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VIFEROL D3 drinking solution 100000 IU/ml - PrimeCare Global

VIFEROL D3 drinking solution 100000 IU/ml

Viferol D3 Trink Lös 100000 IE/ml Amp

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Inhaltsverzeichnis...
Manufacturer
Product code
7740509
EAN [GTIN]
7680652530020
ATC
A11CC05
SwissMedic category
B
Origin country
CH

Analogues of the product based on the Anatomical Therapeutic Chemical (ATC) Classification - A11CC05

Name Code EAN Price Original
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Description - VIFEROL D3 drinking solution 100000 IU/ml

Swissmedic-genehmigte Patienteninformation

Viferol D3 100'000

OM Pharma Suisse SA

Was ist Viferol D3 100'000 und wann wird es angewendet?

Viferol D3 100'000 ist ein Vitaminprodukt und enthält Cholecalciferol, welches dem Vitamin D3 entspricht.Viferol D3 100'000 wird als Einzeldosis zur Anfangstherapie des Vitamin D-Mangels angewendet.Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Viferol D3 100'000 nicht eingenommen werden?

Viferol D3 100'000 darf nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie überempfindlich gegenüber Cholecalciferol oder einem der Hilfsstoffe von Viferol D3 100'000 sind,wenn Sie schwanger sind,wenn Sie an schwerem Nierenversagen leiden,wenn Sie an Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) leiden und/oderwenn Sie an Hyperkalzurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Urin) leiden,wenn Sie an Pseudohypoparathyreoidismus (Störung des Nebenschilddrüsenhormon-Metabolismus) leiden, da der Bedarf an Vitamin D in Phasen normaler Vitamin D-Empfindlichkeit reduziert sein kann. In diesem Fall besteht die Gefahr einer langanhaltenden Überdosierung. Hierzu stehen andere Vitamin D-Derivate zur Verfügung, welche leichter einzustellen sind.wenn Sie eine Veranlagung zur Bildung von kalziumhaltigen Nierensteinen haben,wenn Sie eine Hypervitaminose D aufweisen.

Wann ist bei der Einnahme von Viferol D3 100'000 Vorsicht geboten?

Wenden Sie Viferol D3 100'000 mit Vorsicht an:

  • wenn Sie Störungen der Kalzium- und Phosphatausscheidung im Urin aufweisen,wenn Sie derzeit mit Benzothiadiazin-Derivaten (zur Förderung der Harnausscheidung) behandelt werden,bei immobilisierten Patienten, da das Risiko einer Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) und/oder Hyperkalzurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Urin) besteht,wenn Sie an Sarkoidose leiden aufgrund eines erhöhten Risikos der Umwandlung von Vitamin D in seine aktive Form. In diesem Fall sollten Kalzämie und Kalzurie überwacht werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und einer Behandlung mit Viferol D3 100'000 sollte der Kalzium- und Phosphathaushalt überwacht werden.Wenn andere Vitamin D-haltige Arzneimittel verschrieben werden, muss die Vitamin D-Dosis des Viferol D3 100'000 berücksichtigt werden. Die zusätzliche Gabe von Vitamin D oder Kalzium sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. In solchen Fällen müssen die Kalziumspiegel in Blut und Urin überwacht werden. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten, welche gleichzeitig mit Herzglykosiden (zur Förderung der Herzfunktion) oder mit Diuretika (zur Förderung der Harnausscheidung) behandelt werden.Bei Kindern und Jugendlichen wurde Viferol D3 100'000 nicht untersucht und sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,Allergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich eingenommen haben, inkl. rezeptfreie Arzneimittel.Die gleichzeitige Anwendung von Phenytoin (zur Behandlung der Epilepsie) oder von Barbituraten (zur Behandlung der Epilepsie und von Schlafstörungen sowie zur Narkose) kann die Wirkung von Vitamin D reduzieren.Thiazid-Diuretika (z.B. Benzothiadiazin-Derivate) sind Arzneimittel, die die Harnausscheidung fördern und die durch eine reduzierte Kalziumausscheidung über die Niere zu einer Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) führen können. Die Kalziumspiegel in Blut und Urin sollten daher während einer Dauertherapie überwacht werden.Die gleichzeitige Gabe von Glukokortikoiden (zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen) kann die Wirkung von Vitamin D reduzieren.Das Risiko unerwünschter Wirkungen kann während einer Vitamin D-Therapie bei Patienten, welche gleichzeitig Herzglykoside (zur Förderung der Herzfunktion) einnehmen, aufgrund erhöhter Kalziumblutspiegel erhöht sein (Risiko von Herzrhythmusstörungen). In diesem Fall sollten EKG und Kalzium- sowie Phosphatspiegel in Blut und Urin überwacht werden.Beachten Sie bitte, dass diese Vorsichtsmassnahmen auch für Arzneimittel gelten, die Sie kürzlich eingenommen haben.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen erforderlich.

Darf Viferol D3 100'000 während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Fragen Sie vor jeder Einnahme eines Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin um Rat.Viferol D3 100'000 darf schwangeren Frauen nicht verabreicht werden. Eine Überdosierung von Vitamin D muss während der Schwangerschaft vermieden werden, da eine langanhaltende Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) zu einer körperlichen und geistigen Behinderung sowie zu einer angeborenen Herz- und Augenerkrankung des Kindes führen kann.Vitamin D und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Die Anwendung von Viferol D3 100'000 in der Stillzeit wird deshalb nicht empfohlen. Während dieser Zeit sollten niedriger dosierte Vitamin D-Präparate angewendet werden.

Wie verwenden Sie Viferol D3 100'000?

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.Erwachsene: Viferol D3 100'000 wird als Einzeldosis zu 100'000 IE eingenommen.Die Anwendung und Sicherheit von Viferol D3 100'000 bei Kindern und Jugendlichen sind bisher nicht geprüft worden.

Art der Anwendung

Die Lösung wird entsprechend der Dosierungsanweisung eingenommen.Erwachsene können Viferol D3 100'000 mit einem Esslöffel Flüssigkeit einnehmen.

Bei einer Überdosierung von Viferol D3 100'000Symptome einer Überdosierung

Eine Überdosierung führt zu einem Anstieg des Phosphats in Blut und Urin sowie zu einer Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut), welche zu Kalziumablagerungen in den Geweben, vor allem in der Niere (Nierensteine und Nierenverkalkung) und in den Gefässen, führen kann.Symptome einer Intoxikation sind wenig spezifisch und können sich wie folgt äussern: Übelkeit, Erbrechen, anfangs Durchfall und später Verstopfung, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Azotämie (erhöhte Stickstoffkonzentration im Blut), starker Durst und Harndrang sowie im Endstadium Dehydratation. Laborbefunde weisen auf eine Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut), Hyperkalzurie (erhöhte Kalziumkonzentration im Urin) sowie auf erhöhte Blutspiegel von 25-Hydroxycholecalciferol hin.

Therapiemassnahmen bei einer Überdosierung

Bei einer Überdosierung sind Massnahmen zur Behandlung der Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) erforderlich, welche langanhaltend und unter gewissen Umständen lebensbedrohlich sein kann.Als erste Massnahme ist die Therapie mit dem Vitamin D-Präparat zu unterbrechen; eine Normalisierung der Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) infolge einer Vitamin D-Intoxikation dauert mehrere Wochen.Je nach Schweregrad der Hyperkalzämie (erhöhte Kalziumkonzentration im Blut) sind eine kalziumarme bzw. kalziumfreie Ernährung, eine reichliche Flüssigkeitszufuhr, eine Erhöhung der Harnausscheidung mittels eines Diuretikums wie Furosemid sowie die Gabe eines Glukokortikoids (zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen) und von Calcitonin (Hormon zur Regulierung der Kalziumkonzentration im Blut) empfohlen.Bei ausreichender Nierenfunktion kann der Kalziumspiegel, unter fortlaufender Kontrolle von Kalzium und EKG, durch Infusionen mit isotonischer Kochsalz-Lösung (3-6 Liter pro 24 Stunden) zusammen mit Furosemid reduziert werden, ggf. auch durch Natrium-EDTA in einer Dosierung von 15 mg/kg Körpergewicht/Stunde. Im Falle einer reduzierten Harnausscheidung ist hingegen eine Hämodialyse erforderlich.Es gibt kein spezifisches Antidot.Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über die Symptome einer Überdosierung von Vitamin D.

Wenn Sie die Einnahme von Viferol D3 100'000 vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Dosis zu kompensieren.

Wenn Sie die Einnahme von Viferol D3 100'000 abbrechen

Wenn Sie die Therapie vorzeitig abbrechen, können sich Ihre Beschwerden wieder verschlechtern oder sie können erneut auftreten. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer Ärztin.Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Viferol D3 100?000 haben?

Wie alle Arzneimittel kann Viferol D3 100'000 unerwünschte Wirkungen hervorrufen, auch wenn diese nicht bei allen Personen auftreten.

Mögliche unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen entstehen als Folge einer Überdosierung.Je nach Dosierung und Therapiedauer kann eine schwere und langanhaltende Hyperkalzämie mit ihren schwerwiegenden (Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Erbrechen, psychische Symptome, mentale Störungen) und chronischen Folgen (vermehrter Harndrang, erhöhter Durst, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nierensteinbildung, Nierenverkalkung, Weichgewebeverkalkung) auftreten. Ein tödlicher Verlauf wurde in sehr seltenen Fällen beschrieben (siehe unter «Wie verwenden Sie Viferol D3 100'000?», Absatz Überdosierung).Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) vor Licht geschützt in der Originalverpackung lagern.Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin, wie Sie nicht mehr benötigte Arzneimittel am besten entsorgen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Was ist in Viferol D3 100'000 enthalten?

1 ml (1 Ampulle) Lösung zum Einnehmen enthält als Wirkstoff 2,5 mg Cholecalciferol entsprechend 100'000 IE Vitamin D, sowie als Hilfsstoffe Tocopherolacetat (E306), Polyglycerololeat (E475), raffiniertes Olivenöl und als Aroma Süssorangenschalenöl.

Zulassungsnummer

65253 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Viferol D3 100'000? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.Viferol D3 100'000 ist in Packungen zu 1 Ampulle erhältlich.

Zulassungsinhaberin

OM Pharma Suisse AG, Villars-sur-Glâne

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

29161 / 22.12.2021

Description for the doctor

Zusammensetzung

Wirkstoff: Cholecalciferol.

Hilfsstoffe: Tocopherolacetat (E306), Polyglycerololeat (E475), raffiniertes Olivenöl, Aromatica: Süssorangenschalenöl.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lösung zum Einnehmen.

Klare, leicht gelbliche, ölige Lösung mit Orangenaroma.

Viferol D3 100'000: 1 ml Lösung (1 Ampulle) enthält 2,5 mg Cholecalciferol entsprechend 100'000 IE Vitamin D3.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Anfangstherapie des schweren Vitamin D-Mangels (Serumkonzentration von 25-Hydroxycholecalciferol <25 nmol/l bzw. <10 ng/ml).

Dosierung/Anwendung

1 Ampulle (100'000 IE) als Einzeldosis

Viferol D3 100'000 ist ausschliesslich zur Anfangstherapie des schweren Vitamin D-Mangels indiziert, um den Vitamin D-Spiegel rasch auf den physiologischen Wert anzuheben, und darf nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Nach der Anfangstherapie mit Viferol D3 100'000 muss eine Erhaltungstherapie eingeleitet werden. Dazu sollten geeignete, niedriger dosierte Präparate auf Vitamin D-Basis angewendet werden. Die Wahl der geeigneten Dosierung (die auch vom Alter des Patienten abhängt) sollte sich auf die entsprechenden Therapie-Richtlinien stützen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder/Jugendliche: Bei Kindern und Jugendlichen wurde Viferol D3 100'000 nicht untersucht und sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Ältere Patienten: Eine Dosisanpassung der Anfangstherapie ist nicht erforderlich.

Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Bei Patienten mit moderater Niereninsuffizienz sollten hingegen die Kalzium- und Phosphatspiegel nach Gabe von Viferol D3 100'000 überwacht werden (insbesondere während der anschliessenden Erhaltungstherapie).

Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz darf Viferol D3 100'000 nicht angewendet werden (siehe «Kontraindikationen»).

Leberinsuffizienz: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Art der Anwendung

Die Lösung kann mit einem Esslöffel verabreicht werden.

Kontraindikationen

  • Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie
  • Nephrolithiasis
  • Schwere Niereninsuffizienz
  • Pseudohypoparathyreoidismus
  • Hypervitaminose D
  • Schwangerschaft
  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Hinsichtlich der für die Erhaltungstherapie mit einem niedriger dosierten Vitamin D-Präparat geltenden Vorsichtsmassnahmen ist die Fachinformation des jeweiligen Produktes zu berücksichtigen.

Nach der Anwendung von Viferol D3 100'000, insbesondere während der anschliessenden Erhaltungstherapie, sollten die Kalziumspiegel in Serum und Urin sowie die Nierenfunktion überwacht werden. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten, Patienten mit Niereinsuffizienz sowie bei gleichzeitiger Therapie mit Herzglykosiden oder Diuretika.

Bei Patienten mit Pseudohypoparathyreoidismus darf Viferol D3 100'000 nicht angewendet werden, da der Bedarf an Vitamin D in Phasen normaler Vitamin D-Empfindlichkeit reduziert sein kann. In diesem Fall besteht die Gefahr einer langanhaltenden Überdosierung. Hierzu stehen andere Vitamin D-Derivate zur Verfügung, welche leichter einzustellen sind.

Bei Patienten mit Störungen der Kalzium- und Phosphatausscheidung im Urin, bei Patienten unter Benzothiadiazin-Therapie und bei immobilisierten Patienten sollte Viferol D3 100'000 mit Vorsicht angewendet werden (Risiko einer Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie). Bei diesen Patienten sollten die Kalziumspiegel in Blut und Urin überwacht werden.

Bei Patienten mit Sarkoidose sollte Viferol D3 100'000 aufgrund eines erhöhten Risikos der Umwandlung von Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten mit Vorsicht verschrieben werden. Bei diesen Patienten sollten die Kalzämie und Kalzurie überwacht werden.

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz und einer Therapie mit Viferol D3 100'000 sollte der Kalzium- und Phosphathaushalt überwacht werden.

Bei Kindern und Jugendlichen wurde Viferol D3 100'000 nicht untersucht und sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Patienten unter Dauertherapie mit höheren Vitamin D-Dosen sollten auf die Symptome einer möglichen Überdosierung hingewiesen werden (Übelkeit, Erbrechen, anfangs Durchfall später Obstipation, Anorexie, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Azotämie, Polydipsie und Polyurie).

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen

Die gleichzeitige Therapie mit Ionenaustauschharzen wie Cholestyramin oder mit Laxativa wie Paraffinöl kann die gastrointestinale Absorption von Vitamin D reduzieren.

Zytotoxische Wirkstoffe wie Actinomycin sowie Imidazol-Antimykotika beeinträchtigen die Wirkung von Vitamin D durch Hemmung der Umwandlung von 25-Hydroxy-Vitamin D zu 1,25-Dihydroxy-Vitamin D durch das renale Enzym 25-Hydroxy-Vitamin D-1-Hydroxylase.

Pharmakodynamische Interaktionen

Im Fall einer Therapie mit Thiazid-Diuretika wird aufgrund der Reduktion der renalen Kalziumausscheidung eine regelmässige Überwachung der Kalziumspiegel in Blut und Urin empfohlen.

Eine gleichzeitige Therapie mit Phenytoin oder Barbituraten kann die Wirkung von Vitamin D reduzieren.

Die gleichzeitige Gabe von Glukokortikoiden kann die Wirkung von Vitamin D reduzieren.

Eine Hyperkalzämie kann die Toxizität von Herzglykosiden während der Therapie mit Vitamin D erhöhen (Risiko von Herzrhythmusstörungen). Bei diesen Patienten sollten EKG und Kalzium- sowie Phosphatspiegel in Blut und Urin überwacht werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Viferol D3 100'000 ist während der Schwangerschaft kontraindiziert. Eine Überdosierung von Vitamin D muss während der Schwangerschaft vermieden werden, da eine langanhaltende Hyperkalzämie zu einer körperlichen und geistigen Retardierung, supravalvulären Aortenstenose und Retinopathie des Kindes führen kann.

Stillzeit

Vitamin D und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Die Anwendung von Viferol D3 100'000 in der Stillzeit wird deshalb nicht empfohlen. Während dieser Zeit sollten niedriger dosierte Vitamin D-Präparate angewendet werden.

Fertilität

In reproduktionstoxikologischen Studien mit Cholecalciferol wurde keine Wirkung auf die Fertilität beobachtet. Das potentielle Nutzen-Risiko-Verhältnis für den Menschen ist nicht bekannt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Einen Einfluss von Vitamin D3 auf die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen ist jedoch nicht zu erwarten.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen entstehen generell als Folge einer Überdosierung (siehe «Überdosierung»).

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Cholecalciferol (Vitamin D3) weist eine geringe therapeutische Breite auf. Nach der Gabe einer Einzeldosis von Viferol D3 100'000 ist das Risiko einer Überdosierung jedoch gering. In der Fachliteratur wird die Gabe von Einzeldosen von bis zu 600'000 IE Vitamin D3 beschrieben, ohne dass entsprechende unerwünschte Wirkungen festgestellt wurden. Die folgenden Angaben beziehen sich daher in erster Linie auf die anschliessende Erhaltungstherapie (siehe auch Fachinformation der für eine Dauertherapie zugelassenen Vitamin D-Präparate).

Symptome einer Überdosierung

Bei einer Überdosierung kommt es zu einem Anstieg des Phosphats in Blut und Urin sowie zu einer Hyperkalzämie, welche zu Kalziumablagerungen in den Geweben, vor allem in der Niere (Nephrolithiasis, Nephrokalzinose) und in den Gefässen, führen kann. Symptome einer Intoxikation sind wenig spezifisch und können sich wie folgt äussern: Übelkeit, Erbrechen, anfangs Durchfall und später Obstipation, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Azotämie, Polydipsie und Polyurie sowie im Endstadium Dehydratation. Laborbefunde weisen auf eine Hyperkalzämie, Hyperkalzurie sowie erhöhte Blutspiegel von 25-Hydroxycholecalciferol hin.

Therapie der Überdosierung

Es gibt kein spezifisches Antidot. Bei einer Überdosierung sind Massnahmen zur Therapie der Hyperkalzämie erforderlich, welche langanhaltend und unter gewissen Umständen lebensbedrohlich sein kann. Als erste Massnahme ist die Therapie mit dem Vitamin D-Präparat zu unterbrechen; eine Normalisierung der Hyperkalzämie infolge einer Vitamin D-Intoxikation dauert mehrere Wochen. Je nach Schweregrad der Hyperkalzämie sind eine kalziumarme bzw. kalziumfreie Ernährung, eine reichliche Flüssigkeitszufuhr, eine Erhöhung der Harnausscheidung mittels eines Diuretikums wie Furosemid sowie die Gabe eines Glukokortikoids und von Calcitonin empfohlen. Bei ausreichender Nierenfunktion kann der Kalziumspiegel, unter fortlaufender Kontrolle von Kalzium und EKG, durch Infusionen mit isotonischer NaCl-Lösung (3-6 Liter pro 24 Stunden) zusammen mit Furosemid reduziert werden, ggf. auch durch Natrium-EDTA in einer Dosierung von 15 mg/kg Körpergewicht/Stunde. Im Falle einer Oligo-Anurie ist hingegen eine Hämodialyse erforderlich.

Bei Symptomen einer chronischen Vitamin D-Überdosierung können eine erzwungene Diurese und die Gabe von Glukokortikoiden oder Calcitonin erforderlich sein.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A11CC05

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamin D, Cholecalciferol

Wirkungsmechanismus

Vitamin D ist eine natürliche, im menschlichen Körper vorkommende Substanz. In der Haut wird 7-Dehydrocholesterol unter Einwirkung von UV-Strahlen in Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt. Vitamin D3 wird auch in geringerem Masse mit der Nahrung aufgenommen (Leber, Eigelb, Avocado, Milch und Milchprodukte). Cholecalciferol wird in zwei Hydroxylierungsschritten in Leber und Niere in seine biologisch aktive Form (1,25-Dihydroxycholecalciferol oder Calcitriol) umgewandelt. 1,25-Dihydroxycholecalciferol beeinflusst zusammen mit Parathormon und Calcitonin wesentlich die Regulierung des Kalzium- und Phosphatmetabolismus. Es fördert hauptsächlich die aktive Absorption von Kalzium im Darm.

Der Bedarf an Vitamin D liegt bei Erwachsenen je nach Lebensalter zwischen 400 und 800 IE pro Tag. Gesunde Erwachsene können ihren Bedarf bei ausreichender Sonnenexposition durch Eigensynthese von Vitamin D decken. Bei einem Mangel an Vitamin D kommt es beim Erwachsenen zur Knochenentkalkung (Osteomalazie). Ursache für einen Vitamin D-Mangel beim Erwachsenen können eine ungenügende Zufuhr mit der Nahrung, ungenügende UV-Exposition, Malabsorption und Maldigestion, Leberzirrhose sowie Niereninsuffizienz sein. Da durch die Gabe von Viferol D3 100'000 die physiologische Hemmung der kutanen Vitamin D3-Synthese umgangen wird, sind Überdosierungen und Intoxikationen möglich.

Klinische Wirksamkeit

Wirksamkeit und Sicherheit von Viferol D3 100'000 wurden im Rahmen einer randomisierten Studie an 150 Patienten mit nachgewiesenem Vitamin D-Mangel (25-Hydroxyvitamin D-Spiegel zwischen 5 ng/ml und 20 ng/ml) untersucht. Die Veränderung der Serumkonzentration von 25-Hydroxycholecalciferol zwischen Beginn und Ende der Studie stellte den primären Endpunkt dar. 50 Patienten erhielten eine Anfangsdosis von 100'000 IE (gefolgt von einer Dosis von 50'000 IE nach 4 und 8 Wochen). In dieser Gruppe wurde eine durchschnittliche Erhöhung der 25-Hydroxycholecalciferol-Konzentration von 13,3 ng/ml beobachtet. Zwölf Wochen nach Einnahme der Anfangsdosis hatten 24% der Patienten einen physiologischen Vitamin D-Spiegel erreicht (d.h. ≥30 ng/ml bzw. 75 nmol/l). Eine zweite Gruppe ebenfalls bestehend aus 50 Patienten erhielt eine Anfangsdosis von 200'000 IE (gefolgt von einer Dosis von 100'000 IE nach 4 und 8 Wochen). In dieser Gruppe wurde eine durchschnittliche Erhöhung der 25-Hydroxycholecalciferol-Konzentration von 20,1 ng/ml beobachtet und 64% der Patienten wiesen 12 Wochen nach Einnahme der Anfangsdosis einen physiologischen Vitamin D-Spiegel auf. Der höchste gemessene Vitamin D3-Spiegel bei dieser Dosierung lag bei 60 ng/ml (bzw. 150 nmol/l). Wie bei einer Anfangsdosis von 100'000 IE fanden sich auch unter der höheren Dosis keine Fälle einer Hyperkalzämie, und die unerwünschten Wirkungen liessen insgesamt keine Dosisabhängigkeit erkennen.

Pharmakokinetik

Absorption

Vitamin D wird aus der Nahrung fast vollständig zusammen mit den Lipiden absorbiert. Höhere Dosen werden in einem Verhältnis von ca. 2:3 absorbiert. Nach Einnahme hoher Vitamin D-Dosen können die 25-Hydroxyvitamin D-Konzentrationen im Blut über Monate erhöht sein.

Distribution

Cholecalciferol und seine hydroxylierten Metaboliten sind hauptsächlich an ein spezifisches Alpha-Globulin gebunden (vitamin D-binding protein). Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert.

Vitamin D und seine Metaboliten treten in die Muttermilch über.

Metabolismus

Vitamin D3 wird zunächst in der Leber durch Hydroxylierung zu 25-Hydroxycholecalciferol und anschliessend in den Nieren (durch eine weitere Hydroxylierung an Position 1) zu seinem aktiven Metaboliten (1,25-Dihydroxycholecalciferol) umgewandelt.

Elimination

Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich als inaktive Glucuronide mit den Faeces aber auch zu einem geringeren Anteil mit dem Urin. Die Halbwertszeit von Vitamin D im Fettgewebe beträgt ca. 2 Monate. Im Plasma weisen 1,25-Dihydroxycholecalciferol eine Halbwertszeit von 10-20 Stunden und der Metabolit 25-Hydroxycholecalciferol von 15 Tagen auf.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Zum pharmakokinetischen Profil von Viferol D3 100'000 bei pädiatrischen oder geriatrischen Patienten sowie bei Nieren- oder Leberinsuffizienz liegen keine Daten vor.

Präklinische Daten

Es gibt keine weiteren spezifischen toxikologischen Risiken für den Menschen als diejenigen, welche unter «Schwangerschaft/Stillzeit» und «Überdosierung» aufgeführt sind.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Vor Licht geschützt in der Originalverpackung aufbewahren.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

65253 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

OM Pharma Suisse AG, Villars-sur-Glâne

Stand der Information

Januar 2015.

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