MYDOCALM film tablets 150 mg
Mydocalm 150 mg 250 Filmtabletten
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In stock 1 pcsAnalogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - M03BX04
| Name | Code | EAN | Price | Original | ||
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Mydocalm mite film tablet 50 mg 30 pcs | 5739939 | 7680326650573 | - | Read more | |
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MYDOCALM FILMTABL 150 MG 30 PCS | 5999586 | 7680326650016 | - | Read more | |
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Mydocalm Filmtablet 150 mg 100 pcs | 5999592 | 7680326650023 | - | Read more |
Description - MYDOCALM film tablets 150 mg
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Mydocalm®/- mite
Was ist Mydocalm/Mydocalm mite und wann wird es angewendet?
Mydocalm/Mydocalm mite enthält den Wirkstoff Tolperison Hydrochlorid, der eine Entspannung der Muskeln bewirkt.Es wird auf ärztliche Verschreibung hin verwendet zur Behandlung von Muskelspasmen bei schmerzhaften Erkrankungen der Skelettmuskulatur, vor allem im Bereich der Wirbelsäule und der grossen Gelenke.Es kann ebenfalls bei einer Hypertonie der Skelettmuskulatur im Rahmen einer neurologischen Erkrankung verschrieben werden.
Wann darf Mydocalm/Mydocalm mite nicht angewendet werden?
Bei Myasthenia gravis (einer seltenen Krankheit, die zu einer Muskelschwäche führt).Bei einer bestehenden Allergie auf Mydocalm/Mydocalm mite.
Wann ist bei der Einnahme von Mydocalm/Mydocalm mite Vorsicht geboten?
Falls Sie nach Einnahme des Medikamentes abnormale Erscheinungen feststellen (Kribbeln in Händen oder Füssen, rote Flecken, Schwellungen an Gesicht oder Schleimhäuten, Atembeschwerden, Unwohlsein, Anzeichen einer möglichen medikamentösen Allergie), dürfen Sie das Medikament nicht mehr einnehmen und Sie müssen sofort Ihren Arzt verständigen.Die Risiken für unerwünschte Nebenwirkungen von Medikamenten sind grösser, wenn andere Erkrankungen oder Allergien bestehen oder wenn gleichzeitig mehrere Medikamente eingenommen werden.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie
- an andern Krankheiten leiden,Allergien haben oderAndere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden!
Führen von Fahrzeugen und Bedienung von Maschinen: Eine Studie an gesunden Probanden hat keine Verlängerung der Reaktionszeit infolge Einnahme von Mydocalm/Mydocalm mite aufgezeigt. Da es jedoch Patienten gegeben hat, die im Verlaufe von Behandlung Schläfrigkeit und Schwindelgefühle meldeten, ist Vorsicht bei gefährlichen Situationen angezeigt.Wenn Sie mehr Medikamente eingenommen haben, als Sie sollten, können folgende Symptome einer Überdosierung auftreten: Schläfrigkeit, gastrointestinale Symptome (wie Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch), erhöhte Herzfrequenz, erhöhter Blutdruck, Verlangsamung der Bewegungen und ein Schwindelgefühl. In schweren Fällen wurde über Krämpfe, verlangsamte oder gestoppte Atmung und Koma berichtet.Im Falle einer Überdosierung sollten Sie sofort Ihren Arzt oder eine Notaufnahme kontaktieren.
Darf Mydocalm/Mydocalm mite während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Foeten gezeigt, aber man verfügt über keine entsprechenden kontrollierten Studien beim Menschen.Von der Einnahme von Mydocalm/Mydocalm mite während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft soll deshalb abgesehen werden; es soll nur bei absoluter Notwendigkeit verschrieben werden.Eine stillende Frau soll von der Einnahme von Mydocalm/Mydocalm mite absehen, da das Produkt möglicherweise in die Muttermilch gelangt.
Wie verwenden Sie Mydocalm/Mydocalm mite?
Bei Erwachsenen beträgt die Dosis im allgemeinen je eine Filmtablette Mydocalm (d. eine Dosis von 150 mg) am Morgen, Mittag und Abend. In gewissen Fällen kann der Arzt eine höhere Dosis verschreiben (viermal täglich eine Filmtablette zu 150 mg).Es wurde keine spezifische klinische Studie zur Dosisfindung bei Kindern durchgeführt. Deshalb wird empfohlen, Mydocalm/mite nur auf ausdrückliche Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin an Kindern unter 15 Jahre zu verabreichen.Bei Kindern werden die täglichen Dosen an das Körpergewicht angepasst (5 bis 10 mg/kg Körpergewicht). Dabei wird häufiger Mydocalm mite (Gehalt 50 mg) verwendet.Bei älteren Personen oder bei Vorliegen bestimmter Krankheiten wird häufig eine niedrigere Dosis verschrieben.Die Dosierung wird beibehalten, bis die therapeutische Wirkung erreicht ist. Danach kann eine Einnahme der einzelnen Dosen in grösseren Zeitabständen verschrieben werden.Bei einer Verspätung des Zeitpunktes der Einnahme nehmen Sie die normale Dosis zu sich. Falls Sie einmal ganz vergessen sollten, das Präparat einzunehmen, nehmen Sie keinesfalls das nächste Mal die doppelte Dosis zu sich.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihren Arzt oder Apotheker.
Welche Nebenwirkungen kann Mydocalm/Mydocalm mite haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mydocalm/mite auftreten:Gelegentlich treten Nebenwirkungen auf, welche entweder die Verdauung betreffen (Mundtrockenheit, Magenverstimmung, Durchfall) oder allgemeiner Art sind (Abfall des Blutdruckes, Müdigkeit, Schläfrigkeit). Informieren Sie Ihren Arzt darüber, denn diese Nebenwirkungen verschwinden häufig bei einer Reduktion der Dosis. In selteneren Fällen treten allergische Reaktionen auf. Dabei muss die Behandlung sofort eingestellt und ein Arzt konsultiert werden (siehe Abschnitt über Vorsichtsmassnahmen).Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker informieren.
Was ist ferner zu beachten?
Bewahren Sie Mydocalm/Mydocalm mite in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C), geschützt vor Feuchtigkeit und Licht und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Falls Sie abgelaufene Filmtabletten besitzen, händigen Sie diese bitte Ihrem Apotheker aus.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, der über die ausführliche Fachinformation verfügt.
Was ist in Mydocalm/Mydocalm mite enthalten?
Eine Filmtablette Mydocalm mite enthält 50 mg Tolperison Hydrochlorid sowie Hilfsstoffe. Bemerkung: «mite» ist ein englisches Wort und bedeutet «niedrige Dosierung».Eine Filmtablette Mydocalm enthält 150 mg Tolperison Hydrochlorid sowie Hilfsstoffe.
Wirkstoffe
Tolperison HCl.
Hilfsstoffe
Zitronensäure, Povidon, mikrokristalline Cellulose, gereinigtes Wasser, kolloidales, wasserfreies Siliciumdioxid, Crospovidon, Magnesiumstearat, Polyvinylalkohol, Macrogol, Talkum, Titandioxid (E 171).
Zulassungsnummer
32665 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Mydocalm/Mydocalm mite ? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken, gegen ärztliches Rezept.Mydocalm mite: Packung zu 30 Filmtabletten.Mydocalm: Packungen zu 30, 100 und 250 Filmtabletten.
Zulassungsinhaberin
Labatec-Pharma S.A., 1217 Meyrin (Genf).
Diese Packungsbeilage wurde im März 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoff
Tolperisoni hydrochloridum.
Hilfsstoffe
Zitronensäure, Povidon, mikrokristalline Cellulose, gereinigtes Wasser, kolloidales, wasserfreies Siliciumdioxid, Crospovidon, Magnesiumstearat, Polyvinylalkohol, Macrogol, Talkum, Titandioxid (E 171).
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
1 Filmtablette Mydocalm mite enthält 50 mg Tolperisone-HCl.
1 Filmtablette Mydocalm enthält 150 mg Tolperisone-HCl.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Muskelspasmen bei schmerzhaften Erkrankungen der Skelettmuskulatur, vor allem der Wirbelsäule und der stammnahen Gelenke.
Kann verwendet werden bei erhöhtem Tonus der Skelettmuskulatur bei neurologischen Erkrankungen wie beispielsweise Pyramidenbahnläsionen.
Dosierung/Anwendung
Bei Erwachsenen im Allgemeinen dreimal täglich eine Filmtablette Mydocalm zu 150 mg (d.h. eine Tagesdosis von 450 mg).
In hartnäckigen Fällen kann die Dosierung auf 4 Filmtablette zu 150 mg täglich angehoben werden (d.h. eine Tagesdosis von 600 mg).
Obgleich klinische Erfahrungen mit dem Einsatz von Mydocalm bei Kindern vorliegen, insbesondere bei der Behandlung der infantilen Cerebralparese, gibt es keine systematischen klinischen Studien zur Dosisfindung bei Kindern. Kinder unter 15 Jahren sollten Mydocalm daher nur nach strenger Indikationsstellung verabreicht werden. In früher beschriebenen Fällen wurden Dosen von 5 bis 10 mg/kg/Tag, auf mehrere Einzeldosen verteilt, verabreicht. Die Anfangsdosis wurde auf 5 mg/kg/Tag festgelegt.
Bei Anwendungen in der Geriatrie sind schwächere Dosierungen angezeigt.
Dasselbe gilt für Patienten mit bekannter Leber- oder Niereninsuffizienz.
Die Dosierung ist beizubehalten, bis die therapeutische Wirkung erreicht ist. Danach können die einzelnen Dosen in grösseren Abständen verabreicht werden (zum Beispiel Aufteilung der Tagesdosis auf zwei Tage).
Kontraindikationen
Myasthenia gravis.
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Bei der Verschreibung muss der Arzt bzw. die Ärztin den Patienten über das Risiko von Sensibilisierungsreaktionen informieren (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
Unbehagen, begleitet von Dysästhesien oder einem Gefühl des Brennens an den Extremitäten, Hautausschlägen oder Atemnot, vor allem bei der ersten Einnahme im Laufe einer Behandlung (wenn der Patient das Präparat schon früher erhalten hat), stellen für den behandelnden Arzt Alarmzeichen dar. Die Behandlung ist dann sofort abzubrechen und auf die weitere Verabreichung des Mittels ist zu verzichten.
Durch die Pharmakovigilanz sind gelegentlich Fälle von Hypersensibilitätsreaktionen berichtet worden. In seltenen Fällen äusserten sich diese in Form eines angioneurotischen Ödems und vereinzelt als anaphylaktischer Schock.
Bei Verdacht auf eine allergische Reaktion, muss die Behandlung mit Mydocalm sofort und definitiv abgebrochen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») und eine geeignete Therapie muss eingeführt werden.
Interaktionen
Auch wenn zu dieser Frage keine spezifischen Studien durchgeführt worden sind, sind bisher keine medikamentösen Interaktionen mit Benzodiazepinen, nichtsteroidalen Entzündungshemmern und Analgetika berichtet worden. Studien haben keine Interaktion bei der Einnahme von Alkohol aufgezeigt.
In vitro-Studien mit menschlichen Lebermikrosomen sowie auch mit rekombinierten Enzymen haben gezeigt, dass Tolperison vorzugsweise durch das Isoenzym CYP 2D6 des Cytochroms P450 metabolisiert wird, und in geringem Ausmass durch das CYP 2C19, 2B6 und 1A2. Das CYP 3A4 ist nicht beteiligt. Es ist nicht bekannt, ob der hydroxylierte, so entstehende Metabolit eine pharmakologische Aktivität besitzt.
Basierend auf diese experimentellen Erfahrungen ist eine pharmakokinetische Interaktion mit anderen Substraten des CYP 2D6 zu erwarten, wie den meisten Antidepressiva, gewissen Neuroleptika, Dextromethorphan und gewissen Betablocker. Die klinische Bedeutung dieser Interaktionen ist jedoch noch nicht bekannt.
Schwangerschaft/Stillzeit
Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Föten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen.
Entsprechend den normalen therapeutischen Grundsätzen soll von der Verabreichung von Mydocalm/- mite im ersten Schwangerschaftstrimenon abgesehen werden.
Ebenso soll Mydocalm/- mite nicht an stillende Frauen angeordnet werden, da die Möglichkeit besteht, dass Tolperisone in die Muttermilch übergeht.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Eine klinische kontrollierte Studie an gesunden Probanden hat aufgezeigt, dass bei Tagesdosen von 150 mg oder von 450 mg, eingenommen an acht aufeinander folgenden Tagen, die Schläfrigkeit nicht ausgeprägter und die Reaktionszeiten nicht länger waren, als die mit Placebo, auch nicht nach Einnahme von Alkohol (was die Testempfindlichkeit erhöht). Da es jedoch Patienten gegeben hat, die im Verlaufe von therapeutischen Studien Schläfrigkeit und Schwindelgefühle meldeten (siehe Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»), ist es angezeigt, den Patienten Vorsicht bei Situationen zu empfehlen, in denen sie ein Fahrzeug führen oder eine Maschine bedienen müssen.
Unerwünschte Wirkungen
Unerwünschte Wirkungen werden folgend nach Organklasse und Häufigkeit geordnet aufgeführt. Häufigkeiten werden folgendermassen definiert:
«sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10), «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100), «selten» (≥1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000) (umfasst auch einzelne Fälle).
Während den therapeutischen Studien haben weniger als 5% der behandelten Patienten unerwünschte Wirkungen gemeldet. Gemeldet wurden:
Störungen des Nervensystems
Gelegentlich: Schwindel, Gleichgewichtsverlust, Tremor und Parästhesien.
Selten: Kopfschmerzen.
Funktionsstörungen des Herzens
Gelegentlich: Herzklopfen und Blutdruckabfall.
Gastrointestinale Störungen
Gelegentlich: Xerostomie, Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, abdominale Schmerzen und Blähungen.
Selten: Verstopfung und Pyrosis.
Funktionsstörungen der Haut
Gelegentlich: Schwitzen, Urtikaria und Erythem.
Allgemeine Störungen
Selten: Asthenie, Schläfrigkeit und Schmerzen.
Angioneurotischen Ödems, anaphylaktischer Schock.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
Überdosierung
Anzeichen und Symptome
Zu den Symptomen einer Überdosierung können Schläfrigkeit, gastrointestinale Symptome (wie Übelkeit, Erbrechen, epigastrische Schmerzen), Tachykardie, Hypertonie, Bradykinesie und Schwindel gehören. In schweren Fällen wurde über Krämpfe, Atemdepression, Apnoe und Koma berichtet.
Behandlung
Es gibt kein spezielles Antidot für Tolperison. Eine symptomatische Behandlung wird empfohlen.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code
M03BX04
Wirkungsmechanismus
Mydocalm ist ein Muskelrelaxans, das den peripheren Muskeltonus durch seine Wirkung im Bereich der Formatio reticularis herabsetzt. Im Tierversuch kann diese Wirkung nur bei intaktem Tractus reticulospinalis nachgewiesen werden.
Auf Grund von pharmakologischen Untersuchungen am Tier sind folgende Eigenschaften nachgewiesen worden:
- Herabsetzung der experimentellen paraplegischen Hypertonie,
- Hemmung der polysynaptischen Leitung,
- Dämpfung der polysynaptischen Reflexe im Spinalbereich,
- periphere arterielle Vasodilatation im Gefolge der Relaxation der gestreiften Muskulatur.
Pharmakokinetik
Absorption
Die absolute Bioverfügbarkeit von Mydocalm beträgt ungefähr 17%, wahrscheinlich aufgrund eines ausgeprägten hepatischen First-pass-Effekts.
Nach oraler Verabreichung einer Dosis von 100 mg (als Dragée) erfolgt eine rasche Resorption. Die maximale Plasmakonzentration wird ½ bis 1 Stunde nach Einnahme erreicht.
Distribution
Das Verteilungsvolumen ist beträchtlich (5 l/kg).
Metabolismus
Beim Menschen sind im Urin 11 Metaboliten identifiziert worden. Der grösste Anteil wird innerhalb von zwei Stunden nach oraler Verabreichung von Mydocalm in Form von 3-Piperidin-2-methyl-1-(4'-carboxyphenyl)-1-propanon oder 3-Piperidin-2-methyl-1-(4'-carboxyphenyl)-1-propanol ausgeschieden.
Nach 8 Stunden sind im Urin 85% und nach 24 Stunden 98% der verabreichten Dosis nachweisbar, vorwiegend in metabolisierter Form (lediglich 0,1% in unverändeter Form). Im Organismus findet damit keine Akkumulation statt.
In vitro-Studien haben gezeigt, dass Tolperison vorzugsweise durch das Isoenzym CYP 2D6 des Cytochroms P450 metabolisiert wird, und in geringem Ausmass durch das CYP 2C19, 2B6 und 1A2. Das CYP 3A4 ist nicht beteiligt.
Elimination
Die Elimination erfolgt vorwiegend renal.
Die totale Plasma-Clearance beträgt 2300 ml/min.
Die Plasma-Elimination ist mit einem 2-Kompartiment-Modell vereinbar, wobei die Halbwertszeit der Plasma-Elimination ungefähr zwei Stunden beträgt (zwischen 1½ h und 2½ h).
Kinetik spezieller Patientengruppen
Es sind keine pharmakokinetischen Studien an Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz durchgeführt worden. Der ausgeprägte hepatische First-pass-Effekt kann jedoch bei Leberinsuffizienz theoretisch eine Erhöhung der im Blut vorhandenen Wirkstoffmenge zur Folge haben. Da die Elimination vorwiegend renal erfolgt, könnte eine Niereninsuffizienz eine Akkumulation der Metaboliten nach sich ziehen.
Da ein genetischer Polymorphismus für das Cytochrom CYP2D6 existiert, kann bei den langsamen Metabolisierern mit (etwa 15% der Bevölkerung) einer Akkumulation der Muttersubstanz Tolperison und einer verminderten Bildung des hydroxylierten Metaboliten gerechnet werden.
Präklinische Daten
Standardversuche zur akuten und chronischen Toxizität ergaben keinen Hinweis auf besondere Risiken für den Menschen.
In den üblichen Studien zur Genotoxizität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität, wurden keine mutagene, karzinogene, teratogene oder embryotoxische Effekte gefunden.
Sonstige Hinweise
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Mydocalm/Mydocalm mite ist in der Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C), geschützt vor Feuchtigkeit und Licht und ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.
Zulassungsnummer
32665 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
Labatec-Pharma S.A., 1217 Meyrin (Genf).
Stand der Information
März 2021.


