ist zur Indikationsstellung die Rücksprache mit einem Giftinformationszentrum empfehlenswert).

Bei hohen Dosen und schweren Verläufen sollte die Kreatinin-Kinase als Marker für eine Rhabdomyolyse kontrolliert werden und ggf. Massnahmen zur Protektion einer Crush-Niere eingeleitet werden.

Infolge der pharmakokinetischen Eigenschaften von Dimenhydrinat (hohe Plasmaproteinbindung und schneller Plasma-Clearance) und mutmasslich aufgrund der Gruppenzugehörigkeit auch von Cinnarizin (es sind nur wenige Daten zur Kinetik bekannt) sind sekundäre Eliminationsverfahren wie Hämodialyse und Hämoperfusion im Allgemeinen nicht erfolgversprechend.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

N07CA52

Wirkungsmechanismus

Dimenhydrinat, das Chlortheophyllinsalz von Diphenhydramin, wirkt als Antihistaminikum mit anticholinergen (antimuskarinischen) Eigenschaften und weist parasympatholytische und zentraldämpfende Wirkungen auf.

Aufgrund seiner kalziumantagonistischen Eigenschaften wirkt Cinnarizin in erster Linie labyrinthdepressorisch, indem es den Einstrom von Kalziumionen in die vestibulären Sinneszellen inhibiert.

Pharmakodynamik

Dimenhydrinat zeigt antivertiginöse und antiemetische Effekte durch eine Beeinflussung der Vestibulariskerne in der Medulla oblongata und der benachbarten Chemorezeptor-Triggerzone im Bereich des 4. Ventrikels. Dimenhydrinat wirkt daher vorwiegend auf das zentral-vestibuläre System.

Cinnarizin wirkt hauptsächlich auf das peripher-vestibuläre System.

Klinische Wirksamkeit

Symptomatische Behandlung von vorübergehenden Schwindelzuständen (maximal 4 Wochen).

Das Arzneimittel wurde im Hinblick auf die Reisekrankheit nicht untersucht.

Pharmakokinetik

Absorption

Der Wirkstoff Dimenhydrinat wird aus dem Kombinationspräparat Arlevert innerhalb von 6 Min. zu etwa 80-85 % und innerhalb von 9 bis 12 Min. zu mindestens 95 % freigesetzt. Dimenhydrinat wird schnell aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Dimenhydrinat dissoziiert im Blut in Diphenhydramin und 8-Chlortheophyllin. Die maximale Plasmakonzentration wird innerhalb der ersten 2 Stunden erreicht; die Plasmaeliminationshalbwertszeit beträgt ca. 4,5 Stunden.

Der Wirkstoff Cinnarizin wird aus dem Kombinationspräparat Arlevert innerhalb von 6 Min. zu etwa 80-85 % und innerhalb von 9 bis 12 Min. zu mindestens 95 % freigesetzt. Cinnarizin wird schnell aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Cinnarizin erreicht nach etwa 2 Stunden seine maximale Plasmakonzentration und hat eine Plasmaeliminationshalbwertszeit von ca. 4 Stunden.

Distribution

Die systemische Bioverfügbarkeit von Diphenhydramin ist mit 26-72 % niedrig, was auf einem ausgeprägten First-Pass-Metabolismus in der Leber beruht (etwa 50 %). Diphenhydramin wird stark an Plasmaeiweisse gebunden, überwindet die Plazenta-Schranke und tritt in die Muttermilch über. Das Verteilungsvolumen streut von 188-336 I und die Plasmaclearance beträgt 638-1015 ml/Min.

Metabolismus

Diphenhydramin wird in der Leber weitgehend metabolisiert. Diphenhydramin wird hauptsächlich durch die sequenzielle N-Demethylierung des tertiären Amins metabolisiert. In-vitro-Studien in Lebermikrosomen des Menschen weisen auf die Beteiligung von verschiedenen CYP-Enzymen, einschliesslich CYP2D6, hin.

Cinnarizin wird in der Leber weitgehend metabolisiert. Der Metabolismus von Cinnarizin umfasst Ring-Hydroxylierungsreaktionen, die teilweise durch CYP2D6 katalysiert werden und N-Dealkylierungsreaktionen mit geringer CYP-Enzymspezifität. In-vitro-Studien in Lebermikrosomen des Menschen weisen auf die Beteiligung von verschiedenen CYP-Enzymen, einschliesslich CYP2D6, hin.

Elimination

Diphenhydramin wird hauptsächlich mit dem Urin ausgeschieden, überwiegend in Form von Metaboliten, mit der desaminierten Verbindung Diphenylmethoxy-Essigsäure als Hauptmetaboliten (40-60 %).

Cinnarizin wird hauptsächlich mit den Faeces ausgeschieden (40-60 %), zu einem geringeren Teil auch mit dem Urin, vorwiegend in Form von Metaboliten als Glukuronid-Konjugate.

Präklinische Daten

Cinnarizin und Dimenhydrinat wurden in-vitro bezüglich mutagener Wirkungen geprüft. Die Tests ergaben keine relevanten Hinweise auf Mutagenität.

Für Cinnarizin wurden keine Anhaltspunkte für eine Klastogenität gefunden. Das karzinogene Potenzial der Cinnarizin/Dimenhydrinat Kombination wurde nicht geprüft.

Die Wirkstoffkombination von Cinnarizin und Dimenhydrinat ist unzureichend auf reproduktionstoxische Eigenschaften geprüft worden. Es liegen keine ausreichenden Studien zum Risiko einer Fertilitätsbeeinträchtigung vor. Die tierexperimentellen Untersuchungen von Dimenhydrinat auf embryo- und fetotoxische Wirkungen waren negativ, aber nicht umfangreich genug. Diphenhydramin, der aktive Metabolit von Dimenhydrinat, ruft bei Kaninchen und Mäusen embryotoxische Effekte hervor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) in der Originalpackung und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

59285 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Zambon Schweiz AG, 6814 Cadempino.

Herstellerin

Hennig Arzneimittel GmbH & Co. KG, D-65439 Flörsheim am Main

Stand der Information

Februar 2021.

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