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PANCYTRATE 25000 caps

Panzytrat 25'000 50 Kaps

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Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
1406135
EAN [GTIN]
7680507080984
ATC
A09AA02
SwissMedic category
D
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - A09AA02

Name Code EAN Price Original
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Description - PANCYTRATE 25000 caps

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Panzytrat® 10'000/- 25'000

AbbVie AG

Was ist Panzytrat und wann wird es angewendet?

Panzytrat enthält den Wirkstoff Pankreatin. Pankreatin ist ein Extrakt aus Bauchspeicheldrüsensaft, der die für die Verdauung der Nahrung im Dünndarm notwendigen Bauchspeicheldrüsenenzyme enthält (Lipase: fettverdauend; Amylase: stärkeverdauend; Protease: eiweissverdauend). Panzytrat ermöglicht insbesondere eine Verbesserung der Fettverdauung und damit verbunden die bessere Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E und K).Panzytrat wird zur Ergänzung von körpereigenen Verdauungsenzymen bei Verdauungsschwäche infolge ungenügender oder fehlender Funktion der Bauchspeicheldrüse z.B. bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung, zystischer Pankreasfibrose (Mukoviszidose) oder nach Operationen am Verdauungstrakt eingesetzt.In den Kapseln sind Mikrofilmtabletten enthalten, welche mit einem gegen den Magensaft resistenten Film überzogen sind, so dass das säureempfindliche Pankreatin im Magen geschützt ist und die Wirkung nicht vor Erreichen des Dünndarmes entfaltet wird.

Was sollte dazu beachtet werden?

Damit der Wirkstoff nicht schon vom Magensaft zersetzt wird und so der Wirkstoff frühzeitig verloren geht, dürfen diese Mikrofilmtabletten nicht zerkaut werden. Zusätzlich können beim Zerkauen der Mikrofilmtabletten Schleimhautschädigungen im Mund entstehen. Zur Einnahme dürfen sie aber der Kapsel entnommen werden, was insbesondere bei niedriger Dosierung notwendig ist.Auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit muss während der gesamten Behandlung geachtet werden.Liegt ein Mangel an Verdauungsenzymen vor, sollte die tägliche Nahrungsmenge auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilt werden.

Wann darf Panzytrat nicht eingenommen werden?

Bei Allergie gegen Schweinefleisch oder einen der Inhaltsstoffe.

Wann ist bei der Einnahme von Panzytrat Vorsicht geboten?

Bei Kindern mit zystischer Pankreas-Fibrose sollen regelmässige Kontrollen in spezialisierten Zentren vorgenommen werden.Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d. es ist nahezu «natriumfrei».Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie?an anderen Krankheiten leiden,?Allergien haben (speziell gegen Schweinefleisch) oder?andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Panzytrat während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Panzytrat ist nur im Dünndarm wirksam. Die Enzyme werden nicht ins Blut aufgenommen.Auf Grund der bisherigen Erfahrung ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt.

Wie verwenden Sie Panzytrat?

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Die für eine optimale Fettaufnahme notwendige Dosis sollte nicht überschritten werden und Menge als auch Zusammensetzung der Mahlzeit sollten berücksichtigt werden.Falls vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis für Erwachsene: 20'000 bis 75'000 Einheiten* Lipase pro Mahlzeit (entsprechend 2-7 Kapseln Panzytrat 10'000 oder 1-3 Kapseln Panzytrat 25'000 pro Mahlzeit) und 10'000 bis 25'000 Einheiten* pro Zwischenmahlzeit (entsprechend 1-2 Kapseln Panzytrat 10'000 oder 1 Kapsel Panzytrat 25'000).Bei Kindern ist die empfohlene Dosis 500 bis 4000 Einheiten* Lipase pro Gramm Fett (entsprechend 50'000-100'000 Einheiten* Lipase pro Tag oder 5-10 Kapseln Panzytrat 10'000 oder 2-4 Kapseln Panzytrat 25'000 pro Tag).* Ph. Eur. EinheitenBei bestimmten Erkrankungen kann der Arzt oder die Ärztin Ihnen jedoch auch eine höhere Dosis verordnen.Bei Kindern wird mit Vorteil Panzytrat 10'000 verwendet.Für Säuglinge und Kleinkinder ist die Kapsel wegen des niedrigen Körpergewichtes zu hoch dosiert. Für sie werden die Kapseln geöffnet und die darin enthaltenen Mikrofilmtabletten verwendet.Eine Mikrofilmtablette entspricht einem Enzymgehalt von 400 Einheiten Lipase. Dabei ist es wichtig, dass die vom Arzt oder von der Ärztin festgelegte Dosierung genau eingehalten wird.Um keinen Wirkungsverlust zu haben, ist es notwendig, die Kapseln bzw. die Mikrofilmtabletten richtig anzuwenden:Wichtig ist, dass die Tagesdosis auf alle Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten verteilt wird. Während der gesamten Behandlung ist auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit zu achten. Die Kapseln, resp. Mikrofilmtabletten werden während den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser oder Saft (nicht mit Milch) oder für Säuglinge und Kleinkinder z.B. auch mit Apfelmus eingenommen. Die Mikrofilmtabletten dürfen nicht zerkaut werden, da sie Schleimhautschädigungen im Mund verursachen können.Halten Sie sich an die in dieser Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Panzytrat haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Panzytrat auftreten:Bei einer Überempfindlichkeit auf Schweineeiweiss (sehr seltene Allergie) kann eine Verstärkung der Beschwerden wie Bauchkrämpfe und Durchfall als Zeichen der allergischen Reaktion auftreten. Sollte eine derartige Verstärkung der Beschwerden auftreten, stoppen Sie die Einnahme des Arzneimittels und informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.Auch kann es zu raschen allergischen Reaktionen wie Ausschlag, Niesen, tränenden Augen und Krampfzuständen der Bronchialmuskulatur kommen.Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)Abdominalschmerzen.Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)Verstopfung, Durchfall und Blähungen.Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)Appetitlosigkeit, Dyspepsie, Motilitätsstörungen des Darmes, Übelkeit, HautausschlagUnter hohen Tagesdosen von Pankreasenzympräparaten, wie sie manchmal bei der Behandlung der zystischen Pankreasfibrose (Mukoviszidose) notwendig sind, kann es in seltenen Fällen zu anhaltenden Bauchschmerzen mit Erbrechen und Verstopfung kommen. In diesem Fall muss die Behandlung abgebrochen und der Arzt oder die Ärztin sofort informiert werden.Bei Patienten mit zystischer Pankreasfibrose kann besonders unter hohen Tagesdosen die Ausscheidung von Harnsäure im Urin erhöht sein und sollte in diesen Fällen vom Arzt oder von der Ärztin überwacht werden.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Aufbrauchfrist nach AnbruchNach Anbruch der Packung sind Panzytrat 10'000 3 Monate und Panzytrat 25'000 6 Monate haltbar.LagerungshinweisAusserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Panzytrat vor Licht geschützt, trocken und bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.Weitere HinweiseWeitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Panzytrat enthalten?

Wirkstoffe1 Kapsel Panzytrat enthält magensaftresistent überzogene Mikrofilmtabletten mit dem Wirkstoff Pankreatin.1 Kapsel Panzytrat 10'000 enthält 89.3-113.7 mg Pankreatin entsprechend 10'000 Einheiten (Ph.Eur.) Lipase, 9'000 Einheiten (Ph.Eur.) Amylase und 500 Einheiten (Ph.Eur.) Protease.1 Kapsel Panzytrat 25'000 enthält 219-264 mg Pankreatin entsprechend 25'000 Einheiten (Ph.Eur.) Lipase, 22'500 Einheiten (Ph.Eur.) Amylase und 1'250 Einheiten (Ph.Eur.) Protease.1 Mikrofilmtablette enthält Pankreatin entsprechend 400 Einheiten (Ph.Eur.) Lipase, 360 Einheiten (Ph.Eur.) Amylase und 20 Einheiten (Ph.Eur.) Protease.HilfsstoffeMikrokristalline Cellulose, Crospovidon, hochdisperses Silicumdioxid, Magnesiumstearat, Methacrylsäure-Ethylacrylat-Copolymer (1:1)-Dispersion 30%, Triethylcitrat, Talk, Simethicon-Emulsion, Montanglykolwachs, Gelatine, Eisenoxid rot (E172), Eisenoxid schwarz (E172), Titaniumdioxid (E171), Natriumdodecylsulfat (dies entspricht in Panzytrat 10'000, 0.03 mg Natrium, in Panzytrat 25'000, 0.10 mg Natrium).

Zulassungsnummer

50708 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Panzytrat? Welche Packungen sind erhältlich?

Sie erhalten Panzytrat in Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.Packungen Panzytrat 10'000 und 25'000 zu je 50 und 100 Kapseln.

Zulassungsinhaberin

AbbVie AG, 6330 Cham

Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

16040 / 04.05.2022

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoffe

Pankreatis pulvis corresp. Lipasum et Amylasum et Proteasum.

Hilfsstoffe

Cellulosum microcristallinum, Crospovidonum, Silica colloidalis anhydrica, Magnesii stearas, Acidi methacrylici et ethylis acrylatis polymerisati 1:1 dispersio 30 per centum, Triethylis citras, Talcum, Simeticoni emulsio, Cera montanglycoli, Gelatina, E172 (rubrum), E172 (nigrum), Titanii dioxidum (E171), Natrii laurilsulfas (dies entspricht in Panzytrat 10'000, 0.03 mg Natrium, in Panzytrat 25'000, 0.10 mg Natrium).

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Panzytrat 10'000

1 Kapsel mit magensaftresistenten Mikrofilmtabletten enthält 89.3 - 113.7 mg Pankreatin mit:

10'000 Ph. Eur. U. * Lipase, 9'000 Ph. Eur. U.* Amylase, 500 Ph. Eur. U. * Protease.

Panzytrat 25'000

1 Kapsel mit magensaftresistenten Mikrofilmtabletten enthält 219 - 264 mg Pankreatin mit:

25'000 Ph. Eur. U.* Lipase, 22'500 Ph. Eur. U.* Amylase, 1'250 Ph. Eur. U.* Protease.

1 Mikrofilmtablette enthält: 400 U. * Lipase, 360 U.* Amylase, 20 U. * Protease.

* äquivalent F.I.P.-Einheiten (Fédération Internationale Pharmaceutique).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Substitutionstherapie der exokrinen Pankreasinsuffizienz:

Mukoviszidose (zystische Pankreas-Fibrose);

Beseitigung von Steatorrhoe und deren Begleiterscheinungen z.B. bei chronischer Pankreatitis, nach Pankreatektomie und Gastrektomie.

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung sollte mit tiefen Dosierungen begonnen werden. Die Anpassung der Dosierung erfolgt anhand des Schweregrades der Pankreasinsuffizienz, der zugrundeliegenden Ursache, als auch der Grösse und Zusammensetzung der Mahlzeit. Die Anpassung der Behandlung sollte sich an Standardtests, zum Beispiel Stuhlfett und Stuhl-Elastase-1 Konzentration orientieren.

Wichtig ist die korrekte Einnahme von Panzytrat.

Das Präparat soll während den Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten eingenommen werden, oder, falls vergessen, direkt danach. Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.

Als Richtwert kann bei einem Erwachsenen eine Dosis 20'000 bis 75'000 Ph. Eur. Einheiten Lipase pro Mahlzeit und 10'000-25'000 Ph. Eur. Einheiten Lipase pro Zwischenmahlzeit empfohlen werden. Höhere Dosen können aber zur Behandlung der Steatorrhoe erforderlich sein.

Besonders bei Patienten mit zystischer Fibrose soll die minimal wirksame Dosis appliziert werden. Als obere Richtdosis gelten 10'000 Einheiten Lipase pro kg Körpergewicht pro Tag. In begründeten Fällen kann die Dosis auf Empfehlung eines Spezialisten unter engmaschiger Kontrolle überschritten werden.

Bei Patienten mit zystischer Fibrose sollte die Dosis, unter Berücksichtigung von Menge und Zusammensetzung der Mahlzeiten, die für eine adäquate Fettresorption notwendige Enzymmenge nicht überschreiten. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen und an der Verbesserung der Symptome (z.B. Steatorrhoe, Bauchschmerzen) ausgerichtet sein.

Bei Kindern wird mit Vorteil Panzytrat 10'000 verwendet.

Für die pädiatrische Population wird eine Dosis von 500-4000 Einheiten Lipase pro Gramm aufgenommenes Fett empfohlen.

Bei Säuglingen und Kleinkindern mit einem niedrigeren Enzymbedarf kann die Dosis durch Öffnen der Kapseln Panzytrat 10'000 oder Panzytrat 25'000 und Einnahme der einzelnen Mikrofilmtabletten aufgeteilt werden, um die erforderliche Dosis zu erhalten. Eine Mikrofilmtablette entspricht einem Enzymgehalt von 400 Einheiten Lipase.

Zu beachten ist dabei, dass die Mikrofilmtabletten nicht zerkaut werden, da sonst die aktiven Enzyme im Pankreatin Mucosaschäden im Mund verursachen können. Sie können auch zusammen mit Wasser, Saft oder Früchtebrei (z.B. Apfelmus), jedoch nicht mit Milch eingenommen werden.

Kontraindikationen

Allergie gegen porcines Eiweiss oder einen der Inhaltsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Dickdarmstrikturen sollten in Betracht gezogen werden, wenn Symptome einer gastrointestinalen Obstruktion auftreten. Pankreatin sollte abgesetzt werden, bis die Symptome wieder vollständig verschwunden sind. Da eine verminderte Flüssigkeitszufuhr ein Faktor in der Entwicklung von intestinalen Obstruktionen sein kann, ist auf eine adäquate Hydratation zu achten, speziell bei warmem Wetter (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Hohe Dosen von Pankreas-Enzymen wurden mit Hyperurikosurie und Hyperurikämie in Verbindung gebracht. Die renale Harnsäureausscheidung sollte während einer hochdosierten Therapie beobachtet werden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Irritationen der Mundschleimhaut in Form von Ulzerationen können auftreten, wenn die Kapseln oder Mikrotabletten zerkaut werden, oder zu lange im Mund verbleiben. Mundspülungen und das Trinken von einem Glas Wasser sind nützlich, falls sich Anzeichen einer Irritation der Mundschleimhaut einstellen.

Für die Anwendung bei zystischer Fibrose siehe Kapitel «Dosierung/Anwendung». Bei Kindern mit zystischer Fibrose sollen regelmässig Kontrollen in spezialisierten Zentren vorgenommen werden.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Interaktionen

Pankreasenzymhaltige Arzneimittel können sich auf die Folsäureabsorption auswirken. Daher kann möglicherweise eine Folsäuresupplementation erforderlich sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine klinischen Daten über die Verabreichung von Pankreatin bei schwangeren Frauen vor. Tierstudien sind ungenügend in Bezug auf Reproduktionstoxizität. Es werden keine unerwünschten Wirkungen auf die Schwangerschaft angenommen, da die systemische Exposition mit Pankreatin vernachlässigbar ist. Pankreatin kann während der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit

Es sind keine unerwünschten Wirkungen beim gestillten Säugling zu erwarten, da die systemische Exposition mit Pankreatin vernachlässigbar ist. Pankreatin kann während der Stillzeit angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Panzytrat hat einen vernachlässigbaren Effekt auf das Reaktionsvermögen.

Unerwünschte Wirkungen

a) Zusammenfassung des Sicherheitsprofiles

Die am häufigsten auftretenden unerwünschten Wirkungen sind gastrointestinale Störungen.

b) Tabellarische Auflistung der unerwünschten Wirkungen

Organklasse

Sehr häufig1

Häufig1

Gelegentlich1

Unbekannt2

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeit

X

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Anorexie

X

Hyperurikämie

X

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Abdominelle Schmerzen

X

Darmträgheit

X

Diarrhö

X

Blähungen

X

Dyspepsie

X

Motilitätsstörungen des Darmes

X

Übelkeit

X

Fibrosierende Kolonopathie

X

Erbrechen

X

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hautausschlag

X

Juckreiz

X

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege

Hyperurikosurie

X

1 Präsentiert werden Daten aus 8 klinischen Studien der Phase 3 mit 332 Patienten, welche mit Pankreatin behandelt wurden (Kapseln gefüllt mit magensaftresistenten Mikrotabletten; Lipase 25'000 Ph. Eur. Einheiten, Amylase 22'500 Ph. Eur. Einheiten, Protease 1250 Ph. Eur. Einheiten). Unerwünschte Wirkungen verursacht durch Pankreatin oder ohne bestätigten Bezug zu Pankreatin sind folgendermassen klassifiziert: «sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (≥1/100, <1/10) und «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100).

2 Präsentation unerwünschter Wirkungen aus Spontanmeldungen. Diese Daten wurden freiwillig berichtet und stammen aus einer Population von unbekannter Grösse. Deshalb kann die Häufigkeit dieser unerwünschten Wirkungen nicht abgeschätzt werden.

c) Beschreibung ausgewählter unerwünschter Nebenwirkungen

Die Mehrheit der Berichte zu Strikturen im Ileo-Coecum und dem Kolon (fibrosierende Kolonopathie) und einer Kolitis bei Patienten mit zystischer Fibrose stammen aus einem Zeitraum mit einer hochdosierten Behandlung mit Pankreasenzym-Präparaten. Fibrosierende Kolonopathien wurden für alle Pankreasenzym-Präparate berichtet. In Fall-/Kontroll-Studien waren weder Dosis, Formulierung, der Überzug der Präparate, noch die Co-Medikation mit dem Risiko für das Auftreten einer Kolonopathie assoziiert. Seit der Empfehlung einer maximalen Dosis von 10'000 Ph. Eur. Einheiten Lipase/kg/Tag hat ist die Inzidenz für die fibrosierende Kolonopathie rückgängig. Dickdarmstrikturen sollten in Betracht gezogen werden, wenn Symptome einer gastrointestinalen Obstruktion auftreten. Pankreatin sollte abgesetzt werden, bis die Symptome wieder vollständig verschwunden sind. Da eine verminderte Flüssigkeitszufuhr ein Faktor in der Entwicklung von intestinalen Obstruktionen sein kann, ist auf eine adäquate Hydratation zu achten, speziell bei warmem Wetter (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Hohe Dosen von Pankreas-Enzymen wurden mit Hyperurikosurie und Hyperurikämie in Verbindung gebracht. Die renale Harnsäureausscheidung sollte während einer hochdosierten Therapie beobachtet werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

d) Pädiatrische Population

8 klinische Studien der Phase 3 mit 332 Patienten, welche mit Pankreatin behandelt wurden, sind bereits weiter oben erwähnt worden. In 4 dieser Studien waren 158 Patienten aus einer vorwiegend pädiatrischen Population mit einem Alter von 0.9 Jahren bis 24.4 Jahren. Das mittlere Alter reichte von 7.75 bis 12.7 Jahren.

e) Weitere spezielle Populationen

In Bezug auf weitere spezielle Populationen sind die Studien unzureichend. Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in weiteren Populationen, wie ältere Patienten, Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion, Patienten mit Einschränkung der Leberfunktion oder spezifischem Erbgut beobachtet.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Die Literatur berichtet über Übelkeit, krampfartige Bauchschmerzen und Diarrhöe bei exzessiver Einnahme.

Über fibrosierende Kolonopathie wurde während der Verabreichung hoher Dosen von Pankreasenzymen berichtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Hohe Dosen von Pankreas-Enzymen wurden mit Hyperurikosurie und Hyperurikämie in Verbindung gebracht (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code

A09AA02

Wirkungsmechanismus

Durch den hohen Gehalt an Lipase fördert Panzytrat vor allem die Fettverdauung und ermöglicht die Resorption der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Pharmakodynamik

Keine Angaben.

Klinische Wirksamkeit

Keine Angaben.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach Auflösung der Kapselhülle verteilen sich die Mikrofilmtabletten bereits im sauren Magenmilieu mit der aufgenommenen Nahrung. Die magensaftresistente Umhüllung schützt die säureempfindlichen Pankreasenzyme vor Inaktivierung während der Magenpassage. Aufgrund einer Grösse der Mikrotabletten von 2 mm Durchmesser ist die Passage aus dem Magen in den Dünndarm zusammen mit dem Chymus gewährleistet.

Distribution

Die in Panzytrat enthaltenen Enzyme werden erst nach Auflösung der säureresistenten Schutzhülle der in der Kapsel befindlichen Mikrofilmtabletten frei und ab einem pH-Wert von 5.2 im Duodenum aktiv.

Die Mikrofilmtabletten setzen in ca. 30 Minuten bereits 50% der deklarierten Enzymmenge frei. Hierdurch werden eine effiziente Enzymverteilung und eine schnelle Enzymfreisetzung im Chymus erreicht.

Metabolismus

Pankreatin wird nicht resorbiert, daher sind Angaben zur Bioverfügbarkeit nicht möglich.

Elimination

Keine Angaben.

Präklinische Daten

Da Panzytrat physiologische Wirkstoffe (Eiweisse) enthält, die nicht resorbiert werden und keine systemischen Effekte verursachen, wurden keine toxikologischen Untersuchungen durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Haltbarkeit nach Anbruch

Nach Anbruch der Packung ist Panzytrat 10'000 3 Monate und Panzytrat 25'000 6 Monate haltbar.

Besondere Lagerungshinweise

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Vor Licht geschützt, trocken und bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.

Zulassungsnummer

50708 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Allergan AG, Cham

Stand der Information

Oktober 2020

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