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Aspégic Plv 100 mg Btl 20 pcs - PrimeCare Global
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Aspégic Plv 100 mg Btl 20 pcs

Aspegic 100 Pulver 100mg Beutel 20 Stück

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Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
2735007
EAN [GTIN]
7680381331288
ATC
N02BA01
SwissMedic category
D
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - N02BA01

Description - Aspégic Plv 100 mg Btl 20 pcs

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Aspégic 100®

Opella Healthcare Switzerland AG

Was ist Aspégic 100 und wann wird es angewendet?

Aspégic 100 weist alle Eigenschaften der Acetylsalicylsäure auf. Es lindert Schmerzen und wirkt fiebersenkend.Aspégic 100 wird für die kurzfristigen Behandlung mit einer maximalen Dauer von 3 Tagen bei leichten bis mässig starken, akuten Schmerzen (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen);für die symptomatische Behandlung von Fieber und/oder Schmerzen bei Erkältungskrankheiten verwendet. Anwendung für Kinder und Jugendliche nur nach ärztlicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Aspégic 100 Vorsicht geboten?»).Aspégic 100 lässt sich in der Schoppenflasche beispielsweise mit Wasser, Schwarztee, Milch, Kräutertee, Fruchtsäften, usw. mischen. Es hinterlässt keine Partikel weder in der Flasche noch im Mund.Aspégic 100 enthält kein Natrium und kann deshalb auch bei salzarmer Diät verabreicht werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wie alle Mittel gegen Fieber und Schmerzen sollte Aspégic 100 ohne ärztliche Verordnung nicht länger als drei Tage eingenommen werden.Schmerzmittel sollten nicht über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden. Wenden Sie sich bei hartnäckigen Schmerzen an Ihren Arzt bzw. Ihrer Ärztin.Die ärztlich empfohlene oder verordnete Dosierung darf nicht überschritten werden.Es gilt ausserdem zu beachten, dass die fortgesetzte Einnahme von Schmerzmitteln zu Dauerkopfschmerz führen kann.Eine dauerhafte Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere die Kombination verschiedener schmerzlindernder Medikamente, kann Störungen der Nierenfunktion bis hin zu Nierenversagen zur Folge haben.

Wann darf Aspégic 100 nicht angewendet werden?

Aspégic 100 darf nicht an ein Kind verabreicht werden, das

  • eine Überempfindlichkeit gegenüber Acetylsalicylsäure, Salicylaten oder sonstigen nichtsteroidalen entzündungshemmenden (antirheumatischen), Mitteln und/oder schmerzlindernden und fiebersenkenden Mitteln oder gegenüber einem der Hilfsstoffe aufweisen. Sichtbare Zeichen einer solchen Überempfindlichkeit sind: Asthma, Atemnot, Kreislaufstörungen, Schwellungen der Haut bzw. der Schleimhäute und Nesselfieber;Asthma in der Vorgeschichte hat, dass durch die Einnahme von Salicylaten oder verwandten Wirkstoffen, insbesondere nichtsteroidalen Entzündungshemmern, ausgelöst wurde;an einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür leidet;unter Blutung des Verdauungstrakts leidet;unter einer chronischen entzündlichen Darmerkrankung (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) leidet;an einer Störung des Gerinnungssystems leidet;an einer schweren Herzerkrankung leidet;gleichzeitig Methotrexat in einer Dosierung über 15 mg pro Woche einnimmt;gleichzeitig Acetazolamid einnimmt;an einer schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörung leidet;sich in einem Zustand befindet, der ein erhöhtes Risiko von Blutungen birgt (Verletzungen, Regelblutungen im Falle der Verabreichung an jugendliche oder erwachsene Frauen, usw.).unter Mastozytose leidet (eine seltene Erkrankung durch abnormale Ansammlung oder abnormaler Vermehrung von bestimmten Zellen des Immunsystems (Mastzellen), kann die Einnahme von Aspégic 100 schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen (einschliesslich Herz-Kreislauf-Kollaps mit Hautrötung, Hypotonie, Tachykardie und Erbrechen).jünger als ein Jahr ist.

Wann ist bei der Anwendung von Aspégic 100 Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Aspégic 100 können im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-/ Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer eingenommen werden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Ihr Kind Magenschmerzen hat und Sie einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.In folgenden Situationen darf Ihr Kind Aspégic 100 nur auf ärztliche Verschreibung und unter ärztlicher Überwachung einnehmen:

  • falls es gegenwärtig wegen einer schweren Erkrankung in ärztlicher Behandlung ist.falls es schon einmal ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür hatte.falls es an einer Herzkrankheit oder an Niereninsuffizienz leidet oder bei starkem Flüssigkeitsverlust z.B. durch starkes Schwitzen, bei Durchfall oder nach grossen Operationen; die Einnahme von Aspégic 100 kann die Funktion der Nieren beeinträchtigen und zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen.falls es unter einer Lebererkrankung leidet.falls es an Epilepsie leidet und mit Valproinsäure behandelt wird.falls es mit HIV infiziert ist und mit Tenofovir behandelt wird.falls es aufgrund eines Schilddrüsenproblems mit Levothyroxin behandelt wird.falls es mit Nicorandil behandelt wird.falls es Windpocken hat.falls es in den letzten 6 Wochen gegen Windpocken geimpft wurde.falls es grippeartige Symptome hat.

Verwenden Sie Aspégic 100 nur unter strenger ärztlicher Aufsicht, falls Ihr Kind an Asthma oder an Nesselfieber leidet, oder an Nasenpolypen leidet, falls es Antikoagulanzien (Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung) einnimmt oder falls es an Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (einer seltenen erblichen Erkrankung der roten Blutkörperchen) leidet. Aspégic 100 sollte nur unter strenger ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.Das Blutungsrisiko ist bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die mit einem Blutungsrisiko assoziiert sind, Thrombozytenaggregationshemmern, Antikoagulanzien (injizierbar oder oral) und anderen Thrombolytika oder Antihypertensiva (blutdrucksenkende Medikamente) erhöht und Aspégic 100 sollte nur unter strenger ärztlicher Aufsicht verabreicht werden.Kinder und Jugendliche mit Fieber, Grippe, Windpocken oder anderen Virus-Erkrankungen dürfen Aspégic 100 nur nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin und nur als Mittel der zweiten Wahl einnehmen. Kommt es bei diesen Erkrankungen oder nach ihrem Abklingen zu Bewusstseinsstörungen mit Erbrechen, sollte unverzüglich der Arzt bzw. die Ärztin konsultiert werden.

Infektionen

Aspégic 100 kann Anzeichen und Symptome einer Infektion wie Fieber und Schmerzen verschleiern. Es ist daher möglich, dass Aspégic 100 eine angemessene Behandlung von Infektionen verzögert, was ein erhöhtes Risiko für Komplikationen mit sich bringen kann. Dies wurde bei bakteriellen Pneumonien und bakteriellen Hautinfektionen im Zusammenhang mit Windpocken beobachtet. Wenn Sie dieses Medikament während einer Infektion einnehmen und die Symptome der Infektion bestehen bleiben oder sich verschlechtern, konsultieren Sie unverzüglich den Arzt oder die Ärztin.Aspégic 100 kann die Wirkung gewisser gleichzeitig verabreichter Medikamente beeinflussen:

  • Die Wirkung von Kortikosteroiden, Insulin und/oder Tabletten gegen Diabetes wird gesteigert. Dasselbe gilt für die Wirkung von Digoxin, krampflösenden Medikamenten (Antiepileptika) sowie lithiumhaltigen Antidepressiva sowie Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und deren unerwünschten Nebenwirkungen.Die Wirkung einer Reihe von Medikamenten gegen Gicht (Probenezid und Sulfinpyrazon) und gewisser Diuretika wird vermindert.Die Nebenwirkungen von Medikamenten gegen Rheuma wie auch von Methotrexat können durch die gleichzeitige Einnahme von Aspégic 100 stärker werden (Methotrexat wird z.B. bei chronischer Polyarthritis verschieben, siehe auch «Wann darf Aspégic 100 nicht angewendet werden?»).

Suchen Sie daher ärztlichen Rat, wenn Ihr Kind bereits andere Medikamente einnimmt.Bei Einnahme von Substanzen zum Magenschutz oder Säurehemmern kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure verringert sein. Es wird daher empfohlen, die beiden Medikamente mit einem Abstand von 2 Stunden einzunehmen.Der Arzt oder Zahnarzt bzw. die Ärztin oder Zahnärztin ist vor einem chirurgischen Eingriff zu konsultieren oder von der Einnahme zu unterrichten.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Ihr Kind

  • an anderen Krankheiten leidet,Allergien hat oderandere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnimmt oder äusserlich anwendet.

Darf Aspégic 100 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Diese Darreichungsform ist ausschliesslich zur Verabreichung an Kinder gedacht.

Schwangerschaft

Eine eventuelle Einnahme von Aspégic 100 während der Schwangerschaft (erstes und zweites Schwangerschaftsdrittel) darf nur unter strengster ärztlicher Aufsicht erfolgen. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft darf Aspégic 100 nicht verabreicht werden.

Stillzeit

Aspégic 100 sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie verwenden Sie Aspégic 100?

Übliche Dosierung oder nach Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin.Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren (10-15 kg): 1 Beutel Aspégic 100, 3 oder 4-mal pro Tag. Maximale Dosis innerhalb von 24 Stunden: 4 Beutel Aspégic 100.Der Zeitabstand zwischen zwei Einnahmen muss mindestens 4 Stunden sein. Das Medikament sollte wenn möglich mit viel Flüssigkeit (200-300 ml) nach einer Mahlzeit eingenommen werden. Das Pulver in ein Glas oder die Schoppenflasche füllen. Wasser oder eine andere Flüssigkeit hinzugeben (siehe ersten Abschnitt); vor dem Verabreichen einige Sekunden lang umrühren.Zur Behandlung von Kindern von 3 bis 12 Jahren ist Aspégic Mite besser geeignet.Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene steht Aspégic 500 zur Verfügung.Zur Linderung der Symptome muss die niedrigste wirksame Dosis über den kürzestmöglichen erforderlichen Zeitraum eingenommen werden. Wenn Sie eine Infektion haben, konsultieren Sie den Arzt oder die Ärztin, ohne abzuwarten, ob die Symptome (wie Fieber oder Schmerzen) bestehen bleiben oder sich verschlechtern.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Aspégic 100 haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Aspégic 100 auftreten:

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

Die Blutungszeit ist verlängert.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

Es können kleine Blutungen und Magenschmerzen auftreten.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

Es können Verdauungsstörungen, Übelkeit, Erbrechen sowie Asthma auftreten.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Anschwellen der Haut oder der Schleimhäute, Nesselausschlag, Hautrötungen und -ausschläge, Asthma, Atemnot sowie Entzündungen, Geschwüre der Magen-Darm-Schleimhaut und Magenblutungen, Hämatome, Nasen- oder Zahnfleischbluten und Leberfunktionsstörungen auftreten.In seltenen Fällen wurden Schwindel, Kopfschmerz, Sehstörungen und Verwirrung festgestellt; dies ist meist ein Anzeichen für eine Überdosierung.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern)

Sehr selten können Durchbrüche (Magen oder Darmdurchbruch) auftreten. Sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen berichtet worden, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können. Es wurden zudem sehr seltene Fälle akuter Pankreatitis, die sich durch sehr starke Bauchschmerzen äusserte, berichtet.

Einzelfälle

In Einzelfällen kann Aspegic 100 auch zu schweren Funktionsstörungen des Herzens, Bronchospasmen und Bauchschmerzen führen.Bei Einnahme hoher Dosen Acetylsalicylsäure kann es zu Ohrensausen oder -pfeifen (Tinnitus) oder Fällen von Schwerhörigkeit. In derartigen Fällen ist ein sofortiger Abbruch der Behandlung erforderlich.Aspégic 100 kann Anzeichen und Symptome oder die Verschlechterung einer Infektion wie Fieber und Schmerzen verschleiern. Wenn Sie dieses Medikament während einer Infektion einnehmen und die Symptome der Infektion bestehen bleiben oder sich verschlechtern, konsultieren Sie unverzüglich den Arzt oder die Ärztin.Beim Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion ist das Medikament abzusetzen und der Arzt zu benachrichtigen.Falls während der Behandlung schwarzer Stuhl oder Bluterbrechen auftreten, ist die Behandlung abzubrechen und auf der Stelle der Arzt zu benachrichtigen.Allgemein ist zu beachten, dass die Einnahme von Schmerzmitteln ? insbesondere einer Kombination von mehreren Wirkstoffen ? über einen längeren Zeitraum zu einer dauerhaften Schädigung der Nieren mit dem Risiko von Nierenversagen führen kann.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Im Falle einer versehentlichen Überdosierung muss eine spezielle Behandlung im Spital eingeleitet werden.Die ersten Anzeichen einer Überdosierung sind: Gehörstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Temperaturanstieg, tiefes Atmen, begleitet von Schweissausbrüchen.Eine Vergiftung kann bei älteren Patienten sowie insbesondere bei kleinen Kindern tödlich sein.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Das Präparat bei Raumtemperatur (15-25°C) an einem trockenen Ort, in der Originalverpackung und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aspégic 100 enthalten?

1 Beutel enthält:

Wirkstoff:

180 mg Lysin-acetylsalicylat (entsprechend 100 mg Acetylsalicylsäure).

Hilfsstoffe:

Glycin, Ammoniumglycyrrhizinat, Laktose, Aroma (Mandarine).

Zulassungsnummer

38133 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Aspégic 100? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken oder Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung: Packungen zu 20 Beutel.In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung: Packungen zu 100 Beutel.

Zulassungsinhaberin

Opella Healthcare Switzerland AG, Risch

Diese Packungsbeilage wurde im März 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

16116 / 10.05.2021

Description for the doctor

AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: Lysin-Acetylsalicylat.

Hilfsstoffe: Glycin, Ammoniumglycyrrhizinat, Laktose, Aroma (Mandarine).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver in Beutel zur Zubereitung einer Trinklösung.

1 Beutel enthält:

Aspégic 100: Lysin-Acetylsalicylat 180 mg/Beutel, entsprechend Acetylsalicylsäure: 100 mg.

Aspégic Mite: Lysin-Acetylsalicylat 450 mg/Beutel, entsprechend Acetylsalicylsäure: 250 mg.

Aspégic 500: Lysin-Acetylsalicylat 900 mg/Beutel, entsprechend Acetylsalicylsäure: 500 mg.

Aspégic Forte: Lysin-Acetylsalicylat 1800 mg/Beutel, entsprechend Acetylsalicylsäure: 1000 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung von leichten bis mässig starken, akuten Schmerzen (Kopf- und Zahnschmerzen, Schmerzen im Bereich von Gelenken und Bändern, Rückenschmerzen).

Symptomatische Behandlung von Fieber und/oder Schmerzen bei Erkältungskrankheiten. Kinder und Jugendliche nur nach ärztlicher Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Nur Aspégic 500:

Behandlung von Kopfschmerzen.

Aspégic ist in der Selbstmedikation für die Kurzzeitbehandlung von maximal 3 Tagen zugelassen.

Dosierung/Anwendung

Bei Kindern sind die entsprechend dem Gewicht des Kindes festgelegten Dosierungen unbedingt einzuhalten und eine geeignete Darreichungsform auszuwählen.

Gewicht

Einzeldosis

Maximale übliche Dosis
(täglich)*

Aspégic 100

Kinder: 1 bis 3 Jahre

10-15 kg

100 mg
1 Beutel

400 mg
4 Beutel

Aspégic Mite

Kinder: 3 bis 6 Jahre

15-22 kg

250 mg
1 Beutel

750 mg
3 Beutel

Kinder: 6 bis 9 Jahre

22-30 kg

250 mg
1 Beutel

1000 mg
4 Beutel

Kinder: 9 bis 12 Jahre

30-40 kg

250 bis 500 mg
1 bis 2 Beutel

1500 mg
6 Beutel

Aspégic 500

Kinder ab 12 Jahren
Erwachsene

>40 kg

0,5 bis 1 g
1 bis 2 Beutel

3 g
6 Beutel

Ältere Menschen

1 g
2 Beutel

2 g
4 Beutel

Aspégic Forte

Erwachsene

1 g
1 sachet

3 g
3 sachets

Ältere Menschen

1 g
1 Beutel

2 g
2 Beutel

* Maximale tägliche Dosis in 3-4 Einzelgaben über den Tag aufteilen. Der Zeitabstand zwischen 2 Einnahmen muss 4 bis 8 Stunden sein.

Dauer der Behandlung:

Der Patient ist darüber zu informieren, dass Acetylsalicylsäure ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage einzunehmen ist.

Nur Aspégic 500:

Behandlung von Kopfschmerzen: Nur für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren und über 40 kg:

2 Beutel Aspégic 500 pro Einnahme.

Wenn die Kopfschmerzen anhalten, wiederholen Sie die Dosis im Abstand von 4 bis 8 Stunden.

Maximale tägliche Dosis: bis 6 Beutel Aspégic 500.

Aspégic 500 darf an Kinder unter 12 Jahren nicht verabreicht werden.

Aspégic Forte darf an Kinder und Jugendliche nicht verabreicht werden.

Die Beutel der Aspégic Produktpalette sollten mit viel Flüssigkeit (200-300 ml) eingenommen werden, wenn möglich nach einer Mahlzeit.

Bei Kleinkindern wird empfohlen, das Pulver in einem Teelöffel Flüssigkeit aufzulösen oder es mit Nahrung zu vermischen und das Kind anschliessend ¼-½ Glas Flüssigkeit trinken zu lassen.

Die Aspégic Produktpalette enthält kein Natrium und kann deshalb auch bei salzarmer Diät verabreicht werden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure, Salicylaten und/oder andere nichtsteroidale entzündungshemmende (antirheumatische) Medikamente oder gegen einen der Hilfsstoffe.

Patienten mit Mastozytose, bei denen die Einnahme von Acetylsalicylsäure schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen kann (einschliesslich Herz-Kreislauf-Kollaps mit Hautrötung, Hypotonie, Tachykardie und Erbrechen).

Durch die Einnahme von Salicylaten oder verwandten Wirkstoffen, insbesondere NSAR, ausgelöstes Asthma in der Anamnese.

Sich entwickelndes Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder Blutungen des Verdauungstrakts.

Jede angeborene oder erworbene Störung des Gerinnungssystems.

Schwere Leberinsuffizienz. Schwere Niereninsuffizienz (CrCL <30 ml/min).

Schwere Herzinsuffizienz (NYHA III-V).

Bei Einnahme von Methotrexat in Dosierungen über 15 mg pro Woche oder mehr sind Dosierungen von 500 mg ASS oder mehr pro Einnahme kontraindiziert.

Entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa).

Behandlung postoperativer Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation (resp. Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine).

Letzte drei Monate der Schwangerschaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Es stehen nicht genügend Daten zur Bioverfügbarkeit des Produktes zur Verfügung, damit man es in erhöhten Dosen als Antirheumatikum einsetzen könnte.

Bei Patienten, die mit nichtsteroidalen Antirheumatika behandelt werden, kann es zu gastrointestinalen Perforationen, Ulzerationen und Blutungen kommen. Diese Nebenwirkungen können jederzeit auch ohne Warnsymptome oder anamnestische Hinweise auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.

Die renalen Effekte der nichtsteroidalen Antirheumatika umfassen Flüssigkeitsretention mit Ödemen und/oder arterieller Hypertonie.

Bei Patienten mit beeinträchtigter Herzfunktion und anderen Zuständen, die zur Flüssigkeitsretention prädisponieren, sollte Acetylsalicylsäure deshalb nur mit Vorsicht angewendet werden. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika oder ACE-Hemmer einnehmen, sowie bei erhöhtem Risiko einer Hypovolämie. In folgenden Situationen ist Vorsicht geboten bzw. darf das Arzneimittel nur gemäss ärztlicher Verschreibung und unter ärztlicher Überwachung eingenommen werden:

  • Bei Patienten in hohem Alter ist aus grundsätzlichen medizinischen Überlegungen Vorsicht geboten. Vor allem wird empfohlen, bei gebrechlichen älteren Patienten oder solchen mit einem niedrigen Körpergewicht die niedrigste wirksame Dosierung zu verwenden.
  • Bei Asthma bronchiale oder allgemeiner Neigung zu Überempfindlichkeit; Acetylsalicylsäure kann Bronchospasmen begünstigen und Asthmaanfälle oder andere Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen. Risikofaktoren sind bestehendes Asthma, Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronische Atemwegserkrankungen. Das gleiche gilt für Patienten, die auch auf andere Stoffe allergisch reagieren (z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber).
  • Bei chronischen bzw. rezidivierenden Störungen des Magen-/Zwölffingerdarmtrakts
  • Bei gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulanzien.
  • Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder eingeschränkter Herz-Kreislauf-Funktion (wie z.B. Erkrankung der Nierengefässe, kongestiver Herzinsuffizienz, Volumenmangel, grössere Operationen, Sepsis oder grössere Blutungen), da Acetylsalicylsäure das Risiko einer Nierenfunktionseinschränkung oder eines akuten Nierenversagens weiter erhöhen könnte.
  • Bei eingeschränkter Leberfunktion.
  • Bei hereditärem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD), da Acetylsalicylsäure eine Hämolyse oder hämolytische Anämie induzieren könnte. Faktoren, die dieses Risiko erhöhen, sind z.B. hohe Dosierungen, Fieber oder akute Infektionen.
  • Bei Zuständen, die ein erhöhtes Risiko für Blutungen bergen (z.B. Menstruationsstörungen, Verletzungen). Aufgrund der Hemmung der Thrombozytenaggregation und der Verlängerung der Blutungszeit, die mehrere Tage nach Einnahme von Acetylsalicylsäure anhält, kann es insbesondere während als auch nach operativen Eingriffen (auch bei kleineren Eingriffen wie z.B. Zahnextraktionen) zu einer erhöhten Blutungsneigung kommen.

Von der Verabreichung von Salicylatprodukten bei Gicht ist abzuraten (in analgetischer Dosierung hemmt ASS die Ausscheidung von Harnsäure und erhöht dadurch den Harnsäurespiegel).

Acetylsalicylsäure in Dosierungen ≥500 mg/Tag: Es wurde nachgewiesen, dass Medikamente, die die Cyclooxygenase- und Prostaglandinsynthese hemmen, bei Frauen zu Fertilitätsstörungen führen können, indem sie sich auf die Ovulation auswirken. Diese Wirkung ist nach Beendigung der Behandlung reversibel.

Eine gleichzeitige Behandlung mit Levothyroxin und Salicylaten ist zu vermeiden (siehe «Interaktionen»).

Kinder und Jugendliche dürfen bei Fieber und/oder viralen Erkrankungen (insbesondere bei einer Varizelleninfektion oder grippeähnlichen Erkrankungen) Aspégic nur auf ärztliche Verschreibung und nur als Mittel der zweiten Wahl einnehmen (wegen des möglichen Auftretens des Reye-Syndroms, einer lebensbedrohlichen Encephalopathie mit den Leitsymptomen starkes Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Leberfunktionsstörungen).

Der Patient muss auf die Tatsache aufmerksam gemacht werden, dass Analgetika ohne ärztliche Verordnung nicht regelmässig und über einen längeren Zeitraum eingenommen werden dürfen. Bei Fieber (>3 Tage) oder hartnäckigen Schmerzen (>5 Tage) ist ein Arzt aufzusuchen.

Ebenso ist der Patient darauf hinzuweisen, dass bei der Einnahme von Schmerzmitteln über einen längeren Zeitraum Kopfschmerzen auftreten können, welche die Einnahme weiterer Analgetika nach sich ziehen, die ihrerseits Kopfschmerz verursachen können (Analgetika-Kopfschmerz).

Generell kann die langfristige Einnahme von Analgetika, insbesondere die Kombination mehrerer analgetischer Wirkstoffe, zu einer irreversiblen Schädigung der Nieren bis hin zum Nierenversagen führen (Analgetika-Nephropathie).

Interaktionen

Kontraindizierte Kombinationen:

  • Methotrexat in Dosen von 15 mg/Woche oder mehr: verstärkte Toxizität von Methotrexat (generell verringern entzündungshemmende Wirkstoffe die Ausscheidung von Methotrexat und Salicylate verdrängen es aus seiner Plasmaproteinbindung), siehe Rubrik «Kontraindikationen».

Kombinationen, die besondere Vorsicht erfordern:

  • Arzneimittel, die mit einem Blutungsrisiko assoziiert sind: Aufgrund eines potenziell additiven Effekts besteht ein erhöhtes Blutungsrisiko. Die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die mit einem Blutungsrisiko assoziiert sind, sollte mit Vorsicht erwogen werden.
  • Nicorandil: Bei Patienten, die gleichzeitig Nicorandil und NSAR einnehmen, einschliesslich Acetylsalicylsäure und Lysin-Acetylsalicylsäure, besteht ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen wie gastrointestinale Ulzerationen, Perforationen und Blutungen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • Methotrexat in Dosen unter 15 mg/Woche: verstärkte Toxizität von Methotrexat (generell verringern entzündungshemmende Wirkstoffe die Ausscheidung von Methotrexat und Salicylate verdrängen es aus seiner Plasmaproteinbindung).
  • Levothyroxin: Salicylate, insbesondere in Dosen von über 2 g/Tag, können die Bindung von Schilddrüsenhormonen an die Transportproteine inhibieren und dadurch anfänglich zu einem vorübergehenden Anstieg an Schilddrüsenhormonen und in der Folge zu einer allgemeinen Senkung des Schilddrüsenhormonspiegels führen. Der Schilddrüsenhormonspiegel ist zu überwachen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • Steigerung der Wirkung von Thrombozytenaggregationshemmern, durch Heparin und verwandten Wirkstoffen, orale Antikoagulanzien und anderen Thrombolytika (erhöhtes Blutungsrisiko).
  • Es können pharmakodynamische Interaktionen zwischen selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) und Acetylsalicylsäure auftreten: erhöhtes Risiko für Blutungen aufgrund synergistischer Effekte.
  • Erhöhte Plasmaspiegel von Digoxin, verursacht durch eine verminderte renale Ausscheidung.
  • Steigerung der Wirkung von oralen Antidiabetika. In Kombination mit bestimmten Antidiabetika können Hypoglykämie und Störungen des Säure-Base-Stoffwechsels auftreten.
  • Steigerung der Wirkung von Barbituraten, Lithium-Präparaten, Sulfonamiden und des Triiodthyronins.
  • Erhöhung der Konzentration des Phenytoins im Plasma.
  • Valproinsäure: Die gleichzeitige Verabreichung von Salicylaten und Valproinsäure kann zu einer Verdrängung von Valproinsäure aus ihrer Plasmaproteinbindung führen und die Metabolosierung von Valproinsäure inhibieren und folglich einen Anstieg der gesamten und der freien Valproinsäurekonzentration im Serum bewirken.
  • Tenofovir: Die gleichzeitige Verabreichung von Tenofovirdisoproxilfumarat und NSAR kann das Risiko für eine Niereninsuffizienz erhöhen.
  • Steigerung der Wirkung und der Nebenwirkungen sämtlicher nichtsteroidaler Antirheumatika.
  • Antihypertensiva (ACE-Hemmer und β-Blocker): Bei Hypertonikern, die mit diesen Arzneimitteln und ASS behandelt werden, soll der Blutdruck engmaschig überwacht und gegebenenfalls die Dosierung angepasst werden.
  • Minderung der Wirkung von Aldosteron-Antagonisten (z.B. Spironolacton), von Schleifendiuretika, von Harnsäureausscheidung erhöhenden Mitteln (z.B. Probenezid, Sulfinpyrazon).
  • Verlängerung der plasmatischen Halbwertszeit von Penicillinen.
  • In Verbindung mit systemischen Corticosteroiden: Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzera und Blutungen; verminderte Salicylatspiegel während der Cortisonbehandlung, Risiko einer Salicylatüberdosierung nach Beendigung der Behandlung mit Glucokortikoiden.
  • Die Kombination von Acetazolamid mit Acetylsalicylsäure kann das Risiko der metabolischen Acidose erhöhen.
  • Alkohol: Erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulzera und Blutungen; verlängerte Blutungszeit.

Experimentelle Daten lassen darauf schliessen, dass Ibuprofen die Wirkung einer niedrigen Dosis ASS auf die Thrombozytenaggregation hemmen kann, wenn die Wirkstoffe gleichzeitig eingenommen werden (siehe Abschnitt «Pharmakodynamik»).

Da jedoch nur beschränkte Daten vorliegen und nicht sicher ist, ob die ex vivo-Daten auf die klinische Situation übertragen werden können, erscheint eine klinische Bedeutung dieser Wechselwirkung bei gelegentlicher Einnahme unwahrscheinlich, kann jedoch bei einer regelmässigen Einnahme von Ibuprofen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine kontrollierten Studien an Frauen vor.

Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschliesslich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.

Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters sollte Acetylsalicylsäure nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Acetylsalicylsäure von einer Frau angewendet wird, die eine Schwangerschaft plant oder sich im ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimester befindet, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.

Während des dritten Schwangerschaftstrimesters ist Acetylsalicylsäure kontraindiziert. Alle Prostaglandinsynthesehemmer können:

  • Den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
    • kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);
    • Nierenfunktionsstörung bis hin zu Niereninsuffizienz mit Oligohydramniose.
  • Mutter und Kind folgenden Risiken aussetzen:
    • mögliche Verlängerung der Blutungszeit, da ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;
    • Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.

Fertilität

Die Anwendung von Acetylsalicylsäure kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die eine Schwangerschaft planen, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Infertilitätstests durchgeführt werden, sollte die Beendigung einer Behandlung mit Acetylsalicylsäure ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Stillzeit

Salicylate treten in die Muttermilch über. Vorsichtshalber soll Acetylsalicylsäure deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Ist die Behandlung unerlässlich, sollte der Säugling daher auf Flaschennahrung umgestellt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Studien vor.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeitsangaben sind definiert als sehr häufig (≥1/10); häufig (>1/100, ≤1/10); gelegentlich (>1/1'000, ≤1/100); selten (>1/10'000, ≤1/1'000); sehr selten (≤1/10'000).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Verlängerte Blutungszeit (diese Wirkung bleibt bis zu 4 bis 8 Tage nach Absetzen von Lysin-Acetylsalicylsäure bestehen), hämorrhagische Syndrome (Epistaxis, Zahnfleischblutungen, Purpura).

Selten: Eisenmangelanämie durch okkulte Blutungen, Thrombozytopenie, Agranulozytose, Panzytopenie, Leukopenie, aplastische Anämie.

Einzelne Fälle hämolytischer Anämie wurden bei Patienten mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel, Bizytopenie, Neutropenie und Knochenmarkinsuffizienz berichtet.

Einzelfälle von Purpura Schönlein-Henoch.

Durch die thrombozytenaggregationshemmende Wirkung und die Verlängerung der Blutungszeit kann Acetylsalicylsäure das Blutungsrisiko erhöhen. Blutungen wie perioperative Blutungen, Hämatome, Epistaxis, Urogenitalblutungen und Zahnfleischbluten wurden beobachtet.

Selten bis sehr selten wurden auch schwerwiegende Blutungen wie z.B. gastrointestinale Blutungenoder cerebrale Blutungen, insbesondere bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien berichtet, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Auftreten von Asthma.

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen in Form von erythematösen/ekzematösen Hautausschlägen, Urtikaria, Rhinitis, Bronchialkrämpfen, angioneurotischen Ödemen, anaphylaktischem Schock.

Schwere Hautreaktionen, in sehr seltenen Fällen bis hin zu Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und einer toxischen Nekrolyse der Epidermis (Lyell-Syndrom).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Hypoglykämie und Störungen des Säure-Base-Stoffwechsels bei Überdosierung.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Sehstörungen, verminderte Hörschärfe, Verwirrungszustände. Diese Symptome deuten zumeist auf eine Überdosierung hin.

Seltene Fälle intrakranieller Blutungen, die insbesondere bei älteren Patienten tödlich sein können.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Mikroblutungen, Magenkrämpfe.

Gelegentlich: Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen.

Selten: Blutungen und Ulzera des Magen-Darm-Trakts.

Sehr selten: Perforation von Magen- und Zwölffingerdarm-Ulzera.

Folgende Fälle wurden berichtet:

  • Ösophagitis, erosive Duodenitis, erosive Gastritis, Ösophagusulzeration, Ösophagusperforation.
  • Ulzera im Jejunum, Ileum, Kolon und Rektum.
  • Kolitis und intestinale Perforation.
  • Akute Pankreatitis.

Die genannten Reaktionen können mit einer Blutung in Zusammenhang stehen und bei einer beliebigen Dosis Acetylsalicylsäure und bei Patienten mit oder ohne Warnsymptome oder schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Vorgeschichte auftreten.

Erkrankungen der Leber und der Galle

Selten: Störungen der Leberfunktion, in den meisten Fällen beschränkt auf eine Erhöhung der Transaminasen, die im Allgemeinen bei einer Dosisverminderung bzw. beim Absetzen des Medikaments wieder zurückgeht, in sehr seltenen Fällen jedoch auch tödlich. Die Schädigung scheint dosisabhängig und betrifft vor allem die hepatozelluläre Ebene.

Selten Fälle chronischer Hepatitis.

Herzerkrankungen

Es wurden Fälle des Kounis-Syndroms berichtet.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Störungen der Nierenfunktion.

Über akute Niereninsuffizienz wurde berichtet.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: fixes Exanthem.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums:

Häufigkeit unbestimmt: nicht-kardiogenes Lungenödem bei chronischer Anwendung und im Rahmen einer Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Einzelfälle von Ödemen wurden bei Acetylsalicylsäure-Dosen von über 1,5 g/Tag berichtet.

Sonstige:

Sehr selten: Reye-Syndrom (siehe Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Überdosierung

Intoxikationen sind bei älteren Menschen und insbesondere bei kleinen Kindern zu erwarten (therapeutische Überdosierung oder häufig versehentliche Überdosierung), die bei ihnen tödlich sein können.

Schwere Intoxikationen entwickeln sich unter Umständen langsam, d.h. über einen Zeitraum von 12 bis 24 Stunden nach Verabreichung. Bei oraler Zuführung von bis zu 150 mg AAS/kg Körpergewicht sind leichte, bei Dosen von mehr als 300 mg/kg Körpergewicht schwere Vergiftungserscheinungen zu erwarten. Bei Kindern kann es bereits ab 100 mg/kg in einer Einzeldosis zu einer Überdosierung kommen.

Die Schwere der Vergiftung kann nicht alleine über die Plasmakonzentrationen abgeschätzt werden. Die Absorption von Acetylsalicylsäure kann durch eine verlangsamte Magenentleerung, Konkrementbildung im Magen oder durch magensaftresistente Überzüge verzögert sein.

Die Symptome einer chronischen Salicylatvergiftung sind nicht spezifisch (z.B. Tinnitus, Kopfschmerzen, Exzitation, Schwitzen, Hyperventilation) und können deshalb übersehen werden.

Bei einer akuten und chronischen Überdosierung von Acetylsalicylsäure kann es zu einem nicht-kardiogenen Lungenödem kommen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Symptome

Mässige Überdosierung: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Hörstörungen.

Schwere Überdosierung: Zittern, Verwirrungszustände, Hyperthermie, Hyperventilation, Störungen des Säure-Basen- und des Elektrolytgleichgewichts, schwere Dehydrierung, Hypoglykämie, Koma, Atembeschwerden, Herz-Kreislauf-Kollaps.

Behandlung

Bei einer schweren, lebensgefährlichen Intoxikation müssen unverzüglich die notwendigen Massnahmen ergriffen und der Transport in eine Spezialklinik organisiert werden.

Verhinderung bzw. Verminderung der Resorption: Magenspülung bei rasch erkannten Fällen (bis zu einer Stunde nach Einnahme), Aktivkohle (wiederholte Gabe). Überwachung und Korrektur des Säure-Basen-Gleichgewichts.

Glukosezufuhr.

Natriumhydrogencarbonat zum Ausgleich der Acidose und zur beschleunigten Ausscheidung (pH-Wert des Harns >8 alkalische Diurese).

Glycin: Orale Gabe von zunächst 8 g, danach alle zwei Stunden 4 g über 16 Stunden.

Bei einer schweren Intoxikation erforderlichenfalls Hämoperfusion oder Hämodialyse (weitere Auskünfte erteilt das Schweizer Toxikologische Informationszentrum).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02BA01

Wirkungsmechanismus

Da Lysin-Acetylsalicylat (LAS) im Plasma in Acetylsalicylsäure (ASS) gespalten wird, besitzt es alle schmerzstillenden und fiebersenkenden Eigenschaften der Letztgenannten.

Acetylsalicylsäure stellt den Essigester der Salicylsäure dar und gehört als Salicylat-Vertreter zur Familie der sauren, nichtsteroidalen analgetischen und entzündungshemmenden Therapeutika.

Die analgetische Wirksamkeit beruht auf der irreversiblen Inhibition der Cyclooxygenase, die eine Hemmung der Prostaglandinsynthese zur Folge hat, die bei der Entstehung von Schmerz eine Rolle spielt. ASS hemmt auch die Thrombozytenaggregation, indem die Thrombozytensynthese von Thromboxan A2 blockiert wird.

Der antipyretische Effekt rührt aus der unmittelbaren Einwirkung auf das Temperaturregelungszentrum im Hypothalamus, die eine Weitung der Gefässe mit Schweissbildung und damit einen Wärmeverlust nach sich zieht. Zugleich wird wahrscheinlich auch die Synthese von Prostaglandin eingeschränkt, das als Transmitter für die endogen fieberverursachenden Prozesse im Hypothalamus fungiert.

Dank seiner Löslichkeit wird LAS leichter resorbiert als freie Acetylsalicylsäure. Auf diese Art und Weise werden die wirksamen Blutspiegel schneller erreicht.

Diese Eigenschaft hat jedoch keinen Einfluss auf die gastrischen Nebenwirkungen systemischen Ursprungs im Zusammenhang mit der Hemmung der Prostaglandinsynthese.

Pharmakodynamik

Siehe «Wirkungsmechanismus».

Gleichzeitige Einnahme von Ibuprofen

Experimentelle Daten lassen darauf schliessen, dass Ibuprofen die Wirkung einer niedrigen Dosis ASS auf die Thrombozytenaggregation hemmen kann, wenn die Wirkstoffe gleichzeitig eingenommen werden (siehe Abschnitt «Interaktionen»).

Klinische Wirksamkeit

Nicht zutreffend.

Pharmakokinetik

Absorption

Lysin-Acetylsalicylat wird rasch und restlos resorbiert. Die Acetylsalicylsäure (ASS) wird bei der Passage durch die Magen-Darm-Schleimhaut rasch in Salicylsäure (SS), ebenfalls ein aktiver Metabolit, hydrolysiert.

Mit Aspégic 500, Pulverbeutel, wird nach einmaliger oraler Verabreichung von 900 mg Lysin-Acetylsalicylat (entsprechend 500 mg ASS) innerhalb von 15 Minuten (tmax) eine Maximalkonzentration im Plasma von 12.5 mg/l von ASS erreicht. Eine Maximalkonzentration im Plasma von 25.6 mg/l von Salicylsäure (cmax) wird in 40.2 Minuten (tmax) erreicht und pharmakologisch wirksame Plasmaspiegel werden nach 15 Minuten bereits erreicht.

Die Bioverfügbarkeit von Acetylsalicylsäure ist dosisabhängig. Bei Dosierungen unter 500 mg liegt sie bei etwa 60%, bei Dosierungen über 1 g aufgrund der Sättigung der hepatischen Hydrolyse bei 90%.

Distribution

Die im Plasma befindlichen Salicylate sind zum grossen Teil an die Plasmaproteine gebunden (50-90%) und verteilen sich rasch im gesamten Gewebe. Sie überwinden die Plazentaschranke und gehen in die Muttermilch über.

Metabolismus

Salicylate werden in der Leber (durch Adduktbildung und Hydroxylierung) zu inaktiven Stoffwechselprodukten umgesetzt.

Die wichtigsten aus Salicylsäure hervorgehenden Metaboliten sind: das Salicylsäure-Glycin-Addukt (Salicylursäure), der Glucoronether und –ester der Salicylsäure, die aus der Oxidation der Salicylsäure hervorgehende Gentisinsäure sowie deren Glycin-Addukt.

Elimination

Die Salicylsäure und ihre Metaboliten werden über die Niere ausgeschieden (90% der Dosis). Die Eliminations-Halbwertszeit der Acetylsalicylsäure beträgt 10 bis 20 Minuten; die der Salicylate liegt bei über 3 Stunden und ist aufgrund der Sättigung der hepatischen Hydrolyse dosisabhängig. Die Clearance nimmt mit dem pH-Wert des Harns zu.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei eingeschränkter Leberfunktion kann es aufgrund einer verzögerten Biotransformation zu einem verlangsamten Abbau von ASS zu Salicylsäure kommen.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion können die inaktiven Konjugate der Salicylsäure kumulieren, während der Abbau für die Salicylsäure im Plasma nicht beeinträchtigt wird.

Ältere Patienten

Über die Kinetik bei älteren Patienten liegen keine besonderen Erkenntnisse vor.

Kinder

Bei Säuglingen und Kindern ist die Plasmaproteinbindung vermindert. Im Übrigen liegen über die Kinetik bei Kindern keine besonderen Erkenntnisse vor.

Präklinische Daten

Nierenschädigungen wurden in Tierversuchen beobachtet.

Mutagenes und kanzerogenes Potenzial: Acetylsalicylsäure bzw. die Säure von Lysin-Salicytat wurden in vitro und in vivo in zahlreichen präklinischen Studien untersucht. Die Gesamtheit der Befunde ergibt keine relevanten Verdachtsmomente für eine mutagene Wirkung. Langzeitstudien an Ratten und Mäusen haben ebenfalls kein kanzerogenes Potenzial für diesen Wirkstoff belegt. Bei mehreren Arten wurden teratogene Wirkungen festgestellt (z.B. Fehlbildungen an Herz und Skelett, Gastroschisis).

Des Weiteren liegen Berichte über Implantationsstörungen, fetotoxische Effekte sowie eine Beeinträchtigung der Lernfähigkeit bei den Nachkommen bei Einnahme von Salicylaten während der Trächtigkeit vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Nicht zutreffend.

Haltbarkeit

Nach dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum nicht mehr verwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C), vor Feuchtigkeit geschützt und in der Originalverpackung aufbewahren.

Medikamente ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Beutelinhalt in einem Glas Flüssigkeit (Wasser, Tee, Kaffee, Milch, Fruchtsaft) auflösen und trinken.

Das vollständig lösliche Aspégic hinterlässt weder im Glas noch im Mund ungelöste Partikel.

Vorzugsweise nach einer Mahlzeit einnehmen.

Zulassungsnummer

38133 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz ag), 1214 Vernier/GE.

Stand der Information

Dezember 2016.

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