TRIOFAN Allergie Lutschtabl
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Description - TRIOFAN Allergie Lutschtabl
Swissmedic-genehmigte Patienteninformation
Triofan® Allergie, Lutschtabletten
Was ist Triofan Allergie und wann wird es angewendet?
Triofan Allergie Lutschtabletten sind bei der Basisbehandlung von allergischen Erkrankungen wirksam. Sie blockieren die Wirkung von Histamin, das bei allergischen Reaktionen im Körper freigesetzt wird.Triofan Allergie wird bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren zur Behandlung von allergischen Erkrankungen, wie Heuschnupfen, allergischem Schnupfen und allergischer Bindehautentzündung sowie chronischer Nesselsucht (die oft mit Juckreiz einhergeht) eingesetzt.Die Behandlungsdauer für Kinder mit allergischem Schnupfen darf 4 Wochen nicht überschreiten.
Wann darf Triofan Allergie nicht angewendet werden?
Patienten oder Patientinnen, die gegen den Wirkstoff, anderen damit verwandten Substanzen oder einem sonstigen Bestandteil von Triofan Allergie überempfindlich sind, dürfen dieses Arzneimittel nicht anwenden.Stillende Frauen sollten Triofan Allergie nicht anwenden. Schwangere Frauen sollten Triofan Allergie nur auf ärztliche Verordnung einnehmen.Patienten oder Patientinnen mit einer Nierenkrankheit im Endstadium (glomeruläre Filtrationsrate [GFR] weniger als 15 ml/min) dürfen Triofan Allergie nicht einnehmen.
Wann ist bei der Einnahme von Triofan Allergie Vorsicht geboten?
Kinder unter 6 Jahren sollten nicht mit Triofan Allergie behandelt werden.Eine gleichzeitige Einnahme von Triofan Allergie mit Theophyllin (ein Wirkstoff zur Behandlung von Atemnotzuständen) sollte nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin erfolgen.Triofan Allergie und Präparate, welche Glipizid enthalten (ein Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit) sollten nicht zusammen eingenommen werden. Es wird empfohlen, morgens die Glipizid-Medikation und abends Triofan Allergie einzunehmen.Bei Epileptikern sollte Triofan Allergie mit Vorsicht angewendet werden, da es möglicherweise Krampfanfälle auslösen könnte.Bei der gleichzeitigen Anwendung von Triofan Allergie mit Beruhigungs- oder Schmerzmitteln ist Vorsicht geboten.Während einer Behandlung mit Triofan Allergie ist es ratsam, auf Alkohol zu verzichten.Beim Lenken eines Motorfahrzeuges oder im Umgang mit Maschinen ist Vorsicht geboten, da die Einnahme von Triofan Allergie schläfrig machen kann.Wenn bei Ihnen ein Allergietest durchgeführt werden soll, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Sie die Einnahme von Triofan Allergie für einige Tage vor dem Test unterbrechen sollen, da dieses Arzneimittel das Ergebnis eines Allergietests beeinflussen könnte.Bei Patienten mit Neigung zu Harnretention (wie z.B. Rückenmarksverletzung, Prostatavergrösserung) kann Triofan Allergie das Risiko einer Harnretention erhöhen.Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Lutschtablette, d. es ist nahezu «natriumfrei»Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie
- an anderen Krankheiten leidenAllergien haben oderandere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Darf Triofan Allergie während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
In Tierversuchen sind keine unerwünschten Wirkungen festgestellt worden. Dennoch sollte Triofan Allergie ? wie andere Arzneimittel ? während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Sollten Sie Triofan Allergie während der Schwangerschaft versehentlich eingenommen haben, ist keine schädigende Wirkung für das ungeborene Kind zu erwarten. Dennoch sollte die Behandlung sofort gestoppt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten.Während der Stillzeit darf Triofan Allergie nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.
Wie verwenden Sie Triofan Allergie?
Für Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren beträgt die übliche Dosierung 1 Mal täglich 1 Lutschtablette.Bei Kindern von 6 bis 12 Jahren kann die Dosierung auf 2 Einnahmen (je eine halbe Lutschtablette morgens und abends) verteilt werden.Falls sich leichte Nebenerscheinungen (Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Störungen) einstellen, welche sich nicht von alleine zurückbilden, ist es auch bei Erwachsenen ratsam, je eine halbe Lutschtablette morgens und abends zu nehmen.Die Einnahme von Triofan Allergie kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden und wird vom Arzt oder Ärztin bestimmt.
Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Nierenschwäche:
Patienten oder Patientinnen mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) erhalten gegebenenfalls eine geringere Dosis, die sich nach dem Schweregrad der Nierenerkrankung richtet und vom behandelnden Arzt oder von der behandelnden Ärztin festgelegt wird.Sollten Sie eine Einnahme von Triofan Allergie vergessen, setzen Sie die Behandlung einfach fort. Nehmen Sie bitte keine doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme nachzuholen.Im Falle einer Überdosierung sollten Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Ärztin wenden.Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.
Welche Nebenwirkungen kann Triofan Allergie haben?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Triofan Allergie auftreten:
Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)
Eine leichte Müdigkeit, Fälle von leichten Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Übelkeit können auftreten.
Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1'000 Behandelten)
Magen-Darm-Störungen (z.B. Durchfall, Bauchschmerzen), Unwohlsein, Juckreiz, Hautausschlag, Erregung, Sensibilitätsstörungen der Haut, Schnupfen, Rachenentzündung, Schwächegefühl.
Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Behandelten)
Überempfindlichkeitsreaktionen, Krampfanfälle, Kreislaufstillstand, Leberschäden, Nesselfieber, Herzjagen, Ödeme (Gewebsschwellungen), Gewichtszunahme, Verwirrung, Halluzinationen (Sinnestäuschungen), Schlaflosigkeit, Aggressivität, extreme Ermüdung, Depression.
Sehr selten (betrifft weniger als einen von 10'000 Behandelten)
Bewegungsstörungen, Zittern, nervöse Muskelzuckungen (Tics), Reaktionen infolge Überempfindlichkeit auf Licht, allergischer Schock, Störungen beim Wasserlassen (abnorme Harnausscheidung), Sehstörungen und nicht kontrollierbare kreisförmige Augenbewegungen, Thrombozytopenie (verminderte Zahl der Blutplättchen), Dysgeusie (Geschmackstörung), Synkope (Bewusstseinsverlust).
Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Gedächtnisverlust (Amnesie), Gedächtnisstörungen, gestörte Konzentration, Schwindel (Dreh- oder Schwankgefühl), Harnverhalten, vermehrter Appetit, Selbstmordgedanken, Albträume, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, akuter Hautausschlag auf dem ganzen Körper begleitet von Pusteln und Leberentzündung, Entzündung der Blutgefässe, Hörverlust.Zu Beginn der Behandlung kann leichte Müdigkeit auftreten.Fälle von Juckreiz und/oder Nesselfieber nach dem Absetzen von Cetirizin wurden mitgeteilt. Beenden Sie die Einnahme von Triofan Allergie beim Auftreten einer dieser Nebenwirkungen und informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber.Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Was ist ferner zu beachten?
Haltbarkeit
Dieses Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.Den Behälter in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Weitere Hinweise
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Was ist in Triofan Allergie enthalten?
1 Lutschtablette enthält:
Wirkstoffe
10 mg Cetirizin-Dihydrochlorid.
Hilfsstoffe
Betadex, mikrokristalline Cellulose, Natriumdihydrogencitrat, Natriumcyclamat, Apfelaroma, Cellulosepulver, Povidon K-25, Magnesiumstearat.
Zulassungsnummer
57067 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Triofan Allergie? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.Packungen zu 7 Lutschtabletten (teilbar).Packungen zu 28 Lutschtabletten (teilbar).
Zulassungsinhaberin
VERFORA SA, 1752 Villars-sur-Glâne.
Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Description for the doctor
Zusammensetzung
Wirkstoff: Cetirizin (als Cetirizin-Dihydrochlorid).
Hilfsstoffe: Süssstoff Natriumcyclamat, Aroma, übrige Hilfsstoffe.
Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit
Eine Lutschtablette enthält 10 mg Cetirizin-Dihydrochlorid.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
Bei Erwachsenen und Kindern ab 6 Jahren zur Behandlung von:
Allergische Rhinitis, saisonal (Heuschnupfen, Pollinosis; die Behandlungsdauer bei Kindern mit saisonaler Rhinitis beträgt maximal 4 Wochen) und perennial.
Allergische Konjunktivitis.
Chronische idiopathische Urtikaria.
Dosierung/Anwendung
Saisonale allergische Rhinitis, allergische Konjunktivitis
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: Die empfohlene Dosis beträgt 1 mal täglich 10 mg (1 Lutschtablette).
Kinder von 6 bis 12 Jahren: Während maximal 4 Wochen 1 mal täglich 10 mg (1 Lutschtablette).
Alternativ kann die Dosierung auf 2 Einnahmen (je ½ Lutschtablette morgens und abends) verteilt werden.
Perenniale allergische Rhinitis, chronische idiopathische Urtikaria
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre: Die empfohlene Dosis beträgt 1 mal täglich 10 mg (1 Lutschtablette).
Kinder von 6 bis 12 Jahren: Die empfohlene Dosis beträgt 1 mal täglich 10 mg (1 Lutschtablette).
Alternativ kann die Dosierung auf 2 Einnahmen (je ½ Lutschtablette morgens und abends) verteilt werden.
Dosierung bei speziellen Patientenpopulationen
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten kann auf Grund der eventuell reduzierten Nierenfunktion eine Anpassung der Dosis angebracht sein (siehe unten «Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion»).
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die Dosisintervalle sind je nach Nierenfunktion individuell einzustellen. Die Dosisanpassung sollte gemäss der folgenden Tabelle vorgenommen werden. Bei der Anwendung dieser Tabelle zur Dosisanpassung muss der Wert der Kreatinin-Clearance (Clcr) des Patienten in ml/min abgeschätzt werden.
Die Clcr in ml/min kann aus dem Serum-Kreatinin (mg/dl) nach folgender Formel bestimmt werden:
Clcr = ([140 – Alter (Jahre)] × Gewicht kg): 72× Serum-Kreatinin (mg/dl) (× 0,85 bei Frauen).
Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
| Gruppe | Kreatinin-Clearance | Dosis und Einnahmehäufigkeit |
|---|---|---|
| Normal | ≥80 | 1 Lutschtablette täglich |
| Leicht | 50-79 | 1 Lutschtablette täglich |
| Mässig | 30-49 | ½ Lutschtablette täglich |
| Schwer | 10-30 | ½ Lutschtablette alle 2 Tage |
| Terminale Niereninsuffizienz, dialysepflichtige Patienten | <10 | kontraindiziert |
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei Patienten mit ausschliesslich eingeschränkter Leberfunktion ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich. Bei Patienten mit gleichzeitig eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion ist die Dosis entsprechend anzupassen (siehe «Patienten mit Einschränkung der Nierenfunktion»).
Hinweise für die Einnahme
Die Einnahme soll am Abend erfolgen, weil die Symptome am Abend stärker ausgeprägt sind. Die Einnahme von Triofan Allergie kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Sollten bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren leichte Nebenreaktionen auftreten, dann empfiehlt sich die Einnahme je ½ Lutschtablette morgens und abends.
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Cetirizin, einem anderen Piperazin-Derivat oder einen der Hilfsstoffe.
Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz.
(Kreatinin-Clearance <10 ml/min.)
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
Triofan Allergie ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren geeignet.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosierung entsprechend angepasst werden (s. Kapitel «Dosierung/Anwendung»).
Vorsicht ist angezeigt bei Patienten mit Prädisposition für Harnretention (wie z.B. Rückenmarksverletzung, Prostatavergrösserung), da Cetirizin das Risiko einer Harnretention erhöhen kann.
Vorsicht ist bei Patienten mit Epilepsie und bei Patienten mit Krampfneigung angezeigt.
Bei älteren Patienten kann auf Grund der eventuell reduzierten Nierenfunktion eine Anpassung der Dosis angezeigt sein.
Da Cetirizin zu vermehrter Schläfrigkeit führen kann, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Triofan Allergie zusammen mit Alkohol oder zentral dämpfenden Pharmaka eingenommen wird.
Interaktionen
Die gleichzeitige Anwendung mit Pseudoephedrin, Cimetidin, Erythromycin, Ketoconazol oder Azithromycin hat keinen Einfluss auf die pharmakokinetischen Parameter von Cetirizin. Es wurden keine pharmakodynamischen Interaktionen beobachtet. Gemäss in vitro Untersuchungen beeinflusst Cetirizin die Proteinbindung von Warfarin nicht.
Die gleichzeitige Verabreichung mit Azithromycin, Erythromycin, Ketoconazol, Theophyllin und Pseudoephedrin zeigte keine relevanten Veränderungen der klinischen Laborparameter, Vitalfunktionen und EKG.
In einer Studie mit gleichzeitiger Gabe von Theophyllin (400 mg/Tag) und Cetirizin (20 mg/Tag) wurde eine leichte, jedoch statistisch signifikante Erhöhung der 24-Stunden-AUC von 19% für Cetirizin und von 11% für Theophyllin sowie eine Zunahme der maximalen Plasmaspiegel von 7,7% und 6,4% für Cetirizin bzw. Theophyllin beobachtet. Gleichzeitig verringerte sich die Clearance von Cetirizin um –16% sowie von Theophyllin um –10% unter Applikation von Cetirizin bei Patienten mit Theophyllin-Vorbehandlung. Eine Vorbehandlung mit Cetirizin beeinflusste die pharmakokinetischen Parameter von Theophyllin jedoch nicht signifikant.
Nach einer Einzeldosis von 10 mg Cetirizin wurde die Wirkung von Alkohol (0,8‰) nicht wesentlich potenziert; für einen von 16 psychometrischen Tests konnte eine statistisch signifikante Interaktion mit 5 mg Diazepam nachgewiesen werden.
Die gleichzeitige Verabreichung von täglich 10 mg Cetirizin mit Glipizid führte zu einer leichten Senkung der Glukosespiegel. Dieser Effekt ist klinisch nicht relevant. Trotzdem wird eine separate Einnahme, Glipizid am Morgen und Cetirizin am Abend, empfohlen.
Das Ausmass der Absorption von Cetirizin wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht verringert, obwohl die Absorptionsgeschwindigkeit um 1 Stunde vermindert ist.
Bei einer Multiple-Dose-Studie mit Ritonavir (600 mg zweimal pro Tag) und Cetirizin (10 mg pro Tag), war die Cetirizin-Exposition etwa um 40% erhöht, während die Ritonavir-Exposition bei gleichtzeitiger Verabreichung von Cetirizin leicht verändert (-11%) war.
Antihistaminika wirken hemmend auf Allergietests der Haut. Daher sollte die Behandlung drei Tage vor der Durchführung eines solchen Tests unterbrochen werden.
Schwangerschaft/Stillzeit
Schwangerschaft
Begrenzte klinische Daten zur Anwendung von Cetirizin bei Schwangeren (zwischen 300-1000) geben keinen eindeutigen Hinweis auf Missbildungen oder feto/neonatale Toxizität in Zusammenhang mit Cetirizin.
Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf die Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten oder die postnatale Entwicklung.
Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
Stillzeit
Cetirizin sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden, da es in die Muttermilch übergeht.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Cetirizin kann zu vermehrter Schläfrigkeit führen. Triofan Allergie hat daher einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.
Unerwünschte Wirkungen
Im Gegensatz zu den H1-Rezeptorantagonisten der ersten Generation dringt Cetirizin weniger stark ins Zentralnervensystem ein. Klinische Studien haben gezeigt, dass Cetirizin in der empfohlenen Dosierung nur leichte unerwünschte Wirkungen auf das Zentralnervensystem hat, wie zum Beispiel Somnolenz, Müdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen. In einigen Fällen wurde über eine paradoxe Stimulation des ZNS berichtet.
Obwohl Cetirizin ein selektiver Antagonist der peripheren H1-Rezeptoren ist und keine wesentliche anticholinerge Aktivität aufweist, wurde in Einzelfällen von Miktionsstörungen, Akkommodationsstörungen und Mundtrockenheit berichtet.
Bei einzelnen Patienten sind Fälle von Leberfunktionsstörungen festgestellt worden, begleitet von einer Erhöhung der Lebermarkenzymwerte und der Werte für Bilirubin. In der Regel normalisierten sich die Werte nach dem Absetzen des Arzneimittels.
Sicherheitsdaten aus klinischen Studien
Die Sicherheitsdaten aus klinischen Studien, in denen Cetirizin in der empfohlenen Tagesdosis (10 mg/Tag) mit Placebo oder mit einem anderen Antihistaminikum verglichen wurden, umfassen über 3200 Patienten. Folgende Nebenwirkungen mit einer Inzidenz von mindestens 1% sind beobachtet worden:
| Nebenwirkung | Cetirizin 10 mg (n= 3260) | Placebo (n= 3061) |
|---|---|---|
Psychiatrische Störungen | ||
| Somnolenz | 9,63% | 5,00% |
Zentrales und peripheres Nervensystem | ||
| Schwindel | 1,10% | 0,98% |
| Kopfschmerzen | 7,42% | 8,07% |
Lunge und Atemwege | ||
| Pharyngitis | 1,29% | 1,34% |
Gastrointestinaltrakt | ||
| Schmerzen im Abdominalbereich | 0,98% | 1,08% |
| Mundtrockenheit | 2,09% | 0,82% |
Übelkeit | 1,07% | 1,14% |
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle | ||
| Müdigkeit | 1,63% | 0,95% |
In placebo-kontrollierten Studien mit Kindern (ab 6 Monate) und Jugendlichen (bis 12 Jahre) wurden folgende unerwünschte Wirkungen von Cetirizin beobachtet:
| Nebenwirkung | Cetirizin 10 mg (n= 1656) | Placebo (n= 1294) |
|---|---|---|
Psychiatrische Störungen | ||
| Somnolenz | 1,8% | 1,4% |
Lunge und Atemwege | ||
| Rhinitis | 1,4% | 1,1% |
Gastrointestinaltrakt | ||
| Diarrhöe | 1,0% | 0,6% |
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle | ||
| Müdigkeit | 1,0% | 0,3% |
Sicherheitsdaten aus Marktbeobachtung (PMS)
Zusätzlich zu den während der klinischen Studien gemeldeten, oben aufgeführten Nebenwirkungen, wurden Einzelfälle der folgenden Nebenwirkungen nach der Markteinführung beobachtet.
Die Nebenwirkungen werden nach Systemorganklassen (MedDRA) beschrieben und die Häufigkeiten aufgrund der Meldungen nach der Markeinführung geschätzt:
Häufigkeiten werden folgendermassen angeordnet:
Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit kann aufgrund der vorhandenen Daten nicht geschätzt werden).
Herz/Kreislauf
Selten: Tachykardie.
Blut- und Lymphsystem
Sehr selten: Thrombocytopenie.
Nervensystem
Gelegentlich: Parästhesie.
Selten: Konvulsionen.
Sehr selten: Dysgeusie, Dyskinesie, Dystonie, Synkope, Tremor.
Unbekannt: Taubheit, Amnesie, Gedächtnisstörungen.
Auge
Sehr selten: Akkommodationsstörungen, Sehstörungen, Oculogyration.
Unbekannt: Vaskulitis.
Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs
Unbekannt: Schwindel.
Gastrointestinaltrakt
Gelegentlich: Diarrhöe.
Niere und Genitaltrakt
Sehr selten: Dysuria, Enuresis.
Unbekannt: Harnretention.
Haut und subkutane Krankheiten
Gelegentlich: Pruritus, Rash.
Selten: Urtikaria.
Sehr selten: Angioneurotisches Ödem, fixes Arzneimittelexanthem.
Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
Gelegentlich: Asthenie, Unwohlsein.
Selten: Ödem.
Immunsystem
Selten: Hypersensitivität.
Sehr selten: Anaphylaktischer Schock.
Leber
Selten: Leberfunktionsstörungen (erhöhte Transaminasen, alkaline Phosphatase, GGT und Bilirubin).
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen
Unbekannt: erhöhter Appetit.
Psychiatrische Störungen
Gelegentlich: Erregungszustände.
Selten: Aggression, Verwirrung, Depression, Schlaflosigkeit, Halluzination.
Sehr selten: Tic.
Unbekannt: Selbstmordgedanken.
Untersuchungen
Selten: Gewichtszunahme.
Überdosierung
Symptome
Die Symptome, welche in Fällen von deutlicher Überdosierung beobachtet werden konnten, betrafen das Zentralnervensystem oder standen in Zusammenhang mit einer möglichen anticholinergen Wirkung. Unerwünschte Reaktionen, welche nach Einnahme von mindestens der fünffachen empfohlenen Tagesdosis beobachtet werden konnten, waren: Verwirrung, Diarrhöe, Benommenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Mydriasis, Pruritus, Unruhe, Sedation, Somnolenz, Stupor, Tachykardie, Tremor, Harnverhaltung.
Massnahmen bei Überdosierung
Für Cetirizin ist kein spezifisches Antidot bekannt. Im Falle einer Überdosierung wird eine symptomatische oder unterstützende Behandlung empfohlen. Eine Magenspülung und/oder Gabe von Aktivkohle kann sinnvoll sein, sofern die Überdosierung noch nicht lange zurückliegt. Cetirizin ist nur unvollständig dialysierbar.
Eigenschaften/Wirkungen
ATC-Code: R06AE07
Antihistaminikum zum systemischen Gebrauch, Piperazin-Derivat.
Wirkungsmechanismus
Cetirizin, ein Metabolit von Hydroxyzin, ist ein Antihistaminikum mit antiallergischen Eigenschaften. Es ist ein selektiver H1-Antagonist mit geringen Wirkungen auf andere Rezeptoren und somit im Wesentlichen frei von anticholinergen und antiserotoninergen Eigenschaften. Cetirizin hemmt die histaminvermittelte allergische Reaktion vom Soforttyp und verringert die Zellmigration und Freisetzung von Mediatoren bei der Allergie vom verzögerten Typ. Es passiert die Blut-Hirn-Schranke kaum und kann demzufolge die zentralen H1-Rezeptoren kaum erreichen.
Pharmakodynamik
In Histamin-Hautstudien setzte die Wirkung mit 10 mg Cetirizin nach 1 Stunde ein, erreichte ein Maximum nach der 2. bis zur 12. Stunde, und war nach 24 Stunden noch statistisch signifikant nachweisbar.
Neben seiner Anti-H1-Aktivität zeigt Cetirizin zusätzlich eine entzündungswidrige Wirkung und greift damit in die Spätphase der allergischen Reaktion ein. So wird durch Cetirizin:
- bei einer Dosierung von 10 mg ein oder 2mal täglich die Rekrutierung von Leukocyten, insbesondere von Eosinophilen, in der Haut gehemmt,
- bei einer Dosis von 30 mg/Tag der Austritt von Eosinophilen in die Bronchioalveolarflüssigkeit nach allergen-induzierten Bronchialkonstriktion inhibiert,
- die Kallikrein-induzierte späte Entzündungsreaktion inhibiert,
- die Expression von Entzündungsmarkern wie ICAM-1 oder VCAM-1 unterdrückt,
- die Wirkung von Histaminliberatoren wie PAF oder Substanz P inhibiert.
Klinische Wirksamkeit
Die klinische Wirksamkeit von Cetirizin ist durch einer Reihe von doppelblinden Studien gegen Placebo bzw. im Vergleich mit anderen Antihistaminika belegt worden. Der grundlegende Nachweis der Wirksamkeit für die Indikation «saisonale allergische Rhinitis» wurde anhand von drei Studien mit insgesamt 859 Patienten erbracht. Die Indikationen «perenniale allergische Rhinitis» und «chronische idiopathische Urtikaria» wurden durch die Resultate von drei Studien mit insgesamt 682 Patienten bzw. 2 Studien mit 365 Patienten untermauert.
Pharmakokinetik
Absorption
Nach oraler Verabreichung der festen Arzneiform wird Cetirizin rasch aus dem Magendarmtrakt resorbiert. Cetirizin weist im Bereich von 5 bis 60 mg eine lineare Kinetik auf. Nach 3 Tagen wird der «steady state» erreicht.
Das pharmakokinetische Profil von Cetirizin verhält sich bei Kindern und Erwachsenen qualitativ ähnlich. Die Verabreichung von 5 mg Cetirizin bei Kindern führt zur gleichen Wirkstoffkonzentration im Körper wie eine 10 mg Dosis bei Erwachsenen. Nach Einnahme von 10 mg Cetirizin werden beim Erwachsenen maximale Plasmaspiegel (Cmax) von 350 ng/ml nach 1–2 Stunden gemessen. Die bei Kindern gemessenen maximalen Plasmaspiegel nach Verabreichung von 5 mg Cetirizin lagen nach 1 h bei 275 ng/ml.
Distribution
Das Verteilungsvolumen nach der Gabe von 10 mg liegt beim Erwachsenen bei 35 Litern und die Plasma-Proteinbindung beträgt 93%. Bei Kindern beträgt das Verteilungsvolumen nach der Gabe von 5 mg etwa 17 Liter.
Geringe Mengen Cetirizin werden in die Muttermilch sezerniert.
Metabolismus
Bei Erwachsenen werden 60% der oralen Dosis unverändert im Urin ausgeschieden.
Elimination
Die Substanz weist bei Erwachsenen nach 10 mg Gabe eine totale Clearance von 0,60 ml/min/kg auf, die Halbwertszeit der Elimination (t½β) beträgt ca. 10 Stunden.
Mehrfachdosen verändern die pharmakokinetischen Parameter nicht. Die Einnahme von 10 mg Cetirizin täglich während 10 Tagen führte nicht zur Kumulation.
Nach Therapieende fällt der Plasmaspiegel von Cetirizin rasch unter die Nachweisgrenze ab. Allergie-Tests sind somit nach 3 Tagen wieder möglich.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Ältere Patienten
Die Halbwertszeit in einer Gruppe von 16 älteren Probanden erhöhte sich um 50% und die Eliminationsrate sank um 40% im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Abnahme der Cetirizin-Clearance bei diesen älteren Probanden ist vermutlich auf eine Verminderung der Nierenfunktion zurückzuführen.
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern von 6–12 Jahren werden 70% einer peroralen Dosis von Cetirizin unverändert im Urin ausgeschieden. Die Substanz weist bei Kindern nach 5 mg Gabe eine totale Clearance von 0,93 ml/min/kg auf. Die Halbwertszeit von Cetirizin beträgt 6 h bei Kindern von 6–12 Jahren.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die Kinetik von Cetirizin im «steady state»-Bereich (10 mg/Tag Cetirizin an 7 aufeinander folgenden Tagen) bei Patienten mit einer leichten Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance über 40 ml/min) unterscheidet sich nicht wesentlich von derjenigen von gesunden Probanden. Bei Patienten mit mässig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 10 und 40 ml/min) zeigte sich eine Verdreifachung der Halbwertszeit und eine Reduktion der Clearance um 70% im Vergleich zu gesunden Probanden.
Bei Hämodialyse-Patienten (Kreatinin-Clearance unter 7 ml/min) ist die Gesamtkörperclearance nach einer einmaligen Gabe von 10 mg Cetirizin verglichen mit Gesunden um etwa 70% verringert, während sich die Halbwertszeit um den Faktor 3 erhöht hat. Im Verlauf einer Standardhämodialyse werden <10% der Cetirizinmenge aus dem Plasma entfernt.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Patienten mit chronischen Leberschäden, welche 10 oder 20 mg Cetirizin erhielten, zeigten eine um 50% verlängerte Halbwertszeit und eine um 40% reduzierte Clearance im Vergleich mit gesunden Probanden.
Präklinische Daten
Die präklinischen Untersuchungen zur Sicherheit, Pharmakologie und chronischen Toxizität lieferten keine Hinweise auf eine besondere Gefährdung bei Menschen. So liegen die NOEL («No Observed Effect Level») in Studien zur chronischen Toxizität bei Hunden um den Faktor 40 (6-Monatsstudien) bis 75–220 (4 Wochenstudien), bei Affen um einen Faktor 85 über der entsprechenden therapeutischen Dosis beim Menschen.
Studien zur Reproduktionstoxizität konnten keinen negativen Einfluss von Cetirizin auf Fortpflanzung und Entwicklung der Nachkommenschaft entdecken.
Cetirizin ist nicht mutagen und liess kein kanzerogenes Potential erkennen.
Bei Meerschweinchen führte eine i.v. Dosis Cetirizin, die dem 200-fachen der Dosis entspricht, welche den Histamin-induzierten Bronchospasma zu unterdrücken vermag, zu keiner Verlängerung des QTc-Intervalls. Auch bei Hunden und Affen, welche über 1 Jahr lang täglich das 275-fache bzw. 225-fache der therapeutischen Dosis beim Menschen p.o. erhielten, zeigte sich ebenfalls keine Auswirkung auf das QTc-Intervall.
Sonstige Hinweise
Inkompatibilitäten
Es liegen keine Angaben zu Inkompatibilitäten vor.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Nach Therapieende fällt der Plasmaspiegel von Cetirizin mit einer Halbwertszeit von etwa 10 Stunden ab. Allergietests sind somit 3 Tage nach Absetzen von Triofan Allergie wieder möglich.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
Das Arzneimittel ist für Kinder unzugänglich aufzubewahren.
Hinweise für die Handhabung
Es sind keine speziellen Hinweise zu beachten.
Zulassungsnummer
57067 (Swissmedic).
Zulassungsinhaberin
VERFORA SA, 1752 Villars-sur-Glâne.
Stand der Information
Juni 2015.



















