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SOLMUCOL Gran 600 mg o sugar - PrimeCare Global

SOLMUCOL Gran 600 mg o sugar

Solmucol Granulat 600 mg 90 Beutel

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Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
3155915
EAN [GTIN]
7680479091636
ATC
R05CB01
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - R05CB01

Name Code EAN Price Original
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Description - SOLMUCOL Gran 600 mg o sugar

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Solmucol® 400, 600 Granulat

IBSA Institut Biochimique SA

AMZV

Was ist Solmucol und wann wird es angewendet?

Solmucol enthält den Wirkstoff Acetylcystein. Dieser Wirkstoff verflüssigt und löst den zähen, festsitzenden Schleim in den Luftwegen und fördert den Auswurf. Dadurch wird die Atmung erleichtert.Aus diesem Grund ist Solmucol zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, die mit festem und zähem Schleim einhergehen, indiziert.Solmucol 400/600 kann auf ärztliche Verschreibung als Langzeitbehandlung chronischer Bronchitis verwendet werden und bei allen Atemwegserkrankungen, die mit vermehrter Schleimproduktion einhergehen, wie Rachenschleimhaut-, Kehlkopfschleimhaut-, Luftröhren- und Nasennebenhöhlenentzündungen. Im Fall von Mukoviszidose, eine angeborene Krankheit bei der vermehrt Schleim in den Bronchien produziert wird, kann Solmucol unterstützend zur Therapie eingesetzt werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Wirkung von Solmucol wird durch reichliches Trinken gefördert.Da das Rauchen zu einer übermässigen Ansammlung von Bronchialschleim beiträgt, können Sie die Wirkung von Solmucol unterstützen, indem Sie auf das Rauchen verzichten.Für Diabetiker: Solmucol 400/600 kann von Diabetikern eingenommen werden, da es keine diabetogenen Süssstoffe enthält. Dennoch soll berücksichtigt werden, dass der gesamte Kaloriengehalt eines 400 mg Beutels 5 kcal/21 kJ, derjenige eines 600 mg Beutels 8 kcal/34 kJ entspricht.

Wann darf Solmucol nicht angewendet werden?

Solmucol darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der weiteren Inhaltsstoffe, bei Magen-Darmgeschwüren oder während der Stillzeit nicht angewendet werden.Solmucol darf nicht zusammen mit anderen hustenstillenden Mitteln eingenommen werden. Durch eine zu starke Unterdrückung des Hustenreflexes kann sonst der durch Solmucol verflüssigte Schleim nicht ausgehustet werden, was zu einem gefährlichen Sekretstau, mit der Gefahr einer Atemwegsinfektion und eines Bronchialkrampfes führen kann. Ihr Arzt, bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.Wegen seines hohen Wirkstoffsgehaltes darf Solmucol 400/600 nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren verwendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Solmucol Vorsicht geboten?

Wenn Sie schon einmal nach der Einnahme eines acetylcysteinhaltigen Arzneimittels (Wirkstoff von Solmucol) mit Hautausschlägen oder Atembeschwerden reagiert haben, sollten Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels unbedingt Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin informieren.Wenn Sie an Bronchialasthma leiden oder wenn bei Ihnen die Gefahr von Magendarmblutungen (z.B. latente Geschwüre, Varizen der Speiseröhre) besteht, sollten Sie Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin informieren.Die gleichzeitige Einnahme bestimmter Arzneimittel kann zur gegenseitigen Beeinflussung der Wirkungen führen. So kann die Wirkung gewisser Arzneimittel gegen die Verengung der Atemwege (Bronchodilatatoren), sowie der bei Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefässe verwendeten Arzneimittel (Nitroglycerin bei Angina pectoris) durch Solmucol verstärkt werden.Wenn Sie (auf Verschreibung des Arztes, bzw. der Ärztin) zusätzlich Antibiotika einnehmen müssen, sollten Sie zwischen der Einnahme dieser Antibiotika und Solmucol einen zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden einhalten.Ihr Arzt, bzw. Ärztin oder Apotheker, bzw. Apothekerin kann Ihnen Auskunft geben, welche Antibiotika betroffen sind.Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker, bzw. Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an andern Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Solmucol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nicht durchgeführt.Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt oder den Apotheker, bzw. die Ärztin oder die Apothekerin um Rat fragen.Informieren Sie Ihren Arzt, bzw. Ärztin, falls Sie während der Behandlung mit Solmucol schwanger werden sollten.Wenn Sie Solmucol während der Stillzeit zwingend einnehmen müssen, sollten Sie Ihr Kind vorsichtshalber nicht stillen.

Wie verwenden Sie Solmucol 400/600?

Wenn vom Arzt, bzw. der Ärztin nicht anders verordnet, sind die üblichen Dosierungen die folgenden:

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre

1× täglich 1 Beutel Granulat zu 400 mg oder1× täglich 1 Beutel Granulat zu 600 mg.

Mukoviszidose

Die oben angegebene Dosierung, jedoch bereits für Kinder ab 6 Jahren, 1mal täglich 1 Granulat zu 600 mg.Wegen der Schwere der Erkrankung kann der Arzt, bzw. die Ärztin, dem Patientenzustand entsprechend, eine unterschiedliche Dosierung verschreiben.

Anwendung

Lösen Sie den Beutelinhalt in einem Glas kaltem oder heissem Wasser auf und trinken Sie es sofort.Lösen Sie nicht andere Arzneimittel gleichzeitig mit Solmucol im Wasser auf, denn dadurch kann die Wirksamkeit sowohl von Solmucol als auch der anderen Arzneimittel beeinträchtigt oder aufgehoben werden.Beim Öffnen des Beutels wird ein leichter Schwefelgeruch wahrnehmbar, der für den Wirkstoff Acetylcystein typisch ist, dessen Wirkung jedoch keineswegs beeinflusst.Die Wirkung von Solmucol zeigt sich nach 2?3 Behandlungstagen.Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung.

Welche Nebenwirkungen kann Solmucol haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Solmucol auftreten:Magen-Darm-Störungen wie Erbrechen, Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Entzündungen der Mundschleimhaut, sowie Überempfindlichkeitsreaktionen, Nesselsucht, Kopfschmerzen und Fieber.Im Weiteren können beschleunigter Puls, tiefer Blutdruck und Ohrgeräusche, Sodbrennen, sowie Blutungen und Wasseransammlungen im Gesicht vorkommen.Bei dafür veranlagten Personen kann es zu allergischen Reaktionen der Haut (Hautausschlag und Juckreiz) und der Atmungsorgane (Atemschwierigkeiten, Bronchospasmen) kommen. In diesem Fall müssen Sie die Einnahme von Solmucol sofort abbrechen und unverzüglich Ihren Arzt, bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.Der Atem kann ? wahrscheinlich durch Abspalten von Schwefelwasserstoff aus dem Wirkstoff ? vorübergehend einen unangenehmen Geruch bekommen.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Solmucol soll ausser Kinderreichweite, bei Raumtemperatur (15?25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahrt werden.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.Falls Sie Arzneimittel haben, deren Verfalldatum abgelaufen ist, geben Sie diese bitte Ihrem Apotheker, bzw. Ihrer Apothekerin zurück.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Solmucol 400/600 enthalten?

Wirkstoff: Beutel zu 400 mg, bzw. 600 mg Acetylcystein.Hilfsstoffe: Xylitol, Saccharin, Orangenaroma sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

47909 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Solmucol 400/600? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Solmucol 400 Granulat: Packungen zu 30 und 90 Beuteln.Solmucol 600 Granulat: Packungen zu 90 Beuteln.

Zulassungsinhaberin

IBSA Institut Biochimique SA, 6903 Lugano.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2009 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
17789 / 21.03.2014

Description for the doctor

AMZV

Zusammensetzung

Wirkstoff: acetylcysteinum.

Hilfsstoffe:

Granulat: saccharinum natricum; aromatica (Orange); excipiens ad granulatum.

Brausetabletten: aromatica: saccharinum natricum et alia, excipiens pro compresso.

Diabetikerhinweis: 1 Brausetablette entspricht ca. 2,7 kcal (11,3 kJ).

Die Brausetabletten sind unter Berücksichtigung des Energiegehalts für Diabetiker geeignet.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Granulat zu 100 mg, 200 mg, 400 mg bzw. 600 mg Acetylcystein pro Beutel.

Brausetabletten zu 600 mg Acetylcystein.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Alle Atemwegserkrankungen, die zur vermehrten Bildung von zähem und viskösem Schleim führen, der nur ungenügend expektoriert werden kann, wie bei akuter und chronischer Bronchitis, Bronchialasthma, Sinusitis, Laryngitis, Tracheitis, Grippe, und (als Zusatzbehandlung) bei Mukoviszidose.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung bei akuten Erkrankungen

Granulat

Kinder von 1–2 Jahren: 3× täglich 50 mg Acetylcystein, d.h. 3× täglich ½ Beutel zu 100 mg.

Kinder von 2–12 Jahren: 3× täglich 100 mg Acetylcystein, d.h. 3× täglich 1 Beutel zu 100 mg.

Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: 600 mg Acetylcystein täglich.

Diese Tagesdosis kann auf 3 Einnahmen verteilt oder als Einzeldosis verabreicht werden (vorzugsweise abends), d.h. 3× täglich 1 Beutel zu 200 mg oder 1× täglich 1 Beutel zu 600 mg.

Den Inhalt eines Beutels in einem Glas kaltem oder heissem Wasser auflösen.

Es wird davon abgeraten, Solmucol gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln aufzulösen.

Brausetabletten

Jugendliche über 12 Jahre und Erwachsene: 600 mg täglich.

Die Brausetablette in einem Glas kaltem oder heissem Wasser auflösen.

Es wird davon abgeraten, Solmucol gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln aufzulösen.

Der leichte Schwefelgeruch, der beim Öffnen des Behälters entsteht, verflüchtigt sich schnell und hat keinen Einfluss auf die Wirkung des Präparates.

Wenn eine übermässige Schleimbildung, die z.B. durch Erkältungshusten gekennzeichnet ist, nach einer Behandlungsdauer von zwei Wochen nicht abnimmt, sollte die Diagnose von einem Arzt überprüft werden, um eine allfällige bösartige Erkrankung der Atemwege auszuschliessen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder

Bei Säuglingen und Kindern unter einem Jahr darf Solmucol Granulat nur unter ärztlicher Aufsicht (im Spital) verabreicht werden.

Bei Kindern von 1–2 Jahren darf Solmucol nur auf ärztliche Verordnung verabreicht werden.

Langzeitbehandlung

400–600 mg Acetylcystein täglich, verteilt auf mehrere Gaben, d.h. 2–3× täglich 1 Beutel zu 200 mg.

Die nötige Tagesdosis kann auch mit 1 Beutel zu 400 mg 1× täglich oder 1 Beutel zu 600 mg, bzw. 1 Brausetablette zu 600 mg 1× täglich verabreicht werden.

Die Behandlung sollte auf max. 3–6 Monate beschränkt werden.

Mukoviszidose

Kinder von 1–2 Jahren: 3× täglich 50 mg Acetylcystein, d.h. 3× täglich ½ Beutel zu 100 mg.

Kinder von 2–6 Jahren: 3× täglich 100 mg Acetylcystein, d.h. 3× täglich 1 Beutel zu 100 mg.

Erwachsene und Kinder über 6 Jahre: 600 mg Acetylcystein täglich.

Diese Tagesdosis kann auf 3 Einnahmen verteilt oder als Einzeldosis verabreicht werden (vorzugsweise abends), d.h. 3× täglich 1 Beutel zu 200 mg oder 1× täglich 1 Beutel zu 600 mg oder 1× täglich 1 Brausetablette zu 600 mg.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Acetylcystein oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung; aktives peptisches Ulkus.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Solmucol 600 Granulat und Solmucol 600 Brausetabletten dürfen wegen ihres hohen Wirkstoffgehalts bei Kindern unter 12 Jahren (Mukoviszidose unter 6 Jahren) nicht verwendet werden.

Die gleichzeitige Verwendung eines Antitussivums ist medizinisch nicht sinnvoll, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit einem Risiko für gastrointestinale Blutungen (z.B. bei latentem peptischem Ulkus oder Ösophagus-Varizen), da oral verabreichtes Acetylcystein Erbrechen auslösen kann.

Wegen des Risikos von Bronchospasmen ist des Weiteren bei Patienten mit Asthma bronchiale und hyperreaktivem Bronchialsystem Vorsicht geboten.

Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen oder eines Bronchospasmus ist das Präparat sofort abzusetzen, und gegebenenfalls sind geeignete Massnahmen zu ergreifen.

Die gleichzeitige Verabreichung eines Antitussivums ist medizinisch nicht sinnvoll, da die Hemmung des Hustenreflexes und der physiologischen Selbstreinigung der Atemwege zu einem Sekretstau mit dem Risiko eines Bronchospasmus und einer Atemwegsinfektion führen kann.

Hypertoniker, denen der Gebrauch von Salz absolut untersagt ist, müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass jede Brausetablette zu 600 mg Acetylcystein ca. 194 mg Natrium enthält (entspricht ca. 493 mg NaCl). In solchen Fällen ist der Gebrauch von Solmucol 600 Granulat oder Fertigsirup oder eines anderen salzfreien Acetylcystein-Präparates ratsam.

Interaktionen

Wegen der reaktiven SH-Gruppe des Acetylcysteins kann die Wirkung von Ampicillin, Tetrazyklinen, Makroliden, Cephalosporinen, Aminoglykosiden und Amphotericin B herabgesetzt werden, wenn Acetylcystein in direkten Kontakt mit diesen Substanzen gebracht wird (Lösungen für Infusionen usw.). Für Amoxicillin bestehen Hinweise, dass durch gleichzeitige Gabe von Acetylcystein dessen Gewebsspiegel erhöht werden. Bei gleichzeitiger oraler Verabreichung von Acetylcystein und diesen Antibiotika sollte deshalb ein zeitlicher Einnahmeabstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Glyceroltrinitrat kann dessen vasodilatatorische und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung verstärkt werden.

Gleichzeitige Verabreichung eines Antitussivums, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Daten bei einer begrenzten Anzahl von exponierten Schwangeren zeigten keine unerwünschten Wirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Föten oder Neugeborenen.

Erfahrungen aus epidemiologischen Studien sind nicht vorhanden.

Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung.

Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Stillzeit

Es liegen keine Studien vor, welche aufzeigen, ob Acetylcystein in die Muttermilch übergeht oder nicht. Wegen des ungeklärten Risikos unerwünschter Wirkungen auf den Säugling und unter Berücksichtigung des therapeutischen Nutzens für die Stillende sollten Mütter, bei denen Solmucol auch während der Stillzeit zwingend indiziert ist, vorsichtshalber abstillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine speziellen diesbezüglichen Untersuchungen vor.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen gelten für orale Präparate mit Acetylcystein und sind aus langjähriger Post-Marketing Erfahrung (nach der Markteinführung) bekannt geworden; die Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden.

Immunsystem: Überempfindlichkeitsreaktionen; anaphylaktischer Schock, anapylaktische/anaphylatoide Reaktionen.

Nervensystem: Kopfschmerzen.

Ohr und Innenohr: Tinnitus.

Herz: Tachykardie.

Gefässe: Hämorrhagie.

Atmungsorgane: Bronchospasmus, Dyspnoe.

Gastrointestinale Störungen: Erbrechen, Durchfall, Stomatitis, Bauchschmerzen, Übelkeit; Dyspepsie.

Haut: Urtikaria, Rash, Angioödem, Juckreiz.

Allgemeine Störungen: Fieber; Gesichtsödeme.

Untersuchungen: Hypotonie.

Bei prädisponierten Patienten kann eine Hypersensibilität in Form von Reaktionen der Haut und der Atmungsorgane auftreten und bei solchen mit hyperreaktivem Bronchialsystem bei Asthma bronchiale können Bronchospasmen auftreten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte daher unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Acetylcystein beendet werden. In den meisten dieser berichteten Fälle wurde mindestens ein weiterer Arzneistoff gleichzeitig eingenommen, durch den möglicherweise die beschriebenen mukokutanen Wirkungen verstärkt werden könnten.

Verschiedene Studien bestätigten eine Abnahme der Thrombozytenaggregation während der Anwendung von Acetylcystein. Die klinische Signifikanz dessen ist bisher unklar.

Die Ausatmungsluft kann – wahrscheinlich durch Abspaltung von Schwefelwasserstoff aus dem Wirkstoff – vorübergehend einen unangenehmen Geruch bekommen.

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R05CB01

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Solmucol enthält den Wirkstoff Acetylcystein, ein Cysteinderivat mit einer freien SH-Gruppe, das sowohl mukolytische als auch antioxidative Eigenschaften besitzt.

Die mukolytische Wirkung von Acetylcystein beruht auf der Eigenschaft der SH-Gruppe, die Disulfidbrücken der Mukoproteine des Schleimes zu spalten.

Die antioxidative Eigenschaft von Solmucol beruht darauf, dass elektrophile und oxidierende Verbindungen durch Acetylcystein direkt und über Glutathion indirekt inaktiviert werden.

Acetylcystein stellt mit Cystein einen essentiellen Vorläufer der Glutathion-Synthese zur Verfügung und trägt dadurch zur Erhöhung der endogenen Glutathion-Vorräte bei.

Klinische Wirksamkeit

Solmucol löst den zähen Schleim in den Luftwegen, was den Auswurf fördert und den Hustenreiz stillt; hierdurch wird die Atmung erleichtert.

Pharmakokinetik

Absorption

Oral verabreicht wird Acetylcystein schnell und vollständig absorbiert.

Im Organismus findet sich das Acetylcystein teils in freier Form, teils reversibel an Plasmaproteine über Disulfidbrücken gebunden. Aufgrund von ausgeprägten präsystemischen Metabolismen beträgt die Bioverfügbarkeit von freiem Acetylcystein nur etwa 10%.

Nach einer relativ hohen Dosierung von 30 mg Acetyl­cystein/kg Körpergewicht beträgt die maximale Plasmakonzentration des totalen Acetylcysteins (frei und gebunden) ca. 67 nmol/ml bei einer tmax von 0,75–1 Stunde. Die AUC (Fläche unter der Kurve) beträgt 163 nmol/ml × h, die Eliminationshalbwertzeit ca. 1,3 Stunden.

Freies Acetylcystein erreicht bei gleicher Dosierung eine maximale Plasmakonzentration von ca. 9 nmol/ml. Die AUC beträgt 12 nmol/ml × h, die Eliminationshalbwertzeit 0,46 Stunden.

Auch die Plasmakonzentration von freiem Cystein wird stark erhöht (AUC: 80 nmol/ml × h; Halbwertzeit ca. 0,81 Stunden).

Wichtige Pharmakokinetik-Parameter für die freie Form des Acetylcysteins nach oraler, bzw. intravenöser Gabe von 600 mg verhalten sich wie folgt:

Orale Gabe: maximale Plasmakonzentration, ca. 15 nmol/ml; Eliminations-Halbwertzeit, ca. 2,15 Stunden.

Intravenöse Gabe: maximale Plasmakonzentration, ca. 300 nmol/ml; Eliminations-Halbwertzeit, ca. 2,27 Stunden.

Die Auswirkungen von Nahrungsaufnahme auf die systemische Verfügbarkeit bei oraler Einnahme von Acetylcystein sind nicht untersucht.

Distribution

Acetylcystein verteilt sich überwiegend im wässrigen Milieu des Extrazellulärraumes. Es lokalisiert sich vor allem in der Leber, den Nieren, der Lunge sowie im Bronchialschleim.

Metabolismus

Die Metabolisierung setzt nach der Einnahme sofort ein: Acetylcystein wird in der Darmwand und bei der ersten Leberpassage zum ebenfalls aktiven L-Cystein deacetyliert und anschliessend zu inaktiven Verbindungen metabolisiert.

Elimination

Etwa 30% der verabreichten Dosis werden direkt durch die Nieren ausgeschieden. Die Hauptmetaboliten sind Cystin und Cystein. Ausserdem werden kleine Mengen an Taurin und Sulfaten ausgeschieden.

Über die Ausscheidung des nicht-renal eliminierten Anteils liegen bisher keine Untersuchungen vor.

Präklinische Daten

Mutagene Wirkungen von Acetylcystein sind nicht zu erwarten.

Ein Test an bakteriellen Organismen verlief negativ. Untersuchungen auf ein tumorerzeugendes Potential von Acetylcystein wurden nicht durchgeführt.

Embryotoxizitätsstudien wurden bei trächtigen Kaninchen und Ratten mittels oraler Gabe von Acetylcystein während der Organogenese-Periode durchgeführt. Bei keiner der beiden experimentellen Studien wurden missgebildete Föten beobachtet.

Fertilitäts-, peri- und postnatale Studien wurden mit oral appliziertem Acetylcystein bei der Ratte durchgeführt. Die Ergebnisse aus diesen Studien zeigten, dass Acetylcystein zu keiner Beeinträchtigung der Gonadenfunktion, der Fertilitätsrate, der Geburt, des Säugens oder der Entwicklung der neugeborenen Tiere führt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Acetylcystein ist mit den meisten Metallen inkompatibel und wird von oxidierenden Substanzen inaktiviert.

Haltbarkeit

Nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum verwenden.

Besondere Lagerungshinweise

Das Granulat bei Raumtemperatur (15–25 °C), vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Brausetabletten bei 15-30 °C, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

47909, 58066 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

IBSA Institut Biochimique SA, CH-6903 Lugano.

Stand der Information

Juni 2016.

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